Ebner-eschenbach Marie

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Ebner-Eschenbach, Marie von: Aphorismen. Mit einem Frontispiz von Ebner-Eschenbachs und einem Nachwort von Karl Krolow. (=Insel Bücherei Nr.543) Insel Verlag 14.Aufl. 1989 Frankfurt am Main ISBN: 3458085432
88S. 8°

Hardcover Fadengehefteter Pappband. Die ersten vier Seiten mit kleinem, dezentem Knickchen am oberen Rand, ansonsten sehr guter Zustand. Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren; 12. März 1916 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Marie von Ebner-Eschenbach, geborene Freiin Dubsky, ab 1843 Gräfin, war die Tochter des Franz Baron Dubsky, ab 1843 Graf Dubsky, und seiner zweiten Frau Baronesse Marie von Vockel. Väterlicherseits hat sie ihre Wurzeln im alten böhmisch-katholischen Adelsgeschlecht der Dubsky von Třebomyslice. Mütterlicherseits stammt sie vom Geschlecht der sächsisch-protestantischen Familie Vockel ab. Sie hatte sechs Geschwister. Kurz nach ihrer Geburt starb ihre Mutter. Ihre erste Stiefmutter, Eugenie Bartenstein, zu der sie eine enge Beziehung hatte, verlor sie als siebenjähriges Kind. Drei Jahre später heiratete Maries Vater in vierter Ehe Gräfin Xaverine Kolowrat-Krakowsky, eine hochgebildete Frau. Auch mit ihrer zweiten Stiefmutter pflegte Marie ein inniges Verhältnis. Diese erkannte und förderte das schriftstellerische Talent ihrer Stieftochter. Während die Familie jedes Jahr mehrere Monate in Wien lebte, nahm Xaverine ihre Stieftochter häufig mit ins Burgtheater und gab ihr literarische Anregungen. Mit elf Jahren wurde Marie die Aufgabe zuteil, die Bücher ihrer verstorbenen Großmutter in der Bibliothek in Zdislawitz einzuordnen. Dabei regte sich bereits ihr Bildungstrieb, sie las nach ihrer Wahl, ohne Leitung oder Störung. Durch diese Autodidaktik wurde sie vor Autoritätsglauben bewahrt, und es entwickelte sich ihr Freigeist und ihre Unabhängigkeit von aller Metaphysik. Die Sommermonate verbrachte Marie bei ihrer Familie auf dem Schloss in Zdislawitz, und im Winter wohnte sie in Wien. Viele verschiedene Personen nahmen sich der Erziehung Maries an: mütterlicherseits ihre Großmutter, väterlicherseits ihre Tante Helen, tschechische Dienstmägde und deutsche und französische Gouvernanten. Folglich hatte sie das Glück, verschiedene Sprachen erlernt zu haben: Deutsch, Französisch und Tschechisch, wobei Französisch die Muttersprache war. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine weite Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin ein neues poetisches Gebiet, worin sie auch viele Nachahmer fand. 1848, mit achtzehn Jahren, heiratete Marie ihren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, den Sohn ihrer Tante Helen. Sie zog zu ihrem fünfzehn Jahre älteren Mann nach Klosterbruck (tschechisch: Louka) bei Znaim in Südmähren. Ihr Ehemann war selber auch ein gebildeter Mann und unterstützte Marie in ihrem Schriftstellerdrang. Moritz von Ebner-Eschenbach lehrte als Professor an der Ingenieur-Akademie in Wien Physik und Chemie, später wurde er Feldmarschallleutnant und Mitglied der Militärakademie. Die Ehe zwischen