Dem Wäller Volk auf's Maul geschaut

 
9783000267000: Dem Wäller Volk auf's Maul geschaut
Críticas:

Eine Leseprobe:--------------- Ein kleiner Auszug aus --------- Dem Wäller Volk auf´s Maul geschaut -------------: Im Anfang war das Vorwort, un Wäller schwätze göttlich..., denn am 7. Tag ruhte Gott nicht den ganzen Tag, da ER nämlich ganz vergessen hatte, den deutschen Völkchen ihren eigenen unverwechselbaren Dialekt zu geben. Also machte ER sich nach einem ausgiebigen Frühstück noch mal schnell ans Werk, und am Ende waren alle Schwätzer sehr zufrieden mit dem Ergebnis SEINES sonntäglichen Werks. So bin auch ich glücklich, da für mich die Seele der Sprache im Wäller Dialekt liegt, und Hochdeutsch nur meine erste Fremdsprache ist, die ja auch die meisten Deutschen für eine Nord-Süd- und Ost-West-Verständigung beherrschen müssen. Hier nun Kommentare einiger Dialektiker/innen zum himmlichen Werk:--------------------------------- Die Alemannin sagte: Des isch ä gueti Sprooch, die mir do allewiel schwätze! ------------------------------------ Der Bayer sagte: Jo mai, is des a schener Dialekt! -------------------------------- Die Berlinerin sagte: Icke hab nen duften Dialekt, wa? ------------------------------------------- Der Hanseate sagte: Ik schnack min Platt, un ik find dadd schoin! ---------------------------------------------- Die Hessin sagte: Su wie isch babbele, dodd kann käna! ------------------------------------------------- Der Kölner sagte: Häj, du Jeck, medd Kölsch fieat maFasteloowend! ---------------------------------------- Die Sächsin sagte: Ja nu freilisch is äs Sächsisch glasse! -------------------------------------------- Als nun Gott dann bei WWW (Wirges-Wester-Wald) angelangt war, gingen ihm die Dialektideen aus und der Wäller wurde ganz traurig und quängelig. Genervt sagte schließlich Gott zu ihm:----------------------------------------- Reesch disch doch nedde su off, da schwätz de ewe su wie isch!!! (Dem Wäller Volk auf`s Maul geschaut Sie können sich vorstellen wie es weiter geht)

Der Illustrator Heiner Ring über sich und den Autor:----------------- Statt meiner Vita, hier ein paar Worte zum Buchprojekt und Autor. Wie kommt es, dass ein im Taubertal lebender Maler, Illustrationen über Westerwälder Mundartsprüche zeichnet? Wie so vieles im Leben, ist oft der Zufall ausschlaggebend. Oder gibt es gar keinen Zufall? In meinem Fall hat eigentlich alles so vor ca. 35 Jahren angefangen. Es waren die unbeschwerten Jugendjahre Anfang der Siebziger. Die Zeit, in der wir uns alle ein wenig als Erben der 68er Generation sahen. Die Jungs trugen die Haare länger als die Mädchen, dafür waren die Röcke der Mädchen nicht breiter als ein Gürtel. Wir hörten Lieder von Bob Dylan und träumten zu Musik von Santana. Es war aber auch eine Zeit der Gegensätze. Unter der Woche trugen wir Jeans und am Sonntag wurde zum Kirchgang die gute Hose aus Sonntagsstoff angezogen. Politisch standen wir fast alle auf der linken Seite und sonntags als Ministranten, auf der rechten Seite des Pfarrers. Wir trafen uns in Stracks Eisdiele in Engers, im Revolution in Neuwied oder in der Rio Grotte in Maischeid. Lokalitäten, die damals jeder Jugendliche kannte, der ein paar Mark übrig hatte. Wenn man dann aber, aus einem rheinländisch, konservativen, gut katholischen Elternhaus, wie meines kam, hatte man nur eine Möglichkeit auszubrechen. Man trat einer kath. Jungendorganisation bei. In meinem Falle viel die Wahl auf die KJG Katholische Jugend . Und in dieser jugendbewegten Zeit traf ich einen jungen Sozialpädagogen in der Kath. Jugendzentrale in Neuwied, der zwar damals schon ein wenig ungewöhnlich war, aber irgendwie auf meiner Längenwelle lag. Mit ihm und unter der Obhut der katholischen Kirche durfte ich in den folgenden Jahren etliche Reisen, bis hin nach Griechenland mit unternehmen. Allen Eltern sei an dieser Stelle ein Hinweis gestattet. Lassen sie ihre minderjährigen Töchter lieber mit TUI, James Cook, oder anderen kommerziellen Reisunternehmen in Urlaub fahren, als mit der katholischen Jugend. Diese unbeschwerte Zeit hatte ein jähes Ende. Es kam in Form eines Einberufungsbefehls zur Bundeswehr. Und aus dem angehenden Kriegsdienstverweigerer wurde dann auch noch ein Berufssoldat. Warum aber die 180 Grad Wende? Ganz einfach. Ich durfte bei der Bundeswehr eine Ausbildung zum Piloten machen. Der Virus Fliegen hatte mich befallen. Dies ist auch der Grund, dass ich seit dieser Zeit in Süddeutschland lebe. Meinen Freund, sie wissen, der, der einwenig gewöhnungsbedürftig war, habe ich dann für fast 30 Jahre aus den Augen verloren. Aber dann mit Hilfe des revolutionären Internets, fand ich ihn wieder. Und wo? Im fernen Japan. Er ist zwar immer noch ein bisschen verrückt, aber nunmehr mit höheren akademischen Weihen. Er arbeitet als Professor an einer Universität in der Nähe von Tokyo. Und was macht ein Professor, geboren im Westerwald, lehrend ,vielleicht auch leerend, dort in seiner Freizeit? Er beschäftigt sich mit der Westerwälder Mundart. Da ich nun, nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr, als Kunstmaler tätig bin, bat er mich, seine Sprüche zu illustrieren. Er appellierte an mich, meiner Verpflichtung nachzukommen, da ja auch meine Wurzeln im Westerwald lägen. Ich glaube aber eher, dass er sich einen teueren Maler ersparen wollte. Tatsächlich hat er Recht, meine Wurzeln liegen mütterlicherseits im Westerwald. Meine Mutter wurde in Großmaischeid geboren. Ihre Mutter stammte aus Kleinmaischeid. Mein Großvater stammte dagegen aus Großmaischeid, genannt Fipps. Den Älteren unter Ihnen ist er vielleicht noch in Erinnerung... (Wäller-klusiv Winterausgabe 08)

