Übersichten und Biographien zum Literaturunterricht, Klasse 8 - 10,

Reinelt, Herbert, Helmut Heinrich, Paul Beyer

Verlag: Verlag Volk und Wissen, 1964
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Beschreibung:

159 seiten. Halbleineneinband. Seiten gebräunt, Einband an den kanten bestoßen, ".von den Anfängen der deutschen Literatur Die Anfänge deutscher Dichtung liegen über ein Jahrtausend zurück. Diese ältesten überlieferten Zeugnisse wurden zuerst von schreibkundigen Mönchen im Fränkischen Reich Karls des Großen (768—814) aufgezeichnet. Damals war das Bewußtsein der Menschen stark von religiösen Vorstellungen beherrscht, deshalb sind die ersten schriftlichen Zeugnisse in deutscher Sprache häufig religiöse Texte, wie Zaubersprüche, Gebete und Glaubensbekenntnisse.Die alten Handschriften können uns nur ein unvollständiges Bild von den Anfängen der deutschen Literatur vermitteln. Aber schon die wenigen Zeugnisse lassen erkennen, daß unsere Vorfahren eine beachtliche Dichtkunst besaßen und der Dichter, damals Sänger genannt, in hohem Ansehen stand.Etwa im 8. Jahrhundert hatte sich aus verschiedenen germanischen Stammessprachen eine Sprache herausgebildet, die wir als das Althochdeutsche bezeichnen. Es unterscheidet sich vom Neuhochdeutschen besonders durch die klangvollen Endsilben (bluoma — Blume, brinnan — brennen, muodi — müde).Zu den ältesten überlieferten Literaturdenkmälern gehören die beiden "Merseburger Zaubersprüche / die im 10. Jahrhundert aufgezeichnet wurden. Der erste, ein "Lösezauber", soll helfen, Gefangene aus ihren Fesseln zu befreien; der zweite, ein ,Heilzauber", Gliederverrenkungen bei Pferden zu heilen.Bedeutender und aufschlußreicher ist die Handschrift des ,Hildebrandsliedes", die um 820 im Kloster Fulda (Hessen) entstand. Dem ,Hildebrandslied" liegen geschichtliche Ereignisse der Völkerwanderungszeit (4.-7. Jahrhundert) zugrunde, die in Sagen und Heldenliedern jahrhundertelang fortlebten.Hildebrand, der Waffenmeister des Ostgotenkönigs Theoderich, kehrt nach dreißigjähriger Kriegsfahrt in die Heimat zurück. An der Grenze trifft er auf seinen Sohn Hadubrand, der ihm den Weg sperrt und ihn nach damaliger Sitte zum Zweikampf fordert. Hildebrand gibt sich zu erkennen, doch Hadubrand, der den Vater tot glaubt, mißtraut ihm. Als dieser Versöhnungsgeschenke anbietet statt zu kämpfen, schilt er ihn einen Feigling. Daraufhin muß der Vater den Kampf annehmen. Mitten in der Schilderung des Kampfes bricht die Handschrift ab. Dennoch ist der Ausgang kaum zweifelhaft; der Vater erschlägt den Sohn. Diese Lösung deuten der ernste Ton des Heldenliedes und besonders Hildebrands Klage an:Weh nun, waltender Gott, Wehgeschick geschieht.Vater und Sohn vertreten zwei verschiedene gesellschaftliche Ordnungen: Hildebrand die bäuerlich-germanische Sippenordnung, Hadubrand die frühfeudalistische Ordnung. Während Hildebrand der Schutz und die Bewahrung der Sippe als Höchstes gelten, besteht Hadubrand auf der Erfüllung seiner Ehrenpflicht als Krieger, die vermeintliche Beleidigung zu rächen. Der Zusammenprall der unterschiedlichen Auffassungen führt zum Kampf, in dem der Vater den Sohn erschlägt und somit die Sippe vernichtet wird. Das "Hildebrandslied11 ist in der altgermanischen Form des Stabreims geschrieben (Hiltibrant enti Hädubrant untar ¿eriun tuem — Hildebrand und Hadubrand zwischen (den) Heeren beiden).-Es ist knapp und dramatisch im Aufbau, kraftvoll und anschaulich in der Aussage. Aus der deutschen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert Im 12. Jahrhundert hatte sich in Deutschland die feudale Gesellschaft voll ausgebildet. Ein weitverzweigtes Lehnswesen regelte die Besitz- und Machtverhältnisse. Die großen Feudalherren belehnten Angehörige des niederen Adels mit der Verwaltung ihrer Ländereien. Die Fürsten waren die Lehnsherren, ihnen waren die Ritter als Lehnsmannen zum Lehnsdienst verpflichtet. An den Höfen der Feudalherren entfaltete sich das kulturelle Leben der Oberschicht. Die Ritter strebten nach Ämtern bei Hofe, nach einer angesehenen Stellung in der Hofgesellschaft. Die höfische Gesellschaft hatte sich von den bäuerlichen Massen abgekapselt und lebte von deren Arbeit. Sie bildete ihre eigenen . 300 Gramm. Buchnummer des Verkäufers

Bibliografische Details

Titel: Übersichten und Biographien zum ...
Verlag: Verlag Volk und Wissen
Erscheinungsdatum: 1964
Einband: Halbleinen

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Reinelt, Herbert, Helmut Heinrich Paul Beyer u. a.:
Verlag: Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, (1966)
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Buchbeschreibung Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1966. Buchzustand: Gut. gutes Exemplar,. 160 S., Aus der Büchersammlung des Literaturwissenschaftlers Dr. Alfred Molzan (1925-2001), übernommen im Juli 2008. Molzan wurde 1925 im Oderbruch geboren. Die Eltern waren Landarbeiter. 1943 Abitur in Wriezen; Kurzzeitig Soldat, wegen eines Augenleidens entlassen. 1944-1945 drei Semester Studium der Anglistik und Germanistik an der Friedrich-Wilhelm Universität Berlin. 1945-1951 Neulehrer in Wriezen, gleichzeitig in Aus- und Weiterbildung von Lehrern tätig. 1951-1955 Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität, 1955 Staatsexamen mit "sehr gut", 1955-1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Dabei 1968 Promotion mit "summa cum laude" zum Thema: "Der Funktionswandel des Naturbildes in der Odendichtung Klopstocks". Publikationen:Lehrbriefe, Weimarer Beiträge usw. und viele Vorträge auf wissenschaftlichen Konferenzen. Seine Arbeitsschwerpunkte waren: Literaturwissenschaft, Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts und Lyrik. Häufig finden sich in den Büchern dieser Sammlung handschriftliche Manuskripte Molzans bzw. seine Stichwortsammlungen, aber auch (seine) Anstreichungen in den Büchern. Das macht diese Sammlung so einzigartig und besonders interessant für den heutigen Leser! Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 430 weiße Halbleinwand/orangefarbener Hardcover, Standardbuch-Großformat, Artikel-Nr. 152218

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