Enzensberger Über Literatur

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Es wurden insgesamt 283 Einträge zu 'Enzensberger Über Literatur' gefunden (Stand: 12.01.2010).

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Edition Suhrkamp: Konvolut von 67 Bänden edition suhrkamp. Frankfurt/M. Suhrkamp 1963 - 1988

vorhanden: 5 - Eich, Die Brandung vor Setubal, 1963. 6 - Penzoldt, Zugänge, 20. Tausend 1963. 10 - Adorno, Eingriffe, 17. Tausend von 1963. 16 - Walser, Eiche und Angora, 1963. 21 - Brecht, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 1963. 18 - Sachs, Ausgewählte Gedichte, 1963. 23 - Hildesheimer, Vergebliche Aufzeichnungen, 20. Tausend 1963. 26 - Duras, Hiroshima mon amour, 1963. 29 - Queneau, Zazie in der Metro, 5. Auflage, 1969. 30 - Walser, Ein Flugzeug über dem Haus, 1963. 32 - Frisch, Graf Öderland, 1963. 35 - Kasack, Das unbekannte Ziel, 1963. 41 - Frisch, Biedermann und die Brandstifter, 9. Auflage, 1970. 42 - Heller, Studien zur modernen Literatur, 1963. 46 - Gründgens, Wirklichkeit des Theaters, 1963. 52 - Hesse, Geheimnisse, 1964. 55 - Walser, Überlebensgroß Herr Krott, 1964. 63 - Enzensberger, Einzelheiten I, 1964. 64 - Kipphardt, In der Sache J. Robert Oppenheimer, 5. Auflage, 1968. 68 - Weiss, Die Verfolgung und Ermordung.. 22. Tausend, 1964. 72 - Kracauer, Straßen in Berlin, 1964. 78 - Krolow, Schattengefecht, 1964. 81 - Walser, Lügengeschichten, 1964. 85 - Weiss, Abschied von den Eltern, 1964. 86 - Brecht, Ausgewählte Gedichte. 32. Tausend, 1966. 101 - Marcuse, Kultur und Gesellschaft 1, 6. Auflage, 1968. 107 - Lange, Marski, 1965. 109 - Walser, Erfahrungen und Leseerfahrungen, 1965. 129 - Eschenburg, Über Autorität, 2. Auflage, 1969. 146 - Krolow, Landschaften für mich, 1966. 147 - Merleau - Ponty, Humanismus und Terror I, 1966. 156 - Nossack, Die schwache Position der Literatur, 1966. 161 - Frisch, Zürich - Transit, 1966. 185 - Pinget, Monsieur Mortin. 1965. 177 - Handke, Publikumsbeschimpfung, 11. Tausend, 1966. 203 - Enzensberger, Deutschland, Deutschland, 1967. 205 - Walser, Der Abstecher, 1967. 264 - Kritik der Strafrechtsreform, 1968. 269 - Walser, Heimatkunde, 1968. 291 - Bloch, Über Karl Marx, 2. Auflage, 1968. 299 Sarraute, Das Schweigen, 1969. 322 - Handke, Kaspar, 5. Auflage, 1969. 326 - Reden zum IV Kongreß des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes, 1968. 346 - Studie zur chronischen Schizophrenie, 1969. 358 - Kritik der Mitbestimmung, 3. Auflage 1972. 391 - Benjamin, Über Kinder, 2. Auflage, 1969. 402 Über günter Eich, 1970. 445 - Nossack, Pseudoautobiographische Glossen, 1971. 486 - Reinshagen, Doppelkopf, 1971. 509 - Handke, Ritt über den Bodensee, 1971. 528 - Herrschaft in der indusriellen Arbeitsorganisation, 1972. 556 - Strategien der Bildungsproduktion, 1972. 629 - Struck, Klassenliebe, 1. Auflage, 1973. 637 - Frauenarbeit - Frauenbefreiung, 1973. 653 - Materialien zu Max Frisch Andorra, 1978. 672 - Reform des Literaturunterrichts, 1974. 686 - Über Adolf Muschg, 1979. 689 Walser, Die Gallistl'sche Krankheit, 1974. 758 - Brechtjahrbuch 1974, 1975. 873 - Produktion, Arbeit, Sozialisation., 2. Auflage 1980. 1005 - Kirchhoff, Body - Building, 1980. 1022 - Rubinstein, Nichts zu verlieren, 1980. 1064 - Paz, Der menschenfreundliche Menschenfresser, 1981. 1140 - Cortazar, Letzte Runde, 1969. 1305 - Kippendorff, Staat und Krieg, 1985. 1312 - Menzel, Ausweg aus der Abhängigkeit, 1988. Bis auf einige Abschabungen oder Namen auf dem Vorsatz sind alle Bände in einem sehr guten Zustand. - Ein sehr interessantes Konvolut mit den schönen farbenfrohen Fleckhaus Einbänden.

