Oma: Roman für Kinder - Softcover

Härtling, Peter

 
9783407781017: Oma: Roman für Kinder

Inhaltsangabe

Kalle wird mit 5 Jahren von seiner Oma aufgenommen.

Fünf Jahre ist Kalle, als er seine Eltern verliert. Erst kann er es gar nicht begreifen. Seine Oma nimmt ihn zu sich. Da merkt Kalle, dass alles ganz anders ist als früher mit Vater und Mutter. Oma ist prima, aber - alt! Und Oma denkt: Hoffentlich kann ich den Jungen richtig erziehen - in meinem Alter! Sie erzählt Kalle von ›damals‹, als alles ganz anders war. Sie machen zusammen eine Reise und haben viel Spaß miteinander. Kalle ist zehn, als Oma krank wird. Da zeigt sich, dass auch sie ihn braucht.

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Über die Autorinnen und Autoren

Peter Härtling (1933 - 2017), in Chemnitz geboren, lebte bis zu seinem Tod in Mörfelden-Walldorf/Hessen. Er ist einer der vielseitigsten und renommiertesten Autoren Deutschlands - er veröffentlichte Lyrik, Erzählungen, Essays und Romane - für Kinder und Erwachsene. Seine Bücher für Kinder erscheinen bei Beltz & Gelberg, darunter die berühmten Romane »Das war der Hirbel«, »Oma«, »Ben liebt Anna« und zuletzt »Djadi, Flüchtlingsjunge«. Sein literarisches Gesamtwerk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter auch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. »Härtling ist unzweifelhaft eine Schriftsteller-Persönlichkeit, von der die deutschsprachige Kinderliteratur der letzten 30 Jahre maßgeblich geprägt wurde«, so die Jury zum Deutschen Jugendliteraturpreis in ihrer Begründung.

Doro Göbel und Peter Knorr sind das deutsche Künstlerpaar, das hinter den erfolgreichen Wimmelbilder-Geschichten von Beltz & Gelberg steckt. Mit viel Liebe zum Detail und einer Leidenschaft für Geschichten kreieren sie einzigartige Bilder mit spannenden Szenen. Doro Göbel schreibt dafür das Drehbuch, Peter Knorr zeichnet die Bilder, im Team werden die Bildgeschichten weiterentwickelt. So entstehen Wimmelbücher, die Klein und Groß begeistern.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Wie Kalle zu Oma kam

Mit siebenundsechzig Jahren ist man alt, behaupten die Leute. Oma bestreitet das. Sie sagt immer - und das sagen eine Menge alter Leute -, man ist so jung, wie man sich fühlt.

Oma fühlte sich ziemlich jung. Sie sagte auch, ich bin außen ein altes Weib und innen drin ein Mädchen. Wer sie gut kannte, glaubte ihr das. Oma hatte nicht viel Geld, schimpfte manchmal über die kleine Rente und über ihren verstorbenen Mann, der auch keine Größe gewesen sei, doch sie lachte lieber, als daß sie schimpfte. Und sie verstand sich einzurichten. Ihre Wohnung in München war klein und fast so alt wie sie. Die Couch war schon ein paarmal unter zu schweren Gästen zusammengekracht. Der Ölofen war der einzige neue Gegenstand, und mit ihm kam sie nicht zurecht. Sie fürchtete, eines Tages mit ihm in die Luft zu fliegen. Wenn er anfing zu blubbern, redete sie auf ihn ein, als wäre er ein störrischer Esel. Sie redete überhaupt gern mit sich selbst und mit den Sachen, die um sie herum waren. Daran mußten sich Leute, die sie nicht gut kannten, erst gewöhnen. Denn selbst in Unterhaltungen fing sie manchmal an, mit sich selber zu reden, und wenn der andere sie dann erstaunt ansah, schüttelte sie bloß den Kopf, ihn hatte sie ja gar nicht gemeint.

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