Samjatin Wir
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Samjatin, Jewgenij. Wir. Roman. Aus dem Russischen von Gisela Drohla. Mit dem Essay "Über die Literatur und die Revolution". Büchergilde Gutenberg (Lizenz der Verlage Limes (Essay) und Kiepenheuer & Witsch (Roman)) Lizenzausgabe 1983 Frankfurt am Main, Olten, Wien ISBN: 3763228276
172S. 8
Leinen Gedruckt teilweise auf blauem Papier. Fadengehefteter, illustrierter und bedruckter Ganzleinenband. Der Einband fleckig und leicht berieben, Kopfschnitt staubdunkel, ansonsten sehr guter Zustand. Wir ist ein 1920 fertiggestellter, dystopischer Roman des russischen Autors Jewgeni Samjatin. Wir spielt im "Einzigen Staat", einem Gebilde, das nach einem 200-jährigen Krieg und der "allerletzten Revolution" entstand. Dieser Staat besteht aus einer von einer Mauer geschützten Stadt, die Häuser dieser Stadt besitzen Wände aus Glas. Heerscharen von "Beschützern" wachen über das "Wohl" der Einwohner, deren Leben bis zum kleinsten Handgriff reglementiert ist, über allen steht ein übermächtiger "Wohltäter". "Nummern" - gemeint sind Menschen -, die sich gegen diese "Fürsorge" wehren, werden öffentlich hingerichtet. Der Einzelne zählt nicht, was zählt, ist das Kollektiv. Im Laufe des Buches wird unter anderem eine Gehirnoperation entdeckt, die das Fantasiezentrum im Menschen entfernt und somit Gedanken des Widerstands unmöglich macht. Der Roman schildert die Ereignisse in Form eines Tagebuchs von D-503. D-503 ist Konstrukteur der Rakete Integral, eines Raumschiffes, das den Weltraum erobern und die Errungenschaften der "letzten Revolution" exportieren soll. D-503 verherrlicht seinen Staat - so lange, bis er die Staatsfeindin I-330 und andere Rebellen kennenlernt. Immer wieder taucht im Roman der Name Taylor auf, der für seine "Wissenschaftliche Betriebsführung" vom Regime verehrt wird. "Einziger Staat" "Einziger Staat" ist die übliche Übersetzung der russischen Originalbezeichnung was allerdings nicht präzise ist. Die genauere Übersetzung des russischen Adjektivs würde wohl "einig" im Sinne "unitär" sein. Figuren D-503 (Ich-Erzähler) Als Konstrukteur des Integral ist er mitverantwortlich für den Export der Revolution auf andere Welten. Um den Fremden Zeugnisse des Einzigen Staates vorlegen zu können, sollen Traktate, Poeme, Manifeste, Oden und andere Werke mit dem Integral auf die Reise gehen. Das ist auch der Grund für das Tagebuch von D. Wir wissen nicht viel über das Aussehen von D. Er ist zweiunddreißig Jahre alt. Seine behaarten Hände empfindet er als Makel. Er schämt sich für sie. Dennoch scheint der Protagonist gutaussehend zu sein oder zumindest einen gewissen Charme zu besitzen. Durch die Ereignisse, die er selbst durch sein Tagebuch beschreibt, entwickelt er sich von einem funktionierenden Teil eines Kollektivs zu einem Menschen mit Gefühlen, Empfindungen und eigenen Gedanken. Doch zu Beginn ist D-503 noch durch und durch Wissenschaftler und Mathematiker. Gleichungen bestimmen sein Leben. Seine Konstante ist der Einzige Staat. Das alles ändert sich, als er auf einem Spaziergang I-330 kennen lernt. D-503 selbst schreibt, dass nur zwei Dinge die Logik aus dem Gleichgewicht bringen können: Die Liebe und der Hunger. Und auch im Einzigen Staat hat man die endgültige Lösung für das Problem Glück noch nicht gefunden. Es bewegt sich also noch etwas im großen WIR. Das erfährt D vor allem durch I. Sie zeigt ihm das Alte Haus, bietet ihm Alkohol an und er hat später auch Sex mit ihr - ohne staatliche Erlaubnis. Die klare, geordnete Welt von D-503 gerät durcheinander. Eigentlich ist der Protagonist auf O-90 abonniert und empfindet für sie, wenn auch nicht Liebe, so doch zumindest tiefe Zuneigung. Zusammen mit ihr und R-13, den er seit Kindestagen kennt, bilden sie eine Art Familie. Das alles zerbricht durch die Liebe von D zu I. Die irrationale Gleichung machte D schon von jeher Angst - weil sie vollkommen unlogisch ist und nicht existieren dürfte, es aber dennoch tut - und diese Angst wird immer größer. Er beginnt, sich als Kranken zu sehen. Auch U, die Kontrolleurin, kann ihm nicht helfen. Sie muss D immer wieder schmerzliche Briefe überreichen. Die Beziehung