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Nr. 1
Uwe-Karsten Heye
Heyne Verlag,
ISBN 9783453602113

Gebraucht -- Sehr gut Ungeles. Mängelexpl., Lagerschaden (Knicke/Schmutz, Aufkleber) mögl., Büchersendung

[Schlagwörter: Vertriebene, Heye (Familie),Biografien/Erinnerungen]

Softcover, Zustand: sehr gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: INF1000085161


64 weitere Einträge gefunden im
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Nr. 2
Heye, Uwe-Karsten:
München. Wilhelm Heyne Verlag als Lizenausgabe mit Genehmigung des Karl Blessing Verlages, München. 2011.
Reihe "Heyne Taschenbuch" Band 60211, 3.Aufl., 204 S., Paperback, 8°. Guter Zustand.

Uwe-Karsten Heye (geb. 1940) war ab von 1990-1998 Pressesprecher von Gerhard Schröder in Niedersachsen und von 1998 bis 2002 Regierungssprecher und Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Im vorliegenden Buch, das 2009 und 2010 verfilmt wurde, erzählt er das bewegende Schicksal seiner Mutter, die mit beiden Kindern und ihren Eltern 1945 aus Danzig flüchtet und nach einem fünfjährigen Zwischenaufenthalt in Rostock 1950 in die Bundesrepublik übersiedelt.

[Schlagwörter: [deutsche Geschichte des 20.Jahrhunderts]]

Artikel-Nr.: BI130730


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Katalog Biographien - Selbstzeugnisse. beim Anbieter Versandantiquariat Dr. Wolfhard Strauch, Deutschland
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Nr. 3
Uwe-Karsten Heye :
München: Wilhelm Heyne Verlag 2011,
Taschenbuch (TB); 204 Seiten -/- Zustand: gut ; als Mängelexemplar gekennzeichnet, Rückseite mit Kratzer, ungelesen ,

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Artikel-Nr.: 58791


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Nr. 4
Heye, Uwe-Karsten
HEYNE TASCHENBUCH, Februar 2011
ISBN 9783453602113

Sofort lieferbar! Ungelesenes Mängelexemplar mit Lagerspuren. Rechnung mit MwSt. Kartoniert / Broschiert, 204 S., 28 S. Bildteil farbig, davon 16 farbig, 18,8cm x 12,0cm x 2,3cm, Geschichte einmal anders: als beispielhafte, emotionale Frauengeschichte<br /> <br />Eine Liebe, die ein ganzes Leben hätte dauern können, der aber nur vier Jahre vergönnt waren. Das Schicksal einer deutschen Familie, wie es ganz ähnlich viele Ostflüchtlinge durchlebt haben. Die bewegende wahre Geschichte von Uwe-Karsten Heyes Familie durch Krieg und Nachkrieg, Flucht und Wiederaufbau ist die Vorlage für eines der aufwendigsten TV-Movies des Jahres!<br /> <br />

Zustand: gut

Artikel-Nr.: 420427


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Nr. 5
Uwe-Karsten Heye
ISBN 345364509X

Verlag: Heyne Verlag, Ausgabe von 2006-01-02, Einband: Taschenbuch, Seiten: 192, das Buch ist in gutem Zustand. Altersgemäße kleinere Mängel sind nicht immer extra aufgeführt.

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: V5062336


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Nr. 6
Uwe-Karsten Heye
Heyne Verlag,
ISBN 9783453602113

Gebraucht -- Gut Taschenbuch

Zustand: gut

Artikel-Nr.: INF3001923645


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Katalog Taschenbücher/Belletristik/Zweisprachige Ausgaben beim Anbieter Rheinberg-Buch e.K., Deutschland
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Nr. 7
Uwe-Karsten Heye
ISBN 3896672614

Verlag: Karl Blessing Verlag, Ausgabe von 2004-09-07, Einband: Gebundene Ausgabe, Seiten: 191, das Buch ist in gutem Zustand. Altersgemäße kleinere Mängel sind nicht immer extra aufgeführt.

[Schlagwörter: Nach Ländern & Kontinenten, Vom Glü ck nur ein Schatten: Eine deutsche Familiengeschichte, Uwe-K]