[SW: Suhrkamp Verlag]

Details

Enzensberger, Hans Magnus: Deutschland, Deutschland unter anderm. Äußerungen zur Politik.. - Mit Nachweisen. - (=edition suhrkamp, es 203). 1. - 20. Tausend. Erstausgabe.WG 2, 16. Frankfurt a.M., Suhrkamp Verlag, 1967.
Guter Zustand. - Klappentext: "Die Aufsätze, im Laufe der letzten Jahre entstanden, sind aktuell im strengen Verstande des Worts: sie bezeichnen die Schwierigkeiten und die Aussichten politischen Handelns in einem Lande, in dem Politik fast ausschließlich als das Geschäft der Regierenden und als das Schicksal der Regierten aufgefaßt wurde. Diesem Zustand gilt Enzensbergers Kritik; seine Argumentation bricht ihn auf und zeigt, was ihm zugrunde liegt." - Hans Magnus Enzensberger (* 11. November 1929 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur. Er publizierte einzelne Bücher unter den Pseudonymen Andreas Thalmayr, Linda Quilt, Elisabeth Ambras sowie Serenus M. Brezengang. Enzensberger lebt in München-Schwabing. Leben: Hans Magnus Enzensberger ist in einer bürgerlichen Familie in Nürnberg aufgewachsen. Der Vater war Oberpostdirektor in Nürnberg, zuvor arbeitete er als Ingenieur für Fernmeldetechnik (er war der erste Radiosprecher Bayerns). Enzensberger hat bzw. hatte drei jüngere Brüder, Christian Enzensberger war Anglist, Ulrich Enzensberger war ein Gründungsmitglied der legendären Berliner Wohngemeinschaft Kommune I und später als Autor tätig. Der Bruder Martin verstarb schon Mitte der 1980er Jahre an Lungenkrebs. Mutter Elionore arbeitete anfänglich als Kindergärtnerin. Wie alle Kinder war Enzensberger zur Teilnahme bei der Hitlerjugend verpflichtet, wurde aber wegen Trotz und Querulantentums wieder ausgeschlossen. Während des Luftkrieges evakuierte man seine Familie und ihn in die mittelfränkische Kleinstadt Wassertrüdingen, was eine seltene Ausnahme im Naziregime war und nur der hohen Stellung seines Vaters zu verdanken. Hier wird auch sein jüngster Bruder Ulrich geboren. Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs erlebte Hans Magnus Enzensberger als Volkssturm-Angehöriger, entzog sich aber seinem Dienst und konnte sich bis nach Hause durchschlagen. Nach dem Krieg machte er an der Oberschule in Nördlingen das Abitur, seine Familie ernährte er als Schwarzhändler, Dolmetscher und Barmann bei der Royal Air Force. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und an der Sorbonne in Paris. Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. (Sein Biograf Jörg Lau vergleicht Enzensberger mit Brentano, insbesondere die Methode von "Rückgriff und Zerstörung" der Traditionen in der Lyrik.) Bis 1957 arbeitete Enzensberger als Hörfunkredakteur in Stuttgart. Er nahm an mehreren Tagungen der Gruppe 47 teil. Ab 1957 arbeitete Enzensberger als freier Schriftsteller in Stranda (West-Norwegen), ging dann 1959 für ein Jahr nach Lanuvio bei Rom, arbeitete 1960 als Lektor beim Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main und zog sich 1961 auf Tjöme, eine Insel im Oslofjord, zurück. Von 1965 bis 1975 gab Enzensberger die Zeitschrift Kursbuch heraus. Enzensberger hatte insbesondere mit dem Kursbuch, aber auch mit seinen Werken großen Einfluss auf die Studentenbewegung. 