Wohl Seltsame Tochter

English Version

Es wurden insgesamt 5 Einträge zu 'Wohl Seltsame Tochter' gefunden (Stand: 21.05.2012).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Wohl Seltsame Tochter' an.

DER SPIEGEL: 17/2000, Rom,

Titel Der halbherzige Reformator: Mit großem Aufwand feiert der Vatikan die Jahrtausendwende als Heiliges Jahr. Mehr als 20 Millionen Pilger erwarten die Organisatoren in Rom. Der Papst nutzt das symbolträchtige Datum, um historischen Ballast abzuwerfen. Doch seine Nomenklatura verhindert das radikale Geständnis kirchlicher Mitschuld am Zustand der Welt - aus Angst um die eigene Macht. (S. 110) 58 KRIMINALITÄT - Man muss sich behaupten : Erstmals redet einer der Schläger von Guben über seine Motive. Die Jugendlichen tragen gewalttätig aus, was viele ihrer Eltern denken - nationale Gesinnung ist auch ein DDR-Erbe. * 64 Deutsche Professoren * 64 SPIEGEL-STREITGESPRÄCH - Einzelkämpfer im Uni-Dschungel : Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und Hartmut Schiedermair, Präsident des Deutschen Hochschulverbands, über eine leistungsabhängige Bezahlung für Professoren und die Abschaffung der Habilitation 74 GESUNDHEITSKOSTEN - Am liebsten Wettbewerb null: Den etablierten Krankenkassen laufen die Beitragszahler davon, die in zunehmender Zahl zu kleinen Konkurrenten wechseln, die den gleichen Service für weniger Geld bieten. Doch statt sich dem Wettbewerb zu stellen, wollen ihn die großen Versicherer am liebsten verbieten. * 78 MOBILFUNK - Ritt auf der Rasierklinge: Mit einer neuen Technik soll das Handy zum multimedialen Allround-Gerät werden. Doch der Umstieg in die neue Ära ist äußerst riskant und zwingt die Telefonfirmen zu Investitionen in Milliardenhöhe. Nur ein Gewinner steht schon fest: Finanzminister Hans Eichel. * 82 KONZERNE - Totengräber Esser : Im Mannesmann-Konzern hat der Ausverkauf begonnen. Der Ärger über den scheidenden Chef und seine Fehlentscheidungen in der Übernahmeschlacht wächst. * 86 AUTOMOBILINDUSTRIE - Akt der Verzweiflung: Ist BMW die teure britische Tochter Rover wirklich los? Hinter den Kulissen spielen sich seltsame Dinge ab. * 88 TOURISMUS - Schloss statt Schweine: Die größte Ferienanlage Nordeuropas und der erste Robinson-Club Deutschlands eröffnen nächste Woche in Mecklenburg. Gibt es genug Gäste für das 400-Millionen-Mark-Projekt? * 96 PROMINENTE - Das gerupfte Superweib: Die Bestseller-Autorin Hera Lind lebt die Kitsch-Klamotte, über die sie sonst schreibt. Neues Herzblatt, schmollender Ex, hin- und hergerissene Kinder: Die Vermarktung als Zuckergussgeschichte ist allerdings ziemlich misslungen. * 250 KULTURPOLITIK - Spieler ohne Noten: Er war zwölf Jahre Direktor des Deutschen Historischen Museums und vier Monate Feuilleton-Chef: Christoph Stölzl, der letzte Woche zum neuen Berliner Kultur- und Wissenschaftssenator gewählt wurde, kann die Hauptstadt aufmischen - wenn man ihn lässt. Von Henryk M. Broder * 252 MUSIKTHEATER - Arm und klein, aber pfiffig: Ein kleines, privat finanziertes Opernhaus in Berlin beweist: Interessante Kunst bedarf nicht notwendigerweise üppiger Staatsgelder. * 256 KINO - Große Mächte, viele Tote: In dem Film Insider legen sich zwei Einzelkämpfer mit der mächtigen US-Tabakindustrie an. Das Drama schildert eine wahre Begebenheit, die eine Reihe von Prozessen auslöste. * 262 INNENARCHITEKTUR - Wohnen mit Wehmut: Forscher schreiben die Geschichte des Wohnens neu. Ihre These: Der Wandel wird überschätzt. Selbst in den wilden sechziger Jahren liebten es die Leute nostalgisch. * 264 KRIMIS - Harte Schocker aus zarter Feder: Die Zeiten englischer Kriminalidyllen a la Agatha Christie sind dahin. Crime-Autorinnen haben sich emanzipiert. Wie ihre männlichen Kollegen schwelgen sie in Gewalt- und Horrorphantasien. Paradebeispiel der Saison: die Britin Mo Hayder und ihr Leichenschänder-Roman Der Vogelmann . 270 PRESSE - Prickelwasser Entenwein: Aktivisten des wohl skurrilsten deutschen Vereins haben die FAZ unterwandert. Immer wieder hinterlassen sie im Feuilleton ihre Spuren. * 273 NS-KUNST - Mief aus dem Giftschrank: Eine Braunschweiger Ausstellung beleuchtet die heimische Kunstproduktion im Dritten Reich - und geht verblüffend nachsichtig mit den Nazi-Schinken um. * Gesellschaft 109 AUSSTELLUNGEN - Williams Teller * 151 MODE - Supersexy und supertough : Die Ex-Punkerin gilt als einflussreichste englische Designerin. Die Studenten an der Berliner Hochschule der Künste verehren Vivienne Westwood wie einen Guru und fürchten ihre Strenge. Die Britin hetzt über Kollegen, schlechten Geschmack und die Lächerlichkeit unseres Zeitalters. * 154 POLEMIK - Ein Dummbatz? Selber doof!: Die Schriftstellerin Karen Duve über Zlatko, popkulturelle Literaten und den neuen Wissensdünkel 228 BOTANIK - Virenalarm im Alten Land: Rätselhafte Pflanzenviren gefährden den Süßkirschenbestand in Deutschlands größtem Obstanbaugebiet. Fieberhaft wird nach dem Überträger der Erreger gefahndet. Bislang hilft gegen die Seuche nur das Abhacken befallener Bäume - gegen den Protest der Tourismusindustrie. * 230 COMPUTER - Schlaue Zwerge: Ausgelöst durch den Handy-Boom, haben sich Chipkarten in fast vollwertige Mikrocomputer verwandelt. Kommt nun die universelle Megakarte für alle Lebensbereiche? * 234 MEDIZIN - Handschuh in der Nase: Tausende von Allergikern stürmen die Apotheken: Wie wirksam ist eine neuartige Pollenschutzcreme gegen Heuschnupfen? * 236 ÄRZTE - Alle haben Angst : Deutschlands Herzchirurgen sind in der Klemme: Aus Furcht vor dem Korruptionsvorwurf trauen sie sich nur noch selten, Industriespenden für die klinische Arbeit anzunehmen. * 242 WELTWUNDER - Schiere Größe: Der Bürgermeister von Rhodos will den sagenhaften Koloss der Antike neu erbauen. Kritiker fürchten eine Verschandelung der Altstadt. * 244 TIERE - Feldzug gegen Meister Lampe: In Australien wird der Osterhase durch den Kaninchennasenbeutler ersetzt. Sogar mit einem Beutel für die Eier kann das sonderbare Tier aufwarten. * gutes Exemplar, Einband mit kleinen altersbedingten Spuren