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: V4682943


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Katalog Nach Ländern & Kontinenten beim Anbieter Erich Butzenlechner, Deutschland
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Nr. 8
Arensky, Anton:
Anton Arensky (geb. 12. Juli (30. Juni) 1861, Nowgorod - gest. 25. (12.) Februar 1906, Perkjarvi bei Terioki, Finnland; heute Zelenogorsk, Russland) "Une songe sur le Volga" Ouvertüre, op. 16 (1888) Vorwort Anton (Antonij) Stepanowitsch Arensky wurde 12. Juli 1861 (30. Juni nach dem in Russland gebräuchlichen Julianischem Kalender) in Nowgorod geboren. Er war das dritte von vier Kindern und wuchs in anspruchsvoll-bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war Arzt, und beide Eltern waren Amateurmusiker - der Vater spielte Cello, Geige und Harmonium; die Mutter war Pianistin. Es verwundert also kaum, dass der junge Anton bald musikalische Interessen entwickelte und bereits mit neun Jahren begann, Lieder un?d Klavierstücke zu komponieren - Werke in genau den Gattungen, in denen er sich später auszeichnen sollte. Im Gegensatz zu vielen heranwachsenden Komponisten seiner Zeit hatte er das Glück, dass die Eltern seine muikalischen Talente förderten. Der Umzug der Familie nach St. Petersburg ermöglichte ihm, noch während seiner Gymnasialjahre Kurse in einer Musikschule zu belegen. 1879 imma-trikulierte Arenski am dortigen Konservatorium, wo er bei Nikolai Rimsky-Korsakow (1844-1908) Komposition und bei Julius Johannsen (1826-1904) Kontrapunkt und Fuge studierte. Noch während der Studienjahre knüpfte er enge Beziehungen zu Rimsky-Korsakow an, die trotz dessen Entrüstung über den oft liederlichen Lebensstil des jüngeren Komponisten (der in seinen späteren Jahren immer stärker von Trunk- und Spielsucht heimgesucht werden sollte) bis zum Tod Arenskys währten. Als Student durfte Arensky sogar den Klavierauszug von Rimsky-Korsakows Oper Snegurotschka anfertigen. 1882 exmatrikulierte Arensky mit der Goldmedaille des Konservatoriums und folgte unverzüglich einer Berufung an das Moskauer Konservatorium, zunächst als Dozent für Musiktheorie, ab 1889 als Professor für Musiktheorie und Komposition. Dort freundete er sich mit Tschaikowsky (1840-1893) und Sergei Tanejew (1856-1915) an, und bald erschienen seine ersten größeren Werke: ein Klavierkonzert f-moll op. 2 (1882) und ?wurde dem jungen Komponisten schnell zum Vorbild, was seinem alten Lehrer wohl nicht gerade gefiel. Arenskys größte Erfolge als Komponist während seiner Amtszeit am Konservatorium waren zweifellos die 1891 uraufgeführte, jedoch schon während der Studentenzeit begonnene Oper Son na Volge (Ein Traum auf der Wolga); das I. Klaviertrio d-moll op. 32 (1894); und das II. Streichquartett a-moll op. 35 (1894), dessen langsamer Satz er für Streichorchester bearbeitete, sowie die noch häufig gespielten Variationen über ein Thema von Tschaikowsky. Unter seinen berühmtesten Schülern waren Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Nikokai Metner (1880-1951), Aleksandr Skrjabin (1872-1915), Aleksandr Gretschaninow (1864-1956) und Reinhold Gliere (1875-1956). 1888 wurde er auch Leiter der Konzerte der Russischen Chorgesellschaft - ein Amt, das er 1895 zusammen mit seinen Verpflichtungen am Moskauer Konservatorium niederlegte, um Mily Balakirew (1837-1910) als Leiter der Hofsängerkapelle in St. Petersburg (und zwar auf Balakirews Empfehlung) zu folgen. Er blieb bis 1901 in diesem Amt, und eine stattliche Pension vom Hofministerium ermöglichte es ihm, sich der Komposition und der Konzerttätigkeit (als Pianist und Dirigent) zu widmen. Rimsky-Korsakow berichtet jedoch, dass Arensky ausgerechnet in dieser Glanzzeit seinen Süchten immer stärker verfiel, und 1903 spürte er die ersten Anzeichen der Lungenkrankheit, an der er kaum drei Jahre später starb. Trotzdem gelang es ihm in seinen zwei letzten Lebensjahren, sich zusammenzuraufen, mit dem Alkohol und dem Kartenspiel aufzuhören, und zwei letzte Hauptwerke zu schaffen: die Oper Nal und Damajanti (1903) und eine Bühnenmusik zu Shakespeares Der Sturm (1905). Das geschichtliche Urteil über Arenskys Schaffen fiel ziemlich hart aus. Die herkömmliche Historiographie der russischen Musik, besonders in englischsprachigen Ländern, geht von einer größtenteils nicht vorhandenen Feindschaft zwischen der "nationalistischen" - also "echten" - Kompositionsschule um Balakirew (das sogenannte "mächtige Häuflein") und dem "Kosmopoliten" Tschaikowsky mit seinen "epigonalen" Anhängern aus, und erst die in den letzten Jahrzehnten erschienenen Arbeiten des amerikanischen Musikwissenschaftlers Richard Taruskin beweisen, wieviel von der damaligen Wirklichkeit diese Historiographie sozusagen unter den Teppich fegte: Tschaikowskys Aneignung der russischen Volksmusik, die Vorliebe der "Nationalisten" für die Symphonie, ihre Besessenheit von den kanonischen Werken deutscher Komponisten und die mannigfaltigen, überaus kollegialen und oft freundschaftlichen Kontakte zwischen Mitgliedern der vermeintlich verfeindeten Lager. In dieser Hinsicht ist es kaum überraschend, dass Arenskys "Eklektizismus" negativ bewertet wurde; es ist schon merkwürdig, welch widersprüchliche Urteile unter dem Mantel des Eklektizismusvorwurfs untergebracht werden können. Arenskys Vorliebe für den strengen Satz beweist seinen "Akademismus", seine Vorliebe für kleine Formen und Gattungen stempelt ihn zum Salonkünstler, sein Hang zu Exotismen verrät ihn als oberflächlichen Koloristen - während sein oft kammermusikalischer Orchestersatz als farblos gilt. Es wäre falsch, Arensky für einen zweiten Tschaikowsky zu halten, aber eine gerechte Bewertung seines Schaffens wird erst jetzt wieder möglich. Anton Arenskys Oper Son na Volge (zu deutsch: Ein Traum an der Wolga) - sein erstes Bühnenwerk - wurde am 2. Januar 1891 (nach der gregorianischen Zeitrechnung) am Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführt. Sie trägt die Opusnummer 16 und wurde 1888 vollendet. Begonnen hat Arensky die Arbeit an dieser Oper jedoch um 1882, was wohl die starke folkloristische Orientierung des musikalischen Stils - nach Andreas Wehrmeyer (in seiner Sammlung Anton Arensky - Komponist im Schatten Tschaikowskys, Berlin, 2001) ein grundsätzliches Charakteristikum von Arenskys Frühwerk - erklärt. Den dramatischen Stoff bekam er von Tschaikowsky buchstäblich geschenkt, denn dieser hat 1868 seine erste Oper (Der Wojewode) nach derselben literarischen Vorlage, einem Drama von Aleksandr Ostrowski (1823-1886), komponiert, später vernichtet, und Arensky das Libretto zur Verfügung gestellt. Ostrowskis Drama handelt von einem alten Heerführer und Statthalter (so heißt "Wojewode" auf deutsch) und seinem oft grausamen Umgang mit den Mädchen, die er heiraten will oder einfach nur begehrt; klugerweise hat Arensky - wie man von einem Schüler Rimsky-Korsakows erwartet - die folkloristisch-phantastischen Elemente im Drama restauriert, die Tschaikowsky gestrichen hatte. Arenskys Ouverture wirkt wie eine eigenartige Mischung aus Potpourri-Ouverture mit ihrer Betonung auf kontrastierenden, den musikalischen Stoff der Oper vorausnehmenden Kleinstsätzen und dem Sonatensatzprinzip mit seinen kontrastierenden Themen und Betonung auf Entwicklung. Der anfängliche Maestoso-Teil schildert wohl die Würde eines Woje-wode; ein Piu mosso-Teil mit gestopften Hörnern und vorbeihuschenden Holzbläsern deutet auf das phantastische Element des Dramas (den Schuldtraum des Wojewode oder den alten Zauberer Mizgir?); es folgt eine kurze Entwicklung der Thematik der zwei Teile, aber genau in der Mitte des Stücks - man möchte sagen, in seinem Herzen - erklingt dreimal, in variierender Besetzung, das russische Volkslied "Vniz po matushke po Wolge" ("Stromabwärts auf Mütterchen Wolga"). Nach einem zweiten Entwicklungsteil erklingt wieder das Anfangsthema in etwas überblasener (und daher nicht völlig überzeugender) Pracht. Die Ouverture zur Oper Son na Volge erschien 1893 bei Jurgenson in Moskau und trägt ausserdem, wohl mit einem Blick auf den internationalen Markt, den französischen Titel Une songe sur le Volga. Man möchte annehmen, die Veröffentlichung des Klavierauszugs erfolgte gleichzeitig oder gleich danach; die Partitur des Ouverture trägt die Verlagsnummer 14708, während die Boge...