1980 gründete er mit Gaston Salvatore das Kulturmagazin TransAtlantik, das er 1982 wieder verließ. Von 1985 bis 2007 gab er zusammen mit Franz Greno die Buchreihe Die Andere Bibliothek heraus. Mit dem Filmemacher Peter Sehr arbeitet Enzensberger an einer Verfilmung des Lebens von Georg Christoph Lichtenberg. Politische Stellungnahmen: Seine bekannteste Auseinandersetzung mit den Medien, vor allem mit dem Fernsehen, ist sein Text "Baukasten zu einer Theorie der Medien" (1970). Er bezeichnet darin die elektronischen Medien als Hauptinstrumente der "Bewusstseins-Industrie" im Sinne Adornos und Horkheimers, der er weitgehende Steuerungs- und Kontrollmacht über die spätindustrielle Gesellschaft zuschreibt. Enzensberger fordert in dem Text eine sozialistische Medientheorie, d.h. einen emanzipatorischen und emanzipativen Umgang mit den Medien. Probleme sieht er im "repressiven Mediengebrauch" (ein zentral gesteuertes Programm mit einem Sender und vielen Empfängern, der die Konsumenten passiv macht und entpolitisiert). Spezialisten produzieren den Inhalt, werden dabei jedoch durch Eigentümer oder Bürokratie kontrolliert. Ein "emanzipatorischer Mediengebrauch" dagegen würde jeden Empfänger zum Sender machen. Durch die Aufhebung der technischen Barrieren würden die Massen mobilisiert und politisch eingebunden. In seinen 1988 veröffentlichten Gesammelten Zerstreuungen bezeichnete Enzensberger das Fernsehen als "Nullmedium". Im Jahr 1987 verwendete er die Begriffe Ossie und Wessie in dem Prosaband Ach, Europa! Wahrnehmungen aus sieben Ländern. In einem fiktiven Reisebericht durch das Europa im Jahr 2006 beschreibt er in einem Kapitel ein friedlich wiedervereinigtes Deutschland, in dem sich aber Ossies und Wessies weiterhin feindlich gegenüberstehen. In seinem Buch Schreckens Männer (2006) beschäftigt er sich mit dem islamistischen Terror. Er beschreibt islamistische Selbstmordattentäter, die sich wie Sieger gebärdeten, aber tatsächlich radikale Verlierer seien. Er beschreibt die arabische Welt als eine Zivilisation, die im 12./13. Jahrhundert den Europäern weit überlegen gewesen sei, heute aber eine relativ unproduktive Zivilisation darstelle. Das produziere Minderwertigkeitskomplexe, die ihrerseits Wut erzeugten. Die Ursache für ihre Probleme würden die Selbstmordattentäter nicht bei sich, sondern in der westlichen Welt, den USA, bei den Juden oder in Verschwörungstheorien suchen. Enzensberger ist ein Kritiker der Rechtschreibreform und unterzeichnete auf der Basis der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u. a. im Jahr 2004 den Frankfurter Appell zur Rechtschreibreform, was einen Widerspruch zu früher von ihm publizierten Polemiken darstellt. Kritik: Enzensberger gelang es oft, in der kulturellen und politischen Debatte Themen zu setzen und zutreffende Vorhersagen zu machen. Einerseits wurde sein Gespür für Trends und Tendenzen anerkannt (Habermas: "Er hat die Nase im Wind.", andererseits wechselte er selbst oft seine politischen Ansichten. Am bekanntesten ist seine schrittweise Abkehr von den Idealen der 68er-Bewegung und seine umstrittene Gleichsetzung von Hitler mit Saddam Hussein. Dieser Vergleich brachte ihm unter anderem den Vorwurf des Missbrauchs der antifaschistischen Rhetorik für den Wiedereintritt der deutschen Armee in Kriegshandlungen ein. Die Änderung seiner Standpunkte wurde früher bei ihm eher negativ wahrgenommen, so etwa von Peter O. Chotjewitz: "Er war immer ängstlich bemüht, nicht der Mehrheit zu gefallen. Er ist ein Snob, ein politischer Dandy, ein Schaffner, der ruft: "Alles einsteigen!" und dann in den Gegenzug steigt, weil der so schön leer ist. Für ein selbstständiges intelligentes Denken spricht das nicht. Das macht ihn so glitschig." Im März 2009 widmete ihm das Deutsche Literaturarchiv in Marbach ein zweitägiges Symposion: "Hans Magnus Enzensberger und die Ideengeschichte der Bundesrepublik". Nach der Tagung beurteilte das deutsche Feuilleton die steten Positions- und Rollenwechsel Enzensbergers mittlerweile eher wohlwollend und verständnisvoll. Das "habituelle Hakenschlagen" (FAZ) oder sein "Zickzackkurs" (FR) wären als Ironie, frühe Postmoderne und prinzipielle Zustimmungsverweigerung zu deuten.