zwischen I zu D ist geprägt durch ein ständiges Auf und Ab. I bekommt die Erlaubnis zum Sex mit D, erscheint aber nicht. Dann wieder treffen sich die beiden im Alten Haus; nach dem Treffen verschwindet sie spurlos. Nun scheint nichts mehr klar (das Lieblingswort von D) zu sein. Immer öfter findet D keine Überschriften mehr für seine Tagebuchaufzeichnungen. Er beginnt Phantasien zu entwickeln. Träume plagen ihn. Der Arzt diagnostiziert ihm eine Seele. D wird immer mehr zum Ich und kapselt sich vom Kollektiv ab. Außerdem hat er Angst, dass seine Aufzeichnungen gefunden werden - das wäre sein Todesurteil. Vielleicht ahnt D, dass I gegen den Einzigen Staat arbeitet. Er erfährt es jedenfalls, als er von einem Fahrstuhl, getarnt als Kleiderschrank, im Alten Haus in den Untergrund gefahren wird. Dort befindet sich das Lager der Untergrundkämpfer, zu denen auch I gehört. Die Ereignisse überschlagen sich. Bei der Wahl des Diktators (Wohltäters) am Tag der Einstimmigkeit bricht die Rebellion aus. D willigt ein, bei dem Aufstand mitzuwirken. Die Sabotage des Integral misslingt und I macht D dafür verantwortlich. Nun sollen Operationen die Phantasie der Nummern beseitigen. D ringt mit sich. Er möchte nicht mehr träumen. Dank I entscheidet er sich jedoch gegen eine Operation. D wird von U verraten. Er ist kurz davor, die Kontrolleurin zu erschlagen, als sie sich vor ihm entblößt und ihm ihre Liebe gesteht. D wird verhaftet, kann aber fliehen. Letztendlich wird er wieder gefasst und, wie alle anderen Nummern auch, operiert. In seiner letzten Aufzeichnung scheint er "geheilt". D ist wieder ein Teil des WIR. Seine Liebe, I, hat er verraten. O-90 Sie ist auf D-503 und R-13 abonniert. Ihr Aussehen wird als rundlich, "nur aus Kreisen und Kurven" bestehend beschrieben. O-90 schläft abwechselnd mit D-503 und R-13. Sie verlässt D-503, nachdem sie von seiner Beziehung zu I-330 erfährt. O liebt D - deshalb muss sie ihn verlassen, denn "Liebe führt zur Abkehr von der Logik". Dennoch hat O eine letzte Bitte an D, die ihr auch erfüllt wird: sie möchte ein Kind von ihm, obwohl sie genau weiß, dass darauf der Tod steht. D bittet sie zu fliehen, I soll ihr dabei helfen. O-90 willigt schließlich widerwillig ein. I-330 D-503 lernt sie auf einem Spaziergang kennen. Er merkt, dass er eine tiefe Zuneigung für sie empfindet. Er verliebt sich in sie. Ob I seine Liebe in gleichem Maße erwidert, bleibt unklar. I-330 ist Mitglied der MEPHI, einer Untergrundorganisation, die gegen den Einzigen Staat kämpft. Sie weiß, dass D-503 einer der Konstrukteure des Integral ist. Als D mit dem Wohltäter spricht, meint der, dass I-330 ihn lediglich benutzt habe, um an den Integral zu gelangen. U sieht das genauso. Fakt ist, dass I-330 ihn fallen lässt, nachdem die Sabotage des Integral misslingt - sie verdächtigt ihn, für das Misslingen verantwortlich zu sein. Zu Beginn scheint I ihm scheinbar grundlos zu vertrauen. So weiß sie, dass D nicht zu den Beschützern gehen wird, um sie anzuzeigen. Dennoch weiht sie ihn nicht ein, erst nach dem Tag der Einstimmigkeit zeigt sie D die Welt außerhalb der grünen Mauer. I-330 glaubt an zwei Kräfte: An die Entropie und an die Energie. Die eine schafft selige Ruhe und glückliches Gleichgewicht, die andere führt zur Zerstörung des Gleichgewichts, zu qualvoll-unendlicher Bewegung. Die MEPHI sehen sich als Nachfahren der Antichristen. I-330 glaubt an die alte Welt, an Gefühle, an die Phantasie und an die Menschen. Sie stellt am ehesten einen Menschen dar, der uns nahekommt. I ist keine Nummer. Sie wird vermutlich, nachdem sie vom operierten D-503 verraten wird, hingerichtet werden. Wohltäter Über den Wohltäter wird wenig ausgesagt, er tritt praktisch nicht in Erscheinung. Auffallend sind die Parallelen zu späteren Diktatoren wie Stalin und dem Großen Bruder von Orwell: Eine gottgleiche Gestalt, die über das "Wohl" der Untertanen wacht und in "Wahlen" immer wieder vom Volk bestätigt wird. Der Roman wird somit zu einer prophetischen Vision der Zeit des Stalinismus. Weitere Charaktere R-13: der "stupsnasige" Dichter mit den "Negerlippen" S-4711: ein "Beschützer" U ("ich will ihre Nummer lieber nicht nennen"): die Kontrolle...
