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Basil, Otto:

Johann Nestroy in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Mit Anmerkungen, Zeittafel, Zeugnisse, Bibliographie und Namensregister. Mit einer Kurzbiografie des Verfassers. Den Anhang besorgte der Autor. - (=rowohlts monographien, herausgegeben von Kurt Kusenberg, rororo rm 132).

Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1981.
ISBN 3499501325

22. - 24. Tausend. 3. Auflage. 188 Seiten mit vielen Abbildungen. 19 cm. Taschenbuch. Kartoniert.

Befriedigender Zustand. Minimaler Feuchtigkeitsfleck am Buchkopf. Kein Geruch, aber auf den ersten 12 Seiten auf 1 cm verfärbt. - Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy (* 7. Dezember 1801 in Wien; 25. Mai 1862 in Graz) war ein österreichischer Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Satiriker. Sein Werk ist der literarische Höhepunkt des Alt-Wiener Volkstheaters. Leben: Der junge Johann NestroyJohann Nepomuk Nestroy war als zweites von acht Kindern in einer angesehenen Wiener Bürgerfamilie geboren worden und sollte eigentlich Jurist wie sein Vater, der "Hof- und Gerichtsadvokat" Johann Nestroy, werden. Er interessierte sich aber mehr für das Theater. Nestroy besuchte das Akademische Gymnasium, später das Schottengymnasium, begann erst ein Philosophie- und schließlich ein Jurastudium, spielte aber zu dieser Zeit bereits auf Liebhaberbühnen. 1822 begann der Bassist seine Karriere als Opernsänger am Hoftheater in Wien, 1823 ging er an das Deutsche Theater in Amsterdam, wo er zwei Jahre blieb. Später wurde er Schauspieler an den Theatern in Brünn, Graz, Preßburg und Lemberg. Dabei wechselte er von der Opern- zur Theaterbühne. Schon während dieser Zeit versuchte er sich als Bühnenschriftsteller. 1826 wurde sein Stück "Die Verbannung aus dem Zauberreiche" im Schauspielhaus Graz uraufgeführt. 1831 bekam er sein erstes Engagement im Theater an der Wien. Schon bald hatten ihn die Wiener ins Herz geschlossen und zählten ihn zu den beliebtesten Volksschauspielern und Possendichtern. Sein erster großer Erfolg als Autor war die Zauberposse "Der böse Geist Lumpazivagabundus" (1833). Doch auch mit den Possen "Der Talisman", "Einen Jux will er sich machen", "Zu ebener Erde und erster Stock" feierte er Erfolge. ... 1845 traf Nestroy Wenzel Scholz, mit dem er als Komikerpaar auftrat. Berühmt wurde u.a. ihr Zusammenspiel als Herr von Lips und Schlosser Gluthammer in Nestroys "Der Zerrissene". Ab 1854 leitete Nestroy das Leopoldstädter Theater bis 1860. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Graz und Bad Ischl. Nestroys letzte Rolle war der Knieriem in "Der böse Geist Lumpazivagabundus". ... Anekdoten: In den Jahren vor der 1848er Revolution betrat der Künstler die Bühne einmal mit Semmeln als Hemdknöpfe. Zu dieser Zeit waren die Bäcker in Verruf geraten, da die Semmeln nur halb so viel wogen wie zwanzig Jahre zuvor aber das Gleiche kosteten. Wegen Verhöhnung der Bäcker musste er eine Nacht in Arrest verbringen und sich am nächsten Tag öffentlich entschuldigen. Im Anschluss an die Entschuldigung sprach er den Bäckern seinen Dank aus, weil sie ihm Semmeln durch das Schlüsselloch der Zelle gesteckt hätten. Dieses Ereignis wird treffenderweise die Semmelanekdote genannt. Würdigung: Als Schauspieler war Nestroy ein origineller, derb-humoristischer Charakterzeichner, als Bühnenautor wandte er sich mit derbem Realismus gegen Tragik und Sentimentalität der Romantik. Seine Stücke zeichnen sich durch eine scheinbar oberflächliche Handlung aus, die immer wieder durch Gesangsstücke, sogenannte Couplets, unterbrochen wird. Diese Lieder, mit einer eingängigen Melodie und einfachen Texten wurden hauptsächlich dafür geschaffen, die in der Zeit des Vormärz allgegenwärtige Zensur zu umgehen. Es wurden nur 2-3 Strophen des Liedes niedergeschrieben, während alle weiteren Strophen je nach der gegenwärtigen politischen Situation von Abend zu Abend verändert wurden. Mit seinen gelungenen Improvisationen galt er bald sowohl den Konservativen als bedenklicher Umstürzler wie den Liberalen als finsterer Reaktionär. Neben dem Autor der politisch motivierten Zeitkritik aber gab es noch einen anderen Nestroy: einen sokratischen Dialektiker, der mit scheinbar wahnhafter Fantasie das Maßsystem der menschlichen Dinge verzerrte, um diese eben dadurch erst ihre wahren Dimensionen aufleuchten zu lassen. In diesem Sinne war Nestroy ein Philosoph. Seine Witterung für alles Widerspruchsvolle, Vieldeutige in der menschlichen Natur, seine Gabe, gerade die gebrochenen Seelenfarben darzustellen, machten ihn zum Erben Laurence Sternes und stellten seine Bühnenpsychologie neben die eines Oscar Wilde und Bernard Shaw. ... Aus wikipedia-Johann_Nestroy

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Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 47376

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