Dostojewski Idiot

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Dostojewski, Fjodor M. DOSTOJEWSKI - 13 TITEL DES AUTORS (7 gebunde Ausgaben / 6 Taschenbücher) - Gebrüder Karamasow / Briefwechsel / Briefe / Spieler / Jüngling / Helle Nächte / Idiot. - 5 Taschenbücher: Dämonen / Spieler / Erzählungen / Schuld und Sühne / Idiot / Dostojewski.
TASCHENBÜCHER: (1) Die Dämonen. Roman. Aus dem Russischen übertragen von E.K.Rahsin. Mit einem Nachwort von Aleksander Flaker, Namensverzeichnis, Anmerkungen, biographischen Daten und Auswahlbibliographie. München. Piper Verlag (Serie Piper, 403). 1985. Dünndruck-Ausgabe. Geringe Gebrauchsspuren. // (2) Der Spieler. Roman einer Leidenschaft. Goldmann, 1984. 190 S., gut erhalten. // (3) Erzählungen. Frankfurt, Fischer, 1974. Übertragen von E. K. Rahsin. Werke in Einzelausgaben. Rote Originalleinenbroschur, 368 S., geringe Altersspuren. // (4) Schuld und Sühne (=dtv klassik). München, 1984. Dünndruckausgabe, 741 S., gut erhalten. // (5) Schauspielhaus Hamburg (Hg.): Der Idiot. Bühnenfassung von U. Maack; W. Minks; M. Propfe. Intendant: P. Zadek (1989). Kartoneinband; 17 x 10cm; 120 S., zahlr. Abb. - gut erhalten. // Lavro, Janko: Fjodor M. Dostojevskij in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Dargestellt von Janko Lavrin. Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag 1963 (=rm 88). 8°. 177 S. mit Abbildungen, Name a. Vorsatz, sonst sehr gut erhalten. // GEBUNDENE AUSGABEN: (1) Die Brüder Karamasow. Deutscher Bücherbund, um 1980. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 636 S., gut erh.Ausgabe; Schutzumschlag mit kl. Randläsuren. // (2) Dostojewski, Fjodor & Dostojewskaja, Anna: Briefwechsel 1866 - 1880. Berlin, Rütten & Loening, 1982. 1. Auflage. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 698 Seiten inkl. Personen- und Werkregister, Schutzumschlag mit leichten Abreibungen, Name a. Vorsatz, sonst gut erhalten. // (3) Dostojewski, Fjodor: Briefe. Aus dem Russ. von Waltraud u. Wolfram Schroeder. Herausgegeben, Nachwort von Ralf Schröder. Mit 32 Abbildungen. Leipzig: Insel-Verlag, 1984. 1. Aufl. 2 Bände. OLeinen, Schutzumschläge; 8°; 387, 436 S. Deutsche Erstausgabe. Jeweils Name a. Vorsatz, sonst sehr gute Exemplare. // (4) Dostojewski, Fjodor: Der Spieler. Aus dem Russischen von H. Röhl. Gütersloh, Bertelsmann Lesering, o.J. (um 1965). OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 224 Seiten. Name a. Vorsatz, sonst gutes Exemplar. // (5) Dostojewski, Fjodor: Der Jüngling. Berlin, Weimar, Aufbau Verlag, DDR, 1971. OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 777 S., Umschlag m. Gebrauchsspuren, Name a. Vorsatz, sonst gut. // (6) Dostojewski, Fjodor M.: Helle Nächte. Leipzig, Insel-Verlag, 1937. 11.-15. Tsd. OPpbd., 8°; 74 S., Rücken mit Fehlstelle, 2 Namen a. Vorsatz, noch ordentlich. // (7) Dostojewski, F. M.: Der Idiot. Moskau, Progress Verlag, o. J. (um 1980). Ein Roman in vier Teilen (in einem Bd.). OLeinen, Schutzumschlag; 8°; 716 S., mit Nachwort von Wolf Düwel, Umschlag m. Gebrauchsspuren, Name a. Vorsatz, sonst gut.