Details

Der Spiegel, das Politmagazin: 23/2003, Wettlauf zum Mars: Amerikanische und europäische Raumsonden suchen nach Leben auf dem Wüstenplaneten,

Titel Vorstoß zur Wüstenwelt: Eine Armada von Raumsonden startet zum Mars. Bei dem größten Erkundungsprogramm seit den Mondflügen liefern sich Europäer und Amerikaner einen spannenden Forschungswettlauf: Wer findet als erster Leben auf einem fremden Planeten? (S. 162) 22 REGIERUNG - Außer Kontrolle: Der Streit mit der eigenen Partei über seine Reform-Agenda ist nichts im Vergleich zu dem, was dem Kanzler noch bevorsteht: heftiger Widerstand der Union, ein monatelanges Zittern um die knappe eigene Mehrheit und ständig neue Hiobsbotschaften von allen Fronten des Sozialstaats. * 26 NORDRHEIN-WESTFALEN - Der Fremdling: Eine Woche lang beherrschte Ministerpräsident Peer Steinbrück die Berliner Bühne - aber so ganz hatte er das nicht gewollt. Jetzt weiß er, wie Politik funktioniert. * 28 Showdown am Rhein: Ministerpräsident Steinbrück hat die Rechnung ohne die Partei gemacht: Den Genossen im SPD-Kernland graut vor einem Koalitionswechsel. * 32 SOZIALDEMOKRATEN - Der Regierungssprecher: Olaf Scholz soll als Generalsekretär das Profil der SPD schärfen. Doch er begreift sich eher als Erfüllungsgehilfe des Kanzlers. * 36 SOLDATEN - Tod bei Kabul: Ein deutscher Gebirgsjäger kam in Afghanistan ums Leben. Die Gegend ist stark vermint, ortskundige Begleiter fehlten. * 37 STASI-AKTEN - Schnipseljagd am PC: Mit einer neuen Software will ein Fraunhofer-Institut die letzten Geheimnisse der DDR lüften: Das Programm kann zerrissene Dokumente wieder zusammenfügen. * 38 KOPFTUCHSTREIT - Symbolischer Stoff: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt den Fall der muslimischen Lehrerin Ludin. Ist die Furcht vor Islamismus an den Schulen begründet, oder lassen sich die Konflikte pragmatisch lösen? * 42 ZEITGESCHICHTE - Bäche von Blut : Vor 60 Jahren haben deutsche Gebirgsjäger auf der Insel Kephallenia etwa 5000 italienische Soldaten getötet. Ein Dortmunder Staatsanwalt rollt den Fall neu auf, Zeugen schildern die grausigen Details der beispiellosen Tat. Wird das Massaker endlich gesühnt? * 48 LUFTFAHRT - Ikarus aus der Heide: In diesem Jahr feiern die USA das 100-jährige Jubiläum des Motorfluges. Doch ein Tüftler aus Hannover hob schon Monate vor den Gebrüdern Wright ab. * 50 UNTERNEHMENSBERATER - Geräuschlos gefeuert: Um Mitarbeiter loszuwerden, nutzen Firmen immer häufiger so genannte Trennungsexperten. Sie sollen Führungskräften zeigen, wie richtig entlassen wird. * 56 TIERE - Attacke der Aaskrähen: Immer mehr Rabenvögel zieht es mitten in die Zentren der Städte. Schon mehren sich die Meldungen über Angriffe auf Menschen. * 60 EINE MELDUNG UND IHRE GESCHICHTE - Die Kunst des Fliegens: Wie ein Student eine Formel fürs Pfannkuchen-Wenden fand * 62 VÖLKERRECHT - Die Brücke von Varvarin: Sind im Krieg Zivilisten wehrlose Opfer? Eine serbische Mutter verklagt in Bonn die Bundesrepublik Deutschland, weil ihre Tochter 1999 bei einem gezielten Nato-Luftangriff ums Leben kam. Bis heute haben die Militärs den Vorfall