Fatima und der Traumdieb - Hardcover

Schami, Rafik; Cools, Els; Streich, Oliver

 
9783314007637: Fatima und der Traumdieb

Inhaltsangabe

Fatimas Bruder Hassan wird vom Schloßherrn hereingelegt, der seine Träume stiehlt und ihm außerdem keinen Lohn für seine Arbeit zahlt. Deshalb macht sich Fatima auf den Weg ins Schloß: Sie will nicht nur selbst ein Goldstück für ihre arme Familie verdienen, sondern auch Hassans Träume aus dem verboteten Zimmer befreien. Am Ende gelingt es ihr, den seltsamen Schloßherrn zu überlisten... (Ab 4 Jahren.)Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. 1971 kam er nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in München. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe "Südwind" und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und zuletzt mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. 1971 kam er nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in München. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe "Südwind" und zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Hermann-Hesse-Preis, dem Prix de Lecture und zuletzt mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Vor langer, langer Zeit lebte eine Witwe mit ihren beiden Kindern, Hassan und Fatima. Ihr Mann, ein armer Holzhauer, war kurz nach der Geburt der Tochter gestorben. Tag für Tag ging die Frau in das nahe Kloster und half dort bei der Wäsche, in der Küche und im Garten, und jeden Abend kehrte sie erschöpft nach Hause zurück, knotete ihr kleines Bündel auf und gab Hassan und Fatima das bißchen Essen, das sie aus dem Kloster mitgebracht hatte. Als Hassan vierzehn Jahre alt war, wurde die Mutter eines Tages vor Erschöpfung krank.

»Mutter«, sagte Hassan, »wir haben nur noch für zwei Wochen Mehl und Salz, Zwiebeln und Kartoffeln. Ich will hinausgehen und mir Arbeit suchen.«

»Aber mein Sohn, du bist noch ein Kind«, erwiderte die Mutter mit schwacher Stimme.

Hassan zog dennoch hinaus, aber so sehr er sich auch bemühte, er fand den ganzen Tag keine Arbeit. Als es dunkel wurde, sah er in der Ferne die Lichter eines großen Schlosses und eilte dorthin.

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