[SW: Büchergilde Gutenberg | Russische Literatur | Roman | Dystopie]
Samjatin, Jewgenij: Wir, EUROPÄISCHER HOCHSCHULVERLAG, 021 ISBN: 3862670775
Evgenij Samjatin gilt als der am härtesten mit dem politischen System in seiner Heimat kollidierende Anti-Utopist. Schon die Veröffentlichung einer Kurzfassung der Utopie Wir, die im Jahre 1927 in russischer Sprache in Prag erfolgte, zwang Samjatin zur Flucht nach Paris, wo er 10 Jahre später verstarb. Der Roman Wir wurde 1924 in verschiedenen Sprachen im Ausland veröffentlicht, doch erst im Jahre 1988 erschien das Werk in der Sowjetunion in vollständiger russischer Fassung. Dieses Werk kann als erste große Anti-Utopie bezeichnet werden, die unter anderem als Vorlage für die Dystopien von George Orwell und Aldous Huxley diente.
NEUBUCH! 2011. 160 S. 210 mm
[SW: Phantastische Literatur]
DER SPIEGEL: DER SPIEGEL 49/1981, Mode-Droge Astrologie,
Titel SPIEGEL Titel - Auf einer Welle des Okkulten : Ein ehemaliges Mannequin, Beinlänge: 115 Zentimeter, hat der Kunst des Sterndeutens zu neuem Ruhm verholfen. Der Rummel um Elizabeth Teissier ist symptomatisch: Die Astrologie, nun auch mit Computern aufgeputzt, hat Hochkonjunktur. Immer mehr Bundesbürger suchen in den Sternen Zukunfts-Rat und Lebenshilfe. (S. 232) * Eine große Dame, die von weit her kommt : SPIEGEL-Reporter Fritz Rumler über die Pariser Astrologin Elizabeth Teissier (S. 236) 258 RUECKSPIEGEL - RÜCKSPIEGEL Zitate: Auf das SPIEGEL-Interview mit Breschnew (Nr. 45/1981) ging auch Gerd H. Pelletier in seinem Bericht aus Bonn in den Tagesthemen der ARD vom 20. November ein. Dort berichtete er über ein neues Buch, das der Moskauer Botschafter in Bonn, Wladimir Semjonow, jetzt vorstellte: Für gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit der Sowjet-Union und der Bundesrepublik von Leonid Breschnew. Auszug aus der Sendung: * 258 RUECKSPIEGEL - RÜCKSPIEGEL Zitate: Bundeskanzler Helmut Schmidt (Photo, l.) am letzten Donnerstag in der ARD-Sendung Die Fernsehdiskussion: Nach dem Breschnew-Besuch , an der SPIEGEL-Redakteur Dieter Wild (r.) teilnahm: 17 Auch die Sowjets wollen den Kompromiß : Leonid Breschnews Besuch in Bonn hat das Klima für die Abrüstungsverhandlungen zwischen Moskau und Washington angewärmt. Zwar sind die Grundpositionen beider Seiten so weit auseinander wie bisher, aber Bundeskanzler Helmut Schmidt ist überzeugt, daß die Sowjets in Genf zu Zugeständnissen bereit sind. 20 SAMJATIN - Alles wunderbar: Deutlicher als Breschnew kam in Bonn sein Sprecher Samjatin ins Bild, vor allem viel lauter. * 22 SPIEGEL Gespräch - Wir brauchen Frieden durch Vertrauen : Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher über Breschnew-Besuch und Abrüstung * 26 WAFFENEXPORT - Antwort schuldig: Die Saudis geben nicht auf: In Bonn ließen sie anfragen, wann die Lieferung von Leopard 2 -Panzern genehmigt wird. * 27 ASYLRECHT - Radikaler Kurs: Wird Frankreich zum Zufluchtsland für alle Terroristen? Die neue Pariser Regierung will sie nicht mehr ausliefern. Verwicklungen mit Bonn sind schon im Gange. * 29 SPD - Mehr Grün: Mit neuen Vorschlägen zur