Pasternak Boris Doktor Schiwago
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Pasternak, Boris L.: Doktor Schiwago. Roman. Aus dem Russischen von Reinhold von Walter.. Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag, 1958.
Guter Zustand. - Boris Leonidowitsch Pasternak (wiss. Transliteration Boris Leonidovic Pasternak; * 29. Januarjul./ 10. Februar 1890greg. in Moskau; 30. Mai 1960 in Peredelkino bei Moskau) war ein russischer Dichter und Schriftsteller. International bekannt ist er vor allem durch seinen Roman Doktor Schiwago. 1958 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, den er jedoch aus politischen Gründen nicht annehmen konnte. Leben: In Moskau als Sohn jüdischer Eltern geboren, wuchs Boris Pasternak in einem intellektuellen und künstlerischen Milieu auf. Sein Vater Leonid war Künstler und Professor an der Moskauer Schule für Malerei, seine Mutter die bekannte Pianistin Rosa Kaufmann. Unter den Freunden und Bekannten, die Pasternak bereits in jungen Jahren zu Hause antraf, waren Musiker, Künstler, Schriftsteller - einer davon Lew Tolstoi, dessen Bücher sein Vater Leonid illustrierte. Seitdem er als Dreizehnjähriger den russischen Komponisten Skrjabin kennenlernte, träumte er davon, Pianist und Komponist zu werden und beschäftigte sich ausdauernd mit Klavierspiel, Musiktheorie und Komposition. Nach Abschluss des Moskauer deutschen Gymnasiums 1908 studierte er jedoch an der Moskauer Universität Philosophie. Ein Auslandssemester im Sommer 1912 an der damals in Russland bekanntesten deutschen Universität, der Philipps-Universität Marburg, wo er höchst erfolgreiche Studien bei den Neukantianern Hermann Cohen und Nicolai Hartmann betrieb, sowie Reisen in die Schweiz und nach Italien ließen in ihm jedoch den Entschluss reifen, sich der Poesie zuzuwenden: "Meiner Meinung nach sollte Philosophie dem Leben und der Kunst als Gewürz beigegeben werden. Wer sich ausschließlich mit Philosophie beschäftigt, kommt mir vor wie ein Mensch, der nur Meerrettich isst." In dieser Zeit schrieb er seine ersten, vom Symbolismus und Futurismus beeinflussten Gedichte, die 1913 im Almanach Lirika erschienen. 1914 veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung in dem Buch Zwilling in Wolken ), gefolgt vom 1917 erscheinenden Über die Barrieren was ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung in der literarischen Welt verschaffte. Seit 1914 war er auch Mitglied der symbolistischen Dichtergruppe Zentrifuge. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete und lehrte er in einer Chemiefabrik im Ural, da er wegen einer Beinverletzung nicht zum Kriegsdienst eingezogen werden konnte. Obwohl Pasternak von der Brutalität der neuen Regierung schockiert war, unterstützte er die Oktoberrevolution. Seine Eltern und Geschwister wanderten 1921, als Auslandsreisen erlaubt wurden, nach Deutschland aus. Nach dem Krieg arbeitete Pasternak als Bibliothekar und schrieb u.a. Leutnant Schmidt, Meine Schwester, das Leben - 1922) und Das Jahr 1905. 1922 heiratete Pasternak Ewgenija Wladimirowna Lourie und hatte mit ihr einen Sohn. Die Ehe wurde 1931 geschieden. Die Poesie blieb Pasternaks Leidenschaft und machte ihn zu einem der wichtigsten Dichter der russischen Moderne. Seine Gedichte entwickelten sich weg von den symbolistischen Einflüssen hin zu philosophischen Ansätzen und zur Verarbeitung der Revolution. In den dreißiger Jahren passten seine Werke allerdings nicht in die Rahmenbedingungen des Sozialistischen Realismus, und er arbeitete als Übersetzer aus dem Französischen, Englischen und Deutschen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Berühmt sind seine Übertragungen von Goethes Faust und Shakespearescher Tragödien, außerdem übersetzte er Werke von Rilke, Kleist und einigen englischen Schriftstellern. 