Schmitz Haschisch

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Schmitz, Oscar A. H: Fahrten ins Blaue. Ein Mittelmeerbuch. Mit einem Frontispiz und zahlreichen s/w-Fotos auf Tafeln. Einbandzeichnung von Emil Preetorius. Erstausgabe. Georg Müller Erste Aufl. (Erstausgabe) 1912 München
326S. 8°

Leinen Fadengehefteter, illustrierter und kaschierter Ganzleinenband mit blauem Rundumfarbschnitt. Der Einband berieben und fleckig, die Oberkante des vorderen Einbanddeckels gebrochen und mit Klebestreifen stabilisiert, klaffende Bindung zwischen Vorsatz und Vortitel, handschriftlicher Namenszug von 1912 auf Titelblatt, im Inneren ansonsten gute Erhaltung, Gesamtzustand befriedigend. Oscar Adolf Hermann Schmitz (auch: Oscar A. H. Schmitz; * 16. April 1873 in Homburg, Hessen; 18. Dezember 1931 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Autor, Philosoph und Mitglied der Münchner Boheme. Er ist Verfasser des Romans "Bürgerliche Boheme" und des Erzählwerks "Haschisch". Schmitz wurde 1873 im hessischen Homburg geboren. In Schüler- und Studentenjahren war er ein Anhänger des Schriftstellers Stefan George (1868-1933). George versuchte seinerzeit eine lyrische Erneuerung in Deutschland herbeizuführen und gründete hierzu die "Blätter für die Kunst" und scharte einen Schülerkreis um sich. Schmitz lernte George später in Paris auch persönlich kennen. In München begegnete er der Schriftstellerin Gräfin Fanny zu Reventlow (1871-1918), berühmt als die "Schwabinger Gräfin", sowie Ludwig Klages (1872-1956). Schmitz wurde ein enthusiastischer Teilnehmer des Treibens der Schwabinger Boheme, unter anderem im Kreis der Kosmiker. Mit seinem Schwager Alfred Kubin (1877-1959), dem bekannten österreichischen Grafiker und Illustratoren, ging er in ganz Europa, Nordafrika und Russland auf Reisen. Längere Zwischenstationen waren München, Salzburg, Rom, Paris und Berlin. In späteren Jahren befasste er sich intensiv mit Themen aus Politik und Gesellschaft, insbesondere mit dem Werk von C. G. Jung (1875-1961). Mit seinem 1902 erschienen Erzählwerk "Haschisch" über zeitlose Themen wie Erotik, Satanismus, Sadismus, Religion, Tod und Rausch trug Schmitz wesentlich zur Entwicklung der phantastischen Literatur bei. Das Buch hatte beachtlichen Erfolg und ist das meistgelesene Prosawerk von Oscar A. H. Schmitz. Sein größten Erfolg erzielte er 1912 mit seinem autobiographisch inspirierten Roman "Bürgerliche Boheme", der zunächst unter dem Titel "Wenn wir Frauen erwachen " und später dann mit dem Haupttitel "Bürgerliche Boheme" und dem Untertitel "Ein Sittenroman aus dem neuen Deutschland" veröffentlicht wurde. Auch dieses Buch, ein satirisches Sittenbild der Münchner Oberschicht zur Zeit der Jahrhundertwende (19. und 20. Jahrhundert), hatte einen großen Erfolg. Als Mitglied der Münchner Boheme gehörte Schmitz zu den guten Freunden von Wilhelm von Debschitz (Görlitz 21. Februar 1871 - Lüneburg 10. März 1948), seiner Frau Wanda von Debschitz-Kunowski (Hammer bei Czarnikau 8. Januar 1989 - Berlin 23. April 1935), Fotografin, und den Kindern, Wanda Ziegert von Debschitz (München 1. November 1899 - Lausanne 12. Juli 1986), Wolf-Dietrich von Debschitz (München 16. Januar 1901 - Cham, Oberpfalz 21. September 1972) und Irene von Debschitz (München 5. Januar 1903 - New York 12. März 1990). Wilhelm von Debschitz war Mitbegründer der sogenannten and berühmten Debschitz-Schule die von 1902 bis 1914 in München, Schwabing unter seiner Führung existierte. 1913 wurde diese Schule als das größte Institut seiner Zeit anerkannt. Die Kinder nannten Schmitz den "Töpfchen Onkel" weil er immer mit einem Kasten voll von kleinen Töpfen aus dem Viktualien Markt in ihr Haus kam. Fahrten ins Blaue berichtet über drei Reisen in Albanien, der Türkei und Konstantinopel. In Ergo Sum: Jahr des Reisens dokumentiert Schmitz, dass er diese Reisen mit von Debschitz gemacht hat. Schmitz hat auch von Debschitz als Hans von Luckow, Leiter einer Kunstschule in Bürgerliche Boheme beschrieben. Wanda von Debschitz-Kunowski machte das Foto vom 27-jährigen Schmitz, das vor sechs Monaten noch auf dieser Website war, wahrscheinlich im Jahr 1904. Andere Bücher von Schmitz wie "Die Weltanschauung der Halbgebildeten" (1914), "Brevier für Weltleute: Essays über Gesellschaft, Mode, Frauen, Reisen, Lebenskunst, Kunst, Philosophie" (1918), "Brevier für Einsame: Fingerzeige zu neuem Leben" (1923), "Brevier für Unpolitische: Wegweiser zum öffentlichen Leben" (1923) sowie die "Tragikomödie der Geschlechter" oder "Die Entfremdung zwischen Mann und Weib" (1931) haben zumindest dem Titel nach nichts an Aktualität eingebüßt. Lange bevor Psychologen sich auf Persönlichkeitsvorstellungen der Astrologie bezogen haben, sah Schmitz in "Geist der Astrologie" (1922) die Entwicklung einer "Astro-Psychologie" voraus, die in der Esoterik noch heute eine zentrale und aktuelle Stellung einnimmt. 1931 starb Schmitz und hinterließ zahlreiche kulturpolitische Schriften, Essays, Theaterstücke und Romane. Selbst Thomas Mann hielt Schmitz für einen "hervorragenden gescheiten Schriftsteller". Emil Preetorius (* 21. Juni 1883 in Mainz; 27. Januar 1973 in München) war ein deutscher Illustrator, Graphiker und gilt als einer der bedeutendsten Bühnenbildner der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Preetorius studierte Rechtswissenschaften, Kunstgeschichte und Naturwissenschaften in München, Berlin und Gießen, wo er zum Dr. jur. promoviert wurde. Anschließend besuchte er kurze Zeit die Münchner Kunstgewerbeschule, bildete sich aber vorwiegend autodidaktisch als Maler und Zeichner aus. 1909 gründete er gemeinsam mit Paul Renner die Schule für Illustration und Buchgewerbe in München, leitete seit 1910 die Münchner Lehrwerkstätten und wurde 1926 Leiter einer Klasse für Illustration sowie einer Klasse für Bühnenbildkunst an der Hochschule für Bildende Künste in München, an der er seit 1928 als Professor wirkte. 1914 gründet Preetorius zusammen mit Franz Paul Glaß, Friedrich Heubner, Carl Moos, Max Schwarzer, Valentin Zietara die Künstlervereinigung "Die Sechs",eine der ersten Künstlergruppen für die Vermarktung von Werbeaufträgen, speziell Plakaten. Preetorius gehörte zum Freundeskreis von Thomas Mann, für den er dessen Werke Herr und Hund sowie die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull illustrierte. Seit 1923 war Preetorius für die Münchner Kammerspiele tätig. 1932 wurde er szenischer Leiter der Bayreuther Festspiele. 1942 geriet Preetorius nach einer Denunziation als "Judenfreund" kurzfristig in Gestapohaft, wurde aber auf Betreiben Hitlers, der ihn zu den drei wichtigsten Bühnenbildnern zählte, wieder freigelassen.[1] 1943 wurde Preetorius von den NS-Machthabern mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. 1951 trat er in den Ruhestand. Von 1947 bis 1961 war Preetorius Mitglied des Bayerischen Senats. Von 1948 bis 1968 amtierte er als Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. In seinen Buchillustrationen (unter anderem zu Alphonse Daudets Tartarin de Tarascon, 1913), Buchgraphiken und Plakaten war Preetorius vom japanischen Holzschnitt beeinflusst, als Bühnenbildner knüpfte er an den romantischen Klassizismus an. Er veröffentlichte unter anderem Vom Bühnenbild bei Richard Wagner (1938), Weltbild und Weltgestalt (1947) und Geheimnis des Sichtbaren (1963). Emil Preetorius ist in München auf dem Bogenhausener Friedhof bestattet.