nicht erklärt. Von Thomas Hüetlin * 72 Im Namen des Volkes: Ortstermin: Eine angebliche Betrügerei von Ukrainern an Ukrainern in der Ukraine - vor Gericht in Hildesheim 78 AUTOINDUSTRIE - Rabatte sind wie eine Droge : Die Rabattschlachten des amerikanischen Neuwagengeschäfts erreichen Europa: Mit Preissenkungen, Benzingutscheinen und zinslosen Krediten versuchen die Konzerne, den schwächelnden Absatz ihrer Modelle anzukurbeln. Zudem droht neue Konkurrenz. * 80 Wir können nicht nur billig : Metro-Chef Hans-Joachim Körber über die Frage, wie lange Geiz noch geil bleibt und ob der Supermarkt der Zukunft den Kunden wirklich glücklicher macht - oder nur gläsern * 83 GEWERKSCHAFTEN - Aufmarsch der Papiertiger: Der Streik in der sächsischen Metallindustrie bedroht das Tarifsystem der ganzen Branche. Experten halten den Konflikt für ebenso absurd wie gefährlich. * 84 WIEDERAUFBAU - Blut aus Steinen pressen : Müssen die Iraker für die Milliarden-Schulden ihres Ex-Diktators einstehen? Der Streit zwischen Europäern, Russland und den USA über einen Schuldenerlass wird zum Schlüssel für die Zukunft des Landes. Dabei hat die US-Regierung die besseren Argumente - wirtschaftlich und moralisch. * 87 SOFTWARE - Mauerfall an der Isar: Microsoft-Gegner jubeln: München stellt als erste deutsche Großstadt die Computer auf das Betriebssystem Linux um. Doch was bringt der Sieg außer Prestige? 92 INTERNET - Flut aus Buffalo: Die Industrie macht mobil gegen den Datenmüll so genannter Spam-Mails. Doch wer ist in dem Milliarden-Spiel Jäger, wer Gejagter? Beide Seiten rüsten auf. Und die Szene der Spammer wie auch die der Spürtrupps feiert bereits ihre Helden. * 98 VERLAGE - Erfolg in Dur und Mull: Groschenheft-Amouren verkaufen sich in wirtschaftlich schlechten Zeiten besonders gut. Das Geschäft brummt - auch weil die Autoren kurz gehalten werden. 102 DRITTE WELT - Marshall-Plan für Afrika : Der Rockstar Bob Geldof, 48, organisierte vor 18 Jahren mit Live Aid das weltgrößte Benefizkonzert für die Dritte Welt. Seitdem engagiert er sich für Schuldenerlass, mehr Entwicklungshilfe und den Kampf gegen Aids und Hunger. 104 NAHOST - Auf Friedenssuche in Akaba: Heikle Mission für George W. Bush: Beim Doppel-Gipfel in Ägypten und Jordanien will sich der US-Präsident als Krisenmanager beweisen und Israelis wie Palästinenser auf seinen Friedensfahrplan verpflichten. Extremisten in beiden Lagern bedrohen die Initiative Washingtons. * 108 Wir sollen der Sündenbock sein : Der iranische Außenminister Kamal Charrasi über Teherans Beistand für die schiitischen Glaubensbrüder im Irak, die Machtprobe Irans mit Bushs Amerika und die Chancen für einen Frieden im Nahen Osten * 114 USA - Aufstand der Zwerge: Bemüht suchen sich neun Präsidentschaftsbewerber der Demokraten gegen Bush in Stellung zu bugsieren. Doch Chancen hätte wohl nur Hillary Clinton. * 116 CHINA - Denkmal für die Genossen: Der gewaltige Drei-Schluchten-Damm am Yangtze ist seit Sonntag geschlossen. Experten warnen, der Stausee könne später wegen zu großer Umweltbelastungen umkippen. * 118 PORTUGAL - Wie im Horrorfilm: Jahrzehntelang