"Europäische" Religionsgeschichte: Religiöse Zugehörigkeit durch Entscheidung - Konsequenzen im interkulturellen Vergleich

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9783110417838:
Reseña del editor:

Die Religionsgeschichte im Okzident besitzt - wie jede religiose Tradition - ein spezifisches Profil, so die These dieses Buches: In der Spatantike entstand ein neues Konzept religioser Zugehorigkeit, das Europa fundamental und bis heute pragt: Menschen konnten einer -Religion- nicht mehr nur durch Geburt, sondern auch aufgrund einer Entscheidung angehoren. Das klingt banal, revolutionierte aber das Religionssystem. Dies dokumentieren Erfindungen des fruhen Christentums: ein Ritus zum Eintritt (-Taufe-), religiose Unterweisung (-Katechese-), Ausbreitung jenseits ethnischer Grenzen (-Universalismus-) durch -Mission- und -Konversion-. Diese Elemente fuhrten zu einem neuen, demjenigen Verstandnis von -Religion-, welches heute den umgangssprachlichen und religionswissenschaftlichen Religionsbegriff pragt.

Der Eigensinn dieser Entwicklung im Okzident wird durch komparative Perspektiven sichtbar, etwa in der Frage, in welchem Sinn man im Buddhismus von einer -Mission- sprechen kann oder in welchem Ausma das Verstandnis von -wahrer- und -falscher- Religion im Islam auf dessen Verknupfung mit der Christentumsgeschichte zuruckgeht.

Dem zentralen Kapitel uber -Entscheidung- folgen vier Kapitel zu kulturellen Konsequenzen einer auf Entscheidung gegrundeten Zugehorigkeit.

Zwei gegenwartsbezogene Konsequenzen im Bereich von Religionspolitik und Kultur werden exemplarisch genannt: Das Problem religioser Pluralitat, die damit verbundene Verfolgung aus religiosen Grunden und die dann entstandene Religionsfreiheit sind nicht ohne die Forderung nach einer Entscheidung in Religionsangelegenheiten zu verstehen. Und: Das neue Religionskonzept pragt aufgrund der europaischen Expansion heute das Verstandnis von Religion in einer globalisierten Kultur.

Biografía del autor:

Helmut Zander, Universitat Freiburg

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1.

Zander, Helmut:
Verlag: De Gruyter Oldenbourg, 01.01.2016. (2016)
ISBN 10: 3110417839 ISBN 13: 9783110417838
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Buchbeschreibung De Gruyter Oldenbourg, 01.01.2016., 2016. gebunden. Buchzustand: Neu. 635 S. Ist Europa ein religiöser Sonderfall? Mit der exkludierenden Form freiwilliger Zugehörigkeit schuf das Christentum in der Abgrenzung gegenüber paganen Traditionen ein negatives Anderes seiner selbst. Damit erfand es eine eigene Form religiöser Pluralität und das Problem der Toleranz. Helmut Zander analysiert wie dieses Konzept die europäische Religionsgeschichte prägte und im Rahmen des europäischen Imperialismus globale Wirkungen entfaltete. ISBN 9783110417838 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1217. Artikel-Nr. 208284

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Helmut Zander
Verlag: De Oldenbourg Gruyter Jan 2016 (2016)
ISBN 10: 3110417839 ISBN 13: 9783110417838
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Buchbeschreibung De Oldenbourg Gruyter Jan 2016, 2016. Buch. Buchzustand: Neu. 244x174x40 mm. Neuware - Die Religionsgeschichte im Okzident besitzt - wie jede religiöse Tradition - ein spezifisches Profil, so die These dieses Buches: In der Spätantike entstand ein neues Konzept religiöser Zugehörigkeit, das Europa fundamental und bis heute prägt: Menschen konnten einer 'Religion' nicht mehr nur durch Geburt, sondern auch aufgrund einer Entscheidung angehören. Das klingt banal, revolutionierte aber das Religionssystem. Dies dokumentieren Erfindungen des frühen Christentums: ein Ritus zum Eintritt ('Taufe'), religiöse Unterweisung ('Katechese'), Ausbreitung jenseits ethnischer Grenzen ('Universalismus') durch 'Mission' und 'Konversion'. Diese Elemente führten zu einem neuen, demjenigen Verständnis von 'Religion', welches heute den umgangssprachlichen und religionswissenschaftlichen Religionsbegriff prägt. Der Eigensinn dieser Entwicklung im Okzident wird durch komparative Perspektiven sichtbar, etwa in der Frage, in welchem Sinn man im Buddhismus von einer 'Mission' sprechen kann oder in welchem Ausmaß das Verständnis von 'wahrer' und 'falscher' Religion im Islam auf dessen Verknüpfung mit der Christentumsgeschichte zurückgeht. Dem zentralen Kapitel über 'Entscheidung' folgen vier Kapitel zu kulturellen Konsequenzen einer auf Entscheidung gegründeten Zugehörigkeit. Zwei gegenwartsbezogene Konsequenzen im Bereich von Religionspolitik und Kultur werden exemplarisch genannt: Das Problem religiöser Pluralität, die damit verbundene Verfolgung aus religiösen Gründen und die dann entstandene Religionsfreiheit sind nicht ohne die Forderung nach einer Entscheidung in Religionsangelegenheiten zu verstehen. Und: Das neue Religionskonzept prägt aufgrund der europäischen Expansion heute das Verständnis von Religion in einer globalisierten Kultur. 635 pp. Deutsch. Artikel-Nr. 9783110417838

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