Die Geburt des Russländischen Imperiums: Herrschaftskonzepte und -praktiken im 18. Jahrhundert (Beiträge zur Geschichte Osteuropas) - Hardcover

Buch 3 von 4: Beiträge zur Geschichte Osteuropas

Ricarda Vulpius

 
9783412518189: Die Geburt des Russländischen Imperiums: Herrschaftskonzepte und -praktiken im 18. Jahrhundert (Beiträge zur Geschichte Osteuropas)

Inhaltsangabe

In dem Buch geht es um die zentrale Rolle des 18. Jahrhunderts für die Entwicklung des Russländischen Reiches zu einem Imperium: Es ist das Jahrhundert, in dem sich die Kluft zwischen einem Imperium als analytischer Erkenntnis und einem solchen als Quellenkategorie schließt. In dieser Zeitspanne, eingerahmt von der Zarenherrschaft Peters I. und Katharinas II., vollzog sich durch die Übernahme des zunächst dichotomischen Konzepts von Zivilisiertheit und Barbarei aus dem westlichen Europa ein tiefgreifender Wandel tradierter Denkweisen und Praktiken der russländischen Elite, der erst jetzt in der Herausbildung eines umfassenden imperialen Bewusstseins resultierte.

Dabei wird gezeigt, dass von einem exklusiven Sonderweg des Zarenreiches im 18. Jahrhundert keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europäischer Kolonialreiche. Als russländische Spezifika wird der frühe Ursprung der russländischen Assimilationsidee herausgearbeitet, deren verhältnismäßig späte Koppelung an eine russländische Zivilisierungsabsicht und die Gründe, warum trotz des Wandels von Konzepten und Praktiken das ganze 18. Jahrhundert sowohl am Akkulturierungs- als auch am Zivilisierungsdiskurs festgehalten wurde.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Ricarda Vulpius ist Lehrbeauftragte für Geschichte Osteuropas und Südosteuropas an der LMU München.

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.