Sonnenfinsternis - Hardcover

 
9783203791500: Sonnenfinsternis

Inhaltsangabe

Dieser Roman von Arthur Koestler spielt zum Zeitpunkt der ersten großen von Stalin inszenierten politischen Säuberungswelle (1936-1938). Der alte Revolutionär und ehemalige Volkskommissar N.S. Rubaschow wird wegen angeblicher konterrevolutionärer Umtriebe gefangengenommen und verhört...
Vorbild für die Gestalt Rubaschows waren Karl Radek und Nikolai Bucharin, die Koestler persönlich kannte - und Leo Trotzki.
"Das Schicksal dieses Mannes widerspiegelt die Schicksale einer Anzahl von Männern, die Opfer der sogennanten Moskauer Prozesse wurden. Dieses Buch ist ihrer Erinnerung gewidmet."(A.Koestler)

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Über die Autorin bzw. den Autor

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Koestler, Arthur engl. Schriftsteller und Journalist ungar. Herkunft *5.9.1905 Budapest, †3.3.1983 London (Selbstmord) Sonnenfinsternis, 1940 Arthur Koestler war einer der einflussreichsten und bestgehassten Intellektuellen der 1940er und 50er Jahre, in dessen Werk sich Journalismus, Essayistik, Literatur und Agitation verbinden. So breit sein Romanwerk angelegt ist, ordnet es sich doch der Auseinandersetzung mit dem Staatskommunismus unter. Koestler, Sohn eines jüdisch-ungarischen Kaufmanns und einer Wienerin, wuchs in Österreich-Ungarn und in Deutschland auf. Seit dem 17. Lebensjahr schrieb er in deutscher Sprache, nach 1940 auf Englisch. Sein Ingenieur-Studium in Wien brach er ab, ging als Siedler nach Palästina und wurde 1926-29 Auslandskorrespondent des Ullstein Verlags im Nahen Osten. 1931 trat Koestler in Berlin der KPD bei, verlor seine Arbeit bei Ullstein und wurde im Pariser Exil enger Mitarbeiter von Willi Münzenberg (1889-1940). 1936 ging Koestler als Journalist und mit geheimen Parteiaufträgen nach Spanien. Nach dem Fall der Stadt Malaga verhaftet und zum Tode verurteilt, wurde er von den Falangisten aufgrund britischer Interventionen freigelassen. Im Frühjahr 1938 trat er aus der KPD aus. Eine wichtige Rolle für seine Loslösung spielte die Verhaftung seines engen Freundes und Schriftstellers Alexander Weißberg-Cybulski (1901-64) in der Sowjetunion. Der bekannteste Roman von Koestler, Sonnenfinsternis, markiert seinen Bruch mit der Politik des Kommunismus. Koestler kämpfte 1941/42 als Freiwilliger in der französischen und britischen Armee, ließ sich später in England nieder, wo er anfangs dem linken Flügel der Labour Party angehörte, war Mitbegründer des "Kongresses für kulturelle Freiheit" und kämpfte gegen das "Gespenst der Neutralität". In Gottes Thron steht leer (1951) liefert Koestler eine düstere Vorhersage des europäischen Untergangs im Zeichen Stalins. Als politischer Schriftsteller meldete sich Koestler nach 1955 kaum mehr zu Wort; er beschäftigte sich mit Naturwissenschaften und schrieb eine Reihe erfolgreicher Sachbücher. Gemeinsam mit seiner Frau Cynthia wählte er in der englischen Heimat den Freitod. Biografie: F. Day, Arthur Koestler. A Guide to Research, 1987.

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