177 (7) Seiten. 18 cm. Gesamtausstattung: Willy Fleckhaus. Originalkartoniert mit rotem Schutzumschlag.

[SW: 20. Jahrhundert, Rechtssprechung, Soziale Identität, Sozialgeschichte, Enzensberger, Hans Magnus, Gesellschaftsporträt, Gesellschaftspsychologie, Gesellschaftsphilosophie, Linke Literatur, Politikwissenschaft, Politologie, Politik nach 1945, Recht, Essayistik, Soziale Normen und Rollen, Soziales Engagement, Linke Theorie, Gesellschaftstheorie, Justizgeschichte, Mafia, Politische Literatur, Gesellschaft, Soziale Integration, Rechtswissenschaft, Verbrechen, Politik, Soziologie, Rechtsgeschichte, Essays, Gesellschaftskritik, Sozialstruktur / Geschichte, Sozialer Wandel, Verrat, Gesellschaftwissenschaften insgesamt Bevölkerung, Sozialwesen, Justiz / Länder, Gebiete, Völker // Deutschland // Bundesrepublik Deutschland, Soziale Rolle, Verbrecher, Soziale Ungleichheit, Rechtspflege, Politische, Soziale Probleme, Politisches Engagement, Terror, Rechtswesen, Soziale Situation, Vereinigte Staaten von Amerika, Politische Identität, Gesellschaftspolitik, Politiker, Linke Politik, Poesie, Deutsche Literatur der 60 er Jahre]

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Enzensberger, Hans Magnus: Deutschland, Deutschland unter anderm. Äußerungen zur Politik.. - Mit Nachweisen. - (=edition suhrkamp, es 203). 21. - 30. Tausend. Frankfurt a.M., Suhrkamp Verlag, 1967.
Besitzername auf dem Vorsatz. Guter Zustand. - Klappentext: "Die Aufsätze, im Laufe der letzten Jahre entstanden, sind aktuell im strengen Verstande des Worts: sie bezeichnen die Schwierigkeiten und die Aussichten politischen Handelns in einem Lande, in dem Politik fast ausschließlich als das Geschäft der Regierenden und als das Schicksal der Regierten aufgefaßt wurde. Diesem Zustand gilt Enzensbergers Kritik; seine Argumentation bricht ihn auf und zeigt, was ihm zugrunde liegt." - Hans Magnus Enzensberger (* 11. November 1929 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur. Er publizierte einzelne Bücher unter den Pseudonymen Andreas Thalmayr, Linda Quilt, Elisabeth Ambras sowie Serenus M. Brezengang. Enzensberger lebt in München-Schwabing. Leben: Hans Magnus Enzensberger ist in einer bürgerlichen Familie in Nürnberg aufgewachsen. Der Vater war Oberpostdirektor in Nürnberg, zuvor arbeitete er als Ingenieur für Fernmeldetechnik (er war der erste Radiosprecher Bayerns). Enzensberger hat bzw. hatte drei jüngere Brüder, Christian Enzensberger war Anglist, Ulrich Enzensberger war ein Gründungsmitglied der legendären Berliner Wohngemeinschaft Kommune I und später als Autor tätig. Der Bruder Martin verstarb schon Mitte der 1980er Jahre an Lungenkrebs. Mutter Elionore arbeitete anfänglich als Kindergärtnerin. Wie alle Kinder war Enzensberger zur Teilnahme bei der Hitlerjugend verpflichtet, wurde aber wegen Trotz und Querulantentums wieder ausgeschlossen. Während des Luftkrieges evakuierte man seine Familie und ihn in die mittelfränkische Kleinstadt Wassertrüdingen, was eine seltene Ausnahme im Naziregime war und nur der hohen Stellung seines Vaters zu verdanken. Hier wird auch sein jüngster Bruder Ulrich geboren. Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs erlebte Hans Magnus Enzensberger als Volkssturm-Angehöriger, entzog sich aber seinem Dienst und konnte sich bis nach Hause durchschlagen. Nach dem Krieg machte er an der Oberschule in Nördlingen das Abitur, seine Familie ernährte er als Schwarzhändler, Dolmetscher und Barmann bei der Royal Air Force. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und an der Sorbonne in Paris. Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. (Sein Biograf Jörg Lau vergleicht Enzensberger mit Brentano, insbesondere die Methode von "Rückgriff und Zerstörung" der Traditionen in der Lyrik.) Bis 1957 arbeitete Enzensberger als Hörfunkredakteur in Stuttgart. Er nahm an mehreren Tagungen der Gruppe 47 teil. Ab 1957 arbeitete Enzensberger als freier Schriftsteller in Stranda (West-Norwegen), ging dann 1959 für ein Jahr nach Lanuvio bei Rom, arbeitete 1960 als Lektor beim Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main und zog sich 1961 auf Tjöme, eine Insel im Oslofjord, zurück. Von 1965 bis 1975 gab Enzensberger die Zeitschrift Kursbuch heraus. Enzensberger hatte insbesondere mit dem Kursbuch, aber auch mit seinen Werken großen Einfluss auf die Studentenbewegung. 1980 gründete er mit Gaston Salvatore das Kulturmagazin TransAtlantik, das er 1982 wieder verließ. Von 1985 bis 2007 gab er zusammen mit Franz Greno die Buchreihe Die Andere Bibliothek heraus. Mit dem Filmemacher Peter Sehr arbeitet Enzensberger an einer Verfilmung des Lebens von Georg Christoph Lichtenberg. Politische Stellungnahmen: Seine bekannteste Auseinandersetzung mit den Medien, vor allem mit dem Fernsehen, ist sein Text "Baukasten zu einer Theorie der Medien" (1970). Er bezeichnet darin die elektronischen Medien als Hauptinstrumente der "Bewusstseins-Industrie" im Sinne Adornos und Horkheimers, der er weitgehende Steuerungs- und Kontrollmacht über die spätindustrielle Gesellschaft zuschreibt. Enzensberger fordert in dem Text eine sozialistische Medientheorie, d.h. einen emanzipatorischen und emanzipativen Umgang mit den Medien. Probleme sieht er im "repressiven Mediengebrauch" (ein zentral gesteuertes Programm mit einem Sender und vielen Empfängern, der die Konsumenten passiv macht und entpolitisiert). Spezialisten produzieren den Inhalt, werden dabei jedoch durch Eigentümer oder Bürokratie kontrolliert. Ein "emanzipatorischer Mediengebrauch" dagegen würde jeden Empfänger zum Sender machen. Durch die Aufhebung der technischen Barrieren würden die Massen mobilisiert und politisch eingebunden. In seinen 1988 veröffentlichten Gesammelten Zerstreuungen bezeichnete Enzensberger das Fernsehen