Marie und ihrem Cousin blieb kinderlos. Im Jahre 1856 zog sie dauerhaft nach Wien, wo sie 1879 eine Uhrmacher-Ausbildung absolvierte, was für eine Frau damals ungewöhnlich war. Sie sammelte Formuhren; die Sammlung befindet sich im Uhrenmuseum in Wien. Im Laufe der Zeit wandte sie sich ganz der Literatur zu. Während fast zwanzig Jahren schrieb sie Dramen (Gesellschaftsstücke und Lustspiele), inspiriert von Friedrich von Schiller, die jedoch nicht erfolgreich waren. Nachdem sie sich mit wenig Erfolg als Dramatikerin betätigt hatte, konnte sie die Aufmerksamkeit 1876 mit ihrem ersten Kurzroman "Bo ena", welcher in der Deutschen Rundschau abgedruckt worden war, auf sich ziehen. Sie versuchte sich nun als Schriftstellerin, was sich aufgrund des Erfolgs als gute Entscheidung auswies. Mit Werken wie den "Aphorismen" (1880) und den "Dorf- und Schlossgeschichten" gelang ihr schließlich der endgültige Durchbruch. Letztgenanntes enthält ihre bekannteste Novelle "Krambambuli". Sie konzentrierte sich nun auf ihre erzählerischen Dichtungen, in denen man wichtige Elemente ihres sozialen Denkens und ihres politischen Bewusstseins finden kann. Nachdem sie 1880 ihre Erzählung "Lotti die Uhrmacherin" veröffentlicht hatte, hieß man sie auch in Verlagen willkommen. 1887 erschien ihr Roman "Das Gemeindekind", der bis heute eine große Bedeutung in der Literatur hat. Marie von Ebner-Eschenbachs Ruhm nahm im Laufe der Zeit so sehr zu, dass in Österreich und Deutschland sogar ihr 70. und 80. Geburtstag gründlich gefeiert wurden. Ihr ganzes Leben lang kämpfte sie gegen die "normalen" Gedanken ihrer Zeit. Sie schrieb nicht etwa, um den Familienunterhalt zu finanzieren, sondern vielmehr mit der Inspiration und Überzeugung, ihre Schriften könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern. Ihre Absicht war, Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln. Ab 1890 fand Marie von Ebner-Eschenbach mit ihren dialogischen Novellen ihren dramatischen Schreibstil. Mit ihren Werken "Ohne Liebe" (1888) und "Am Ende" (1895) erzielte sie in Berlin auf der "Freien Bühne" große Erfolge. Im Jahre 1898 wurde sie mit dem höchsten zivilen Orden Österreichs, dem Ehrenkreuz für Kunst und Literatur, ausgezeichnet. 1900 erhielt sie den ersten weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. 1898 verstarb ihr Gatte. Nach 1899 unternahm sie mehrere Reisen nach Italien und veröffentlichte 1906 ihre Erinnerungen "Meine Kinderjahre". Marie von Ebner-Eschenbach verstarb am 12. März 1916 im Alter von 85 Jahren in Wien und wurde in Zdislawitz in der Familiengruft der Grafen Dubsky beigesetzt. Zu ihren Ehren wurde in Wien eine Gedenktafel in der Wiener Universität angebracht und der Ebner-Eschenbach-Park in Wien-Währing benannt. Die österreichische Post veröffentlichte anlässlich ihres 50. (1966) und 75. (1991) Todestages jeweils eine Sonderbriefmarke, die deutsche Post anlässlich ihres 150. Geburtstages, 1980. Das Porträt Ebner-Eschenbachs hätte auch die Vorderseite der 5000-Schilling-Banknote der Serie von 1997 zeigen sollen, von dieser wurden dann aber nur die 500- und 1000-Schilling-Note ausgegeben.

