Im Winter Ein Jahr
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Robinson, Tom: Glad to be Gay. Cabaret '79 (LP 33 U/min) Line Records LLP 5220 AP, 1979.
Tom Robinson (* 1. Juni 1950 in Cambridge) ist ein englischer Musiker (Bass und Gesang) und Songwriter. In Cambridge geboren, erlernte Tom Robinson schon während seiner Schulzeit das Spielen von Klarinette, Oboe und vor allem Bass. Außerdem hatte er noch drei Geschwister: Matthew, George und Sophie. Mit 16 wurde er in ein Heim für schwer erziehbare Jugendliche eingewiesen, das er erst als 23-Jähriger wieder verlassen durfte. In diesem Heim lernte er den späteren Gitarristen seiner Tom Robinson Band Danny Kustow kennen. 1975 gehörte Robinson zu dem Folk-Trio "Cafe Society", das im selben Jahr noch seine erste und einzige LP veröffentlichte. Danach beschäftigte er sich mit verschiedenen Musik- und Theaterprojekten ehe er im Januar 1977 mit Danny Kustow (g), Mark Ambler (key) und Brian Taylor (dr) die Tom Robinson Band gründete. Bereits die erste Single 2-4-6-8 Motorway wurde in England ein Riesenhit. Das im Mai 1978 veröffentlichte Debütalbum Power In The Darkness wurde ebenfalls ein voller Erfolg. Die Tom Robinson Band spielte engagierte kraftvolle Rocksongs gegen staatliche Repressionen (Up Against The Wall, We Ain't Gonna Take It), Rassismus (The Winter Of '79) und eine verlogene Sexualmoral (Glad To Be Gay). Tom Robinson bekannte sich von Anfang an offen zu seiner Homosexualität und zu seiner linkspolitischen Einstellung. Wegen des gitarrenbetonten Sounds sowie der Aggressivität und brillanten Einfachheit ihrer Songs wurden Tom Robinson und seine Band zu der damals gerade aufkommenden Punkbewegung gerechnet. Als das zweite Album TRB Two im Frühjahr 1979 den Erfolg des Vorgängers nicht wiederholen konnte, löste Robinson die Band auf.
Gutes Ex.; (= Archive Series - Vol. 1)
Ostendorf, Berndt/Haselstein, Ulla: Cultural Interactions Fifty Years of American Studies in Germany, UNIVERSITÄTSVERLAG WINTER, ISBN: 3825350797
The present volume celebrates the 50th anniversary of the German Association of American Studies. It is testimony to 50 years of academic scholarship in Germany. The retrospective occurs at a crucial moment in transatlantic relations marked by the end of the Cold War and a noticeable realignment of American cultural politics in a globalizing, transnational world. The first section is devoted to memories of the beginnings of American Studies after the war; returnees and local renegades from English, History or Politics began mapping out the field between these competing disciplines, as Ursula Brumm and Reinhard Doerries record in vivid detail. The second section addresses moral and political perspectives of globalization; marshalling Immanuel Kant and Hannah Arendt, Seyla Benhabib places transatlantic negotiations between the twin poles of hospitality and sovereignty: Erna Brodber argues for a Caribbean cultural space with Marcus Garvey's impact on the US; Michael Kammen records the contacts and collusions between history and neighboring disciplines contributing to American Studies. Workshops were devoted to the postwar efforts to transcend the limits of Old World traditions and to establish a German perspective in American Studies. The interdisciplinary approach was reflected by topics such as the impact of the Frankfurt school on the formation of German American Studies; American hegemony in a globalized world; American policies of immigration;the impact of American popular culture; new aesthetic forms in the US. A fair cross-section of research interests and practices of American Studies in Germany is represented by workshop contributors Ilka Saal, Ulf Schulenburg, Nicole Waller, Jochen Achilles, Herbert Grabes, Michaela Giesenkirchen, Sieglinde Lemke, Knud Krakau, Andreas Paulus, Ina Bergmann, Gabriele Linke, Rainer