als "Nullmedium". Im Jahr 1987 verwendete er die Begriffe Ossie und Wessie in dem Prosaband Ach, Europa! Wahrnehmungen aus sieben Ländern. In einem fiktiven Reisebericht durch das Europa im Jahr 2006 beschreibt er in einem Kapitel ein friedlich wiedervereinigtes Deutschland, in dem sich aber Ossies und Wessies weiterhin feindlich gegenüberstehen. In seinem Buch Schreckens Männer (2006) beschäftigt er sich mit dem islamistischen Terror. Er beschreibt islamistische Selbstmordattentäter, die sich wie Sieger gebärdeten, aber tatsächlich radikale Verlierer seien. Er beschreibt die arabische Welt als eine Zivilisation, die im 12./13. Jahrhundert den Europäern weit überlegen gewesen sei, heute aber eine relativ unproduktive Zivilisation darstelle. Das produziere Minderwertigkeitskomplexe, die ihrerseits Wut erzeugten. Die Ursache für ihre Probleme würden die Selbstmordattentäter nicht bei sich, sondern in der westlichen Welt, den USA, bei den Juden oder in Verschwörungstheorien suchen. Enzensberger ist ein Kritiker der Rechtschreibreform und unterzeichnete auf der Basis der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u. a. im Jahr 2004 den Frankfurter Appell zur Rechtschreibreform, was einen Widerspruch zu früher von ihm publizierten Polemiken darstellt. Kritik: Enzensberger gelang es oft, in der kulturellen und politischen Debatte Themen zu setzen und zutreffende Vorhersagen zu machen. Einerseits wurde sein Gespür für Trends und Tendenzen anerkannt (Habermas: "Er hat die Nase im Wind.", andererseits wechselte er selbst oft seine politischen Ansichten. Am bekanntesten ist seine schrittweise Abkehr von den Idealen der 68er-Bewegung und seine umstrittene Gleichsetzung von Hitler mit Saddam Hussein. Dieser Vergleich brachte ihm unter anderem den Vorwurf des Missbrauchs der antifaschistischen Rhetorik für den Wiedereintritt der deutschen Armee in Kriegshandlungen ein. Die Änderung seiner Standpunkte wurde früher bei ihm eher negativ wahrgenommen, so etwa von Peter O. Chotjewitz: "Er war immer ängstlich bemüht, nicht der Mehrheit zu gefallen. Er ist ein Snob, ein politischer Dandy, ein Schaffner, der ruft: "Alles einsteigen!" und dann in den Gegenzug steigt, weil der so schön leer ist. Für ein selbstständiges intelligentes Denken spricht das nicht. Das macht ihn so glitschig." Im März 2009 widmete ihm das Deutsche Literaturarchiv in Marbach ein zweitägiges Symposion: "Hans Magnus Enzensberger und die Ideengeschichte der Bundesrepublik". Nach der Tagung beurteilte das deutsche Feuilleton die steten Positions- und Rollenwechsel Enzensbergers mittlerweile eher wohlwollend und verständnisvoll. Das "habituelle Hakenschlagen" (FAZ) oder sein "Zickzackkurs" (FR) wären als Ironie, frühe Postmoderne und prinzipielle Zustimmungsverweigerung zu deuten.

177 (7) Seiten. 18 cm. Gesamtausstattung: Willy Fleckhaus. Originalkartoniert mit rotem Schutzumschlag.

