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Liebe Mutter, es geht mir gut...: Roman (detebe) - Softcover

Millar, Margaret

 
9783257202267: Liebe Mutter, es geht mir gut...: Roman (detebe)

Inhaltsangabe

Helen Clarvoe, die ebenso reich ist wie labil, lebt allein in einer kalifornischen Stadt. Zuerst glaubt sie, das Opfer irgendeines anonymen Irren zu sein, aber bald muss sie erkennen, dass die drohende Stimme am Telephon niemand anderem gehört als ihrer ehemaligen Kindheitsfreundin Evelyn Merrick – Evelyn, die all das verkörperte, was Helen hätte sein wollen.

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Über die Autorin bzw. den Autor

Margaret Millar, geboren 1915 in Kitchener, Ontario, studierte klassische Philologie, Archäologie und Psychologie, brachte es als Pianistin zum Konzertdiplom, arbeitete in Hollywood und erhielt so die gediegene Ausbildung zum Verfassen von Psycho-Thrillern. Seit 1938 war sie mit Kenneth Millar, besser bekannt als Ross Macdonald, verheiratet. Die First Lady of Crime, gekrönt mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis und gefeiert als witzigste Analytikerin des American Way of Life and Death, starb 1994 in Santa Barbara.

Von der hinteren Coverseite

Helen Clarvoe, die ebenso reich ist wie labil, lebt allein in einer kalifornischen Stadt. Zuerst glaubt sie, das Opfer irgendeines anonymen Irren zu sein, aber bald muss sie erkennen, dass die drohende Stimme am Telefon niemand anderem gehört als ihrer ehemaligen Kindheitsfreundin Evelyn Merrick – Evelyn, die all das verkörperte, was Helen hätte sein wollen.Die unsichere, einsame Helen ist eine Person, für die niemand besondere Sympathien hegt. In der Überzeugung, Evelyn wolle sie vernichten, beauftragt sie ihren Finanzberater, Paul Blackshear, Evelyn zu finden. Blackshears Suche führt ihn immer weiter, und bald senkt sich das hässliche Netz des Terrors auch über andere: Evelyne Merrick, die die versteckten Ängste ihrer Feinde geschickt auszunutzen weiß, findet ihre Befriedigung darin, alle, die ihr im Wege sind, in Unglück und Schrecken zu stürzen. Angetrieben vom krankhaften Verlangen, ihre Opfer zu vernichten, macht sie ihre Telefonanrufe, in denen Hass und Rachsucht ihrer gefährlich gespaltenen Persönlichkeit ungeahnte Dimensionen annehmen …

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Die Stimme war sanft, beinahe lächelnd: »Ist dort Miss Clarvoe?«

»Ja.«

»Wissen Sie, wer spricht?«

»Nein.«

»Eine Freundin.«

»Ich habe unzählige Freundinnen«, log Miss Clarvoe. Im Spiegel über dem Telefontischchen sah sie ihren Mund die Lüge wiederholen, und sie freute sich darüber, während ihr Kopf eifrig bestätigend nickte - diese Lüge ist wahr, ja, es ist eine sehr wahre Lüge. Nur ihre Augen wollten sich nicht überzeugen lassen. Verlegen blinzelten sie und schauten weg.

»Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen«, sagte die Stimme. »Trotzdem habe ich Sie immer irgendwie im Auge behalten. Ich habe nämlich eine Kristallkugel.« »Ich - Sie haben was?«

»Eine Kristallkugel, in der man die Zukunft sehen kann. So eine habe ich. Alle meine alten Freunde tauchen von Zeit zu Zeit darin auf. Heute abend waren Sie drin.«

»Ich.« Helen Clarvoe wandte sich wieder dem Spiegel zu. Er war rund wie eine Kristallkugel, und ihr Gesicht tauchte darin auf; eine alte Freundin, vertraut, doch ungeliebt. Der Mund dünn und verkniffen, als wäre die Haut nur über einen Knochen gespannt. Das braune Haar war kurz geschnitten wie bei einem Mann und ließ die Ohren frei...

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