Maria Stuart (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher) - Softcover

George, Margaret

 
9783404124275: Maria Stuart (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)

Inhaltsangabe

Königin von Frankreich Mit 16 Jahren steht sie auf der Höhe ihres Lebens. In einer Traumhochzeit, ganz in Weiß gekleidet, gibt sie dem Dauphin, dem Thronfolger Frankreichs, in der Kathedrale Notre Dame zu Paris das Jawort. Ein Jahr später ist sie Königin. Königin von Schottland Mit 18 ist ihr französischer Traum vorbei. Ihr kränklicher Gemahl ist tot. Maria Stuart, Königin der Schotten, bleibt nur die Rückkehr in das neblige, barbarische Land ihrer Geburt, als katholische Königin in einem streng protestantischen Reich Königin von England Mit 24 muß sie Schottland verlassen. Die Männer, die sie geliebt hat, haben sich als treulos und mordlüstern erwiesen. Das Volk hat sie verstoßen. So flieht sie in das Land ihrer Feindin, deren Thron ihr nach altem Recht selber zusteht. Am Ende, nach langer Gefangenschaft, steht der Tod durch das Beil des Henkers. "Mit einer nahtlosen Verwendung von Originalbriefen, Tagebüchern und Gedichten: ein ungemein bewegender Tribut an eine bemerkenswerte Frau." Kirkus Review "Ein einfühlsames Portrait." Brigitte

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Im rauchig blauen Dunst war nichts zu sehen außer immer noch mehr Dunst. Die Sonne, verschleiert und gedämpft, umgab sich mit einem diffusen Lichtkranz und sie war das einzige, das die Männer erkennen konnten, als sie versuchten zu kämpfen. Aber wenn sie den Feind nicht sehen konnten, wie sollten sie sich da verteidigen?

Der Dunst wehte und wirbelte, strich tief über grünen Morast und schlammigen Boden, umschmiegte das nasse Gelände und trieb seinen Schabernack mit den Männern, wenn sie versuchten, sich aus dem tückischen Sumpf zu befreien. Er war kalt und feucht, mitleidslos wie die Hand des Todes, mit dem er Arm in Arm daherkam.

Oberhalb des Sumpfes standen ein paar einsame Bäume, deren Äste von den Herbststürmen schon kahlgefegt waren; nackt und verloren ragten sie über das Schlachtfeld. Männer mühten sich ihren grauen, runzligen Stämmen entgegen, weil sie hofften, sich kletternd in Sicherheit zu bringen. Tausende von Füßen hatten den Boden rund um die Bäume zu einem quellenden Feld zertrampelt. Der Nebel lag wie eine Decke über allem.

Als der Nebel am nächsten Tag verflog, aufs Meer hinauswehte und die letzten Spuren der Verwirrung mitnahm, offenbarte sich ganz Solway Moss als ein jammervoller Schlachtplatz. Sumpf, Schilf und glitschiges Gras in den Mäandern des Flusses Esk zeigten, daß Solway Moss, das Moor von Solway, seinen Namen zu Recht trug. Dort in der südwestlichen Ecke der Gegend, wo England und Schottland zusammenstießen, hatten die beiden uralten Feinde miteinander gerungen wie zwei Hirsche, taumelnd im Schlamm. Aber der englische Hirsch hatte über seinen Gegner triumphiert, und der Sumpf war übersät von Lederschilden, weggeworfen von den Schotten, die sich in der Falle gesehen hatten. Dort würden sie verrotten, denn trocknen würde die Sonne sie nie.

Einer der englischen Soldaten, der seine Gefangenen davonführte, warf noch einmal einen Blick auf das Gelände, das grün und ruhig in den schrägen Strahlen der Herbstsonne lag. »Gott sei Schottland gnädig « sagte er leise. »Niemand sonst wird es sein. «

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