Schnoor, and Michael Dreyer.Haselstein, Ulla; Ostendorf, Berndt (Hrsg.): Cultural Interactions.Fifty Years of American Studies in Germany. Heidelberg:Universitätsverlag C. Winter 2005. ISBN 3-8253-5079-7; 274 S.; EUR 58,00.Rezensiert für H-Soz-u-Kult von:Peter Schaefer, JenaE-Mail: g5pesc@uni-jena.de Anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens beschäftigte sich die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA) im Juni 2003 mit der Vergangenheit und Gegenwart der Amerikawissenschaft in Deutschland. Die in Marburg 1953 gegründete Gesellschaft, der heute rund 750 Mitglieder und 22 Institute angehören, bietet auf ihren Konferenzen- und gemeinsam mit ihrer Zeitschrift Amerikastudien - American Studies - ein Spiegelbild der Entwicklung, Leistungen und Probleme der Amerikawissenschaft. Die Jahrestagung von 2003, deren Beiträge in einer Auswahl in der vorliegenden Veröffentlichung zusammengestellt wurden, warf einen Blick auf den Ertrag der letzten fünfzig Jahre deutscher Amerikawissenschaft.Die Herausgeber Ulla Haselstein (Berlin) und Berndt Ostendorf (München) heben im Vorwort die Rolle heimgekehrter Emigranten beim Aufbau der American Studies in der Bundesrepublik hervor und verweisen namentlich auf die Politikwissenschaftler Ernst Fraenkel und Arnold Bergstraesser, den Historiker Dietrich Gerhard und den Philosophen Theodor Adorno. Im Übrigen rekapitulieren sie einige der im Band gedruckten 18 Beiträge der Konferenz, von denen vier der Geschichte der Amerikawissenschaft in Deutschland seit 1945 gewidmet sind. Die restlichen Beiträge lassen sich Themen wie ethnicity, hegemony, immigration und popular culture zuordnen. Wie häufig bei Konferenzveröffentlichungen vermisst der Leser ungeachtet der niveauvollen Einzelbeiträge eine verbindende Fragestellung, ein thematisches Leitmotiv oder einen durchgehenden Diskurs. Zum Thema 50 Jahre Amerikastudien nehmen Ursula Brumm und Reinhard Doerries das Wort. Ursula Brumm (Berlin) kam von der Mediavistik zu den American Studies. Sie erinnert an die Anfänge der DGfA. Die Beschäftigung mit der amerikanischen Literatur, Kultur, Geschichte und dem politischen Denken stellt für sie eine signifikante Entwicklung der Geistesgeschichte im Nachkriegseuropa dar. Allerdings klammert sie bei dieser Feststellung die Rahmenbedingungen und Zwänge des Kalten Krieges aus.Reinhard Doerries (Erlangen-Nürnberg) schließt mit seinen Persönlichen Bemerkungen eines Historikers an die Ausführungen Brummes an. Er hebt hervor, die DGfA habe ohne Zweifel seit 1945 mehr als irgendeine andere Organisation im Nach-Nazideutschland (post-Nazi Germany) geleistet, um Generationen von Universitätsstudenten ein Verständnis der kulturellen und politischen Gesellschaft der Vereinigten Staaten zu vermitteln (S.7). D. geht auf die Vorzüge der interdisziplinären Prägung der Amerikastudien seit Gründung der Gesellschaft ein, verschweigt aber nicht die Spannungen, Probleme und Rivalitäten, die im Zusammenwirken der verschiedenen Disziplinen (Literatur, Geschichte, Landeskunde,Politikwissenschaft) auftraten. Der Austritt des Kölner Historikers Erich Angermann, dem die deutschen USA-Historiker viel zu verdankenhaben, im Jahr 1980 aus der DGfA war ein Ausdruck dieser Spannungen. Gegen Ende des Bandes kommen nochmals zwei Stimmen zur Geschichte der deutschen Nordamerikaforschung im 20. Jahrhundert zu Wort. Rainer Schnoor (Potsdam) bilanziert in seinem Beitrag Linke Abweichungen:Szenen aus 40 Jahren Amerikanistik in Ostdeutschland/DDR die Bedingungen, Leistungen und Grenzen der Amerikanistik in der DDR. Er bestätigt die thematische Enge, den ideologisch geprägten Blickwinkel und die Wirkung der Selbstzensur. Andererseits sei trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen über Jahre hinweg Interessantes entstanden. Der Rezensent kann dies bestätigen, er erinnert