1934 ging er eine zweite Ehe mit Sinaida Nikolajewna Neuhaus ein; die Familie zog 1936 in die Künstlerkolonie Peredelkino bei Moskau. Bei Kriegsausbruch 1941 meldete sich Pasternak freiwillig an die Front, wurde jedoch zunächst nach Tschistopol evakuiert und erst 1943 mit einer "Schriftstellerbrigade" in den Krieg geschickt. Die lyrische Verarbeitung seiner Kriegserlebnisse ist in den Gedichten des Sammelbands In den Frühzügen (1943) und in Irdische Weite (1945) zu finden. Nach dem Krieg arbeitete Pasternak lange an seinem ersten und einzigen Roman, Doktor Schiwago, der in der Sowjetunion aufgrund seines Inhalts nicht erscheinen durfte. Der Roman, der während der russischen Revolutionszeit vor und nach 1917 handelt, beschreibt die Konflikte, in die ein Intellektueller (Schiwago) und seine geistigen und religiösen Überzeugungen mit der revolutionären Bewegung und der sozialistischen Realität gerät. Als Vorbild für Lara, die weibliche Hauptfigur des Romans, soll dabei Pasternaks langjährige Geliebte Olga Iwinskaja fungiert haben. Der Roman erschien 1957 nur im Ausland, zunächst in Italien und danach in 18 anderen Sprachen - ein internationaler Erfolg. In der Sowjetunion konnte er erst 1987 unter Gorbatschow publiziert werden, nachdem man Pasternak offiziell rehabilitiert hatte. Der gleichnamige Film mit Omar Sharif und Julie Christie (Regie: David Lean, 1965) gewann 1966 fünf Oscars und war ein internationaler Erfolg in den Kinos. Als Pasternak 1958 der Nobelpreis für Literatur "für seine bedeutende Leistung sowohl in der zeitgenössischen Lyrik als auch auf dem Gebiet der großen russischen Erzähltradition" verliehen werden sollte, nahm er diesen zwar zunächst an, lehnte aber später auf Druck der sowjetischen Obrigkeit ab. Dennoch wurde er in der Folge aus dem Schriftstellerverband der UdSSR ausgeschlossen. Aus einem persönlichen Brief Pasternaks an Chruschtschow geht hervor, dass Pasternak trotz aller Angriffe auf ihn und seine Arbeit auf keinen Fall Russland verlassen wollte. Voller Pläne und Ideen für weitere Gedichte und einen Roman starb Boris Pasternak am 30. Mai 1960 in Peredelkino an einem Herzinfarkt und starken Magenblutungen. Außerdem wurde ein Lungenkrebs im Anfangsstadium festgestellt. In einer besonderen Zeremonie nahm sein Sohn den von Pasternak abgelehnten Nobelpreis 1989 in Stockholm stellvertretend für seinen Vater an. Aus wikipedia-orgBoris_Leonidowitsch_Pasternak
231. - 260. Tausend. 639 Seiten. 21 cm. Leinen mit Schutzumschlag und Kopffarbschnitt.
[SW: 20. Jahrhundert, Filmbuch, Filmgeschichte, Sowjetische Geschichte, Filmklassiker, Arbeiterbewegung, Verfilmte Literatur, Russische Literatur des 20. Jahrhunderts, Filmromane, Russischer Idealismus, Russische Religion, Filmliteratur, Russische Geschichte, Russische Revolution, Kommunismus, Arbeiterklasse, Filmvorlage, Arbeiter / in der Literatur, Sowjetunion / Geschichte, Kommunistische Partei KP, Literaturtheorie Rußland Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Russische Geschichte Russische Revolution Literaturkanon]
Pasternak, Boris: Doktor Schiwago. Roman. Aus dem Russischen von Walter, Reinhold von / Keil, Rolf-Dietrich. Gütersloh, Bertelsmann Lesering, [1965].