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 1112


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Nr. 9
Arensky, Anton:
Anton Arensky (geb. 12. Juli (30. Juni) 1861, Nowgorod - gest. 25. (12.) Februar 1906, Perkjarvi bei Terioki, Finnland; heute Zelenogorsk, Russland) Concerto A-moll, op. 54 pour violon avec accompagnement d'orchestre ou piano (1901) Allegro - Adagio non troppo - Allegro - Tempo di Valse - Allegro Vorwort Anton (Antonij) Stepanowitsch Arensky wurde 12. Juli 1861 (30. Juni nach dem in Russland noch gebräuchlichen Julianischem Kalender) in Nowgorod geboren. Er war das dritte von vier Kindern und wuchs in anspruchsvoll-bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war Arzt, und beide Eltern waren Liebhabermusiker - der Vater spielte Cello, Geige und Harmonium; die Mutter war Pianistin. Es verwundert also kaum, dass der junge Anton bald musikalische Interessen entwickelte, und mit nur neun Jahren begann, Lieder und Klavierstücke zu komponieren - Werke der Gattungen übrigens, in denen er sich später am meisten auszeichnen sollte. Im Gegensatz zu vielen heranwachsenden Komponisten seiner Zeit hatte er das Glück, dass seine Eltern seine muikalischen Interessen förderten. Der Umzug der Familie nach St. Petersburg ermöglichte ihm, noch während seiner Gymnasialjahre Kurse an einer Musikschule zu belegen, und 1879 wurde er Student am dortigen Konservatorium, wo er Komposition bei Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) und Kontrapunkt und Fuge bei Julius Johannsen (1826-1904) studierte. Noch während der Studienjahre hat er eine enge Beziehungen zu Rimski-Korsakow geknüpft, die trotz dessen Entrüstung über den oft liederlichen Lebensstil des jüngeren Kollegen (der in seinen späteren Jahren immer stärker der Trunk- und Spielsucht verfallen sollte) bis zu Arenskys währte Tod. Als Student durfte Arensky sogar den Klavierauszug von Rimski-Korssakows Oper Snegurotschka anfertigen. 1882 exmatrikulierte Arensky mit der Goldmedaille des Konservatoriums und folgte sogleich einer Berufung an das Moskauer Konservatorium, zunächst als Dozent für Musiktheorie, ab 1889 als Professor für Musiktheorie und Komposition. Dort freundete er sich mit Tschaikowsky (1840-1893) und Sergei Tanejew (1856-1915) an, und bald erschienen seine ersten größeren Werke: ein Klavierkonzert f-moll op. 2 (1882) und die I. Symphonie h-moll op. 4 (1883). Tschaikowsky wurde dem jungen Komponisten zum Vorbild, was seinem alten Lehrer nicht unbedingt gefiel. Arenskys größte Erfolge als Komponist während seiner Amtszeit am Konservatorium waren zweifellos die 1891 uraufgeführte, jedoch schon während der Studentenzeit begonnene Oper Son na Volge (Ein Traum auf der Wolga), das I. Klaviertrio d-moll op. 32 (1894) und das II. Streich-quartett a-moll op. 35 (1894), dessen langsamer Satz er für Streichorchester bearbeitete wie auch die noch heute gespielten Variationen über ein Thema von Tschaikowsky. Unter seinen berühmtesten Schülern waren Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Nikokai Metner (1880-1951), Aleksandr Skrjabin (1872-1915), Aleksandr Gretschaninow (1864-1956) und Reinhold Gliere (1875-1956). 1888 wurde er auch Leiter der Konzerte der Russischen Chorgesellschaft - ein Amt, das er 1895 zusammen mit seinen Verpflich-tungen am Moskauer Konservatorium niederlegte, um Mily Balakirew (1837-1910) als Leiter der Hofsängerkapelle in St. Petersburg (und zwar auf Balakirews Empfehlung) zu folgen. Er blieb bis 1901 in diesem Amt, und eine stattliche Pension vom Hofministerium ermöglichte es ihm, sich der Komposition und der Konzerttätigkeit (als Pianist und Dirigent) zu widmen. Rimski-Korssakow berichtet jedoch, dass Arensky ausgerechnet in dieser Glanzzeit seinen Süchten immer stärker verfiel, und 1903 spürte er die ersten Anzeichen der Lungenkrankheit, an der er kaum drei Jahre später starb. Trotzdem gelang es ihm in seinen letzten beiden Lebensjahren, sich dem Alkohol und Kartenspiel zu wiedersetzen, und zwei letzte Hauptwerke zu entstanden: die Oper Nal und Damajanti (1903) und eine Bühnenmusik zu Shakespeares Der Sturm (1905). Das geschichtliche Urteil über Arenskys Schaffen fiel ziemlich hart aus. Die herkömmliche Historiographie der russischen Musik, besonders in englischsprachigen Ländern, geht von einer größtenteils nicht vorhandenen Feindschaft zwischen der "nationalistischen" - also "echten" - Kompositionsschule um Balakirew (das sogenannte "mächtige Häuflein") und dem "Kosmopoliten" Tschaikowsky mit seinen "epigonalen" Anhängern aus, und erst die in den letzten Jahrzehnten erschienenen Arbeiten des amerikanischen Musikwissenschaftlers Richard Taruskin beweisen, wie viel von der damaligen Wirklichkeit durch dieser Historiographie unter den Teppich gekehrt wurde: Tschaikowskys Aneignung der russischen Volksmusik, die Vorliebe der "Nationa-listen" für die Symphonie und ihre Besessenheit von den kanonischen Werken der deutschen Komponisten, die mannigfaltigen, überaus kollegialen und oft freundschaftlichen Kontakte zwischen Mitgliedern der vermeintlich verfeindeten Lager. In dieser Hinsicht ist es kaum überraschend, dass Arenskys "Eklektizismus" negativ bewertet wurde; es ist vielmehr merkwürdig, welch widersprüchliche Urteile unter dem Deckmantel des Eklektizismus untergebracht werden können. Arenskys Vorliebe für den strengen Satz beweist seinen "Akademismus", seine Vorliebe für kleine Formen und Gattungen stempelt ihn zum Salonkünstler ab, sein Hang zu Exotismen verrät ihn als oberflächlichen Koloristen, während sein oft kammermusikalischer Orchestersatz als farblos gilt. Es wäre falsch, Arensky für einen zweiten Tschaikowsky zu halten, aber eine gerechte Bewertung seines Schaffens wird erst jetzt möglich. Anton Arenskys Violinkonzert a-moll op. 54 ist eine Mischung von konservativer Ausdrucksweise und fortschrittlicher Formbehandlung. Einerseits beeindrucken die besondere Transparenz der Orchestrierung und die einfache, jedoch subtil behandelte Harmonik; andererseits lässt Arensky, wohl nach Franz Liszts Beispiel, die verschiedenen Sätze eines großangelegten Werks in einen Satz verschmelzen. In der Werkliste am Ende seines Arensky-Aufsatz im New Grove Dictionary of Music and Musicians (1980 und - bis auf die leicht aufgefrischte Literaturliste - unverändert nachgedruckt in der zweiten Ausgabe von 2001) nennt David Brown 1891 als Entstehungsdatum des Violinkonzerts a-moll op. 54. In seinem "Systematischen Verzeichnis" am Ende der von ihm herausgegebenen Sammlung Anton Arensky - Komponist im Schatten Tschaikowskys (Berlin, 2001) gibt Andreas Wehrmeyer hingegen 1901 an. Für Wehrmeyers Datum scheint kein Geringerer als Arensky selbst zu sprechen. In einem Brief vom 7. Januar 1902 an seinen Freund Tanejev schreibt er: "Ich beschäftige mich jetzt mehr mit dem Komponieren als vorher, als ich noch in der Kapelle war, obwohl mir vier Monate verloren gingen (ich war krank und konnte mich nicht mit Musik beschäftigen), aber ich habe immerhin eine ganze Reihe von Klavierstücken geschrieben - sechs Stücke, zwei Chöre, und ein Violinkonzert mit Orchester [ . . . ]" (das Original befindet sich in Gennadij Tsypins Arensky-Monographie, Moskau, 1966, S. 32). Auch wenn man versucht, die zehnjährige Diskrepanz mit der Annahme einer in der Zwischenzeit unternommenen Überarbeitung zu überbrücken - wie es Michael Cookson in seiner Online-Kritik der CD-Aufnahme bei Hyperion versucht (über http://www.musicweb-international.com/classrev/2009/Apr09/Arensky_cda67642.htm abrufbar), ist kaum anzunehmen, Arensky hätte seinem langjährigen Freund und Kollege eine Überarbeitung eines diesem sicherlich bekannten Originals als ein neues Werk angegeben. Widmungsträger des Violinkonzerts a-moll op. 54 ist der berühmte Violinist und Pädagoge Leopold Auer (1845-1930). Ob Auer - der sich einmal geweigert hatte, Tschaikowskys Violinkonzert uraufzuführen - Arenskys Versuch ausreichend "violinistisch" und seinem ausgesprochen konservativen Geschmack ausreichend sympathisch fand, um bei dessen Uraufführung mitzuwirken, wird erst eine nähere Befassung mit den zeitgenössischen Zeitungskritiken zeigen; Tsypins Monographie, die...