sich heute noch an den Gewinn, mit dem er seinerzeit die Veröffentlichungen von Brüning, Schönfelder oder Wirzberger gelesen hat.Wie in seiner früheren ausführlicheren Studie zur Amerikanistik in der DDR zieht Schnoor die vereinzelten Früchte USA-geschichtlicher Forschung aus der Feder von K. Drechsler, G. Hass, R. Horn, J.Kuczynski, K. Obermann, P. Schäfer, die ebenfalls zum Amerikabild in der DDR beitrugen, in seine Betrachtung nicht ein.Michael Dreyer (Jena, z. Zt. Evanston, Ill.) widmet sich der maßgeblichen Rolle der USA bei der Etablierung der deutschen Politikwissenschaft im Nachkriegsdeutschland. Einige seiner Thesen, die er mit knappen Ausführungen erläutert bzw. untersetzt, lauten: Ohne die USA gäbe es keine Politikwissenschaft als akademische Disziplin, weder in Deutschland noch anderswo (S. 241). Es sei kaum möglich, die Bedeutung der amerikanischen Demokratie für die Entwicklung des Faches Politikwissenschaft zu überschätzen. Besonders in der Phase seiner Etablierung in der Bundesrepublik war der organisatorische Einfluss der USA auf vielen Ebenen spürbar. Dreyer hebt die Bedeutung der Remigranten wie Carl J. Friedrich, Ferdinand Hermens, Franz L. Neumann, Karl Loewenstein und Arnold Bergstraesser bei der Begründung der Politologie im Nachkriegsdeutschland hervor. Damit war dieses Fach damals - anders als die traditionellen Sozialwissenschaften - personell überwiegend von Remigranten und Hitlergegnern dominiert. Dies trug dazu bei, dass die Politikwissenschaft unter den personell stärker mit der Nazivergangenheit verbundenen Nachbardisziplinen anfangs eher ein Fremdkörper blieb. Innerhalb des Faches habe am wenigsten die mit der Philosophie verbundene Ideengeschichte aus der amerikanischen Tradition übernommen, am meisten die Vergleichende Politikwissenschaft und die Theorie der Internationalen Beziehungen. Als Forschungsgegenstand dominiert die Untersuchung der politischen Prozesse im eigenen Land.Arbeiten, die sich den politischen und ideengeschichtlichen Strukturen in den Vereinigten Staaten widmen, sind zahlenmäßig überschaubar. Nur in der Teildisziplin Internationale Beziehungen rücken die USA infolge ihrer überragenden Stellung in der Welt stets in den Blickpunkt der Untersuchungen. Unter den herausragenden Einzelleistungen deutscher Politikwissenschaftler d...
NEUBUCH! 2005. XIII, 274 p. 21,5 cm; American Studies Vol. 118
[KW: USA; Kultur, Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA),Amerikanistik]
Auden, W.H.: About The House. London, Faber & Faber, 1966.
Very Good. Sehr guter Zustand. Aus der Bibliothek der Gräfin Ledebur. - Wystan Hugh Auden (* 21. Februar 1907 in York; 29. September 1973 in Wien) war ein englischer und seit 1946 ein amerikanischer Schriftsteller. Leben: W. H. Auden war der Sohn eines Arztes. Am bekanntesten wurde Auden als Lyriker - einige Gedichte schrieb er schon mit dreizehn Jahren. Daneben verfasste er aber auch eine Vielzahl an Kritiken und Essays sowie, zusammen mit seinem Freund Christopher Isherwood, den er mit achtzehn Jahren kennenlernte, einige Dramen (zwei von Benjamin Britten vertont). Für sein Hauptwerk, den Versdialog Zeitalter der Angst (1947), erhielt er 1948 den Pulitzer-Preis. Für Benjamin Britten, der wie Auden die Gresham's School in Norfolk besucht hatte - auch wenn die beiden sich erst später in London kennenlernen sollten -, verfasste er auch den Text für Our Hunting Fathers. Zusammen mit seinem zweiten Lebensgefährten Chester Kallman (* 7. Januar 1921; 18. Januar 1975) schrieb er Libretti für Igor Strawinsky (The Rake's Progress, deutsch Der Wüstling), für Hans Werner Henze (Die Bassariden und Elegie für junge Liebende) und für Nicholas Nabokov (Love's Labours Lost). Leonard Bernstein benutzte seine Dichtung The Age of Anxiety als geistige Grundlage für seine namensgleiche Sinfonie, ohne den Text direkt