sollen Prominente taubstumme Waisen missbraucht haben. * 120 BRASILIEN - Der Kampf um Guaribas: Mit seiner Anti-Hunger-Kampagne Fome Zero verfolgt Brasiliens Präsident Lula da Silva ein ehrgeiziges Ziel: schreiende Armut nicht nur in Brasilien zu beseitigen, sondern weltweit. In einem kleinen Ort im Dürrestaat Piaui wird sein Programm gerade getestet. * 128 OSTEUROPA - Post von den Malediven: In Moldawien, dem ärmsten Land Europas, erlebte der deutsche Schriftsteller Walter Kempowski höchst seltsame Dinge. * Sport 130 RADRENNEN - Lieber Ballack als Botero: Zehn Millionen Euro gibt die Telekom dieses Jahr für ihren Radrennstall aus. Doch seit dem Fortgang von Jan Ullrich mangelt es dem Team an bekannten Gesichtern - die Popularität schwindet. In der Konzernspitze wird bereits der Fußball als Marketingbühne favorisiert. * 133 FUSSBALL - Im Reich der Mittel: Über hundert Ausländer spielen in Chinas Profiliga. Viele von ihnen haben in Europa keinen Club mehr gefunden. Die Gagen sind verlockend, doch das Leben ist gewöhnungsbedürftig. 140 KUNST - Exzesse des Körperwahns: Selten war eine Epoche so aufs Äußere fixiert wie die der Generation Silikon. Doch während Werbung, Schönheitschirurgie und Fitnessindustrie den perfekten Body als Ideal feiern, zeigen sich viele Künstler und Lifestyle-Ästheten fasziniert vom Glamour des Makels. * 144 FILM - Mit dem Dolch im Gewande: Hero von Zhang Yimou ist Chinas teuerstes Kinospektakel. Jetzt läuft das Kung-Fu-Opus in den Kinos an. * 146 KINO - Gestern ein König: Vor sechs Jahren brachte er den Knüller Titanic ins Kino, seither plagt James Cameron eine Krise - und die Frage: Hat das heutige Hollywood keine Arbeit für seine kreativsten Köpfe mehr? * 150 LITERATUR - Hausmann mit Joint: Der Germanist Friedmar Apel erzählt in Das Buch Fritze von den tragikomischen Abenteuern eines Pechvogels - ein listig-furioses Romandebüt. 152 THEATER - Wehmutströpfe im Abbruchhaus: Junge Kinostars spielen in Hamburg erstmals zusammen auf der Bühne - und bescheren dem krisengeplagten Schauspielhaus einen Überraschungshit. * 156 POP - Gelobt sei die Diebeskunst: Die britische Band Radiohead kehrt auf ihrer neuen CD zu jenen Hymnen zurück, die ihr einst ein Millionenpublikum bescherten - und neckt patriotische Amerikaner. 174 BIOTECHNIK - Massage im Kuhstall: Zielstrebig wie keine andere Nation treibt Japan das Klonen von Rindern voran: Das Fleisch soll schon bald zum Verzehr zugelassen werden. * 176 Ich fürchte um Amerikas Seele : Der US-Psychiater und Gewaltforscher Robert Jay Lifton über die Gemütsverfassung der Amerikaner, das Supermacht-Syndrom und den apokalyptischen Kampf von Präsident Bush * 180 AUTOMOBILE - Saft des Siegers: Ein teurer Edelsprit von Shell soll Autos spurtstärker machen. Viele Kunden glauben den Unterschied zu spüren. Die Autohersteller bezweifeln den Effekt. * 182 PARAPSYCHOLOGIE - Geisterjagd mit Thermo-Scanner: Britische Forscher wollen das Geheimnis der Gespenster gelüftet haben. Sind magnetische Felder, Zugluft und schummriges Licht schuld am Spuk? gutes Exemplar, Einband mit kleinen altersbedingten Spuren

