Gleizes Thalysia
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Gleizes, J(ean) A(ntoine). Thalysia oder Das Heil der Menschheit. Aus dem Französischen übersetzt und bearbeitet von Robert Springer. (3 Teile in 1 Band). Berlin, Otto Janke, 1872.
Erste u. einzige deutsche Ausgabe. - Sehr selten. - Zur franz. Orig.-Ausg. (3 Bde., Paris 1840-42) vgl. Ackermann V,1201 u. Caillet 4595. - Vorliegendes Lebenswerk von Gleizes (1773-1853) stellt eine umfassende natur- u. religionsphilosophische Begründung des Vegetarismus dar. Vieles "Über der Menschheit", wie z.B. Krankheiten, Kriege u. überhaupt jegliches Blutvergießen bei Mensch u. Tier, werden als ein "Mißachten der Pflanzendiät" gesehen. - Zum Titel: "Thalysia bedeutet ein Opfer, das die Ackerleute nach der Ernte aus Dankbarkeit gegen die Götter darbrachten, deren segnenden Kraft sie das Wachstum der Früchte der Erde verdankten." (S.163). - "Die 'Bibel der Vegetarianer'. Struve nennt das Werk 'ein Evangelium der Menschheit'. Geschichte der Pflanzendiät; physische und sittliche Beweisgründe dafür. Letztere sind großartig und mit Begeisterung dargestellt; das System als Verjüngungsquelle und als ein Acker des Heils für die menschliche Gesellschaft geschildert. Der Übersetzter hat eine Lebensskizze des Autors vorangeschickt; der ziemlich formlosen Anordnung des Originals ist durch zweckmässige Eintheilung und Zusammenziehung des Materials abgeholfen; den Anmerkungen sind neue hinzugefügt. Die moralischen Gründe, welche den 3. Teil des Originals ausmachen, bilden den ersten Theil der Bearbeitung" (Rob. Springer, Wegweiser in der vegetarianischen Literatur, S.24/25). - "Die praktische Anordnung des im franz. Original nicht so übersichtlichen Stoffs ist besonderes Verdienst der deutschen Bearbeitung, ..." (Bruno Meyer S.56). - Seiten innen papierbed. gebräunt (besonders an den Rändern); insgesamt gutes u. ordentliches Exemplar.
Gr.8°. 590 S., 1 Bl. mit Porträt-Abbild. des Autors als Frontispiz. Marmor. Halbleinwandband d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel; Ecken u. Kanten berieben u. bestossen.
[SW: Ernährungslehre/Diätetik/Vegetarismus; Naturheilverfahren alt (Seltene u. Wertvolle), Pflanzen-/Rohkost; Vegetarismus; Wertvolle Bücher]
Springer, Robert. Enkarpa. Culturgeschichte der Menschheit im Lichte der pythagoräischen Lehre. Hannover, Schmorl & von Seefeld, 1884.
Erste u. einzige Ausgabe. - Sehr selten. - "Der Name Enkarpa ist anolog dem Worte 'Thalysia'gebildet, womit der Franzose Gleizes sein Werk über die vegetabilische Diät benannte. Thalysia bedeutet die Fruchtopfer, welche die griechischen Landleute nach der Ernte den Göttern aus Dankbarkeit darbrachten. Mit dem Worte 'Enkarpa' (eine Guirlande von Früchten) bezeichneten wir sinnbildlich jene Reformlehre von der Früchte-Diät, jene Cultur-Idee des Pytagoras und Plato ..." (Aus dem Vorwort). - "Setzt den Vegetarismus als einzig wahre Bedingung echter Menschenbildung voraus und weist solchen bei den ersten Geistern aller Zeiten in biographischer Form nach. Die Lebensbilder sind von ausgiebigen Schriftwerkcitaten begleitet. Das Buch ist ein klingender Weckruf durch die Nacht unserer Scheinbildung; Schatz an erhabenen Schönheiten, 'Hand- und Hausbuch im edelsten Wortsinn', schließlich Ehrendenkmal seines trefflichen Verfassers" (Meyer S. 114). - Titel- u. letztes Bl. mit Fehlstellen (kein Textverlust, sauber hinterlegt), 2 Bl. mit kl. Einriß; ansonsten gut erhaltenes Exemplar.
Gr.8°. VI, 544 S. Spät. Pappband mit rotem/goldgepr. Rückenschild.
[SW: Ernährungslehre/Diätetik/Vegetarismus; Naturheilverfahren alt (Seltene u. Wertvolle), Ernährungslehre/Diätetik; Vegetarismus; Wertvolle Bücher]
Springer, Robert: Enkarpa. Culturgeschichte der Menschheit im Lichte der pythagoräischen Lehre. Erstausg. Hannover, Schmorl & von Seefeld; eingestempelt: Verlag des Deutschen Vegetarier-Bundes, 1884.
"Die Idee, welche in dem vorliegenden Werke als ein Leitfaden durch die Culturgeschichte der Menschheit bezeichnet wird, ist bereits von den weisesten und edelsten Menschen, von den großen Reformatoren des Alterthums, von Osiris bis zu den Stiftern der orphischen Sekte, von den drei großen Sittenlehrern der Perser, Inder und Chinesen, und von den ältesten philosophischen Schulen gelehrt und als Grundlage für die Wiedergeburt und Veredelung des Menschengeschlecht betrachtet worden." - "Der Name Enkarpa ist analog dem Worte 'Thalysia' gebildet, womit der Franzose Gleizes sein Werk über die vegetabilische Diät benannte. Thalysia bedeutet die Fruchtopfer, welche die griechischen Landleute nach der Ernte den Göttern aus Dankbarkeit darbrachten. Mit dem Worte 'Enkarpa' (eine Guirlande von Früchten) bezeichneten wir sinnbildlich jene Reformlehre von der Früchte-Diät, jene Cultur-Idee des Pytagoras und Plato." (Vorwort) - U.a. über: Die alten Israeliten; Brahma u. Buddha; Die Verbreitung des Buddhismus in Hoch-Asien, China u. Japan; Die Wiedergeburtslehre in Griechenland, durch die Metaphysiker vor Sokrates; Synkretismus. Philo Judaeus, der hellenische Jude; Die Essener u. Therapeuten; Mittelalterliche Philosophie; Die Gnostiker; Erneuerung des Pythagorismus durch den Vegetarismus. - Kapitale etwas bestossen, sonst ein gutes Expl.
VI, 544 S., 8°, Priv. Leinen d. Zt. mit Rückenschild