Umweltpolitik wollen die Sozialdemokraten die Partei befrieden und Öko-Wähler gewinnen. * 30 Ein Erfolg der Vernunft: Gerhard Mauz zur Aussetzung des ersten KOMM-Prozesses in Nürnberg * 34 Das Volksbegehren * 34 Bürger haben nur ein bißchen Volksbegehren : SPIEGEL-Interview mit dem hessischen Justizminister Herbert Günther über den Startbahn-Konflikt * 39 BERLIN - Maß verloren: In einen Zweifrontenkrieg ist Berlins Polizeipräsident Hübner verwickelt. Der Sozialdemokrat ist den regierenden Christdemokraten zu liberal - aber auch seiner Polizei. * 48 URAN - Bis zum letzten wehren: Die besten Uran-Vorkommen Europas liegen in Südwestdeutschland. Ein Abbau wird Landschaft und Umwelt belasten, Bürger rüsten zum Protest. * 59 FRIEDENSFORSCHUNG - Langsam aushungern: Die Union setzt die Gesellschaft für Friedensforschung unter Druck - mit Unterstützung von drei Länderchefs. * 66 Drei neue Atomkraftwerke pro Jahr?: Klaus Traube über die Dritte Fortschreibung des Energieprogramms Anfang November verabschiedete die Bundesregierung die Dritte Fortschreibung des Energieprogramms . Fazit: Die Atomenergie müsse einen weiter steigenden Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Ex-Atom-Manager Klaus Traube setzt sich mit der Dritten Fortschreibung kritisch auseinander. Traube, der 1976 Opfer eines nachrichtendienstlichen Lauschangriffs wurde, hat seit 1980 einen Lehrauftrag an der West-Berliner TU. * 82 SKIWEGE - Gefährliche Falle: Haften die Bauern, wenn auf ihrem Land Skifahrer über unsichtbare Hindernisse stürzen? Der Bundesgerichtshof soll nun in einem Unglücksfall grundsätzlich entscheiden. * 85 HAUSBESETZER - Schlicht tolerieren: Rund 10 000 westdeutsche Hausbesetzer müssen mit Strafverfolgung rechnen. Erste Urteile zeigen einen unerwarteten Trend an. * 94 Jeder vierte Pazifist gegen Friedensbewegung: SPIEGEL-Umfrage zum Streit um Frieden und Rüstung (II): Pazifismus, Neutralismus, Antiamerikanismus * 108 POLIZEI - Richtiger Greifer: Ein Report über Polizeiwaffen wurde den westdeutschen Innenministern vorgelegt - Abschreckendes und Absurdes gegen gewalttätige Demonstranten. * 114 Wir sind ganz schön über Schlick geschurrt : SPIEGEL-Redakteur Jörg R. Mettke über seine DDR-Fahrt durch den Teltowkanal * 117 ABGEORDNETE - Im Gelände verirrt: Der Freidemokrat Möllemann geriet wegen der Demonstration beim Breschnew-Besuch ins politische Abseits - trotz breiter Zustimmung von der Basis. * 118 KIRCHE - Diktatur des Zeitgemäßen: Der konservative Münchner Kardinal Ratzinger wurde vom Papst zum Chef der Vatikanischen Glaubenskongregation ernannt: Modernen Theologen stehen schwere Zeiten bevor. * Wirtschaft 44 LÖHNE - Sehr gespalten: Auf Kosten der Arbeitgeber möchten IG-Metaller ihrer Gefolgschaft eine Frührente verschaffen. Der Plan ist in der Gewerkschaft umstritten. * 46 ÖTV - Übler Trick: Die ÖTV sträubt sich gegen Einkommenskürzungen ihrer Gefolgschaft. Gibt Bonn nicht nach, will ÖTV-Chef Kluncker streiken. * 60 BAU-INDUSTRIE - Hohe Spannen: Die großen Baukonzerne verbuchen Milliardenaufträge aus dem Ausland. Die deutsche Volkswirtschaft hat wenig