Details

Raabe, Wilhelm: Der Schüdderump. Roman. Sonderausgabe für die Mitglieder der Deutschen Buch-Gemeinschaft. Verlagsanstalt Hermann Klemm A.G./ Deutsche Buch-Gemeinschaft Sonderausgabe Ohne Jahresangabe (Um 1928) Berlin
391S. 8°

Halbleder Fadengehefteter, goldgeprägter Halblederband mit marmoriertem Deckelpapier, verstärkten Ecken, Farbkopfschnitt und Lesebändchen. Der Einband und die Einbandkanten leicht berieben, Papier altersgemäß nachgedunkelt, ansonsten guter bis sehr guter Zustand. Gesetzt in Fraktur. Der Schüdderump ist ein Roman von Wilhelm Raabe, der vom Oktober 1867 bis zum Juni 1869 entstand und Ende 1869 bei Westermann in Braunschweig erschien. Der Autor erlebte acht Auflagen. Die schöne Antonie Häußler, Enkelin eines Dorfbarbiers, will unter keinen Umständen einen Adeligen heiraten. So verweigert sich das junge Mädchen beharrlich und stirbt lieber einen langsamen Tod. Im Jahr 1850 ist Adelheid von Lauen die Herrin des Lauenhofes im Dorf Krodebeck nahe bei Quedlinburg. Herr von Lauen ist allzu früh verstorben. Er hat einen Stammhalter hinterlassen. Das ist ein Vorschulkind - der Junker Hennig von Lauen. Ein Schüdderump, der sich vom Wald her dem Dorf nähert, jagt der alten Hanne Allmann im Siechenhaus einen Schreck ein. Der Schüdderump ist eine hölzerne Totenbahre auf Rädern, von der noch im 17. Jahrhundert Pestleichen in die Grube gekippt und geschüttet wurden. Der Fuhrmann bringt auf dem Karren die sterbende, mit schleichendem Zehrfieber in ihren Geburtsort verwiesene Marie Häußler und deren Tochter Antonie. Im Siechenhaus kümmert sich Hanne Allmann um die zwei Häußlers. Nachdem Marie gestorben ist, pflegt Hanne die kleine Antonie. Das Kind hat einen Großvater. Das ist der Barbier Dietrich Häußler aus Krodebeck. Der hatte 1838 seine Ehefrau verlassen und Marie mitgenommen. Die Frau war ein Jahr darauf in Krodebeck gestorben. Sowohl Dietrich als auch Marie hatten später in königlich preußischen Gefängnissen gesessen. Hanne Allmann wird im Siechenhaus gelegentlich von Jane Warwolf aus Hüttenrode aufgesucht. Die Freundin zieht trotz ihres hohen Alters mit dem schwer beladenen Tragekorb auf dem Rücken als Hausiererin voller Unrast über Land und kehrt mit klingender Münze in ihr Gebirge zurück. Jane kennt Marie und Dietrich. Nachdem Hanne 1851 stirbt, kümmert sich die Hausiererin bei Gelegentheit um Antonie. Adelheid von Lauen nimmt Antonie Häußler auf. Auf dem Gut leben zwei ältere Herrschaften - der westfälische Chevalier Kürassierleutnant a. D. Karl Eustachius von Glaubigern und das Fräulein Adelaide Klotilde Paule von Saint-Trouin. Das Fräulein ist eines der Opfer der "abscheulichen französischen Revolution" und wird von den Barbaren, die unterhalb des Herzynischen Waldes leben, "Frölen Trine" genannt. Zu Lebzeiten hatte sich ihr Vater, der Graf von Pardiac, in Berlin redlich als Zeichenlehrer abgemüht. Bevor er verarmt starb, war es ihm geglückt, die Tochter in die Obhut von Hennigs Großvater zu geben. Der Chevalier ist ein verarmter Onkel Adelheids. Die Gutsherrin hört gern auf den Rat des Onkels. Von Glaubigern und das Frölen erziehen Antonie. Das Mädchen fühlt sich jedoch zu Jane hingezogen. