Mien Diern! Mien Brut! He fohrt' in End'n, He föt sien Glück mit beide Händen, Sien Hochdütsch wier mit 'n mal vergäten, ... Dass es dem Leser mit dem Hochdeutschen auch so ergeht wie in diesem glücklichen Moment dem Haupthelden, dafür sorgt Rudolf Tarnows niederdeutsches Versepos von 1921. Seine Erzählung spiegelt das Leben eines mecklenburgischen Schulmeisters wider. Rudolf Tarnow schildert, wer unter welchen Bedingungen Dorfschullehrer werden konnte, wie das Privatleben eines Kösters verlief, wie er wohnte und womit er seine und seiner Familie Ernährungsgrundlage sicherte und wie in der mecklenburgischen Einklassenschule der Unterricht gestaltet wurde.
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Rudolf Tarnow, 1867-1933, gilt als einer der populärsten plattdeutschen Dichter Mecklenburgs. Nach Kaufmannslehre und Militärdienst übernahm er 1906 die Stelle des Betriebsinspektors der Nervenheilanstalt in Schwerin. In dieser Zeit entstanden die beliebten Burrkäwers, 1921 Köster Klickermann und 1924 Rüter-Püter und Ringelranken.
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