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Friedrich Schiller

Anthologie auf das Jahr 1782. Gedruckt in der Buchdrukerei zu Tobolsko o. J. [d. i. Stuttgart, Metzler für den Herausgeber im Februar 1782]. 8°. 8 Bll., 271 Ss. Mit gest. Titelvignette von Egid Verhelst. Roter Maroquinband d. Zt. mit Rückenvergoldung (stilisierte Lilie auf 5 Feldern und Titel), breiter vergold. ornamentaler Bordüre mit vergold. Mittelstück über beide Deckel (geringe Verfärbungen, Rücken etwas aufgehellt).
Anthologie auf das Jahr 1782.

Friedrich Schiller

Reiterlied. SteinDruck. Mit einer lithographierten Tafel (Wallensteins Lager).
Reiterlied. SteinDruck.

Lovis Corinth

Die Räuber.
Die Räuber.

Friedrich Schiller

Kleinere prosaische Schriften.
Kleinere prosaische Schriften.

Friedrich von Schiller

Kabale und Liebe: In Wahrheit wieder einmal ein Produkt, was unsern Zeiten - Schande macht! Mit welcher Stirn kann ein Mensch doch solchen Unsinn schreiben und drucken lassen.
Karl Phillipp Moritz (1656-1793)
Über ein Gedicht von Schiller, Das Lied von der Glocke, sind wir gestern mittag fast von den Stühlen gefallen vor Lachen.
Karoline Schlegel (1739-1833)

Diese beiden Zitate zeigen, wie unterschiedlich die Zeitgenossen Friedrich Schiller und sein Werk bewerteten. Die Mehrheit schätzte jedoch den Dichter, Dramatiker, Philosophen und Historiker – damals wie heute. Auf der Bühne werden Schillers Dramen nach wie vor inszeniert, in der Schule zählen sie zur Pflichtlektüre. Über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich Schiller nicht beschweren: Wurde 2005 zu seinem 200. Todestag ein Schillerjahr ausgerufen, so war auch 2009 wieder ein Jahr, in dem Schiller anlässlich seines 250. Geburtstages vielerorts gedacht wurde.

Einen Höhepunkt der medialen Aufmerksamkeit erreichte Schiller jedoch in anderem Zusammenhang, nämlich mit den Rätseln um seine sterblichen Überreste: An Schiller Reliquien mangelte es in der Weimarer Fürstengruft, in der auch Goethe liegt, nicht. Gleich zwei Schädel kamen als möglicher Totenkopf Schillers in Frage. Wie kam es dazu? Schiller wurde nach seinem Tod zunächst in einem Sammelgrab auf dem Jakobskirchhofs in Weimar beigesetzt. Nachdem er posthum immer berühmter wurde, sollte er gut 20 Jahre später in eine prominentere Grabstätte umgebettet werden. Das Vorgehen scheint aus heutiger Sicht befremdlich: Der Weimarer Bürgermeister wählte aus dem Gewölbe des Jakobskirchhofs schlicht und einfach den Schädel aus, bei dem es ihm am Wahrscheinlichsten schien, dass er von Schiller stammt. Für die Gebeine erledigte dies nach dem gleichen Vorgehen Goethes Sohn. Nicht verwunderlich, dass die Echtheit dieser Reliquien schon lange angezweifelt worden war. 1911 präsentierte der Tübinger Forscher August von Froriep deshalb einen weiteren Kandidaten für den Schiller-Schädel.
Um dem Rätsel von Schillers Schädel ein Ende zu machen, wurde die Aktion „Der Friedrich-Schiller-Code vom MDR und der Klassik Stiftung Weimar ins Leben gerufen. 2008 gelang es dem internationalen Wissenschaftlerteam mit Hilfe von DNA-Analysen, die Authentizität der Schiller-Reliquien zu klären. Das Ergebnis war jedoch ein anderes, als von den Experten erhofft: Keiner der beiden in Frage kommenden Schädel stammt von Friedrich Schiller. Außerdem wurde das im Sarkophag aufbewahrte Skelett aus den Überresten von mindestens drei verschiedenen Personen zusammengestellt, jedoch war keine dieser Personen Friedrich Schiller.

Weimars Oberbürgermeister zeigte sich von dieser Entdeckung wenig begeistert, da er negative Auswirkungen auf den Schiller-Tourismus befürchtete. Positiver äußerte sich Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar:

"Vor zwei Jahren hatte ich die Gewissheit, dass wir beweisen, dass er es ist. Nun haben wir das Gegenteil bewiesen. Aber das Wichtigste war, und das habe ich schon damals gesagt: Wir dürfen beim Schiller-Sarg keine Angst davor haben, wissen zu wollen, was wir wissen können. Und ich bin jetzt glücklich, dass es ein eindeutiges Ergebnis ist."