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit spürt es die mitunter vorbeiziehende Hausiererin mit traumwandlerischer Sicherheit auf. Antonie wächst zusammen mit dem zwei Jahre älteren Junker Hennig auf. Der Junge geht schließlich auf das Halberstädter Gymnasium, studiert später in Berlin Landwirtschaft und übernimmt nach dem viel zu frühen Tode der Mutter den Lauenhof. Alles, was der Junker Hennig auf seinem Hofe anpackt, gelingt. 1861 kommt der skrupellose Barbier Dietrich Häußler, der "Hauptlump", über Alexisbad und Wernigerode als steinreicher Edler von Haußenbleib, als Kaufmann und Spekulant, aus Wien und holt seine schöne Enkelin Antonie. Die Bewohner des Lauenhofes und Jane sehen wie gelähmt tatenlos zu. Jahre später reist Hennig nach Wien, steigt im National-Gasthof, Zimmer 38, ab und dringt zu Antonie in der Vorstadt Mariahilf in die Laimgruben vor. Das Mädchen ist erkrankt. Der Großvater hält sich geschäftlich in Verona auf. In seinem Auftrag bespitzelt die schöne Kammerjungfer Toinette derweil "das sentimentale Gänschen". Die tapfere Antonie, die sich nicht mit der feinen Wiener Gesellschaft arrangiert hat, will sterben wie ihre Mutter Marie gestorben ist: gejagt und ohne Heimat. Das Mädchen gibt dem Chevalier und dem Frölen die Schuld. Wäre es von denen nicht erzogen worden, hätte es vielleicht eine Magd werden können und alles wäre gut geworden. Doch Antonie bleibt dabei. Sie sagt zu Hennig: "Ich will dich nicht wiedersehen!" Der Junker möchte das nicht wahrhaben und teilt dem Chevalier doch die Wahrheit mit. Der Leutnant a.D. hatte bisher von Antonie nur Briefe mit rosaroten Lügenmärchen darin erhalten. Der Greis rappelt sich auf und reist in die Donaumetropole. Schon seit längerer Zeit will der Großvater seines ökonomischen Vorteils wegen die Enkelin mit dem 35-jährigen Geschäftsfreund Graf Basilides von Conexionsky verkuppeln. Von Conexionsky will das Mädchen "mit ihren Kinderaugen, in ihrem weißen Kleidchen" haben. Antonie hat sich bisher erfolgreich gegen die Annäherung gewehrt. Nun unternehmen die beiden Geschäftsmänner von Venedig aus einen neuen Versuch. Sie reisen zu der sterbenden Braut. Daheim treffen die zwei "norddeutschen Krautjunker" aus Krodebeck und der Wiener Adel aufeinander. Als der Kürassierleutnant frontal angreift, sieht der geadelte Barbier zum ersten Mal im Roman dumm aus. Von Conexionsky wird bewusst, er hätte fast eine Sterbende geehelicht und macht sich davon. Der Chevalier setzt ein Gespräch unter vier Augen mit Antonie durch. Darin erkennt der alte Mann, die Sterbende liebt Hennig, diesen "törichten, nichtigen Knaben". Gleichzeitig erfährt der Chevalier, Hennig will Antonie aus Mitleid nach dem Lauenhof führen. Das Mädchen stirbt und wird im Beisein der beiden Krodebecker in Wien begraben. Auf der Heimreise verliert der Chevalier den Verstand. Junker Hennig - wieder daheim auf seinem Gut - fühlt sich wohl. Jane, auf dem Lauenhof endlich doch noch sesshaft geworden, kümmert sich um den Chevalier und das Frölen. Der Roman besteht aus 36 Kapiteln und ist dreigeteilt. In der Klingenberg-Ausgabe beginnt der 2. Teil mit dem 13. Kapitel und der 3. Teil mit dem 25. Kapitel. Am