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 1044


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Nr. 10
Arensky, Anton:
Anton Arensky (geb. 12. Juli (30. Juni) 1861, Nowgorod - gest. 25. (12.) Februar 1906, Perkjarvi bei Terioki, Finnland; heute Zelenogorsk, Russland) Fantaisie sur des Chants epiques russes, op. 48 (1892) Vorwort Anton (Antonij) Stepanowitsch Arensky wurde 12. Juli 1861 (30. Juni nach dem in Russland noch gebräuchlichen Julianischem Kalender) in Nowgorod geboren. Er war das dritte von vier Kindern und wuchs in anspruchsvoll-bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war Arzt, und beide Eltern waren Liebhabermusiker - der Vater spielte Cello, Geige und Harmonium; die Mutter war Pianistin. Es verwundert also kaum, dass der junge Anton bald musikalische Interessen entwickelte, und mit nur neun Jahren begann, Lieder und Klavierstücke zu komponieren - Werke der Gattungen übrigens, in denen er sich später am meisten auszeichnen sollte. Im Gegensatz zu vielen heranwachsenden Komponisten seiner Zeit hatte er das Glück, dass seine Eltern seine muikalischen Interessen förderten. Der Umzug der Familie nach St. Petersburg ermöglichte ihm, noch während seiner Gymnasialjahre Kurse an einer Musikschule zu belegen, und 1879 wurde er Student am dortigen Konservatorium, wo er Komposition bei Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) und Kontrapunkt und Fuge bei Julius Johannsen (1826-1904) studierte. Noch während der Studienjahre hat er eine enge Beziehungen zu Rimski-Korsakow geknüpft, die trotz dessen Entrüstung über den oft liederlichen Lebensstil des jüngeren Kollegen (der in seinen späteren Jahren immer stärker der Trunk- und Spielsucht verfallen sollte) bis zu Arenskys währte Tod. Als Student durfte Arensky sogar den Klavierauszug von Rimski-Korssakows Oper Snegurotschka anfertigen. 1882 exmatrikulierte Arensky mit der Goldmedaille des Konservatoriums und folgte sogleich einer Berufung an das Moskauer Konservatorium, zunächst als Dozent für Musiktheorie, ab 1889 als Professor für Musiktheorie und Komposition. Dort freundete er sich mit Tschaikowsky (1840-1893) und Sergei Tanejew (1856-1915) an, und bald erschienen seine ersten größeren Werke: ein Klavierkonzert f-moll op. 2 (1882) und die I. Symphonie h-moll op. 4 (1883). Tschaikowsky wurde dem jungen Komponisten zum Vorbild, was seinem alten Lehrer nicht unbedingt gefiel. Arenskys größte Erfolge als Komponist während seiner Amtszeit am Konservatorium waren zweifellos die 1891 uraufgeführte, jedoch schon während der Studentenzeit begonnene Oper Son na Volge (Ein Traum auf der Wolga), das I. Klaviertrio d-moll op. 32 (1894) und das II. Streich-quartett a-moll op. 35 (1894), dessen langsamer Satz er für Streichorchester bearbeitete wie auch die noch heute gespielten Variationen über ein Thema von Tschaikowsky. Unter seinen berühmtesten Schülern waren Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Nikokai Metner (1880-1951), Aleksandr Skrjabin (1872-1915), Aleksandr Gretschaninow (1864-1956) und Reinhold Gliere (1875-1956). 1888 wurde er auch Leiter der Konzerte der Russischen Chorgesellschaft - ein Amt, das er 1895 zusammen mit seinen Verpflichtungen am Moskauer Konservatorium niederlegte, um Mily Balakirew (1837-1910) als Leiter der Hofsängerkapelle in St. Petersburg (und zwar auf Balakirews Empfehlung) zu folgen. Er blieb bis 1901 in diesem Amt, und eine stattliche Pension vom Hofministerium ermöglichte es ihm, sich der Komposition und der Konzerttätigkeit (als Pianist und Dirigent) zu widmen. Rimski-Korssakow berichtet jedoch, dass Arensky ausgerechnet in dieser Glanzzeit seinen Süchten immer stärker verfiel, und 1903 spürte er die ersten Anzeichen der Lungenkrankheit, an der er kaum drei Jahre später starb. Trotzdem gelang es ihm in seinen letzten beiden Lebensjahren, sich dem Alkohol und Kartenspiel zu wiedersetzen, und zwei letzte Hauptwerke zu entstanden: die Oper Nal und Damajanti (1903) und eine Bühnenmusik zu Shakespeares Der Sturm (1905). Das geschichtliche Urteil über Arenskys Schaffen fiel ziemlich hart aus. Die herkömmliche Historiographie der russischen Musik, besonders in englischsprachigen Ländern, geht von einer größtenteils nicht vorhandenen Feindschaft zwischen der "nationalistischen" - also "echten" - Kompositionsschule um Balakirew (das sogenannte "mächtige Häuflein") und dem "Kosmopoliten" Tschaikowsky mit seinen "epigonalen" Anhängern aus, und erst die in den letzten Jahrzehnten erschienenen Arbeiten des amerikanischen Musikwissenschaftlers Richard Taruskin beweisen, wie viel von der damaligen Wirklichkeit durch dieser Historiographie unter den Teppich gekehrt wurde: Tschaikowskys Aneignung der russischen Volksmusik, die Vorliebe der "Nationa-listen" für die Symphonie und ihre Besessenheit von den kanonischen Werken der deutschen Komponisten, die mannigfaltigen, überaus kollegialen und oft freundschaftlichen Kontakte zwischen Mitgliedern der vermeintlich verfeindeten Lager. In dieser Hinsicht ist es kaum überraschend, dass Arenskys "Eklektizismus" negativ bewertet wurde; es ist vielmehr merkwürdig, welch widersprüchliche Urteile unter dem Deckmantel des Eklektizismus untergebracht werden können. Arenskys Vorliebe für den strengen Satz beweist seinen "Akademismus", seine Vorliebe für kleine Formen und Gattungen stempelt ihn zum Salonkünstler ab, sein Hang zu Exotismen verrät ihn als oberflächlichen Koloristen, während sein oft kammermusikalischer Orchestersatz als farblos gilt. Es wäre falsch, Arensky für einen zweiten Tschaikowsky zu halten, aber eine gerechte Bewertung seines Schaffens wird erst jetzt möglich. Die sogenannte "Rjabinin-Phantasie" - auf dem Titelblatt der Erstausgabe: Fantaisie sur des Chants epiques russes chantes par J. T. Riabinine par piano avec orchestre - scheint auf dem ersten Blick Arensky als Nationalisten zu betonen. In gewisser Hinsicht stimmt das. Die Anregung zur Komposition ist wohlbekannt: Gegen Ende des Jahres 1892 wurde Iwan Trofimovich Rjabinin (1844-?) zur Aufführung im Kleinen Saal des Moskauer Konservatoriums eingeladen. Rjabinin, Sohn des berühmten Sängers Trofim Grigorievich Riabinin (1791-1885), wird in der Fachliteratur unterschiedlich als (vorzeitiger) Ethnomusikologe, Sammler russischer Volksepen, Sänger und Landarbeiter beschrieben. Im Konzertsaal saß nebem Arensky der damals siebzehnjärige Pianist Aleksandr Borisovich Gol'denveizer (1875-1961), dessen Erinnerungen an das Konzert zum ersten Mal in einer Dissertation über Arensky erschienen, geschrieben von einer gewissen N. Ussubaya, später dann in Gennady Tsypins auch heute noch als Standardwerk geltender Monographie über den Komponisten (Moskau, 1966): "Ich sah, wie er Rjabinins Weisen in sein Skizzenheft niederschrieb. Ob er nur die zwei niederschrieb, die im Fundament der "Fantasie" stehen, oder weitere - das ist mir unbekannt." Zur "nationalistischen" Eigenschaft des Werks hingegen muss man Andreas Wehrmeyer (in einem Aufsatz in dem von ihm herausgegebenen Sammlung Anton Arensky - Kompo-nist im Schatten Tschaikowskys, Berlin, 2001) Recht geben: "[S]elbst die Rjabinin-Phantasie für Klavier und Orchester op. 48 gibt sich hinsichtlich ihrer stilistischen und kompositionstechnischen Mittel entschieden westlich-international; die Weisen des Iwan Rjabinin (das thematische Material) sind nur als Ausgang von Belang, gleichsam als objet trouve, mit dem sich frei arbeiten und dem Arensky allerlei 'Uneigenes' angedeihen lässt." Die frühe Beliebtheit der Fantaisie sur des Chants epiques russes chantes par J. T. Riabinine par piano avec orchestre steht ausser Frage, obwohl genaue Daten in der Sekun-därliteratur fehlen. Man nehme an, Arensky habe sie für den eigenen Gebrauch geschrieben - Tsypin nennt ihn als "einen der ersten" Exponenten des Werks - und habe sie wohl uraufgeführt. Die Partitur und eine Bearbeitung vom Komponisten für zwei Klaviere erschienen 1900 bei Jürgenson, Moskau. Beide Fassungen sind mehrmals nachgedruckt worden, vorwiegend von sowjetischen Verlagen. Dass sie heutzutage so selten aufgeführt wird, liegt zweifellos an der heutigen Art, Konzertprogramme zu gestalten: Wo findet man j...