Seitenschnitt mit einem kleinen Fleck. Guter Zustand. - Boris Leonidowitsch Pasternak (wiss. Transliteration Boris Leonidovic Pasternak; * 29. Januarjul./ 10. Februar 1890greg. in Moskau; 30. Mai 1960 in Peredelkino bei Moskau) war ein russischer Dichter und Schriftsteller. International bekannt ist er vor allem durch seinen Roman Doktor Schiwago. 1958 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, den er jedoch aus politischen Gründen nicht annehmen konnte. Leben: In Moskau als Sohn jüdischer Eltern geboren, wuchs Boris Pasternak in einem intellektuellen und künstlerischen Milieu auf. Sein Vater Leonid war Künstler und Professor an der Moskauer Schule für Malerei, seine Mutter die bekannte Pianistin Rosa Kaufmann. Unter den Freunden und Bekannten, die Pasternak bereits in jungen Jahren zu Hause antraf, waren Musiker, Künstler, Schriftsteller - einer davon Lew Tolstoi, dessen Bücher sein Vater Leonid illustrierte. Seitdem er als Dreizehnjähriger den russischen Komponisten Skrjabin kennenlernte, träumte er davon, Pianist und Komponist zu werden und beschäftigte sich ausdauernd mit Klavierspiel, Musiktheorie und Komposition. Nach Abschluss des Moskauer deutschen Gymnasiums 1908 studierte er jedoch an der Moskauer Universität Philosophie. Ein Auslandssemester im Sommer 1912 an der damals in Russland bekanntesten deutschen Universität, der Philipps-Universität Marburg, wo er höchst erfolgreiche Studien bei den Neukantianern Hermann Cohen und Nicolai Hartmann betrieb, sowie Reisen in die Schweiz und nach Italien ließen in ihm jedoch den Entschluss reifen, sich der Poesie zuzuwenden: "Meiner Meinung nach sollte Philosophie dem Leben und der Kunst als Gewürz beigegeben werden. Wer sich ausschließlich mit Philosophie beschäftigt, kommt mir vor wie ein Mensch, der nur Meerrettich isst." In dieser Zeit schrieb er seine ersten, vom Symbolismus und Futurismus beeinflussten Gedichte, die 1913 im Almanach Lirika erschienen. 1914 veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung in dem Buch Zwilling in Wolken ), gefolgt vom 1917 erscheinenden Über die Barrieren was ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung in der literarischen Welt verschaffte. Seit 1914 war er auch Mitglied der symbolistischen Dichtergruppe Zentrifuge. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete und lehrte er in einer Chemiefabrik im Ural, da er wegen einer Beinverletzung nicht zum Kriegsdienst eingezogen werden konnte. Obwohl Pasternak von der Brutalität der neuen Regierung schockiert war, unterstützte er die Oktoberrevolution. Seine Eltern und Geschwister wanderten 1921, als Auslandsreisen erlaubt wurden, nach Deutschland aus. Nach dem Krieg arbeitete Pasternak als Bibliothekar und schrieb u.a. Leutnant Schmidt, Meine Schwester, das Leben - 1922) und Das Jahr 1905. 1922 heiratete Pasternak Ewgenija Wladimirowna Lourie und hatte mit ihr einen Sohn. Die Ehe wurde 1931 geschieden. Die Poesie blieb Pasternaks Leidenschaft und machte ihn zu einem der wichtigsten Dichter der russischen Moderne. Seine Gedichte entwickelten sich weg von den symbolistischen Einflüssen hin zu philosophischen Ansätzen und zur Verarbeitung der Revolution. In den dreißiger Jahren passten seine Werke allerdings nicht in die Rahmenbedingungen des Sozialistischen Realismus, und er arbeitete als Übersetzer aus dem Französischen, Englischen und Deutschen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Berühmt sind seine Übertragungen von Goethes Faust und Shakespearescher Tragödien, außerdem übersetzte er Werke von Rilke, Kleist und einigen englischen Schriftstellern. 