[SW: 20. Jahrhundert, Rechtssprechung, Soziale Identität, Sozialgeschichte, Enzensberger, Hans Magnus, Gesellschaftsporträt, Gesellschaftspsychologie, Gesellschaftsphilosophie, Linke Literatur, Politikwissenschaft, Politologie, Politik nach 1945, Recht, Essayistik, Soziale Normen und Rollen, Soziales Engagement, Linke Theorie, Gesellschaftstheorie, Justizgeschichte, Mafia, Politische Literatur, Gesellschaft, Soziale Integration, Rechtswissenschaft, Verbrechen, Politik, Soziologie, Rechtsgeschichte, Essays, Gesellschaftskritik, Sozialstruktur / Geschichte, Sozialer Wandel, Verrat, Gesellschaftwissenschaften insgesamt Bevölkerung, Sozialwesen, Justiz / Länder, Gebiete, Völker // Deutschland // Bundesrepublik Deutschland, Soziale Rolle, Verbrecher, Soziale Ungleichheit, Rechtspflege, Politische, Soziale Probleme, Politisches Engagement, Terror, Rechtswesen, Soziale Situation, Vereinigte Staaten von Amerika, Politische Identität, Gesellschaftspolitik, Politiker, Linke Politik, Poesie, Deutsche Literatur der 60 er Jahre]

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Poleman, Otto; Rössner, Lutz; Ingeborg Bachmann: Ein Kindscheidez die Eltern; Simone de Beauvoir: Beruf und Ehe; Samuel Beckett: Aschenglut; Carl Michael: Die Bettstatt der Eltern; Hilaire Belloc: Erkenntnis; Werner Bergengruen: Glück- oder Zufriedenheit?; Ingmar Bergman: Das unwillkommene Kind in der Ehe; Bertholt Brecht: Formende Liebe; Arnolt Bronnen: Strohsackgespräche unter Kameraden; Wilhelm Busch: Vor und in der Ehe; Albert Camus: Alters- Eros; Jean Cocteau: Die Träume des anderen; Marguerite Duras: Die Liebe zum Feind; Gerd- Peter Eigner: ...und küßte sie innig- im Film; Gisela Elsner: Körper- Kultur; Hans Magnus Enzensberger: Befragung zur Mitternacht; Siegmund Freud: Das Kind als fertiges Lebewesen; Max Frisch: Liebe und käufliche Liebe; Andre Gide: Die indiskrete Frage an die Mutter; Günter Grass: Das notwendige Renommee; Franz Grillparzer: Kuß; Heinrich Heine: Mutter oder Tochter; Ernest Hemingway: Eine Leserin schreibt; Hermann Hesse: Die Frage des Mönches?; Aldous Huxley: Pornographie?; Wetscheslaw Iwanow: Versuchung; Hans Henny Jahnn: Tod der Geliebten; James Joyce: Jungfräulichkeit; Erhart Kästner: Mangel an Frauen- im Gefangenenlager; Erich Kästner: Ein Kind, etwas frühreif; Franz Kafka:... der ewig jammernde Körper; Mascha Kaleko: Der nächste Morgen; Klabund( Alfred Henschke): Matrosenlied; Karl Kraus: Sadismus- Masochismus; Küchenlied: Ein Mädchen voller Güte; Georg Christoph Lichtenberg: Korrektur an der Schöpfung; Mary McCarthy: Impotenz; Curzio Malaparte: Die Verwandlung; Heinrich Mann: Standesehre; Thomas Mann: Kuß und Zeugung; Ludwih Marcuse: Bemerkungen über das "Obszöne " in der Literatur; Gabriela Mistral: Verzweiflung; Henry de Montherlant: Freiheit und Bindung; Herrmann Mostar: Die Kunst, beim Lieben abzuwarten; Robert Musil: Das Bild der modernen Frau; Robert Neumann: Die Frau des Dichters; Robert Neumann- Eugenie Marlitt: Die Assessorsbraut; Friedrich Nietzsche: Die Ehe als langes Gespräch; Jose Ortega y Gasset: Verliebtheit; Anne Philipe: Die junge Frau nach dem Tod des Mannes; Alfred Polgar: Girls; Marcel Proust: Der Reiz der Unbekannten; Felix Rexhausen: Unser Neffe heiratet eine Jüdin; Joachim Ringelnatz: An M.; Eugen Rosenstock- Huessy: Gott und Liebe; Eugen Roth: Schlüpfrige Dinge; Bertrand Russel: Ehe und außereheliche Beziehung; Salomon: Das Hohelied; August Strindberg: Freundschaft zwischen den Geschlechtern?; Frank Thiess: Auf der Suche nach dem Alleinsein; Ludwig Thoma: Briefe aus Italien; Kurt Tucholsky: Stationen; Fritz Usinger: Sein und Werden; Francois Marie Arouet Voltaire: Menschliche Liebe; Martin Walser: Das Eheleben der anderen; Frank Wedekind: Xanthippe; Josef Weinheber: Ewige Liebe; Peter Weiss: Der Körper genügt nicht mehr; Franz Werfel: Liebes- Kunst?; Heinrich Zille: Aufklärung; Stefan Zweig: Vater und Tochter; Poleman, Otto; Rössner, Lutz: Wege zum Eros, Frankfurt am Main- Berlin- München: Verlag Moritz Diesterweg 1970