einzusetzen. Die Rockmusik kennt hauptsächlich die zwei Interpretationen des Roman Wall Blues, für die der schottische Rockmusiker Alex Harvey verantwortlich zeichnete. Direkt oder indirekt beeinflusste er bedeutende Komponisten seiner Zeit. Sein Werk zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen sprachlichen Umfang aus. Es reicht von streng traditionellen Formen wie der Villanelle bis zu gänzlich unstrukturierten Versen. Der Schriftsteller beschäftigte sich mit den politischen Umbrüchen seiner Zeit und verlieh diesen u.a. auch in den Gedichten Spanien (über den Spanischen Bürgerkrieg) und 1. September 1939 (Beginn des Zweiten Weltkriegs) Ausdruck. Andere bedeutende Werke sind seine Weihnachtsoratorien (For the Time Being, Musee des Beaux-Arts) und Dichtungen zum Tod von William Butler Yeats und Sigmund Freud. Seine Dichtungen werden auch oft in Filmen zitiert, beispielsweise das Trauergedicht Funeral Blues in Vier Hochzeiten und ein Todesfall (1993) oder ein Sonett an zentraler Stelle in Gruppo di famiglia in un interno (1974) von Luchino Visconti, oder Letters from Iceland in An ihrer Seite (2006). 1929 lebte er nach seinem Studium für neun Monate mit Christopher Isherwood im damals freizügigen Berlin. Er bereiste in dieser Zeit Kassel und Marburg (Lahn). Er reiste nach Island, worüber er ein Reisebuch publizierte (mit Louis MacNeice), kämpfte auf Regierungsseite (Republik) im spanischen Bürgerkrieg und veröffentlichte über den Chinesisch-Japanischen Krieg (zusammen mit Isherwood). 1935 heiratete Auden die deutsche Schriftstellerin Erika Mann, die Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, um der aus dem nationalsozialistischen Deutschland ausgebürgerten Schriftstellerin zu einem englischen Reisepass zu verhelfen. Im Jahr 1939 verlegte er seinen Wohnsitz nach New York in die USA, wo er als Dozent arbeitete, und nahm 1946 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Von 1948 bis 1972 verbrachte er die Winter in den USA, die Sommer in Europa. Erst in seinem letzten Lebensjahr kehrte er in sein Mutterland zurück und ließ sich in Oxford nieder. Nachdem er sich zunächst, beeinflusst durch Karl Marx und Sigmund Freud, als Mittelpunkt der in seinen frühen Oxforder Jahren gegründeten Pylon Poets (Mitglieder u.a. Cecil Day-Lewis (1904-1972) und Stephen Spender (1909-1995)) mit den Folgen der Industrialisierung für den Menschen beschäftigt hatte, wandte er sich später dem Christentum zu. Diese Wende spiegelt sich in Audens bekanntester Dichtung, dem Versepos Age of Anxiety (1947; dt. Zeitalter der Angst). Viele seiner Gedichte verwarf er oder dichtete sie um. In den Jahren 1956 bis 1960 war Auden Professor of Poetry in Oxford. Von 1957 bis 1973 lebte Auden in den Sommermonaten meistens in Kirchstetten (Niederösterreich), wo er auch begraben wurde. In seinem Haus wurde 1995 eine Wystan-Hugh-Auden-Gedenkstätte eingerichtet. Auden verfasste über 400 Gedichte und 400 Essays, ferner Theaterstücke und Opernlibretti. Aus wikipedia-W._H._Auden Aus der Bibliothek der Gräfin Ledebur.
2. Auflage. First Edition 2nd Impression. 94 Seiten. 22 cm. This is a Very Good Copy of this Book in Publisher's blue cloth with gilt title lettering to spine, in a Very Good Dust-Jacket. Blaues Leinen mit goldgeprägten Rückentiteln und Kopffarbschnitt.
[KW: Poetry, Literaturtheorie, Amerikanischer Literatur der 50-er Jahre, Lyrik, Poesie, Germanistik, Lyriktheorie, Gedichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Amerikanischer Literatur der fünfziger Jahre, Anglistik, Amerikanische Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte, Gesellschaft, Amerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts, Politik, Amerikanistik, Zeitgeschichte,]
Maugham, W. Somerset: Creatures of Circumstance. Deutscher Titel: Schein und Wirklichkeit. Erzählungen. London, William Heinemann, 1950..