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Arensky, Anton:
Anton Arensky (geb. 12. Juli (30. Juni) 1861, Nowgorod - gest. 25. (12.) Februar 1906, Perkjarvi bei Terioki, Finnland; heute Zelenogorsk, Russland) Suite pour grand orchestre tiree du ballet "Nuits d'Egypte", op. 50a I Ouverture II Danse d'Arsinoe et des esclaves III Danse des Juives IV Danse des Ghazies V Charmeuse des serpents VI Pas de deux VII Entree solennelle d'Antoine Anton (Antonij) Stepanowitsch Arensky wurde 12. Juli 1861 (30. Juni nach dem in Russland noch gebräuchlichen Julianischem Kalender) in Nowgorod geboren. Er war das dritte von vier Kindern und wuchs in anspruchsvoll-bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war Arzt, und beide Eltern waren Liebhabermusiker - der Vater spielte Cello, Geige und Harmonium; die Mutter war Pianistin. Es verwundert also kaum, dass der junge Anton bald musikalische Interessen entwickelte, und mit nur neun Jahren begann, Lieder und Klavierstücke zu komponieren - Werke der Gattungen übrigens, in denen er sich später am meisten auszeichnen sollte. Im Gegensatz zu vielen heranwachsenden Komponisten seiner Zeit hatte er das Glück, dass seine Eltern seine muikalischen Interessen förderten. Der Umzug der Familie nach St. Petersburg ermöglichte ihm, noch während seiner Gymnasialjahre Kurse an einer Musikschule zu belegen, und 1879 wurde er Student am dortigen Konservatorium, wo er Komposition bei Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) und Kontrapunkt und Fuge bei Julius Johannsen (1826-1904) studierte. Noch während der Studienjahre hat er eine enge Beziehungen zu Rimski-Korsakow geknüpft, die trotz dessen Entrüstung über den oft liederlichen Lebensstil des jüngeren Kollegen (der in seinen späteren Jahren immer stärker der Trunk- und Spielsucht verfallen sollte) bis zu Arenskys währte Tod. Als Student durfte Arensky sogar den Klavierauszug von Rimski-Korssakows Oper Snegurotschka anfertigen. 1882 exmatrikulierte Arensky mit der Goldmedaille des Konservatoriums und folgte sogleich einer Berufung an das Moskauer Konservatorium, zunächst als Dozent für Musiktheorie, ab 1889 als Professor für Musiktheorie und Komposition. Dort freundete er sich mit Tschaikowsky (1840-1893) und Sergei Tanejew (1856-1915) an, und bald erschienen seine ersten größeren Werke: ein Klavierkonzert f-moll op. 2 (1882) und die I. Symphonie h-moll op. 4 (1883). Tschaikowsky wurde dem jungen Komponisten zum Vorbild, was seinem alten Lehrer nicht unbedingt gefiel. Arenskys größte Erfolge als Komponist während seiner Amtszeit am Konservatorium waren zweifellos die 1891 uraufgeführte, jedoch schon während der Studentenzeit begonnene Oper Son na Volge (Ein Traum auf der Wolga), das I. Klaviertrio d-moll op. 32 (1894) und das II. Streich-quartett a-moll op. 35 (1894), dessen langsamer Satz er für Streichorchester bearbeitete wie auch die noch heute gespielten Variationen über ein Thema von Tschaikowsky. Unter seinen berühmtesten Schülern waren Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Nikokai Metner (1880-1951), Aleksandr Skrjabin (1872-1915), Aleksandr Gretschaninow (1864-1956) und Reinhold Gliere (1875-1956). 1888 wurde er auch Leiter der Konzerte der Russischen Chorgesellschaft - ein Amt, das er 1895 zusammen mit seinen Verpflich-tungen am Moskauer Konservatorium niederlegte, um Mily Balakirew (1837-1910) als Leiter der Hofsängerkapelle in St. Petersburg (und zwar auf Balakirews Empfehlung) zu folgen. Er blieb bis 1901 in diesem Amt, und eine stattliche Pension vom Hofministerium ermöglichte es ihm, sich der Komposition und der Konzerttätigkeit (als Pianist und Dirigent) zu widmen. Rimski-Korssakow berichtet jedoch, dass Arensky ausgerechnet in dieser Glanzzeit seinen Süchten immer stärker verfiel, und 1903 spürte er die ersten Anzeichen der Lungenkrankheit, an der er kaum drei Jahre später starb. Trotzdem gelang es ihm in seinen letzten beiden Lebensjahren, sich dem Alkohol und Kartenspiel zu wiedersetzen, und zwei letzte Hauptwerke zu entstanden: die Oper Nal und Damajanti (1903) und eine Bühnenmusik zu Shakespeares Der Sturm (1905). Das geschichtliche Urteil über Arenskys Schaffen fiel ziemlich hart aus. Die herkömmliche Historiographie der russischen Musik, besonders in englischsprachigen Ländern, geht von einer größtenteils nicht vorhandenen Feindschaft zwischen der "nationalistischen" - also "echten" - Kompositionsschule um Balakirew (das sogenannte "mächtige Häuflein") und dem "Kosmopoliten" Tschaikowsky mit seinen "epigonalen" Anhängern aus, und erst die in den letzten Jahrzehnten erschienenen Arbeiten des amerikanischen Musikwissen-schaftlers Richard Taruskin beweisen, wie viel von der damaligen Wirklichkeit durch dieser Historiographie unter den Teppich gekehrt wurde: Tschaikowskys Aneignung der russischen Volksmusik, die Vorliebe der "Nationa-listen" für die Symphonie und ihre Besessenheit von den kanonischen Werken der deutschen Komponisten, die mannigfaltigen, überaus kollegialen und oft freundschaftlichen Kontakte zwischen Mitgliedern der vermeintlich verfeindeten Lager. In dieser Hinsicht ist es kaum überraschend, dass Arenskys "Eklek-tizismus" negativ bewertet wurde; es ist vielmehr merkwürdig, welch widersprüchliche Urteile unter dem Deckmantel des Eklektizismus untergebracht werden können. Arenskys Vorliebe für den strengen Satz beweist seinen "Akademismus", seine Vorliebe für kleine Formen und Gattungen stempelt ihn zum Salonkünstler ab, sein Hang zu Exotismen verrät ihn als oberflächlichen Koloristen, während sein oft kammermusikalischer Orchestersatz als farblos gilt. Es wäre falsch, Arensky für einen zweiten Tschaikowsky zu halten, aber eine gerechte Bewertung seines Schaffens wird erst jetzt möglich. Arensky komponierte sein Ballett Nuits d'Egypte im Laufe des Jahres 1900. In seiner Dokumentensammlung Anton Arensky - Komponist im Schatten Tschaikowskys (Berlin, 2001) vermutet Andreas Wehrmeyer, Arenskys Freude über das nahende Ende seiner Verpflichtungen an der Hofsängerkapelle löste eine relativ kurze Periode erhöhter Produktivität aus: im selben Jahr schrieb er ein Klavierquintett (op. 51), im Jahr zuvor die Kantate Der Springbrunnen von Bachtschissarai (op. 46) und die sogenannte "Rjabinin-Phantasie" für Klavier und Orchester (op. 48; Repertoire Explorer 877). Die Handlung des Balletts ist der Novelle Une nuit de Cleopatre (1845) von Theophile Gautier (1811-1872) entnommen; merkwürdig an Arenskys Musik ist das weitgehende Fehlen von ausgerechnet jenen musikalischen Exotisismen, die so leicht und häufig in den Werken seiner Zeitgenossen vorkommen. Nur an zwei Stellen in den sieben dem Ballett entnommenen Sätzen, die die vorliegende Suite ausmachen, sind solche Exotismen überhaupt zu spüren: in der "Charmeuse des serpents" mit ihren charakteristisch "orientalischen" melodischen Tonstufen (kleine Sexten, grosse Septimen) und im Seitenthema des letzten Satzes mit ihrer (eher türkisch anmutendem) Schlagzeugpartie. Wie soviele grössere Bühnenwerke, auch die von grossen Komponisten, musste Nuits d'Egypte lang auf die Uraufführung warten. Diese fand erst im März 1908, also zwei Jahre nach dem Tod des Komponisten, am Petersburger Mariinsky Theater statt. Sein grosser Erfolg war nicht nur der Musik, sondern sicherlich auch der Choreographie von Michel Fokine (1880-1942) zu verdanken; auf ähnliche Weise erzielte Serge Diaghilev (1872-1929) beachtenswerte Erfolge mit dem Ballett in den Programmen seiner Pariser "Saisons russes". Nuits d'Egypte wurde zunächst 1900 vom Moskauer Verleger Jurgenson als Klavier-auszug veröffentlicht; die Bearbeitung stammt wohl vom Komponisten. Zwei Jahre später erschienen, auch bei Jurgenson, eine Bearbeitung für Klavier vierhändig von Max Lippold und die vorliegende Suite. Es liegt nahe, Jurgenson habe eine baldige Aufführung des Balletts erwartet; und die Veröffentlichung der Suite ausgerechnet zu einer Zeit, als Arensky sich als gesuchter Dirigent profilierte, lässt vermuten, dass diese vom Komponisten selbst uraufgeführt wurde - was sich aber leider nicht mehr bestätigen läs...