[SW: Deutsche Literatur | Aphorismen | Insel-Bücherei]

Details

Ebner-Eschenbach, Marie von: Ausgewählte Erzählungen. Erster Band (von drei). Gebrüder Paetel (Dr. Georg Paetel) Erste Aufl. 1910 Berlin
246S. 8°

Halbleder Fadengehefteter, goldgeprägter Halb-Kalbledereinband mit Lederecken, reicher Rückengoldprägung, marmoriertem Deckelpapier und ebenso marmorierten Buchschnitten und Vorsätzen. Der Einband berieben und mit kleinen Abrieben sowie Bibliotheksschildchen auf unterem Rücken, fliegender Vorsatz fehlt, Stempel einer Franziskaner-Bibliothek auf Titelblatt, ansonsten noch rundum guter Zustand dieser wunderhübschen Ausgabe. Gesetzt in Fraktur, Buchdruck im Bleisatz auf Maschinenbütten. Inhalt: Jakob Szela/ Maslans Frau/ Der Vorzugsschüler Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren; 12. März 1916 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Marie von Ebner-Eschenbach, geborene Freiin Dubsky, ab 1843 Gräfin, war die Tochter des Franz Baron Dubsky, ab 1843 Graf Dubsky, und seiner zweiten Frau Baronesse Marie von Vockel. Väterlicherseits hat sie ihre Wurzeln im alten böhmisch-katholischen Adelsgeschlecht der Dubsky von Třebomyslice. Mütterlicherseits stammt sie vom Geschlecht der sächsisch-protestantischen Familie Vockel ab. Sie hatte sechs Geschwister. Kurz nach ihrer Geburt starb ihre Mutter. Ihre erste Stiefmutter, Eugenie Bartenstein, zu der sie eine enge Beziehung hatte, verlor sie als siebenjähriges Kind. Drei Jahre später heiratete Maries Vater in vierter Ehe Gräfin Xaverine Kolowrat-Krakowsky, eine hochgebildete Frau. Auch mit ihrer zweiten Stiefmutter pflegte Marie ein inniges Verhältnis. Diese erkannte und förderte das schriftstellerische Talent ihrer Stieftochter. Während die Familie jedes Jahr mehrere Monate in Wien lebte, nahm Xaverine ihre Stieftochter häufig mit ins Burgtheater und gab ihr literarische Anregungen. Mit elf Jahren wurde Marie die Aufgabe zuteil, die Bücher ihrer verstorbenen Großmutter in der Bibliothek in Zdislawitz einzuordnen. Dabei regte sich bereits ihr Bildungstrieb, sie las nach ihrer Wahl, ohne Leitung oder Störung. Durch diese Autodidaktik wurde sie vor Autoritätsglauben bewahrt, und es entwickelte sich ihr Freigeist und ihre Unabhängigkeit von aller Metaphysik. Die Sommermonate verbrachte Marie bei ihrer Familie auf dem Schloss in Zdislawitz, und im Winter wohnte sie in Wien. Viele verschiedene Personen nahmen sich der Erziehung Maries an: mütterlicherseits ihre Großmutter, väterlicherseits ihre Tante Helen, tschechische Dienstmägde und deutsche und französische Gouvernanten. Folglich hatte sie das Glück, verschiedene Sprachen erlernt zu haben: Deutsch, Französisch und Tschechisch, wobei Französisch die Muttersprache war. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine weite Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin ein neues poetisches Gebiet, worin sie auch viele Nachahmer fand. 1848, mit achtzehn Jahren, heiratete Marie ihren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, den Sohn ihrer Tante Helen. Sie zog zu ihrem fünfzehn Jahre älteren Mann nach Klosterbruck (tschechisch: Louka) bei Znaim in Südmähren. Ihr Ehemann war selber auch ein gebildeter Mann und unterstützte Marie in ihrem Schriftstellerdrang. Moritz von Ebner-Eschenbach