Matthiessen Regiwissa
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Matthießen, Wilhelm: 7 Typoskripte von Erzählungen (für Kinder), davon eines gebunden, die 6 anderen an einer Ecke geheftet in einer Kartonmappe. Beigelegt ist ein maschinengeschriebenes Begleitschreiben des Autors (1. März 1957), offenbar an einen Verleger, von Hand unterschrieben,
Wilhelm Matthießen (1891 - 1965) war Kinder- und Jugendbuchautor. Seine Werke werden teilweise noch heute verlegt. Matthießens Buch Das Rote U (1932) wurde, zusammen mit Kästners Emil und die Detektive (1929), zur meist gelesenen Detektivgeschichte der 30er Jahre. "Vor allem [seine] zahlreiche[n] Märchenbände wurden in den Kreisen der Pädagogen sehr geschätzt . [Sie] zeigen eine deutliche Verwandtschaft zum Volksmärchen. Die Umwelt des Kindes ist allbeseelt. teilweise von einer versponnenen, symbolhaften Mystik getragen .Im Gegensatz zum Volksmärchen verbindet M. aber auch mit seinen märchenhaften Geschichten eine handfeste Pädagogik. So sollen [sie] helfen, die kleinen Leser auf ihr Leben und auf die Pflichten und Aufgaben, die auf sie zukommen, vorzubereiten." ( Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur , hrsg. v. Klaus Doderer, Weinheim und Basel 1977). Wilhelm Matthießen verfasste in den 30er Jahren aber auch Sachbücher wie "Israels Geheimplan der Völkervernichtung" (1938) oder "Israels Ritualmord an den Völkern" (1939), die auf seine antisemitische Einstellung hinweisen. Hier vorhanden sind: 1. Hans der Räuber und Margret die Zauberin. 37 Bl. Erstmals verlegt 1919 / 2. Die drei Prinzessinnen. 24 S. / 3. Karl Mays wunderbare Himmelfahrt. 4 S. Erstmals erschienen 1921 / 4. Der Quasi-Mostrich und die Dreikönige. 33 S. / 5. Der Mondstein. 11 S. / 6. Die ewige Lampe. 16 Bl. / 7. Die Brautkutsche. 54 S. in Halbleinenband gebunden. Handschriftliches, von Matthießen signiertes und datiertes (1. März 1957) Gedicht (16 Zeilen) auf dem ersten Blatt dieses Bandes. Die hier mit den Nummern 1 - 3 bezeichneten Erzählungen sind zwischen 1919 und 1921 bereits in erster Ausgabe erschienen, die mit 4 - 7 bezeichneten Typoskripte offensichtlich für die 1957 von ihm geplante neubearbeitete und erweiterte Ausgabe dieser "Regiwissa-Märchen" genannten Sammlung neu verfasst worden. Soweit recherchierbar wurde diese Neuausgabe aber nicht verwirklicht und es konnte nicht ermittelt werden, ob diese 4 Erzählungen in einem anderen der nach 1957 vom Autor veröffentlichten Sammelbände publiziert worden sind
Alle Erzählungen mit zahlreichen kleinen Korrekturen (Kugelschreiber) des Autors, sonst aber gut erhalten
4to. Dünnes Schreibmaschinenpapier
Matthießen, Wilhelm: Regiwissa., 1. Auflage, Leipzig, Hartenstein Erich Matthes 1920
Gedruckt auf Notpapier des ersten Friedensjahres
8°, Pappe, 294 Seiten, Gebrauchsspuren am Einband und Block, Block sauber und fest, Ecken bestoßen, Rücken gestaucht, Gelenke außen ca. 1cm beidseitig unten und oben eingerissen, Name im Vorsatz
[SW: ober]
Matthießen, Wilhelm: Die Nacht im Bücherschrank. Ein Märchen. München, Hans von Weber, 1918.
Vgl. Bloch, Bibliographie der Utopie und Phantastik, 2068 (Ausg. 1920 mit anderen Erzählungen unter dem Titel "Regiwissa"). - 1 von 100 num. Exemplaren. - Erste Ausgabe dieses Büchermärchens. - Der Erstdruck erschien in Heft 3 des 9. Jahrganges des "Zwiebelfisch". - Etw. angestaubt, linke obere Ecke mit Knickspur.
4 Bll. 8vo. Marmorpapier-Umschlagen mit Titelschild.