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Nr. 12
Arensky, Anton:
Arensky 61, Nowgorod - gest. 25. (12.) Februar 1906, Perkjarvi bei Terioki, Finnland; heute Zelenogorsk, Russland) Suite pour orchestre, op. 7 I Variations sur un theme russe II Air de danse III Scherzo IV Basso ostinato V Marche Vorwort Anton (Antonij) Stepanowitsch Arensky wurde 12. Juli 1861 (30. Juni nach dem in Russland gebräuchlichen Julianischem Kalender) in Nowgorod geboren. Er war das dritte von vier Kindern und wuchs in anspruchsvoll-bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war Arzt, und beide Eltern waren Liebhabermusiker - der Vater spielte Cello, Geige und Harmonium; die Mutter war Pianistin. Es verwundert also kaum, dass der junge Anton bald musikalische Interessen entwickelte, und bereits mit neun Jahren begann, Lieder und Klavierstücke zu komponieren - Werke in genau den Gattungen, in denen er sich später am auszeichnen würde. Im Gegensatz zu vielen heranwachsenden Komponisten seiner Zeit hatte er das Glück, dass die Eltern seine muikalische Laufbahn förderten. Der Umzug der Familie nach St. Petersburg ermöglichte ihm, noch während seiner Gymnasialjahre Kurse in einer Musikschule zu belegen, und 1879 wurde er Student am dortigen Konservatorium. Bei Nikolai Rimsky-Korsakow (1844-1908) studierte er Komposition und bei Julius Johannsen (1826-1904) Kontrapunkt und Fuge. Noch während der Studienjahre knüpfte er eine enge Beziehung zu Rimsky-Korsakow an, die trotz dessen Entrüstung über den oft liederlichen Lebensstil des jüngeren Komponisten (der in seinen späteren Jahren immer stärker von Trunk- und Spielsucht heimgesucht wurde) bis zum Tod Arenskys währte. Als Student durfte Arensky sogar den Klavierauszug von Rimsky-Korsakows Oper Snegurotschka anfertigen. 1882 exmatrikulierte Arensky mit der Goldmedaille des Konservatoriums und folgte unverzüglich einer Berufung an das Moskauer Konservatorium, zunächst als Dozent für Musiktheorie, ab 1889 als Professor für Musiktheorie und Komposition. Dort freun-dete er sich mit Tschaikowsky (1840-1893) und Sergei Tanejew (1856-1915) an, und bald erschienen seine ersten größeren Werke: ein Klavierkonzert f-moll op. 2 (1882) und die I. Symphonie h-moll op. 4 (1883). Tschaikowsky wurde dem jungen Komponisten schnell zum Vorbild, was seinem alten Lehrer wohl nicht gerade gefiel. Arenskys größte Erfolge als Komponist während seiner Amtszeit am Konservatorium waren zweifellos die 1891 uraufgeführte, jedoch schon während der Studentenzeit begonnene Oper Son na Volge (Ein Traum auf der Wolga); das I. Klaviertrio d-moll op. 32 (1894); und das II. Streichquartett a-moll op. 35 (1894), dessen langsamer Satz er für Streichorchester bearbeitete wie die noch häufig gespielten Variationen über ein Thema von Tschaikowsky. Unter seinen berühmtesten Schülern waren Sergej Rachmaninoff (1873-1943), Nikokai Metner (1880-1951), Aleksandr Skrjabin (1872-1915), Aleksandr Gretschaninow (1864-1956) und Reinhold Gliere (1875-1956). 1888 wurde er auch Leiter der Konzerte der Russischen Chorgesellschaft - eine Amt, das er 1895 zusammen mit seinen Verpflichtungen am Moskauer Konservatorium niederlegte, um Mily Balakirew (1837-1910) als Leiter der Hofsängerkapelle in St. Petersburg (und zwar auf Balakirews Empfehlung ) zu folgen. Er blieb bis 1901 in diesem Amt, und eine stattliche Pension vom Hofministerium ermöglichte es ihm, sich der Komposition und der Konzerttätigkeit (als Pianist und Dirigent) zu widmen. Rimsky-Korsakow berichtet jedoch, dass Arensky ausgerechnet in dieser Glanzzeit seinen Süchten immer stärker verfiel, und 1903 spürte er die ersten Anzeichen der Lungenkrankheit, an der er kaum drei Jahre später starb. Trotzdem gelang es ihm in seinen zwei letzten vollen Lebensjahren, sich zusammenzuraffen, mit dem Alkohol und dem Kartenspiel aufzuhören, und zwei letzte Hauptwerke zu schaffen: die Oper Nal und Damajanti (1903) und eine Bühnenmusik zu Shakespeares Der Sturm (1905). Das geschichtliche Urteil über Arenskys Schaffen fiel ziemlich