Sie ist schön, sie ist mutig, und sie hat einen tollkühnen Plan: Felicity Clairet, genannt "die Leopardin", britische Agentin im besetzten Frankreich. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie ein Team zusammenstellen, das nur aus Frauen besteht. Dabei kann sie nicht wählerisch sein. Denn für ihr Vorhaben bleiben ihr genau zehn Tage Zeit. Und der Feind ist der Leopardin bereits auf der Spur.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Ken Follett gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt. Die 38 Bücher aus seiner Feder wurden in vierzig Sprachen übersetzt und sind in mehr als achtzig Ländern erschienen. Insgesamt hat er über 198 Millionen Exemplare von ihnen verkauft. Seine Laufbahn begann er jedoch zunächst als Reporter, zuerst bei der Lokalzeitung seines Heimatortes, der SOUTH WALES ECHO, dann bei den LONDON EVENING NEWS. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er 1978 mit der Veröffentlichung des Thrillers DIE NADEL, der im Jahr darauf mit dem EDGAR AWARD der Mystery Writers of America als bester Roman ausgezeichnet wurde.
1989 stand DIE SÄULEN DER ERDE, Ken Folletts epischer Historischer Roman über den Bau einer mittelalterlichen Kathedrale, überall auf den Beststellerlisten. Er diente als Vorlage für eine erfolgreiche Fernsehserie, die von Ridley Scott produziert und 2010 erstmals ausgestrahlt wurde.
Ken Follett hat sich in zahlreichen Stiftungen zur Leseförderung engagiert und war zehn Jahre lang Präsident von DYSLEXIA ACTION. Er war außerdem Vorsitzender des NATIONAL YEAR OF READING, einer gemeinsamen Initiative von Staat und Wirtschaft. Er lebt mit seiner Frau Barbara im englischen Hertfordshire. Gemeinsam haben sie fünf Kinder, sechs Enkelkinder und zwei Labradore.
Sonntag, 28. Mai 1944
Eine Minute vor der Explosion lag tiefer Friede über dem Stadtplatz von Sainte-Cécile. Der Abend war warm, und eine windlose Luftschicht hatte sich wie eine Decke über den Ort gelegt. Die Kirchenglocke läutete träge und rief ohne große Begeisterung die Gläubigen zum Gottesdienst.
Für Felicity Clairet klang es wie ein Countdown.
Der Platz wurde beherrscht von dem Schloss aus dem siebzehnten Jahrhundert, einer kleinen Versailles-Kopie mit einem großen vorgebauten Portal und Seitenflügeln, die im Neunzig-Grad-Winkel abknickten und sich nach hinten verjüngten. Über dem Wohntrakt aus Erdgeschoss und erstem Stock wölbte sich ein hohes Dach mit Bogenfenstern in den Erkern.
Felicity, die immer nur Flick genannt wurde, liebte Frankreich. Die eleganten Häuser gefielen ihr ebenso wie das milde Klima, die ausgedehnten Mahlzeiten und die gebildeten, kultivierten Menschen. Sie liebte die französische Malerei, die französische Literatur und die schicke französische Mode. Besucher fanden die Franzosen nicht selten unfreundlich, doch Flick, die seit ihrem sechsten Lebensjahr die Landessprache beherrschte, ging überall als Einheimische durch.
Es erbitterte sie, dass das alte, ihr so vertraute Frankreich nicht mehr existierte. Für ausgedehnte Mahlzeiten gab es nicht mehr genug Lebensmittel, die Gemälde waren von den Nazis gestohlen worden, und schöne Kleider trugen nur noch Huren. Flick selber hatte sich dem Stil der Zeit angepasst und trug ein unförmiges Gewand, dessen Farben durchs viele Waschen längst ausgebleicht waren. Von ganzem Herzen sehnte sie den Tag herbei, an dem das wahre Frankreich wieder erstehen würde, und wenn sie und einige Gleichgesinnte ihren Auftrag erfüllten, dann war dieser Tag vielleicht gar nicht mehr so fern.
Ob sie selbst ihn aber noch erleben würde, das stand in den Sternen. Es war nicht einmal sicher, dass sie die nächsten Minuten überlebte. Felicity war kein Mensch, der sich fatalistisch in sein Schicksal ergab -- sie wollte leben! Hunderterlei Dinge hatte sie vor, wenn dieser KriegENDlich zuENDe ging. Sie wollte ihre Doktorarbeit abschließen, ein Kind bekommen, eine Reise nach New York machen, sich einen eigenen Sportwagen leisten und am Strand von Cannes Champagner trinken. Doch wenn sie schon sterben musste, dann gab sie sich auch damit zufrieden, ihre letzten Augenblicke auf einem vom Sonnenlicht überfluteten Platz zu verbringen, vor sich ein wunderschönes altes Gebäude -- und in ihren Ohren den sanften, singenden Klang der französischen Sprache.
