Die Visualisierung der menschlichen Anatomie für diagnostische, therapeutische und pädagogische Pur-Posen ist seit langem eine Herausforderung für Wissenschaftler und Künstler. In vivo konnte die medizinische Bildgebung erst mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad ROntgen im Jahr 1895 eingeführt werden. Mit den heute noch verwendeten frühen medizinischen Bildgebungstechniken kann die dreidimensionale Realität des menschlichen Körpers nur in zweidimensionalen Projektionen oder Querschnitten visualisiert werden. In letzter Zeit haben Biomedizinische Technik und Informatik begonnen, das Potenzial zu bieten, natürliche dreidimensionale Ansichten der menschlichen Anatomie lebender Probanden zu erzeugen. Für eine breite Anwendung dieser Technologie müssen noch viele wissenschaftliche und technische Probleme gelöst werden. Um den Fortschritt anzuregen, wurde vom 25. bis 29. Juni der NATO Advanced Research Workshop in Travemiinde, Westdeutschland, organisiert. Es brachte rund 50 Experten für 3D-medizinische Bildgebung aus der ganzen Welt zusammen. Unter der Themenliste wurde zunächst die Bildaufnahme angesprochen, da ihre Qualität die Qualität der 3D-Bilder entscheidend beeinflusst. Für die 3D-Bilderzeugung muss – im Unterschied zur 2D-Bildgebung – entschieden werden, welche im Datensatz enthaltenen Objekte visualisiert werden sollen. Daher wurde besonderes Augenmerk auf Methoden der Objektdefinition gelegt. Für die endgültige Visualisierung der segmentierten Objekte wurden in der Vergangenheit eine Vielzahl von Visualisierungsalgorithmen vorgeschlagen. Das Treffen bewertete diese Techniken.
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