Zwar gibt es verschiedene Theorien, wo sich nun Schillers wahrer Schädel befindet, die Klassik Stiftung Weimar möchte sich jedoch an keiner weiteren Suche beteiligen. Schillers Sarg ist auch weiterhin in der Fürstengruft zu bewundern – allerdings ohne Inhalt. Dafür zeigt eine Ausstellung im Weimarer Schiller-Museum vom 24.09.09-31.01.10 die Geschichten rund um „Schillers Schädel“.

Mit diesem Special wollen wir die Aufmerksamkeit nun wieder hin zu Schillers Werken lenken. Dazu haben wir eine Auswahl an Schriften und Sekundärliteratur von und zu Schiller zusammengestellt.

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Philosophische und ästhetische Schriften    Sekundärliteratur

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Alt, Peter-AndréSchiller. Leben - Werk - Zeit. Eine BiographieSuche
Bellermann, LudwigSchillers Dramen. Beiträge zu ihrem Verständnis.Suche
Berghahn, Klaus L.Formen der Dialogführung in Schillers klassischen DramenSuche
Berghahn, Klaus L.Schiller Ansichten eines IdealistenSuche
Berghahn, Klaus L. (Hrsg.)Friedrich Schiller zur Geschichtlichkeit seines WerkesSuche
Berghahn, Klaus L.; Reinhold Grimm (Hrsg.)Schiller. Zur Theorie und Praxis der DramenSuche
Blesch, RainerDrama und wirkungsästhetische PraxisSuche
Bolten, JürgenFriedrich Schiller. Poesie, Reflexion und gesellschaftliche Selbstdeutung.Suche
Borchmeyer, DieterTragödie und Öffentlichkeit. Schillers Dramaturgie im Zusammenhang seiner ästhetisch-politischen Theorie und die rhetorische TraditionSuche
Brandt, Helmut (Hrsg.)Friedrich Schiller. Angebot und Diskurs.Suche
Burschell, FriedrichFriedrich Schiller in Selbstzeugnissen und BilddokumentenSuche
Falk, HorstDer Leitgedanke von der Vollkommenheit der Natur in Schillers klassischem WerkSuche
Grawe, Christian (Hrsg.)Friedrich Schiller: 'Maria Stuart'. Erläuterungen und DokumenteSuche
Hinck, Walter (Hrsg.)Strum und DrangSuche
Hinderer, WalterVon der Idee des MenschenSuche
Janz, Rolf-PeterAutonomie und soziale Funktion der Kunst. Studien zur Ästhetik von Schiller und NovalisSuche
Kaiser, GerhardVergötterung und Tod. Die thematische Einheit von Schillers WerkSuche
Kaiser, GerhardVon Arkadien nach Elysium: Schiller-StudienSuche
Kraft, HerbertUm Schiller betrogenSuche
Lahnstein, PeterSchillers LebenSuche
Leber, Elsbeth Das Bild des Menschen in Schillers und Kleists Dramen Suche
Linder, Jutta Schillers Dramen. Bauprinzip und Wirkungsstrategie Suche
Lotar, Peter Friedrich Schiller. Leben und Werk Suche
Mann, Michael Sturm- und Drang- Drama. Studien und Vorstudien zu Schillers "Räubern" Suche
Middell, Eike Friedrich Schiller - Leben und Werk Suche
Nesseler, Olga; Nesseler, Thomas Auf des Messers Schneide. Zur Funktionsbestimmung literarischer Kreativität bei Schiller und Goethe Suche
Oberkogler, Friedrich Tell. Mythos, Geschichte, Dichtung Suche
Pörnbacher, Karl Friedrich Schiller: 'Don Carlos'. Erläuterungen und Dokumente Suche
Riedel, Wolfgang "Der Spaziergang": Ästhetik der Landschaft und Geschichtsphilosophie der Natur bei Schiller Suche
Rischbieter, Henning Friedrich Schiller Suche
Ruppelt, Georg Schiller im nationalsozialistischen Deutschland Suche
Sautermeister, Gert Idyllik und Dramatik im Werk Friedrich Schillers Suche
Schafarschik, Walter Friedrich Schiller: 'Kabale und Liebe'. Erläuterungen und Dokumente Suche
Schneider, Peter Der Bürgerstaat Suche
Schulte, Hans H. Werke der Begeisterung. Friedrich Schiller - Idee und Eigenart seines Schaffens Suche
Spengler, Wilhelm Das Drama Schillers Suche
Staiger, Emil Friedrich Schiller Suche
Tschierske, Ulrich Vernunftkritik und ästhetische Subjektivität: Studien zur Anthropologie Friedrich Schillers Suche
Ueding, Gert Schillers Rhetorik Suche
Ueding, Gert Friedrich Schiller Suche
Utz, Peter Die ausgehöhlte Gasse Suche
Waldmann, Bernd "Schiller ist gut - Schiller muß sein". Grundlagen und Funktion der Schiller-Rezeption des westdeutschen Theaters der fünfziger Jahre Suche
Wertheim, Ursula Friedrich Schiller Suche
Wetzel, Christoph Friedrich Schiller Suche
Wiese, Benno von Friedrich Schiller Suche
Wilpert, Gero von Schiller-Chronik. Sein Leben und Schaffen Suche
  
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