Ende des Romans gibt sich der Erzähler als Autor des "Hungerpastors" und des "Abu Telfan" zu erkennen. Der Leser ist an einen Erzähler "mit einer umfangreichen Erfahrung" geraten und will über die ganze Lektüre hinweg erfahren, was denn der Barbier und seine Tochter Marie verbrochen haben. Es scheint so, als wüssten zumindest das Frölen, die Gutsherrin Adelheid und auch Jane genau Bescheid. Nur der geplagte Leser bleibt uneingeweiht. Was Wunder, ist doch dem Erzähler nichts am Beifall des Lesers gelegen. Dabei gibt der Erzähler großzügig am Romananfang das Ende seiner "trüben Geschichte" preis: Zu Dietrich Häußlers erstem Auftritt nennt er diesen den eigentlichen Helden "und Triumphator dieser Geschichte". In der Romanmitte plaudert der Erzähler, als von der kleinen Antonie im Siechenhaus die Rede ist, aus, in Wien wird einmal jemand in einem "modernen, weißen, silberbeschlagenen zierlichen Sarg" liegen. Weit ausführlicher als von der Protagonistin Antonie ist von den Figuren in deren Krodebecker Umfeld die Rede. Zum Beispiel malt Raabe mit der Adelheid und der Jane zwei einprägsame Bilder vom arbeitenden Menschen. Auch bei der genauen Zeichnung des Chevaliers und des Frölens nimmt der Autor diesen und jenen Aspekt der Tiefenpsychologie vorweg. Adolf Kröner aus Stuttgart lehnt den Roman am 28. Juni 1869 wegen seiner "so tief tragischen, düsteren Grundstimmung" ab. Wilhelm Jensen sieht am 18. Juni 1870 in der "Nationalzeitung" einige Gedanken in dem Roman "als epische Gestaltungen der Reflexionen Schopenhauers" an. 1871 wird der Roman in der "Leipziger Illustrierten Zeitung" als "eins der originellsten und ergreifendsten Bücher des Verfassers" gelobt. Anlässlich der 2. Aufl. rät ein gewisser O.K. anno 1895 in der "Allgemeinen konservativen Monatsschrift", "dieses Buch beiseite zu schieben" und begründet: "Ich kenne kein Raabesches Buch, das einen so unerfreulichen und unbefriedigenden Eindruck hinterläßt." Fuld zitiert Adornos "Minima Moralia": Antonie überführe "den Gegner der Unwahrheit". Oppermann hebt den Handlungsreichtum des linear strukturierten Romans mit einem auktorialen Erzähler hervor. Fuld stellt die gegenüber dem Romanvorgänger "Abu Telfan" straffere Handlung heraus und nennt eine Ursache. Raabe habe den "Schüdderump" ohne Unterbrechung durch Nebenarbeit geschrieben. Erzählt werde "vom Sieg des Pöbels", dem "nichts heilig und alles käuflich" sei. Fuld hält den Roman für gelungen, auch weil Raabe darin keine Konzession an den Geschmack des Lesers mache. Goldammer und Richter sehen den Text als "Kritik der deutschen Innerlichkeit". Ganz besonders im "Schüdderump" überzeuge Raabe, wenn er Atmosphäre erzeuge. "Lebensecht" werde die "seltsame Erziehergemeinschaft" des jungen Mädchens, bestehend aus solchen widersprüchlichen Charaktern wie Jane, dem Frölen und dem Chevalier dargestellt und mit "Welt und Menschheit umgreifendem Humanismus" entwickelt. Der "Schüdderump" sei Symbol für die Vergänglichkeit alles Irdischen. Weiter führende Arbeiten nennen Fuld (Leo Lensing (1980)) und Oppermann (Johannes Klein (1965) und Friedrich Neumann (1953)). Meyen listet 43 Besprechungen aus den Jahren 1870 bis 1968 auf.

