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Serenade - Hardcover

Winter, Léon De

 
9783257061086: Serenade

Inhaltsangabe

Der Niederländer Leon de Winter, er entstammt einer jüdisch-orthodoxen Familie, schrieb die Geschichte eines Sohnes, der seine Mutter neu für sich entdeckt. Anneke Weiss, Mitte siebzig, lebenslustig und immer bereit, sich in das Leben ihres Sohnes Bennie einzumischen, erkrankt an Krebs. Bennie besteht darauf, ihr die Diagnose zu verschweigen. Anneke lebt wie gewohnt weiter, verliebt sich sogar. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Bennie vermutet sie auf einer Vergnügungsreise. Aber, als ein Lebenszeichen ausbleibt, macht er sich auf die Suche. Er findet die alte Dame, aber nicht dort, wo er sie vermutet hat.

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Von der hinteren Coverseite

Die Hommage eines Sohnes an seine Mutter. Und ein aufrüttelndes Buch über die Ohnmacht von uns allen, die wir über das Schreckliche in der Welt informiert werden, doch nicht imstande sind, etwas dagegen zu tun.

Anneke Weiss, Mitte siebzig, seit langem Witwe, hat ihre Lebenslust und ihren Elan, sich munter in das Leben ihres Sohnes Bennie, eines verhinderten Komponisten, einzumischen, gerade erst richtig wiederentdeckt.

Da diagnostizieren die Ärzte bei ihr ein Karzinom. Bennie drängt darauf, daß man seiner Mutter die tödliche Krankheit verschweigt. Das Leben scheint ganz normal weiterzugehen - Anneke verliebt sich sogar in den 77 jährigen Fred Bachmann -. doch dann ist die alte Dame auf einmal spurlos verschwunden. Bleibt die Hoffnung, daß sie zu einer ihrer Vergnügungsreisen aufgebrochen ist, mit der sie ihren Sohn immer stolz überrascht. Warum gibt sie nur kein Lebenszeichen von sich?

Bennie und Fred machen sich auf die Suche. Sie finden Anneke - aber nicht etwa auf den Champs-Elysées, sondern auf dem Güterbahnhof von Split. Was hat Anneke zu dieser "Reise" bewogen?

Nur vordergründig witzig und leichtfüßig erzählt dieser Roman von einem Trauma, das jeden Tag neu aufzubrechen vermag.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Meine Mutter litt seit Jahren unter Rückenschmerzen. Wir hatten schon etliche Spezialisten zu Rate gezogen, von qualifizierten Medizinern bis hin zu herumdokternden Quacksalbern, und Diagnosen erhalten, die von altersbedingten Verschleißerscheinungen bis hin zu negativen Erdstrahlen unter ihrer Wohnung reichten.

Als ich hörte, daß die Universitätsklinik Amsterdam sich einen neuen Scanner zugelegt hatte, ließ ich sie gleich auf die Warteliste setzen. Die Wundermaschine konstatierte ganz ordinäre Gallensteine. Endlich hatten wir eine fundierte Erklärung für die Krämpfe, die sie bisweilen mehrere Tage lang quälten. Gallensteine sagten uns was. Kleine Kiesel in ihrem Bauch. Die Ärzte beteuerten, daß deren Entfernung nicht länger als eine halbe Stunde dauern würde. Bis zur völligen Genesung würden dann nicht mehr als drei Tage "stationäre Nachbetreuung" nötig sein ...

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