1934 ging er eine zweite Ehe mit Sinaida Nikolajewna Neuhaus ein; die Familie zog 1936 in die Künstlerkolonie Peredelkino bei Moskau. Bei Kriegsausbruch 1941 meldete sich Pasternak freiwillig an die Front, wurde jedoch zunächst nach Tschistopol evakuiert und erst 1943 mit einer "Schriftstellerbrigade" in den Krieg geschickt. Die lyrische Verarbeitung seiner Kriegserlebnisse ist in den Gedichten des Sammelbands In den Frühzügen (1943) und in Irdische Weite (1945) zu finden. Nach dem Krieg arbeitete Pasternak lange an seinem ersten und einzigen Roman, Doktor Schiwago, der in der Sowjetunion aufgrund seines Inhalts nicht erscheinen durfte. Der Roman, der während der russischen Revolutionszeit vor und nach 1917 handelt, beschreibt die Konflikte, in die ein Intellektueller (Schiwago) und seine geistigen und religiösen Überzeugungen mit der revolutionären Bewegung und der sozialistischen Realität gerät. Als Vorbild für Lara, die weibliche Hauptfigur des Romans, soll dabei Pasternaks langjährige Geliebte Olga Iwinskaja fungiert haben. Der Roman erschien 1957 nur im Ausland, zunächst in Italien und danach in 18 anderen Sprachen - ein internationaler Erfolg. In der Sowjetunion konnte er erst 1987 unter Gorbatschow publiziert werden, nachdem man Pasternak offiziell rehabilitiert hatte. Der gleichnamige Film mit Omar Sharif und Julie Christie (Regie: David Lean, 1965) gewann 1966 fünf Oscars und war ein internationaler Erfolg in den Kinos. Als Pasternak 1958 der Nobelpreis für Literatur "für seine bedeutende Leistung sowohl in der zeitgenössischen Lyrik als auch auf dem Gebiet der großen russischen Erzähltradition" verliehen werden sollte, nahm er diesen zwar zunächst an, lehnte aber später auf Druck der sowjetischen Obrigkeit ab. Dennoch wurde er in der Folge aus dem Schriftstellerverband der UdSSR ausgeschlossen. Aus einem persönlichen Brief Pasternaks an Chruschtschow geht hervor, dass Pasternak trotz aller Angriffe auf ihn und seine Arbeit auf keinen Fall Russland verlassen wollte. Voller Pläne und Ideen für weitere Gedichte und einen Roman starb Boris Pasternak am 30. Mai 1960 in Peredelkino an einem Herzinfarkt und starken Magenblutungen. Außerdem wurde ein Lungenkrebs im Anfangsstadium festgestellt. In einer besonderen Zeremonie nahm sein Sohn den von Pasternak abgelehnten Nobelpreis 1989 in Stockholm stellvertretend für seinen Vater an. Aus wikipedia-orgBoris_Leonidowitsch_Pasternak
Lizenzausgabe. 638 Seiten. 21 cm. Halbleder mit verziertem Deckel und Kopffarbschnitt.
[SW: 20. Jahrhundert, Filmbuch, Filmgeschichte, Sowjetische Geschichte, Filmklassiker, Arbeiterbewegung, Verfilmte Literatur, Russische Literatur des 20. Jahrhunderts, Filmromane, Russischer Idealismus, Russische Religion, Filmliteratur, Russische Geschichte, Russische Revolution, Kommunismus, Arbeiterklasse, Filmvorlage, Arbeiter / in der Literatur, Sowjetunion / Geschichte, Kommunistische Partei KP, Nobelpreis, Literaturnobelpreis]
Roman ; Russland ; Lara ; Revolution ; Arzt ; Liebe ; Doktor Schiwago ; Boris Pasternak ;totalitärer Staat, sozialistische Gesellschaftsordnung,unte4rordnung, un terdrückung, ideologie, freiheit, gefühl, fremdgehen, außereheliche beziihung, drama, tragödie, probleme, umstände, gesellschaftskritik, rästel des lebens, lebenseinstellung, selbstkritik Pasternak, Boris L.Walter, Reinhold von: Doktor Schiwago ein tragischer Liebesroman von Boris Pasternak, bertelmann verlag güterloh, lizensausgabe