[SW: Deutsche Literatur | Roman | Wilhelm Raabe]

Details

Rodda, Emily: Die geheimnisvollen Fälle der Teen Power Company, Das seltsame Mädchen, dtv, 2001 ISBN: 342370621x
Ihr neuester Job führt die Teen Power Company zu der legendären Schlagersängerin Eva Franks. Die ebenso reiche wie extravagante "Madam" hat ihre großen Jahre allerdings längst hinter sich. Seitdem ihre Tochter sie vor vielen Jahren mitsamt ihrer kleinen Enkelin verlassen hat, tritt sie vor Kummer nicht mehr auf und lebt zurückgezogen mit drei schrulligen Bediensteten in einer Villa am Stadtrand von Raven Hill. Von einem solch prächtigen Zuhause ist wohl kaum jemand so weit entfernt wie die zersauste, obdachlose Jessica, die Liz und ihre Freunde eines Abends auf dem Heimweg von "Madam" auflesen. Doch als Liz versucht der offenbar vom Pech verfolgten jungen Frau zu helfen, erzählt Jessica ihr den Glückstraum ihrer Kindheit: ein Schloss, in dem sie als Prinzessin wohnte, umgeben von wunderbaren Dingen ... Plötzlich kommt Liz ein verwegener Gedanke: Auch die von Madam so schmerzlich vermisste Enkelin hieß Jessica! Sollte etwa ...? Schon scheint ein märchenhaftes Happy End nahe, aber dann wird klar, dass mit der angeblichen Enkelin, der Madam ihr gesamtes Vermögen vererben will, etwas ganz und gar nicht stimmt!

Taschenbuch. 140 Seiten. Zustand: Neuwertig. VERLAGS-Remittende, als Mängelexemplar gekennzeichnet, INNEN NEUWERTIG od. UNGELESEN.

[SW: JUGEND-BÜCHER]

Details