Guter Zustand. Aus dem Besitz der Gräfin Ledebur mit geprägtem Monogramm (Krone) auf dem Vorsatz. - William Somerset Maugham ['s?m?s?t m??m] (* 25. Januar 1874 in Paris; 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza), auch bekannt als W. Somerset Maugham, war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller, Arzt und Geheimagent. Leben: Maugham war der Sohn eines englischen Anwalts, der in Paris für britische Klienten tätig war. Seine Eltern starben, als er noch Kind war, und so verbrachte er seine Jugend unter der Aufsicht eines frömmlerischen Onkels und in Internaten. Er litt unter Stottern. An der Universität Heidelberg studierte er Deutsch, Literatur und Philosophie, später in London Medizin. Trotz seines Dranges zur Literatur legte Maugham im Jahre 1898 - vor allem unter dem Druck seines Onkels - das medizinische Examen zum Arzt ab. Eine Erkrankung an Lungentuberkulose kurierte er im milden Klima Südfrankreichs. Nach seiner Erholung zog er nach Paris. 1907 gelang William Somerset Maugham mit dem Theaterstück Lady Frederick der erste große öffentliche Erfolg. Während des Ersten Weltkrieges diente Maugham beim englischen Geheimdienst MI6, für den er zunächst in Italien, der Schweiz und in den USA tätig war. Von dort wurde er 1917 nach Russland beordert, wo die Briten die provisorische Regierung von Alexander Kerenski an der Macht zu halten versuchten, damit Russland im Krieg gegen die Mittelmächte bleiben würde. In dieser Zeit war Maugham zugleich Informant des amerikanischen Geheimdienstes. Obwohl Somerset Maugham während seines gesamten Aufenthalts unter Spionageverdacht stand, ließ man ihn - offenbar mit Rücksicht auf seinen internationalen Bekanntheitsgrad - gewähren. Auf diese Art lernte Somerset Maugham bis zur Oktoberrevolution führende russische Politiker kennen und verfasste eine große Zahl wertvoller Berichte. Im Winter 1917 kehrte er nach Großbritannien zurück. Seine Erfahrungen inspirierten ihn zu Ashenden: Or, the British Agent (1928), und er beeinflusste damit mehrere spätere Schriftsteller wie Graham Greene, Eric Ambler, Ian Fleming und John le Carre. Fleming bewunderte Maugham sehr, denn er betrachtete ihn und sich selbst als "die einzigen heutigen Schriftsteller, die über solche Dinge schreiben, die die Leute wirklich genießen: Kartenspiel, Geld, Gold, und so weiter". Wie Greene reiste Maugham gerne, und diese Leidenschaft zeigte sich auch in vielen seiner Romane. Seine Reisen in die Südsee und nach Fernost fanden Niederschlag in Kurzgeschichten, die Maugham gesammelt ab 1921 veröffentlichte. In Ihnen finden sich packende und authentische Porträts des "Englishman Abroad", Kolonialfiguren, wie sie bereits Conrads Werke bevölkerten, und die Maugham mit skeptisch-distanziertem Blick meisterhaft zu schildern verstand. 1917 heiratete er in New Jersey seine Geliebte, Maud Gwendolen Syrie Barnardo, die geschiedene Frau des Pharma-Unternehmers Henry Wellcome. William und Syrie Maugham hatten eine Tochter, Elizabeth (1915-1998). Die Ehe wurde 1928 wieder geschieden, nach heftigen Wirrnissen, die durch Maughams homosexuelle Neigungen weiter kompliziert wurden. In den folgenden dreißig Jahren stritten sie sich wegen Geld und der Erziehung ihrer Tochter. Später in seinem Leben gestand Maugham ein: "Ich war ein Viertel 'normal' und drei Viertel schwul. Aber ich versuchte mich selbst zu überzeugen, dass es umgekehrt war. Das war mein größter Fehler". Maughams wirklicher Partner war sein Sekretär, der Amerikaner Gerald Haxton, dessen Persönlichkeit zu der schüchternen Maughams entgegengesetzt war. Haxton hatte einen schlechten Ruf; er soll ein Lügner, Schwindler, Trunkenbold und sogar Zuhälter gewesen sein. Nach der Scheidung zog es Maugham an die Cote d'Azur. Er kaufte eine große Villa, die Villa Mauresque, die früher dem belgischen König Leopold II. gehört hatte. Mit Maughams hervorragender Kunstsammlung ausgestattet, wurde dieses Haus sehr berühmt. Er plante seine Karriere sorgfältig und nüchtern. 