1996 100 S. Broschur, 4° Verein pro archithese,
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
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Broschur, 4°. Zustand: Sehr gut. 100 S. Das Architekturmagazin ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Einband minimal berieben. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Editorial:. Die Nachfrage nach Wohnraum ist kaum gesunken und im Zeichen der leerstehenden Büroflächen erweist sich das Erstellen von Wohnungen erst recht als (relativ) lukrativ. Dabei bleiben im Rahmen des mehrgeschossigen Wohnungsbaues Stichworte wie Neutralität und Flexibilität der Räume zweifellos bedeutend. Solche Vorgaben, die zudem dem Postulat möglichster Preisgünstigkeit genügen müssen, scheinen der Tatsache adäquat, dass sich die Vorstellungen über Wohnformen, über das, was wohnen heissen kann, auf der Seite der Nutzer und Nutzerinnen selber eher noch ausweiten, als dass sie sich konsolidieren würden. Zudem: «Die wichtigste Veränderung beim Wohnen liegt im Aspekt statisch-dynamisch. Wohnen ist dynamisch geworden», wie es die Soziologin und Planerin Ellen Meyrat-Schlee formuliert. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Schaffung von Wohn-Räumen mit charakteristischen und durchaus unterschiedlichen Eigenschaften diesen aktuellen Gegebenheiten nicht ebenso gerecht werden können. Oder anders gefragt: Ist es richtig, den oft zu beobachtenden Weg der Neutralisierung von charakteristischen Elementen zu Ende zu gehen und dabei den Ausdruck von Wohn-Räumen auf das private Gut zu reduzieren und auf das, was durch die Bricolage der Wohnenden entstehen kann (und soll)? Und: Gilt das Prinzip Freiheit, das dabei gerne angesprochen wird, auch für jene, die mit guten Gründen nicht bereit sind, Zeit (und) Geld in die «Fertigstellung» einer Wohnung zu investieren? So ist es bemerkenswert, wenn neue Wege durchaus gesucht und auch begangen werden, um aus der Beschäftigung mit dem Grundriss, dem Schnitt und den Materialien eigenständige Wohn-Räume zu schaffen. Und es ist dabei kein Widerspruch, wenn sich bei näherem Hinsehen in manchen Fällen zeigt, dass bewährte Elemente mit ihren Alltagsqualitäten neu interpretiert werden. Andererseits verweist die Geschichte eines Prototyps des neutralen Wohn-Raums, des weitläufigen Lofts, auf Grundvorstellungen vom Wohnen, gerade weil die Bewohner die notwendigen Ein- und Umbauten selbst vornehmen oder nach ihren Vorstellungen in Auftrag geben. Und natürlich ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, solche eher kleinmassstäblichen Räume, die oft nur in der Bewegung erfasst werden können, adäquat im Bild zu vermitteln. Der Versuch dazu wird hier dennoch unternommen. Editorial français La demande de logements n'a guère diminuée et à l'heure d'une abondante offre de bureaux, la production de logements devient (toute proportion gardée) particulièrement lucrative. Quant à la construction d'immeubles d'habitation, des notions telles que neutralité et flexibilité des espaces n'ont rien perdu de leur actualité. Tout en étant soumises au postulat des prix avantageux, ces exigences tiennent compte d'une évolution da la notion d'habitabilité qui, côté usagers resp. usagères, tend à s'élargir plus qu'elle ne se consolide. Comme le fait remarquer Ellen Meyrat-Schlee, sociologue et urbaniste: «La transformation la plus importante qu'a subie l'habitation, concerne la relation entre le statique et le dynamique. L'habitation est devenue un fait dynamique.» Reste à savoir si la production d'espaces habitables tout à la fois caractérisés et différenciés peut apporter une réponse satisfaisante aux données actuelles. Autrement dit: la solution réside-t-elle dans la poursuite d'une parfaite neutralisation, fréquemment observée, des éléments caractéristiques et, ce faisant, dans la réduction des espaces habitables au bien privé, à l'apport pouvant (et devant) résulter des bricolages du dimanche? Le principe de liberté que l'on s'empresse d'évoquer à ce sujet, est-il également valable pour ceux qui ont de bonnes raisons de ne pas investir leur temps (et leur argent) dans la «finition» d'un logement? Dès lors, la recherche et l'expérimentation de nouvelles approches visant à créer, a partir d'une relecture du plan, de la coupe et des matériaux, des espaces habitables originaux, méritent d'être relevées. A cet égard, le fait qu'une analyse approfondie révèle, dans certains cas, une réinterprétation d'éléments éprouvés comme de leurs qualités quotidiennes, ne constitue pas une contradiction. D'autre part, l'histoire d'un prototype du logement neutre tel que le spacieux loft, renvoie aux notions fondamentales d'espace habitable dans la mesure où les habitants exécutent eux-mêmes ou font exécuter selon leurs propres idées les aménagements et transformations nécessaires. Il est certes difficile, sinon impossible, de traduite en images adéquates ce type d'espaces qui impliquent une échelle plutôt petite et qui, le plus souvent, ne sauraient être perçus qu'à travers le mouvement. Le présent cahier essaie néanmoins de les visualiser. -----Inhalt:. Wohnungsbau: Massschneiderei oder Umgang mit Unsicherheiten? | Ellen Meyrat-Schlee Ein Zimmer mit Aussicht, ein Fenster zum Hof Jourda & Perraudin: Duplexwohnungen in Lyon | Marie-Theres Stauffer Reichtum im Schnitt Bauten und Projekte 19861994 | Axel Fickert, Kascha Knapkiewicz Variationen zum Laubengang Ein Haus von Michael Adler und ein Haus von Jakob Steib in Zwingen | Othmar Birkner, Andres Janser Neue Wohnräume, neue Stadträume Diener & Diener: Wohn- und Geschäftshaus Warteckhof in Basel | Ulrich Maximilian Schumann Bewährte Werte neu interpretiert Das Haus in Brig und andere Wohnhäuser von Peter Märkli | Martin Tschanz Eine Art Wundertüte Giuliani & Hönger: Mehrfamilienhaus in Unterägeri | Christoph Bignens Kompakte Körper Zwei Siedlungen von Baumschlager-Eberle in Vorarlberg | Andres Janser Logement, pouvoirs publics et sociétés coopératives Quelques aspects de la situation en Suisse romande | Bruno Marchand, Robert Teraud Loft-Living oder: domesticating the dangerous | Bettina Köhler Europan 4 Zu Wettbewerbs-Resultaten von Schweizer Standorten | Andres Janser Rotes Zimmer Erik Steinbrecher, Luka. Artikel-Nr. 693811
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