Die Frau im Dunkeln: Roman - Hardcover

Buch 397 von 450: suhrkamp taschenbuch

Ferrante, Elena

 
9783421043238: Die Frau im Dunkeln: Roman

Inhaltsangabe

Ein Blick in die Abgründe der weiblichen Seele

Ein heißer Sommer in Süditalien. Eine erfolgreiche Frau in mittleren Jahren genießt ihre Ferientage am Strand. Die Begegnung mit einer neapolitanischen Großfamilie bringt ihr zu Bewusstsein, welch hohen Preis sie für ihren Weg zu bezahlen hatte. Eine scheinbar heitere Strandgeschichte nimmt düstere Züge an, und die sonst so beherrschte und vernünftige Frau begeht eine unbegreifliche Tat.

Leda ist fast fünfzig, geschieden und Professorin für Anglistik in Mailand. Ihre erwachsenen Töchter leben mit dem Vater in Kanada, und so verbringt sie den Sommer alleine an der süditalienischen Küste. Die heißen Tage am Strand verstreichen ereignislos, bis Ledas Ruhe von einer lärmenden neapolitanischen Großfamilie gestört wird, zu der auch Nina und deren dreijährige Tochter gehören. Beim Beobachten dieser engen Mutter-Tochter-Beziehung wird Leda von ihrer Vergangenheit eingeholt, und der Leser erfährt, dass sie vor vielen Jahren um der Karriere willen ihre kleinen Kinder verlassen hat. Mit einem Mal verdüstert sich die sommerliche Ferienidylle. In einem Akt seelischer Grausamkeit nimmt Leda heimlich die Puppe des kleinen Mädchens an sich und gibt sie auch dann nicht zurück, als sie miterlebt, wie das Kind tagelang um sein Spielzeug weint.

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Über die Autorin bzw. den Autor

Elena Ferrante ist eine äußerst erfolgreiche und zugleich geheimnisvolle Autorin. Von ihren ersten beiden Romanen wurden in Italien jeweils mehr als 100 000 Exemplare verkauft, aber zu Gesicht bekommen hat Elena Ferrante noch niemand. Mal heißt es, sie scheue die Öffentlichkeit und habe sich auf eine griechische Insel zurückgezogen. Mal wird spekuliert, dass der Name ein Pseudonym sei.

Aus dem Klappentext

"Eine spannende und keineswegs eindeutige Parabel über das Leben moderner Frauen."
Literarische Welt

"Die zentrale Frage, was im Sinne einer praktischen Vernunft im Menschenleben als angemessen, was als unangemessen zu betrachten sei, löst dieser Roman naturgemäß nicht; aber er stellt eben diese Frage, und er bettet sie mit großem psychologischem Feingefühl in einen Kontext von tiefer Symbolkraft ein. Und er vermeidet jedes Klischee."
NZZ

"Ferrante versteht es meisterhaft, diese irrationale Handlung psychologisch und atmosphärisch aufzuladen. Ihre Leda ist eine ambivalente Frau, die selbstbewusst handelt und sehr reflektiert denkt - und sich nun unvermutet mit den unbewältigten, nicht aufzulösenden Konflikten ihres Lebens konfrontiert sieht. Klug und ohne moralische Wertung erzählt Ferrante von dieser seelischen Gespaltenheit. Gekonnt, in einer genauen, manchmal fast nüchternen Sprache, mit geschickter Dramaturgie entwickelt sie einen Sog des Unheilvollen, der die heitere Urlaubsatmosphäre zunehmend verdunkelt."
Rheinischer Merkur

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