Ein Lese- und Diskussionsbuch 80 S. 21 cm, kart., Eigentumsstempel, in sehr gutem, gebrauchten Zustand, Aus dem Inhalt: Ingeborg Bachmann: Ein Kindscheidez die Eltern - Simone de Beauvoir: Beruf und Ehe - Samuel Beckett: Aschenglut - Carl Michael: Die Bettstatt der Eltern - Hilaire Belloc: Erkenntnis - Werner Bergengruen: Glück- oder Zufriedenheit? - Ingmar Bergman: Das unwillkommene Kind in der Ehe - Bertholt Brecht: Formende Liebe - Arnolt Bronnen: Strohsackgespräche unter Kameraden - Wilhelm Busch: Vor und in der Ehe - Albert Camus: Alters- Eros - Jean Cocteau: Die Träume des anderen - Marguerite Duras: Die Liebe zum "Feind " - Gerd- Peter Eigner: ...und küßte sie innig- im Film - Gisela Elsner: Körper- "Kultur " - Hans Magnus Enzensberger: Befragung zur Mitternacht - Siegmund Freud: Das Kind als fertiges Lebewesen - Max Frisch: Liebe und käufliche Liebe - Andre Gide: Die indiskrete Frage an die Mutter - Günter Grass: Das notwendige Renommee - Franz Grillparzer: Kuß - Heinrich Heine: Mutter oder Tochter - Ernest Hemingway: Eine Leserin schreibt - Hermann Hesse: Die Frage des Mönches? - Aldous Huxley: Pornographie? - Wetscheslaw Iwanow: Versuchung - Hans Henny Jahnn: Tod der Geliebten - James Joyce: Jungfräulichkeit - Erhart Kästner: Mangel an Frauen- im Gefangenenlager - Erich Kästner: Ein Kind, etwas frühreif - Franz Kafka:... der ewig jammernde Körper - Mascha Kaleko: Der nächste Morgen - Klabund( Alfred Henschke): Matrosenlied - Karl Kraus: Sadismus- Masochismus - Küchenlied: Ein Mädchen voller Güte - Georg Christoph Lichtenberg: Korrektur an der Schöpfung - Mary McCarthy: Impotenz - Curzio Malaparte: Die Verwandlung - Heinrich Mann: Standesehre - Thomas Mann: Kuß und Zeugung - Ludwih Marcuse: Bemerkungen über das "Obszöne " in der Literatur - Gabriela Mistral: Verzweiflung - Henry de Montherlant: Freiheit und Bindung - Herrmann Mostar: Die Kunst, beim Lieben abzuwarten - Robert Musil: Das Bild der modernen Frau - Robert Neumann: Die Frau des Dichters - Robert Neumann- Eugenie Marlitt: Die AQssessorsbraut - Friedrich Nietzsche: Die Ehe als langes Gespräch - Jose Ortega y Gasset: Verliebtheit - Anne Philipe: DIe junge Frau nach dem Tod des Mannes - Alfred Polgar: Girls - Marcel Proust: Der Reiz der Unbekannten - Felix Rexhausen: Unser Neffe heiratet eine Jüdin - Joachim Ringelnatz: An M. - Eugen Rosenstock- Huessy: Gott und Liebe - Eugen Roth: Schlüpfrige Dinge - Bertrand Russel: Ehe und außereheliche Beziehung - Salomon: Das Hohelied - August Strindberg: Freundschaft zwischen den Geschlechtern? - Frank Thiess: Auf der Suche nach dem Alleinsein - Ludwig Thoma: Briefe aus Italien - Kurt Tucholsky: Stationen - Fritz Usinger: Sein und Werden - Francois Marie Arouet Voltaire: Menschliche Liebe - Martin Walser: Das Eheleben der anderen - Frank Wedekind: Xanthippe - Josef Weinheber: Ewige Liebe - Peter Weiss: Der Körper genügt nicht mehr - Franz Werfel: Liebes- "Kunst "? - Heinrich Zille: Aufklärung - Stefan Zweig: Vater und Tochter 3.Auflage

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