hart aus. Die herkömmliche Historiographie der russischen Musik, besonders in englischsprachigen Ländern, geht von einer größtenteils nicht vorhandene Feindschaft zwischen der "nationalisti-schen" - also "echten" - Kompositionsschule um Balakirew (das sogenannte "mächtige Häuflein") und dem "Kosmopoliten" Tschaikowsky mit seinen "epigonalen" Anhängern aus, und erst die in den letzten Jahrzehnten erschienenen Arbeiten des amerikanischen Musikwissenschaftlers Richard Taruskin beweisen, wie viel von der damaligen Wirklichkeit von dieser Historiographie sozusagen unter den Teppich gefegt wurde: Tschaikowskys Aneignung der russischen Volksmusik, die Vorliebe der "Nationalisten" für die Symphonie, ihre Besessenheit von den kanonischen Werken deutscher Komponisten und die mannigfaltigen, überaus kollegialen und oft freund-schaftlichen Kontakte zwischen Mitgliedern der vermeintlich verfeindeten Lager. In dieser Hinsicht ist es kaum überraschend, dass Arenskys "Eklektizismus" negativ bewertet wurde; es ist schon merkwürdig, welch widersprüchliche Urteile unter dem Mantel des Eklektizismusvorwurfs untergebracht werden können. Arenskys Vorliebe für den strengen Satz beweist seinen "Akademismus", seine Vorliebe für kleine Formen und Gattungen stempelt ihn zum Salonkünstler ab, sein Hang zu Exotismen verrät ihn als oberflächlichen Kolorist - während sein oft kammermusikalischer Orchestersatz als farblos gilt. Es wäre falsch, Arensky für einen zweiten Tschaikowsky zu halten, aber eine gerechte Bewertung seines Schaffens wird erst jetzt wieder möglich. War Anton Arenskys Erste Symphonie, op. 4 (Repertoire Explorer 886) ein Beweis seiner Fähigkeit, die musikalischen Mittel rasch zu beherrschen, so ist seine zwei Jahre später (1885) entstandene Suite pour orchestre, op. 7 ohne Zweifel das Werk eines jungen Meisters. Zu seinem schon in dem früheren Werk reichlich bewiesenen Klangsinn gesellt sich jetzt ein vertieftes, überaus natürliches Formgefühl: Das Schablonenhafte in der Behandlung der Form fällt gänzlich weg. Das merkt man schon im ersten Satz, der aus einer sinnvoll abgerundeten Reihe von Variationen über das russische Volkslied "Sie dreht den Besen" besteht. Sowohl ausdrucksmässig als auch in metrischer Hinsicht erinnert der zweite Satz, ein Walzer im Fünfvierteltakt, stark an den entsprechenden Satz aus Tschaikowskys Symphonie Pathetique, und es ist reizvoll zu spekulieren, ob hier der jüngere Komponist den älteren Meister doch irgendwie beeinflusst haben könnte. Der dritte Satz ist ein glänzendes, mit Zügen der russischen Volksmelodik durchsetztes Scherzo. Der darauffolgende Basso ostinato ist der einizge der fünf Sätze, der nicht ursprünglich für die Suite konzipiert wurde. Er entpuppt sich als die Orchestrierung des gleichnamigen Klavierstücks (op. 5, Nr. 5), das als einer von Arenskys frühen Erfolge gilt - es war z.B. unter den Lieblingsstücken von Sergei Tanejew (1856-1915). In seiner neuen Fassung wurde das Stück auch in Orchesterkonzerten sozusagen ein Schlager: Im Januar 1895 schrieb der russische Pianist, Dirigent und Komponist Alexander Siloti (1863-1945) an Tanejew, allein dieser eine Basso ostinatohabe ausgereicht, Arensky in England berühmt zu machen. Nur eine einzige Stimme zeigte sich reserviert, nämlich die seines Vorbilds Tschaikowsky. In einem Brief an Arensky vom September 1885 (zitiert nach Anton Arensky - Komponist im Schatten Tschaikowskys, hrsg. Andreas Wehrmeyer, Berlin 2001) gab er dem jüngeren Komponisten seinen Verdacht Ausdruck, seine "Manie für fünfzeitige Takte" würde zur Gewohnheit. Denn dieser Satz, wie auch der Walzer, steht im Fünfvierteltakt. Wäre es nicht sinnvoller gewesen - so Tschaikowsky - den Satz "als 3/4-, vielleicht auch als 6/4Takt" umzunotieren? Und er schreibt die ersten dreieinhalb Takte der Melodielinie "korrekt", nunmehr als sechs 3/4-Takte. Aber Tschaikowskys Darstellung greift viel zu kurz, denn die rhythmische Mehrdeutigkeit der Melodielinie lässt sich nur ungenügend auf Dreivierteltakte wie auch auf Fünfvi...