[SW: Deutsche Literatur | Reiseberichte | Erstausgaben]

Details

Schmitz, Oscar A. H: Haschisch. Erzählungen von Oskar A. H. Schmitz. Basel, Edit. Panderma, 1913/1978
Vergriffen! Und nur bei uns! Mit Illustrationen von Miklos von Bartha. Die Erzählungen erschienen zuerst 1913 mit Illustartionen von Alfred Kubin.

8°, 109 S., 4 ganzseit. Illustr., OBroschur., Tadell. Preis in CHF: 69

[SW: Illustr. Bücher - allgemein Deutsche Literatur Drogen, Tabak]

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A-Z Autoren.S. Schmitz, Oscar A. H.: Haschisch / Erzählungen. / Mit der Vorrede zur 4. Auflage / diese Ausgabe ohne Auflagenangabe.

München und Leipzig, bei Georg Müller, 1917; 16,6 cm (kl. 8°). 137 SS., 2 Bll. (Verlagsreklamen). Mit Buntpapier bezogener Original-Papp-Band mit Titel auf Rückenschild. - Trotz der schlechten Kriegs-Papierqualität noch in erstaunlich gutem Zustand mit kleineren Mängeln: Rückenpapier am unteren Kapital aufgerissen, oberes Kapital etwas bestoßen, Rücken etwas lichtgebleicht, Innen- Falz zwischen Vortitelblatt und Titelblatt stellenweise gering am Papier eingerissen; ein Blatt mit papierbedingter Verfärbung.

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SCHMITZ, Oscar A. H.: Haschisch - Erzählungen, Georg Müller München Leipzig 1917, 8. Auflage,

137 S., Rücken mit Läsuren, innen gutes Exemplar, Original-Pappband (kein Schutzumschlag),

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