lehrte als Professor an der Ingenieur-Akademie in Wien Physik und Chemie, später wurde er Feldmarschallleutnant und Mitglied der Militärakademie. Die Ehe zwischen Marie und ihrem Cousin blieb kinderlos. Im Jahre 1856 zog sie dauerhaft nach Wien, wo sie 1879 eine Uhrmacher-Ausbildung absolvierte, was für eine Frau damals ungewöhnlich war. Sie sammelte Formuhren; die Sammlung befindet sich im Uhrenmuseum in Wien. Im Laufe der Zeit wandte sie sich ganz der Literatur zu. Während fast zwanzig Jahren schrieb sie Dramen (Gesellschaftsstücke und Lustspiele), inspiriert von Friedrich von Schiller, die jedoch nicht erfolgreich waren. Nachdem sie sich mit wenig Erfolg als Dramatikerin betätigt hatte, konnte sie die Aufmerksamkeit 1876 mit ihrem ersten Kurzroman "Bo ena", welcher in der Deutschen Rundschau abgedruckt worden war, auf sich ziehen. Sie versuchte sich nun als Schriftstellerin, was sich aufgrund des Erfolgs als gute Entscheidung auswies. Mit Werken wie den "Aphorismen" (1880) und den "Dorf- und Schlossgeschichten" gelang ihr schließlich der endgültige Durchbruch. Letztgenanntes enthält ihre bekannteste Novelle "Krambambuli". Sie konzentrierte sich nun auf ihre erzählerischen Dichtungen, in denen man wichtige Elemente ihres sozialen Denkens und ihres politischen Bewusstseins finden kann. Nachdem sie 1880 ihre Erzählung "Lotti die Uhrmacherin" veröffentlicht hatte, hieß man sie auch in Verlagen willkommen. 1887 erschien ihr Roman "Das Gemeindekind", der bis heute eine große Bedeutung in der Literatur hat. Marie von Ebner-Eschenbachs Ruhm nahm im Laufe der Zeit so sehr zu, dass in Österreich und Deutschland sogar ihr 70. und 80. Geburtstag gründlich gefeiert wurden. Ihr ganzes Leben lang kämpfte sie gegen die "normalen" Gedanken ihrer Zeit. Sie schrieb nicht etwa, um den Familienunterhalt zu finanzieren, sondern vielmehr mit der Inspiration und Überzeugung, ihre Schriften könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern. Ihre Absicht war, Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln. Ab 1890 fand Marie von Ebner-Eschenbach mit ihren dialogischen Novellen ihren dramatischen Schreibstil. Mit ihren Werken "Ohne Liebe" (1888) und "Am Ende" (1895) erzielte sie in Berlin auf der "Freien Bühne" große Erfolge. Im Jahre 1898 wurde sie mit dem höchsten zivilen Orden Österreichs, dem Ehrenkreuz für Kunst und Literatur, ausgezeichnet. 1900 erhielt sie den ersten weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. 1898 verstarb ihr Gatte. Nach 1899 unternahm sie mehrere Reisen nach Italien und veröffentlichte 1906 ihre Erinnerungen "Meine Kinderjahre". Marie von Ebner-Eschenbach verstarb am 12. März 1916 im Alter von 85 Jahren in Wien und wurde in Zdislawitz in der Familiengruft der Grafen Dubsky beigesetzt. Zu ihren Ehren wurde in Wien eine Gedenktafel in der Wiener Universität angebracht und der Ebner-Eschenbach-Park in Wien-Währing benannt. Die österreichische Post veröffentlichte anlässlich ihres 50. (1966) und 75. (1991) Todestages jeweils eine Sonderbriefmarke, die deutsche Post anlässlich ihres 150. Geburtstages, 1980. Das Porträt Ebner-Eschenbachs hätte auch die Vorderseite der 5000-Schilling-Banknote der Serie von 1997 zeigen sollen, von dieser wurden dann aber nur die 500- und 1000-Schilling-Note ausgegeben.

