Nachts liegt Marc im Bett und wälzt sich von einer Seite auf die andere. Er wartet auf Dave. Wie gerne würde Marc mitgehen, wenn der große Bruder mit seiner Bande The Secret Six um die Häuser zieht. Aber Dave will ihn nicht dabeihaben. Deshalb schleicht Marc ihnen eines Abends nach. Und was er beobachtet, lässt einen schrecklichen Verdacht in ihm aufkommen. Dave scheint in eine üble Geschichte verwickelt.
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René Appel, geboren 1945 in Hoogkarspel, Holland, studierte Niederlandistik und war 1976 bis 1986 Rezensent für die niederländische Tageszeitung NRC-Handelsblad. Er arbeitet heute als Sprachwissenschaftler an der Amsterdamer Universität. René Appel erhielt mehrere Auszeichnungen und ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Autoren der Niederlande.
Nachts liegt Marc im Bett und wälzt sich von einer Seite auf die andere. Er wartet auf Dave. Wie gerne würde Marc mitgehen, wenn der große Bruder mit seiner Bande The Secret Six um die Häuser zieht. Aber Dave will ihn nicht dabeihaben. Deshalb schleicht Marc ihnen eines Abends nach. Und was er beobachtet, lässt einen schrecklichen Verdacht in ihm aufkommen. Dave scheint in eine üble Geschichte verwickelt.
Die Leuchtziffern der Wanduhr zeigten auf Viertel nach zehn. Marc drehte sich von einer Seite auf die andere. Er schwitzte. Wenn er die Bettdecke wegschöbe, würde es wieder zu kalt. Wie immer wartete er auf Dave. Was hatte es für einen Sinn, um neun Uhr ins Bett zu gehen, wenn er doch wach blieb, bis Dave kam? Wie lang mussten sie sich dieses Zimmer noch teilen? Jacqueline hatte schon ein paarmal gesagt, dass sie sich einen Schlafplatz im Wohnzimmer einrichten wollte. Dann könnte Dave ihr Schlafzimmer haben, aber bis jetzt hatte sie noch nichts unternommen.
Manchmal fand Marc es auch ganz schön, das Zimmer mit Dave zu teilen. Zum Beispiel dann, wenn sie morgens länger im Bett lagen und über Fußball oder über die Jungen in ihrer Straße redeten. Wenn sie zusammen am Computer - ein Geschenk ihres Vaters - saßen. Dumm, dass sie sich nur die verramschten Spiele aus dem letzten Schlussverkauf leisten konnten, und auch davon nur wenige. Na ja, besser als nichts. Bei Mehmet zu Hause hatten sie nicht mal einen Computer.
Marc drehte sich auf den Rücken und streckte die Beine unter der Decke hervor. Beinah halb elf. Da hörte er die Haustür zuschlagen, gleich darauf Gezeter. Marc konnte ein paar Wortfetzen aufschnappen. Zu spät... getan... Schule... verkehrte Freunde... Probleme.
Nach etwa fünf Minuten kam Dave ins Zimmer. Marc stellte sich schlafend. Dave setzte sich auf seine Bettkante. Marc versuchte ruhig zu atmen.
"Du bist wach", flüsterte Dave. "Tu nicht, als ob du schläfst. Du kannst dich nicht verstellen."
Marc reckte sich ausgiebig und gähnte. "Was ist los? Müssen wir schon aufstehen?"
"Guter Versuch, Brüderchen, aber du weißt, darauf falle ich nicht herein." Dave packte Marc bei der Schulter. "Kümmere dich einfach nicht um das, was ich tue, sonst werde ich dir noch einige Schwierigkeiten bereiten. Verstanden?"
Marc nickte.
"Wenn du mich in Ruhe lässt, lasse ich dich auch in Ruhe, okay?"
"Aber warum darf ich es nicht wissen?", versuchte Marc es noch einmal. "Tut ihr etwas, was verboten ist oder so? Darf Jackie es deshalb auch nicht wissen?"
"Das geht dich einen feuchten Dreck an. Verstanden?" Daves Nägel gruben sich in Marcs Schulter.
Marc reagierte nicht.
Daves Gesicht näherte sich Marcs Gesicht bis auf wenige Zentimeter.
"Verstanden?"
"Jaa", sagte Marc mit rauer Stimme.
Dave legte sich hin. Marc hörte ihn im Bett wühlen und schlief endlich ein. Er träumte, dass er Fußball spielte. Überall auf dem Platz lagen Pappteller mit Pommes frites, Ketchup und Mayonnaise herum. Als er den Ball ins Tor schießen wollte, standen alle Secret Six auf der Torlinie und der Ball zu seinen Füßen hatte sich in einen großen Steinbrocken verwandelt. "Schieß, schieß!", riefen Dave und seine Freunde. "Wenn du nicht schießt, schlagen wir dich zusammen." In dem Moment, als er gegen den Stein anlief, wurde er wach. Seine Beine baumelten aus dem Bett. Aus dem anderen Bett tönte leises Schnarchen.
Schlaftrunken torkelte Marc durchs Zimmer, um in der Küche Wasser zu trinken. Er stieß gegen den Stuhl, an dem Daves Ajaxjacke hing. Mit einem leichten Plumps fiel sie herunter. Einen Augenblick schien es, als würde Dave aufwachen. Mit einem tiefen Seufzer drehte er sich auf die andere Seite. Marc hielt den Atem an. Er hob die Jacke auf. Sie war schwer. Er fasste in eine der Taschen. Geld, viel Geld. Schätzungsweise ein Fünfziger, zwei Zehnguldenscheine, viele Fünfer und noch eine Hand voll Geldstücke. Wie kam Dave daran? Er gehörte nicht zu denen, die ihr Taschengeld aufsparten.
Beinahe automatisch glitt Marcs Hand in die andere Tasche und holte ein Messer zum Vorschein, eine Art Schnappmesser. Der Handgriff, das Heft, war weiß. Es schien harter Kunststoff zu sein,
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Martin Greif Buch und Schallplatte, Eberbach, Deutschland
Hardcover. Zustand: Sehr gut. Ohne Schutzumschlag. Artikel-Nr. B419
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Anbieter: Harle-Buch, Kallbach, Waddewarden Wangerland, NDS, Deutschland
Hadcover Deckelillustration. Zustand: Sehr gut. 1 Auflage. Ein schrecklicher Verdacht. Appel, R. Buchbeschreibung: Nagel & Kimche 2001 . 197 S. 20,5 cm. 304gr.Gebunden. ! Nachts liegt Marc im Bett und wälzt sich von einer Seite auf die andere. Er wartet auf Dave. Wie gerne würde Marc mitgehen, wenn der große Bruder mit seiner Ba nde The Secret Six um die Häuser zieht. Aber Dave will ihn nicht dabeihaben. Deshalb schleicht Marc ihnen eines Abends nach. Und was er beobachtet, lässt einenschrecklichen Verdacht in ihm aufkommen. Dave scheint in eine üble Geschichte verwickelt. Artikel-Nr. 3134977564
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Anbieter: Versandantiquariat Felix Mücke, Grasellenbach - Hammelbach, Deutschland
hardcover. Zustand: Gut. Seiten; Artikel stammt aus Nichtraucherhaushalt! AG10446 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 500. Artikel-Nr. 1199851
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Anbieter: DER COMICWURM - Ralf Heinig, Hohnhorst, DE, Deutschland
Hardcover. Zustand: Gut. Kleiner Kleberest am Cover. ---. nein. Artikel-Nr. 31347
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