Milo Moiré: Jeder Künstler ist ein Mensch

 
9781517421366: Milo Moiré: Jeder Künstler ist ein Mensch
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Jeder Künstler ist ein Mensch - Nacktheit im gesellschaftlichen Kontext gehört der Erotik an, über welche Gesellschaft die eigene Zeit kommuniziert und sich dieser versichert. Erotik und Nacktheit verhandeln dabei Fragen der Inklusion. Nackt aber kann wiederum nicht jeder Körper sein, da nicht jeder Körper als erotisch empfunden wird; soll das bedeuten, dass nicht jeder Körper gesellschaftlich kommunizieren kann und somit in das ausschließlich Private verbannt wird? Gehörte dazu nicht die Gegenprobe dahin, dass exklusive Sammler ebenso Nacktheit und Erotik aus der Gesellschaft ausschließen könnten, indem Beiträge nur privat gezeigt würden? Wären diese dann noch erotisch? Hört die Gesellschaft dort auf, wo die Erotik endet? Wer unerotisch aussieht, gehörte erst wieder der Gesellschaft an, wenn Kleidung den Körper bedecken würde. Wäre der betreffende Körper nicht als Nackter doch Politikum und somit wieder in der Gesellschaft? Steht das Politikum auf der Grenze? Wenn aber jeder Künstler auch ein Mensch ist, wie kann er dann noch den Begriffen der Kunst und der Schönheit unterstehen und dem damit verbundenen Ideal? Im antiken Griechenland ging vom Ideal die Ethik aus, welche bildete und Vorbild bedeuten sollte. Das Ideal aber war konstruiert und nicht natürlich. Erotik gehörte damit zur Bildung. Jede Bildung aber produziert Bias. Der Bias bestimmt die Ansichten über Erotik. Der Begriff "billige Erotik" subvertiert die gesellschaftliche Reichweite des Begriffs bis hin zum Erotikkitsch. Der Essay behandelt die gesellschaftlichen Aktionen Milo Moirés und das durchaus in Kontrast zu den eher an Jeff Koons erinnernden Kitsch mancher Fotoinszenierungen Milo Moirés, denen eher jede Entfaltung fehlt und auf auch gesellschaftliche Tunnelblicke lenkt, oder doch auf Metaebenen? Erotik hat an sich immer gesellschaftliches Potential, was nicht ausschließt, dass Erotik mit Maturität einher geht. Inszenierung entfaltet nicht und setzt einen Kasten, der auch der Karikatur eigen ist, diese Beschränkung aber kann wiederum als unerotisch aufgefasst werden durch eine reduzierte gesellschaftliche Reichweite.

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