Rätselbilder des Geschlechts: Körperwissen und Medialität um 1900

 
9783037340912: Rätselbilder des Geschlechts: Körperwissen und Medialität um 1900
Críticas:

»Das nun erschienene Buch zu den Rätselbildern des Geschlechts der Medienwissenschaftlerin Kathrin Peters ist bedeutend mehr als ein überfälliger Nachtrag aus der Sicht der Bildgeschichte zu einer bereits in großem Umfang geleisteten Forschung. Denn das Rätsel, dem alle diese Bilder gelten, erschöpft sich gerade nicht in der wissenschaftlichen Erkundung und fachgerechten Darstellung geschlechtlicher Ambiguität. Es sind vielmehr die Bilder selbst, die, gewissermaßen unter der Hand, die größten Probleme aufwerfen.« (Steffen Siegel, FAZ)

»Eine schöne Arbeit. Es gelingt ihr, den biologisch-medizinischen Weg vom Unnormalen zum Normalen und zurück sowie den Weg vom Schönen zur Norm , zum Durchschnitt verständlich und plastisch nachvollziehbar darzulegen.« (Heinz-Jürgen Voß, querelles.net)

»In Rätselbilder des Geschlechts werden Fotos, die ursprünglich vorrangig Texte illustrierten, Theorien unterstützen oder belegen sollten, nun tatsächlich gelesen, nachvollziehbar und schlüssig. Strategien medialer Sichtbarkeit werden mit gender-Fragen verknüpft. Peters entwickelt einen Kosmos voller Widersprüche und Ungereimtheiten, analysiert Hierarchien der Zuordnungen sekundärer Geschlechtsmerkmale und Gesten der Scham.« (Die tödliche Doris, Junge Welt)

Reseña del editor:

Zwei Ereignisse haben das Körperwissen im späten 19. Jahrhundert verändert: Zum einen ist das der Gebrauch technischer Apparate, die den Körper auf neue Weise sichtbar werden ließen fotografische Verfahren, Röntgentechnik und die Vermessung der Gestalt. Zum anderen gewann ein Wissen an Kontur, dem zuvor eine diffuse Aufmerksamkeit zukam, das nun aber im Brennpunkt nicht nur des medizinischen Interesses stand: nämlich das Wissen vom Geschlecht. Charaktereigenschaften, anatomische Merkmale, biologische Substanzen und auch Kleidungsgewohnheiten wurden aufgezeichnet, ausgewertet und miteinander verglichen. In zahllosen Fallstudien machten sich Mediziner wie Rudolf Virchow, Magnus Hirschfeld, Gustav Fritsch und andere auf die Suche nach dem Wesen der Geschlechterdifferenz. Aber was fanden sie? Mithilfe welcher Verfahren wurde die »Substanz« des Geschlechts sichtbar zu machen versucht? Wie waren also Bilder an der Hervorbringung von Evidenzen beteiligt? Wie »sicher« war dieses Wissen überhaupt? Und wie sehr war es von ästhetischen Vorstellungen sowohl über Körper als auch Bilder durchzogen? Die Arbeit argumentiert, dass das Körper- und Geschlechterwissen der Moderne nicht zuletzt das Ergebnis medialer und ästhetischer Bilderzeugungen ist.

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Kathrin Peters
Verlag: Diaphanes Verlag Nov 2010 (2010)
ISBN 10: 3037340916 ISBN 13: 9783037340912
Neu Taschenbuch Anzahl: 1
Anbieter
AHA-BUCH GmbH
(Einbeck, Deutschland)
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Buchbeschreibung Diaphanes Verlag Nov 2010, 2010. Taschenbuch. Buchzustand: Neu. 225x169x20 mm. Neuware - Was hat eine Aktfotografie Wilhelm von Gloedens mit Zeichnungen von extrahierten Geschlechtsorganen zu tun Was die Studiofotografie eines 'Mannweibs' vor romantischem Prospekt mit der vielspaltigen Tabelle sexueller Zwischenstufen Oder die Künstleranatomie des Anthropologen Gustav Fritsch mit dem Röntgenbild eines Beckens, das Rudolf Virchow zur Begutachtung vorlag 231 pp. Deutsch. Artikel-Nr. 9783037340912

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