Deutsch. Z 2; gesamthaft gut erhalten, sauber.

Details

Dostojewski: Die grossen Romane in acht Bänden. Schuld und Sühne in 2 Bänden / Der Idiot in 3 Bänden / Die Brüder Karamasow in 3 Bänden, Frankfurt Insel Verlag 1981 ; fester Einband / hard cover; 1. Ed. ISBN: 3458048413
3458048413 Sehr Gut Angestaubt

Dostoevskij, Fedor M. Titel: Die grossen Romane in acht Bänden. Schuld und Sühne in 2 Bänden / Der Idiot in 3 Bänden / Die Brüder Karamasow in 3 Bänden . 1. Aufl. Gewicht: 2200 g Verlag: Frankfurt am Main : Insel-Verlag 1981. Sprache: Deutsch Zustand: gebraucht; Sehr Gut Angestaubt Kurzinfo: 403, 399, 275, 318, 364, 483, 396 und 449 Seiten. 17*10,5cm. OPappbände marmoriert. kaum Gebrauchsspuren. XX903 ISBN 3458048413 DER IDIOT**** Myschkin kehrt nach einem jahrelangen Aufenthalt in einer Schweizer Heilanstalt nach St.Petersburg zurück. Er leidet an Epilepsie (wie auch Dostojewski selbst), ist zwar den Jahren nach erwachsen, gleicht aber in emotionaler Hinsicht einem Kind. Vieles, was in der damaligen russischen Gesellschaft als "idiotisch" angesehen wird, beruht schlicht auf Myschkins Ehrlichkeit und Vertrauensseligkeit. Er zeigt sich großmütig und ist immer bereit zu verzeihen und das Beste in den Menschen zu sehen. Im Zug trifft er einen Mann namens Rogoshin, seinen zukünftigen Hauptwidersacher, der ihm von seiner leidenschaftlichen Liebe zu Nastassja Filippowna erzählt. Diese Nastassja Filippowna Baraschkowa ist eine sehr schöne, aber auch schwierige Frau. Von einem wohlhabenden Mann ausgehalten und missbraucht, schwankt sie zwischen unnahbarem Stolz und Selbstzerstörung. Als der Fürst sie zum ersten Mal sieht, ist er sofort für sie entflammt. Zuerst sucht er aber seine entfernte Verwandte Jelisaweta Prokofjewna Jepantschina (geborene Myschkina) auf, die mit einem wohlhabenden General verheiratet ist und drei Töchter hat, darunter Aglaja. Dort wird er wohlmeinend aufgenommen und findet bei einem Bekannten der Familie Quartier. Dieser Bekannte, Ganja, soll Nastassja Filippowna heiraten. Zwischen ihm und Rogoshin herrscht ein dementsprechend gespanntes Verhältnis, und als die Verlobung zwischen Ganja und Nastassja Filippowna bekannt gegeben werden soll, weist sie diesen höhnisch ab und wendet sich Rogoshin zu. Doch auch ihn lässt sie zappeln. Sie stimmt Hochzeitsterminen zu, verschiebt sie wieder und verschwindet vorher mit Fürst Myschkin. Nach einigen Turbulenzen zieht sich der gesundheitlich erneut angeschlagene Fürst auf Einladung eines Freundes auf dessen Sommerfrische außerhalb von Petersburg zurück. Auch die oben erwähnte Verwandte und ihre Familie halten sich dort auf und Fürst Myschkin verkehrt häufig in ihrem Haus. Langsam deutet sich eine aufkeimende Liebe zwischen ihm und der jüngsten Tochter Aglaja Jepantschina an. Aglaja liebt den Fürsten, weil er sich wie ein "armer Ritter" zu Nastassja Filippowna bekannt hat. Andererseits weiß sie auch, dass gerade die Zuneigung Myschkins zu einer gefallenen Frau die Ehe mit ihm fast unmöglich macht. Am Ende siegen die Passivität Myschkins und die Konvention über die Liebe und ein Verlöbnis Aglajas mit dem Fürsten kommt nicht zustande. In diesem Teil des Romans treten Nastassja Filippowna und Rogoshin in den Hintergrund. Dostojewski beschreibt eine Gesellschaft, deren Protagonisten zu keinen Taten fähig sind und deren Dasein sich deshalb in leerem Gerede erschöpft. Der Gegensatz zu der unbedingten Leidenschaft Nastassja Filippownas und Rogoshins könnte nicht größer sein. Am Ende des Romans tötet Rogoshin Nastassja Filippowna und holt heimlich den Fürsten, um mit ihm die Totenwache zu halten. Myschkin ist der seelischen Belastung aber nicht gewachsen und fällt in einen traumatischen Schockzustand. Er ist später nicht einmal mehr in der Lage, seine Freunde zu erkennen, und wird wieder in das Schweizer Sanatorium eingewiesen. DIE BRÜDER KARAMASOW ******* Die Handlung kreist um drei Brüder, die zwar äußerlich sehr verschieden, aber alle von tiefer Leidenschaft ergriffen sind. Dmitri, der älteste, ist Soldat. Iwan, der die Universität besucht hat, verkörpert den atheistischen Intellektuellen. Alexej ("Aljoscha") schließlich, im Vorwort vom Erzähler zum Protagonisten erklärt, den der Leser die meiste Zeit über begleitet, ist Novize. Sie alle stehen im Konflikt mit ihrem moralisch ver Erste Auflage Marmorierter Deckel, Hard Cover; Erste Auflage