[SW: Deutsche Literatur | Erzählungen | Schmuckausgaben]

Details

Kasmader, Valentina: Ebner-Eschenbach - Ihr Leben und ihre Werke, GRIN VERLAG, November 2010, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640761650
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: Befriedigend, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon öfter wurde darüber spekuliert oder debattiert, ob man Marie von Ebner-Eschenbach nicht als Vertreterin der Frauenliteratur zählen kann. Doch wurde dies immer wieder abgestritten. Ricarda Huch begründet das mit der Aussage: Die Musen gehören zu den himmlischen Gestalten, die Mann und Weib nicht kennen; der einzige Maßstab für einen Künstler ist die Kunst. 1 Marie von Ebner-Eschenbach kategorisierte die Kunst nicht in Mann und Frau ein, darum zählte sie ihre Werke auch nie zur Frauenliteratur. Trotz alldem steht meistens eine Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Egal aus welcher Schicht, ob aus einer Adelsfamilie, aus einer bürgerlichen oder einer Arbeiterschicht. Marie von Ebner-Eschenbach macht keine Unterschiede, zu mindestens keine moralischen. Das kommt daher, dass für Ebner-Eschenbach der moralische Aufstieg viel bedeutender als der materielle Aufstieg ist. Anders ausgedrückt, materieller Aufstieg führt sehr oft zu einem moralischen Abstieg. Auf diesen Aspekt weist Ebner-Eschenbach sehr deutlich in Die Unverstandene auf dem Dorfe hin. Die Erzählung, um die es in dieser Arbeit geht, gewährt uns einen Einblick in die Gesellschaft der Bauern- und Arbeiterschicht, zu einer Zeit, die man als höchst zerrissen und noch tief in Konventionen verhaftet sehen kann. Es wird auf die altmodische Denkweise und auf das daraus entstehende Verhalten jedes einzelnen Menschen, aber ganz besonders auf das der Marie Lakomy, hingewiesen. Ebner-Eschenbach hat einmal gesagt, dass sie die Erzählungen an die Personen anpassen würde und daher stehen nur außergewöhnliche Menschen im Mittelpunkt ihrer Werke. Marie kann man als eine dieser vielen außergewöhnlichen Persönlichkeiten und Charaktere dieser Erzählung sehen. Es ist ein aufbäumen gegen die Zeit, die Ansichten und Verhaltensweisen der Menschen, die ohne zu hinterfragen das Leben so hinnehmen, wie es ihnen vorgeschrieben oder vorgelebt wird. Neid und Stolz sind große Komponenten, die immer wieder auftreten und das Leben erschweren, einem meistens innerlich zerreißen. Doch ist es v.a. der Stolz, der es ermöglicht, das Leben zu ertragen. Man wird an die Entwicklung - der moralische Aufstieg - der Protagonisten herangeführt, der sich oft schwerer als erwartet herausstellt. [...] 1 Ebner-Eschenbach, Marie von: Frauenbilder: sechs Erzählungen / Marie von Ebner-Eschenbach. Hrsg. von Fritz Böttger . - 1. Aufl. . - Wien : Globus-Verl. , 1982 . S. 6

NEUBUCH! 2010. 28 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 2 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V162493

Details

Ebner-Eschenbach, Marie von: Unsühnbar. [Roman]. Mit Anmerkungen, einer bibliographischen Notiz und mit einem Nachwort herausgegeben von Gross, Edgar. München, Nymphenburger Verlags-Handlung, 1957.
Guter Zustand. - Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren; 12. März 1916 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. ... Literarischer Erfolg: Nachdem sie 1880 ihre Erzählung "Lotti die Uhrmacherin" veröffentlicht hatte, hieß man sie auch in Verlagen willkommen. 1887 erschien ihr Roman "Das Gemeindekind", der bis heute eine große Bedeutung in der Literatur hat. Marie von Ebner-Eschenbachs Ruhm nahm im Laufe der Zeit so sehr zu, dass in Österreich und Deutschland sogar ihr 70. und 80. Geburtstag gründlich gefeiert wurden. Ihr ganzes Leben lang kämpfte sie gegen die "normalen" Gedanken ihrer Zeit. Sie schrieb nicht etwa, um den Familienunterhalt zu finanzieren, sondern vielmehr mit der Inspiration und Überzeugung, ihre Schriften könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern. Ihre Absicht war, Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln.[3] Ab 1890 fand Marie von Ebner-Eschenbach mit ihren dialogischen Novellen ihren dramatischen Schreibstil. Mit ihren Werken "Ohne Liebe" (1888) und "Am Ende" (1895) erzielte sie in Berlin auf der "Freien Bühne" große Erfolge. Im Jahre 1898 wurde sie mit dem höchsten zivilen Orden Österreichs, dem Ehrenkreuz für Kunst und Literatur, ausgezeichnet. 1900 erhielt sie den ersten weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. 1898 verstarb ihr Gatte. Nach 1899 unternahm sie mehrere Reisen nach Italien und veröffentlichte 1906 ihre Erinnerungen "Meine Kinderjahre". Marie von Ebner-Eschenbach verstarb am 12. März 1916 im Alter von 85 Jahren in Wien und wurde in Zdislawitz in der Familiengruft der Grafen Dubsky beigesetzt. Aus: wikipedia-Marie_von_Ebner-Eschenbach

Erste Auflage dieser Ausgabe. 271 Seiten. 8. Leinen mit Schutzumschlag und Kopffarbschnitt.

[SW: Frauenliteratur, Deutsche Literatur im 19. Jahrhundert, Frauenroman, Feudalismus, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Frauengeschichte, Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Österreich, Österreichische Literatur, Adel, Österreichische Geschichte, Frauenerzählung, Feudalgesellschaft, Konventionen]

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