Traditionen prägen die kollektive Identität. Sie zeugen weniger von starren vorgegebenen Inhalten, sondern von aktiven Prozessen der Konstruktion und Transformation, die der Verarbeitung der Vergangenheit und der Gestaltung der jeweiligen Gegenwart dienen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes, der auf eine Tagung vom 30.09.-02.10.2016 an der Ev.-Theol. Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen zurückgeht, nehmen solche Vorgänge von Traditionsbildung, -weitergabe und -umformung für das - in seine altorientalische 'Umwelt' eingebettete - alte Israel in den Blick. Dabei fokussieren die Beiträge neben grundsätzlicheren methodischen Überlegungen zur Traditionsliteratur auf die Textbereiche der Prophetie und der Psalmen, in denen grundlegende Traditionen in den Argumentationsgängen von zentraler Bedeutung sind: Exodus, Zion, Opfer, aber auch Prozesse der Legitimation im prophetischen Bereich (Jer, Ez).
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Geboren 1973; Professor für Altes Testament an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Geboren 1982; 2014 Promotion; 2021 Habilitation; seit 2021 Professorin für Altes Testament (professeure ordinaire pour l'exégèse historico-philologique de la Bible hébraïque) am Institut romand des sciences bibliques (IRSB) der Fakultät für Theologie und Religionswissenschaft (FTSR) an der Universität Lausanne.
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