[SW: LITERATUR, RUSSLAND, ROMANE, DOST]

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Dostojewski, Fjodor Michailowitsch: Der Idiot, C. Bertelsmann Verlag ; Schutzumschlag / dust cover
Gut

Fjodor Michailowitsch Dostojewski: Der Idiot. C. Bertelsmann Verlag o.J. Leinen gebunden mit (beschädigtem) Schutzumschlag, 784 Seiten, ordentlicher Zustand. Zufriedenstellender Umschlag

[SW: Dostojewski Rußland Literatur Idiot]

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Dostojewskij (Dostojewski), Fjodor Michailowitsch: F.M. Dostojewskij: Volksausgabe der Werke in 16 Bänden (=alles erschienene). Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1929 Berlin
8424S. 8°

Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von Anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Die Volksausgabe des Gesamtwerkes von Dostojewski in 16 Bänden war die erste Klassikerausgabe im Programm der Buchgemeinschaft. Die Ausgabe setzt sich wie folgt zusammen: Band 1: Erniedrigte und Beleidigte. Roman. Übertragung von Gregor Jarcho. (557 S.)/ Band 2: Aufzeichnungen aus einem toten Hause. Übertragung von Gregor Jarcho. (445 S.)/ Band 3+4: Schuld und Sühne. Roman. Übertragung von Werner Bergengruen.(420 + 412 S.)/ Band 5 + 6: Der Idiot. Roman. Übertragung von Klara Brauner. (462 + 420 S.)/ Band 7 + 8: Die Dämonen. Roman. Übertragung von Gregor Jarcho. (505 + 595 S.)/ Band 9 + 10: Ein Werdender. Roman. Übertragung von Korfiz Holm. (419 + 438 S.) / Band 11 + 12: Die Brüder Karamasow. Roman. Übertragung von Reinhold von Walter. ( 582 + 698 S.)/ Band 13: Arme Leute. Kleine Romane und Erzählungen 1846-1848. Übertragung von Gregor Jarcho. (662 S.)/ Band 14: Weisse Nächte. Kleine Romane und Erzählungen 1848-1859. Übertragung von Gregor Jarcho.(648 S.)/ Band 15: Das Dorf Stepantschikowo. Kleine Romane und Erzählungen 1859-1865. Übertragung von Gregor Jarcho. (710 S.)/ Band 16: Der Spieler. Kleine Romane und Erzählungen 1867-1877. Übertragung von Erich Boehme. (451 S.) 16 fadengeheftete, goldgeprägte Ganzleinenbände mit Farbkopfschnitt. Die Einbände leicht berieben, aufgehellt, teilweise gering fleckig und mit vereinzeltem Abrieb der Rückenvergoldung, Schnitte vereinzelt gering fleckig, Exlibris auf Innendeckeln, Papier altersgemäß nachgedunkelt, insgesamt rundum guter Zustand diese schönen Werkausgabe. Fjodor Dostojewski war das zweite Kind von Michail Andrejewitsch Dostojewski und Maria Fjodorowna Netschajewa. Er hatte zwei Brüder und drei Schwestern (eine vierte Schwester starb kurz nach der Geburt). Die Familie entstammte verarmtem Adel; der Vater war Arzt. Nach dem Tod seiner Mutter, 1837, ließ sich Dostojewski mit seinem Bruder Michail in St. Petersburg nieder, wo er von 1838 bis 1843 an der Militärisch ingenieurtechnischen Universität Bauingenieurwesen studierte. 