davon. * 62 PARTEIEN - Dörner im Auge: Der SPD-Bezirk Hannover wählte eine Türkin in den Parteivorstand - toll für die einen, empörend für andere. * 90 ELEKTRO-INDUSTRIE - Montags blau: Die Wirtschaftsflaute trifft auch eine vermeintliche Zukunftsbranche: Die Hersteller von Computer-Chips melden Kurzarbeit und Entlassungen. *132 Wer die Reichen straft, knebelt die Armen : Die umstrittenen Steuer- und Goldtheorien des wirtschaftspolitischen Reagan-Beraters Arthur Laffer * 162 US-RÜSTUNG - Viel zu niedrig: Reagans riesiges Wehr-Programm läßt sich kaum verwirklichen: Der Rüstungsindustrie mangelt es an Personal und modernen Maschinen. * Gegendarstellung 112 WAFFENEXPORT - Nachricht von Marais * Ausland 124 Nahost: Fiasko in Fes: Der Araber-Gipfel in Fes hatte die große Wende bringen sollen. Nach Jahrzehnten des Säbelrasselns versuchten die Araber einen politischen Weg zum Frieden, angeführt durch die Saudis. Aber Fes wurde ein Fiasko. Schon die indirekte Anerkennung Israels im Fahd-Plan war den Unversöhnlichen unter den Arabern zuviel. * 126 USA - Bankrott statt Boom: Ronald Reagan, klagen Amerikas Gewerkschaften, plündere die Armen zum Nutzen der Reichen. Aber auch damit kommt sein Wirtschaftsprogramm nicht voran. * 137 ENGLAND - Ein Massaker: In Crosby rächten sich Konservative am Regime von Margaret Thatcher. Sie wählten Shirley Williams, den Superstar der SDP. * 138 FRANKREICH - Düstere Affäre: Wer befahl, den Prinzen Jean de Broglie zu ermorden? Und warum? Frankreich erlebt seinen verwirrendsten Mordprozeß. * 141 SEYCHELLEN - Nur Gänslein: Feuergefecht im Inselparadies: Auf den Seychellen versuchten weiße Söldner vom afrikanischen Kontinent, den linken Präsidenten zu stürzen. * 142 Schwimmende Festung der Menschlichkeit?: SPIEGEL-Redakteur Erich Wiedemann auf dem Flüchtlingsschiff Cap Anamur vor Singapur * 146 Im Garten Eden ein Götze aus Granit: SPIEGEL-Redakteur Fritjof Meyer in Albanien - Traumreich für Grüne und Musterstaat des Stalinismus * 161 GRIECHENLAND - Hilferuf aus dem Knast: Ihre erste Bewährungsprobe bestand die Regierung vier Wochen nach Amtsantritt: gegen Häftlinge und Prostituierte. * 168 ITALIEN - Teure Heimat: Trotz Schlamperei und Günstlingswirtschaft ist die Zwischenbilanz über die Hilfe im süditalienischen Erdbebengebiet positiv. Die deutschen Gelder, 80 Millionen Mark, wurden vorbildlich eingesetzt. * 171 INDIEN - Possierliche Götter: Eine Affenplage sucht die Regierungsgebäude in Neu-Delhi heim. Die Bekämpfung ist schwierig: Die Tiere sind den Indern heilig. * Serie 174 Säure-Regen: Da liegt was in der Luft : Schwefelhaltige Niederschläge vergiften Wälder, Atemluft und Nahrung (III und Schluß) Jüngste, bislang unveröffentlichte Forschungsergebnisse belegen: Schwefelregen läßt...
Samjatin, Jewgeni: Ausgewählte Werke in vier Bänden. Frühe Erzählungen / Erzählungen 1917-1928 / Wir. Roman / Aufsätze. Autobiographie. Brief an Stalin. Hrsg. u. mit einem Nachwort und Anmerkungen von Karlheinz Kasper. 4 Bände (cpl) Leipzig u. Weimar : Kiepenheuer, 1991., ISBN: 3378004584
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