Das Schloss war einst als Wohnstatt für die Provinz-Aristokratie errichtet worden, doch hatte der letzte Comte de Sainte-Cécile 1793 seinen Kopf unter der Guillotine verloren. Und da es im Weinland, im Herzen der Champagne, lag, waren die Ziergärten längst in Weingärten umgewandelt worden. Inzwischen war im Château eine wichtige Fernmeldezentrale untergebracht, da der zuständige Minister aus Sainte-Cécile stammte.
Als die Deutschen gekommen waren, hatten sie die Zentrale erweitert, um eine Verbindung zwischen dem französischen Fernmeldesystem und der neu eingerichteten Telegraphenleitung nach Deutschland zu schaffen. Außerdem hatten sie das regionale Hauptquartier der Gestapo im Schloss eingerichtet -- im Erdgeschoss und im ersten Stock lagen die Büros, im Keller die Zellen für Gefangene.
Vor vier Wochen erst hatten die Alliierten das Schloss bombardiert. Gezielte Bombenangriffe dieser Art waren etwas Neues. Die schweren viermotorigen Lancester-Bomber und die Fliegenden Festungen, die Nacht für Nacht über Europa hinwegdröhnten, waren nicht eben sehr präzise -- manchmal verfehlten sie sogar eine komplette Stadt. Ganz anders dagegen die jüngste Jagdbombergeneration, die Lightnings und Thunderbolts. Sie flogen bei Tageslicht an und attackierten kleinere, ausgewählte Ziele -- eine Brücke, einen Bahnhof oder dergleichen. Deshalb bestand der Westflügel des Schlosses nur noch aus einem Haufen unregelmäßig behauener roter Ziegel aus dem 17. Jahrhundert und weißer Quadersteine.
Dennoch hatte sich der Angriff als Fehlschlag erwiesen, denn die Deutschen hatten die Schäden binnen kürzester Zeit reparieren können. Die Telefonvermittlung war nur so lange ausgefallen, bis die neuen Anlagen installiert waren. Die automatischen Verbindungen und die für Ferngespräche notwendigen Verstärker waren im Keller untergebracht, und der war nahezu unbeschädigt geblieben.
Und deshalb war Flick gekommen.
Das Schloss lag auf der Nordseite des Platzes und war mit einer hohen Mauer aus Steinpfeilern und schmiedeeisernen Gittern umgeben, die von uniformierten Posten bewacht wurde. Auf der Ostseite des Platzes stand eine kleine mittelalterliche Kirche, deren uralte Holztüren geöffnet waren, um die Sommerluft und die allmählich eintrudelnde Gemeinde einzulassen. Der Kirche gegenüber, auf der Westseite des Platzes, befand sich das Rathaus; dort regierte ein ultrakonservativer Bürgermeister, dem man nur selten einmal eine Meinungsverschiedenheit mit den Nazi-Besatzern nachsagen konnte. Den südlichen Abschluss des Platzes bildete eine Ladenzeile mit einem Straßencafé, dem Café des Sports. Dort saß Flick im Freien und wartete auf den letzten Glockenschlag. Vor ihr auf dem Tisch stand ein Glas Wein aus der Region, schlank und leicht, wie er für die Gegend typisch war. Sie hatte noch nicht einmal daran genippt.
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Zustand: Como nuevo. : En Die Leopardin, Ken Follett nos sumerge en una emocionante historia de espías ambientada en la Francia ocupada durante la Segunda Guerra Mundial. Felicity Clairet, una audaz agente británica conocida como "la Leopardin", debe reclutar a un equipo de mujeres para infiltrarse en una central telefónica clave para los alemanes. Con una trama llena de suspense y giros inesperados, esta novela nos muestra el coraje y la determinación de un grupo de mujeres dispuestas a arriesgarlo todo por la libertad. EAN: 9783404151325 Tipo: Libros Categoría: Literatura y Ficción Título: Die Leopardin Autor: Ken Follett Editorial: Gustav Lubbe Verlag GmbH Idioma: de Páginas: 573 Formato: tapa blanda. Artikel-Nr. Happ-2022-06-22-959d3213
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Softcover. Zustand: As New. Leichte Kratzer / Abnutzungen / Druckstellen. Sie ist schon, sie ist mutig, und sie hat einen tollkuhnen Plan: Felicity Clairet, genannt ,die Leopardin", britische Agentin im besetzten Frankreich. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie ein Team zusammenstellen, das nur aus Frauen besteht. Dabei kann sie nicht wahlerisch sein. Denn fur ihr Vorhaben bleiben ihr genau zehn Tage Zeit. Und der Feind ist der Leopardin bereits auf der Spur. Artikel-Nr. f8323097-c5d0-40e6-a1c0-ab12fdcc25ea
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Zustand: Leichte Gebrauchsspuren. Artikel-Nr. BLX162037
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