...Er befuhr bis in die sechziger Jahre als Gemüsehändler den halben Westerwald. Später noch zur Erdbeerzeit, fuhr er in seinem knallroten DKW über die Dörfer. Der Illustrator und sein Freund des Westerwaldes und brachte diese an die Frau. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich in meinen Illustrationen, Eindrücke aus meiner Kindheit wieder finden. Auch habe ich versucht, dort wo ich es als angebracht fand, die Westerwälder so darzustellen, wie sie wohl zu der Zeit waren, als diese Sprüche noch den Alltag prägten. Überzeichnungen, Hinweise auf Personen oder gewisse Situationen sind zwar erfunden, aber nicht zufällig und durchaus gewollt. Vor allem sah ich oft vor dem geistigen Auge meiner Kindheit, meine Tante Kath aus Kleinmaischeid vor mir. Ach so, zum Schluss noch eins. Der Professor ist immer noch ein bisschen gaga (vielleicht auch sogar etwas mehr als vor 30 Jahren). Wir verstehen uns aber nach wie vor prächtig, denn vor allem ist er auch in Japan eines geblieben, nämlich en Wäller Jung. Heiner Ring, Creglingen, im Dez. 2008 (Wäller-klusiv Winterausgabe 08)

Reseña del editor:

Prof. Krummeich´s neustes Werk,------------------ erschienen im Regio-klusiv Verlag Roland Schönberger, ----------------------------illustriert durch sympathische Zeichnungen von Heiner Ring,---------------------------- bewahrt gewachsene Westerwälder Sprüche, in original Westerwälder Mundart. Diese Sprüche, spontane Reaktionen, Ausrufe auf alltägliche Situationen und Begebenheiten, teils heiter, teils frech und selbstironisch, manchmal provozieren, sind niemals trocken und von unserem ureigenen manchmal wohltuend derben, niemals verletzenden, direkten und vitalen Wäller Humor geprägt. Sie werden nachfolgend ins Hochdeutsche übersetzt und schließlich sinnbildlich erklärt. Dieses Buch ist ein wertvoller Bestandteil zur Pflege des Westerwälder Dialektes, unseres Humors und unsere Mentalität. Ähnlich wie das exklusiv/rustikale Magazin Wäller-klusiv, Sie wissen schon, das sympathische Gesicht des Westerwald und leistet einen wertvollen Beitrag zu Pflege unserer Identität über Kreis- und Landesgrenzen Hinweg.

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