1839 soll sein Vater auf dem heimischen Landgut durch Leibeigene ermordet worden sein. Dostojewski war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe mit der Witwe Maria Dmitrijewna Isajewa endete 1864 nach siebenjähriger Dauer mit dem Tod Marias und war kinderlos, jedoch hatte Maria aus erster Ehe einen Sohn (Pavel). Seine zweite Frau war Anna Grigorjewna Snitkina. Aus der am 15. Februar 1867 geschlossenen Ehe, die bis zu Dostojewskis Tod andauerte, gingen vier Kinder hervor, von denen jedoch nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Dostojewski begann 1844 mit den Arbeiten zu seinem 1846 veröffentlichten Erstlingswerk Arme Leute . Mit dessen Erscheinen wurde er schlagartig berühmt; die zeitgenössische Kritik feierte ihn als Genie. 1847 trat er dem revolutionären Zirkel der Petraschewzen bei. Als er in deren Reihen 1849 einen später als kriminelles Schreiben apostrophierten Text des Literaturkritikers Wissarion Belinski an Nikolai Gogol vortrug, denunzierte man ihn, und er wurde zum Tode verurteilt. Der Schriftsteller sollte am 22. Dezember 1849jul./ 3. Januar 1850greg. durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Erst auf dem Richtplatz begnadigte Zar Nikolaus I. ihn zu vier Jahren Verbannung und Zwangsarbeit in Sibirien, mit anschließender Militärdienstpflicht. In der Haft in Omsk wurde bei Dostojewski zum ersten Mal Epilepsie diagnostiziert. 1854 trat er seine Militärpflicht im Rahmen seiner Verbannung 1854-1859[3] in Semei (Semipalatinsk) an; Protektion und Wohlverhalten verschafften ihm 1856 die Beförderung in den Offiziersrang. Nach seiner Heirat 1857 und schweren epileptischen Anfällen beantragte er seine Entlassung aus der Armee, die jedoch erst 1859 bewilligt wurde, so dass Dostojewski nach St. Petersburg zurückkehren konnte. 1859, noch zur Zeit seiner sibirischen Verbannung, entstand sein Roman Onkelchens Traum unmittelbar vor den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1860). Onkelchens Traum wurde im Märzheft des "Russischen Wortes" veröffentlicht. In diesem veröffentlichte er etwas später auch die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus ein Dokument seiner Verbannungszeit in Sibirien, an dem er seit 1856 gearbeitet hatte, der Stadt Semipalatinsk, dem Ort der Verbannung gewidmet. Gemeinsam mit seinem Bruder gründete er die Zeitschrift Zeit (Wremja, russisch: , in der im darauf folgenden Jahr sein Roman Erniedrigte und Beleidigte erschien. Bereits 1863 jedoch fiel die Zeit wegen eines vermeintlich antipatriotischen Beitrags der Zensur zum Opfer und wurde verboten. 1862, 1863 und 1865 reiste Dostojewski durch Europa; unter anderem führte ihn sein Weg durch Dresden. 1863 spielte er zum ersten Mal Roulette. 1864 starben in kurzer Folge Dostojewskis Frau, sein Bruder und sein Freund Apollon Grigorjew; die Nachfolgezeitschrift der Zeit, die Epoche, musste er aus Geldmangel einstellen. 