Vergebung wird traditionell mit der Pflicht zur Erinnerung verknüpft; Versöhnung und die Überwindung menschlichen Versagens scheinen nur auf der Grundlage eines heilenden Gedächtnisses möglich, während das Vergessen einem wahrhaften Neuanfang im Wege steht. Historische Erfahrungen im 20. Jahrhundert scheinen diese Sicht zu bestätigen. Den in diesem Band versammelten Aufsätzen geht es darum, diesen Konsens zu hinterfragen. Zu diesem Zweck arbeiten sie den Begriff des Vergessens aus und gehen dessen konstruktivem und notwendigem Einfluss auf unser Leben nach. Gleichzeitig achten sie auf die möglichen Hindernisse, die für die Versöhnung aus nachtragender Erinnerung entstehen können. Das Verhältnis von Erinnern und Vergessen, so zeigt sich, muss nicht unbedingt komplementär sein. Sein Verständnis eröffnet jedoch neue Möglichkeiten, Vergebung und Vergessen aufeinander zu beziehen, und führt letztlich zu der theologisch abgründigen Frage, ob auch Gott vergisst, wenn er vergibt.
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Born 1980; studied Protestant Theology and Philosophy in Göttingen, Edinburgh, and Berlin; PhD 2009; Habilitation 2012; 2022-24 Lynen Fellow at the New School for Social Research in New York City; Professor of Systematic Theology with a focus on Dogmatics and Philosophy of Religion at the University of Hamburg.
is professor of Historical and Systematic Theology at the University of Oxford, and fellow and tutor in Theology at Trinity College.
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paperback. Zustand: New. 1st. Artikel-Nr. 677491
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