1933 gab er es auf, Theaterstücke zu schreiben, denn er glaubte, mit 50 Jahren wäre er schon zu alt, mit den stetig wechselnden Trends der Theaterwelt Schritt zu halten. 1947 stiftete er den Somerset Maugham Award, einen Literaturpreis, den bis heute der beste Autor unter 35 für ein belletristisches Werk erhält, das er im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Seinen letzten Roman ("Catalina") verfasste er 1948; elf Jahre später hörte er mit dem Schreiben vollkommen auf. Seine Bücher waren extrem erfolgreich; man schätzt, dass Maugham schon vor seinem Tod mehr als 10 Millionen Exemplare verkauft hatte. Trotzdem gelang ihm nicht, wonach er strebte: als ein brillanter Autor zu gelten. Für ihn stand Joseph Conrad an der Spitze, und dieses Niveau hat Maugham, zumindest nach eigenem Bekunden, nicht erreichen können. Er sah sich als "in the very first row of second class writers" (dt.: "in der vordersten Reihe zweitklassiger Schriftsteller"), eine Selbsteinschätzung, die vielleicht auch seiner skeptischen Grundhaltung zuzuschreiben ist. Die meisten Kritiker meinen, Maugham habe im Grunde genommen "zu viel" gesagt; nichts sei übriggeblieben, was der Leser selbst folgern müsse. Manche behaupten auch, Maughams Werke seien zu zynisch und distanziert. Darüber hinaus hält man seinen übertriebenen Realismus für einen Stilmangel. Unbestritten ist, dass Maugham neben seiner Fähigkeit zur Beobachtung eine auch unter Schriftstellern nicht allzu häufig verbreitete Gabe besaß: Er hatte einen untrüglichen Instinkt für Geschichten und dafür, wie man sie zu erzählen hat. Hiervon legen besonders seine zahlreichen Kurzgeschichten beredtes Zeugnis ab. Somerset Maugham starb am 16. Dezember 1965 an Tuberkulose in seinem Haus in St.-Jean-Cap-Ferrat. Sein zweiter männlicher Partner, Alan Searle, überlebte ihn und stritt mit Maughams Tochter um das Erbe. Maugham wurde nach seinem Tod eingeäschert und seine Asche wurde bei King's School, Canterbury, beigesetzt. William Somerset Maugham errang mit seinem Erstlingswerk Liza of Lambeth, veröffentlicht 1897, frühen literarischen Erfolg - und löste einen Skandal aus. In dem Roman verarbeitete Maugham Erfahrungen, die er als angehender Arzt in den Armenvierteln Londons gemacht hatte. Das Bürgertum sah es als unpassend an, die Welt der Arbeiter derart naturalistisch darzustellen. Auf das Buch folgten Jahre der Selbstbestimmung als Autor. Seine "Stimme" entdeckte Maugham zuerst mit Theaterstücken, wie The Circle, Our Betters und The Constant Wife. Im frühen 20. Jahrhundert wurden gleichzeitig vier Theaterstücke von ihm in London aufgeführt. Seine Produktivität war erstaunlich: in der Regel brauchte er nur eine Woche, jeden Aufzug zu schreiben, und eine Woche, das Ganze zu revidieren. Als Maughams bedeutendste Arbeit wird meist der Roman Der Menschen Hörigkeit (original: Of Human Bondage) angesehen, eine autobiographische Geschichte, deren Held, Philip Carey, wie Maugham als Waise bei seinem frömmlerischen Onkel aufwächst und durch einen Klumpfuß (Maugham selbst stotterte) gehandicapt ist. Aus wikipedia-W._Somerset_Maugham.
4. Auflage. 310 Seiten. 18,7 cm. Rotes Leinen. Red Cloth Good/No Jacket Edition.
[KW: Literature, Englische Literatur des 20. Jahrhunderts, Anglistik, Englische Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte, Gesellschaft, Politik, Originalsprache, Book is written in english, Literaturtheorie, Englische Literatur, Englische Sprach- und Literaturwissenschaft, Britain, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Short Story]