1865 verspielte er beim Roulette in der Spielbank in Wiesbaden seine Reisekasse. Im Mittelpunkt seines 1866 erschienenen Romans Der Spieler steht ein Roulettespieler. Im selben Jahr erschien der erste der großen Romane, durch die Dostojewskis Werk Teil der Weltliteratur wurde: Schuld und Sühne (oder auch in der Neuübersetzung: Verbrechen und Strafe - Die Geschichte des heruntergekommenen und armen Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow, der aus Hochmut zum Mörder wird und sich in der Folge zu einem Menschen entwickelt, der die Welt entdeckt als das, was sie ist, überzeugt durch psychologisch realistische Figuren und präzises, anschauliches Erzählen. Zugleich ist der Roman auch Abbild von Dostojewskis eigener Wandlung vom Revolutionär zum Christen. Der in nur 26 Tagen verfasste Kurzroman Der Spieler ist eine Beschreibung der Spielsucht. Kurz nach seiner zweiten Eheschließung, 1867, floh er wegen seiner hohen Schulden nach dem Zusammenbruch der mit seinem Bruder gegründeten Zeitschrift ins Ausland, um sich dem Zugriff seiner Gläubiger zu entziehen. Er wohnte längere Zeit in Dresden. In der dortigen Russisch-Orthodoxen Kirche ließ er seine Tochter Ljubow taufen. Ab 1867 lebte er vier Jahre in Genf und Vevey. Während dieses Auslandsaufenthaltes mit seiner zwanzig Jahre jüngeren Frau spielte er in den Spielbanken von Bad Homburg vor der Höhe und Baden-Baden. Erst 1871 kehrte er wieder nach Russland zurück. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, Dostojewski habe große Beträge am Roulettetisch verloren, war er ein Spieler der kleinen Münze, der oft tagelang mit dem Geld eines gerade verpfändeten Kleides seiner Frau spielte. 1868 erschien sein zweites Großwerk, Der Idiot die Geschichte des Fürsten Myschkin, der (wie Dostojewski selbst) unter Epilepsie leidet und aufgrund seiner Güte, Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit in der St. Petersburger Gesellschaft scheitert. Noch während seiner von ihm als zweite Verbannung empfundenen Zeit im Ausland begann er die Arbeit an Die Dämonen einem politischen Roman über die vernichtende Macht des russischen Nihilismus. Zu seinem Ende hin verlief das Leben Dostojewskis in ruhigeren Bahnen. Er verfasste seine beiden letzten großen Werke, den Roman Der Jüngling - in der Neuübersetzung Ein grüner Junge - und schließlich den Roman Die Brüder Karamasow den er in den 1860er Jahren, also in der Zeit der Entstehung von Schuld und Sühne, begonnen hatte und der die Entwicklung der Gesellschaft bis in die 1880-er Jahre behandeln sollte. Obwohl Dostojewski diesen Roman nicht beendet hat, wird er oft als die Quintessenz seines Werkes betrachtet. Fjodor Michailowitsch Dostojewski starb am 28. Januarjul./ 9. Februar 1881greg. in Sankt Petersburg an einem Lungenemphysem; an seinem Begräbnis nahmen 60.000 Menschen teil. Sein Grab befindet sich auf dem Tichwiner Friedhof des Alexander-Newski-Klosters.

[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Russische Literatur | Dostojewski | Werkausgabe]

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