22 cm halbledereinband, gebrauchsspuren, etwas schief, seiten teils geknickt, , insgesamt papiergebräunt - "Dieser Roman, der in Liebe beginnt und in Liebe endet, ist das tiefste Dementi, das die kommunistisch gelenkte Gesellschaft je ampfangen aht. Kein Denker konnte unwiderstehlicher argumentieren, als dieser russische Dichter es vermag ...der Krieg, die Oktoberrevolution mit all ihren Schrecken und Platitüden und eine tragische, schicksalhafte Liebe sind die weltberühmten Themen dieses Buches. 1957 erschien der Roman, an dem Pasternak ein halbes Leben gearbeitet hatte, in Italien; in der Sowjetunion durfte er nicht veröffentlicht werden. 1958 lehnte Boris Pasternak aus politischen Gründen den Nobelpreis für Literatur ab. Bis zu seinem Tod 1960 blieb er isoliert. Der Mediziner und Dichter Jurij Schiwago wollte losgelöst von der bolschewistischen Revolution und ihrer Ideologie sein eigenes Leben leben und muss am Ende erkennen, dass er gescheitert ist. Auch wenn er auf seinem Weg seine große Liebe gefunden hat. Denn dem Zauber Laras, die als sehr junges Mädchen vom Freund ihrer Mutter verführt wurde, ist er von Anfang an erlegen. Beide sind verheiratet: Sie mit einem orthodoxen Revolutionär, er mit Tonja, neben der er aufgewachsen ist. Das Nebeneinander von Tagebuchnotizen, Gedichten, Monologen, Ausschnitten aus dem Leben der einzelnen Figuren und philosophischen Reflexionen wirkt verwirrend . Doktor Schiwago ist der Typ der wirkt wie Don Quijote, Falsaff, Faust oder König Lear der als Mann weit über den Ideologen lebt. Lara besitzt alles, was dem Gegentyp, dem aktivisten abgeht. die Prinzipienlosigkeit des Herzens, das nichts von Allgemeinheit weiß, des Herzens, daß wirklich Große von so kleinen Taten abhängt..."Auszüge aus dem Buch
Roman ; Russland ; Lara ; Revolution ; Arzt ; Liebe ; Doktor Schiwago ; Boris Pasternak ;totalitärer Staat, sozialistische Gesellschaftsordnung,unte4rordnung, un terdrückung, ideologie, freiheit, gefühl, fremdgehen, außereheliche beziihung, drama, tragödie, probleme, umstände, gesellschaftskritik, rästel des lebens, lebenseinstellung, selbstkritik Pasternak, Boris L. ; Walter, Reinhold von ; Pross-Weerth, Heddy: Doktor Schiwago ein tragischer Liebesroman von Boris Pasternak, Frankfurt a.M. : Büchergilde Gutenberg ((1967))
20 cm leineinband mit OU, papiergebräunt, OU mit Läsuren - "Dieser Roman, der in Liebe beginnt und in Liebe endet, ist das tiefste Dementi, das die kommunistisch gelenkte Gesellschaft je ampfangen aht. Kein Denker konnte unwiderstehlicher argumentieren, als dieser russische Dichter es vermag ...der Krieg, die Oktoberrevolution mit all ihren Schrecken und Platitüden und eine tragische, schicksalhafte Liebe sind die weltberühmten Themen dieses Buches. 1957 erschien der Roman, an dem Pasternak ein halbes Leben gearbeitet hatte, in Italien; in der Sowjetunion durfte er nicht veröffentlicht werden. 1958 lehnte Boris Pasternak aus politischen Gründen den Nobelpreis für Literatur ab. Bis zu seinem Tod 1960 blieb er isoliert. Der Mediziner und Dichter Jurij Schiwago wollte losgelöst von der bolschewistischen Revolution und ihrer Ideologie sein eigenes Leben leben und muss am Ende erkennen, dass er gescheitert ist. Auch wenn er auf seinem Weg seine große Liebe gefunden hat. Denn dem Zauber Laras, die als sehr junges Mädchen vom Freund ihrer Mutter verführt wurde, ist er von Anfang an erlegen. Beide sind verheiratet: Sie mit einem orthodoxen Revolutionär, er mit Tonja, neben der er aufgewachsen ist. Das Nebeneinander von Tagebuchnotizen, Gedichten, Monologen, Ausschnitten aus dem Leben der einzelnen Figuren und philosophischen Reflexionen wirkt verwirrend . Doktor Schiwago ist der Typ der wirkt wie Don Quijote, Falsaff, Faust oder König Lear der als Mann weit über den Ideologen lebt. Lara besitzt alles, was dem Gegentyp, dem aktivisten abgeht. die Prinzipienlosigkeit des Herzens, das nichts von Allgemeinheit weiß, des Herzens, daß wirklich Große von so kleinen Taten abhängt..."Auszüge aus dem Buch