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Nr. 13
13/2000, Schock-Therapie für die Bahn - langsam,teuer, unflexibel - DER SPIEGEL
DER SPIEGEL
Titel Bahnfahrt an die Börse: Die rot-grüne Regierung macht Ernst: Nach der Stahlindustrie und den Werften soll nun die Bahn in die Moderne geführt werden. Die Beschäftigten müssen Opfer bringen - und am Ende wird auch der Staat noch einmal helfen müssen. (S. 22) * Schluss mit der Oma-Politik : Verkehrsminister Reinhard Klimmt über den Sparkurs der Bahn (S. 26) * Zu spät, zu voll, zu dreckig: Frustrierte Mitarbeiter, genervte Kunden, verlotterte Gleise und Bahnhöfe - die Krise der Bahn, eine Folge jahrzehntelangen Schlendrians, ist offensichtlich. Pläne zur Sanierung des Schienenunternehmens gibt es reichlich - sie müssen nur umgesetzt werden. (S. 120) * Profit auf der Nebenstrecke: Bahn und Länder suchen nach neuen Modellen für den Verkehr in der Region. (S. 124) 30 GRÜNE - Letzte Rettung: Sind die Postenkämpfe an der Grünen-Spitze bald vorbei? Renate Künast tritt an. Doch Joschka Fischer hat sich von seiner Partei innerlich verabschiedet. * 30 Die Grünen als Lemminge * 32 FAHNDUNG - Phantom im Dschungel: Ludwig-Holger Pfahls gilt als eine der Schlüsselfiguren im Schmiergeld-Skandal um die umstrittene Fuchs -Panzerlieferung an Saudi-Arabien. Im Juli 1999 tauchte der mit Haftbefehl gesuchte Ex-Staatssekretär und -Geheimdienstler in Asien unter. Jetzt suchen ihn BKA-Fahnder auf Bali. * 35 KORRUPTION - Unsere Aktivitäten haben zu Zahlungen geführt : Der ehemalige Elf-Aquitaine-Chef Loik Le Floch-Prigent über Schmiergeldvorwürfe und den Einstieg seines Konzerns bei Leuna/Minol * 36 Millionen für Elf-Berater: Zoll sicherte brisante Unterlagen im Leuna-Fall * 37 AFFÄREN - 3 Suisses für die CDU: Als Kanzler hat Bimbes-Sammler Kohl Großspenden stückeln lassen, um die Namen von CDU-Gönnern geheim zu halten - wider den Geist des Parteiengesetzes. * 38 CDU - Angst vor Angela: Nach ihrer Nominierung zur Parteichefin begann Angela Merkel mit einem unglücklichen Auftritt. Doch im Osten ist sie eine ernste Herausforderung für SPD und PDS. * 40 BILDUNG - Ausfall im System: Die Computer-Branche sucht verzweifelt nach Programmierern und Internet-Experten. Verpasst Deutschland den Boom im neuen Net-Business? Die Hochschulen sind überfordert. Der Import von Software-Ingenieuren aus Indien wird zum Wahlkampfthema. 82 ZEITGESCHICHTE - Das Wiener Modell: Aus Stasi-Archiven tauchten Akten auf, die Adolf Eichmanns Wüten in Österreich nach dem Anschluss 1938 dokumentieren. Der spätere Holocaust-Organisator vertrieb mit antisemitischem Terror mehr als 100 000 Juden aus ihrer Heimat. * 88 LUFTFAHRT - Tod über den Wolken: Weil immer mehr ältere Menschen fliegen, häufen sich Notfälle an Bord. Viele Airlines rüsten ihre Flotte mit Elektroschockern zur Reanimation aus. * 90 STASI - Der Untertan, Ausgabe Ost: Er war so gierig auf die Macht, dass er seine Vergangenheit und die 33 Stasi-Ordner glatt vergaß. Darum fiel nach der Wende keiner tiefer als Wolfgang Schnur. Demnächst soll der ehemalige Rechtsanwalt wegen versuchten Betrugs vor Gericht. 98 WINTERSPORT - Sauberer Berg: Seit Jahren hält sich auf dem Bildschirm und in Gazetten die Mär von der einzigen FKK-Loipe der Welt in den Alpen. * 102 BEAMTE - Gefährliche Geneigtheit: Mit hohen Gehältern wirbt die Wirtschaft qualifizierte Beamte ab. Nun soll der Exodus gestoppt werden. 132 SPRINGER-VERLAG - Operation Käse : Mit eigenen TV-Produktionen wollte Springer-Chef August Fischer den Zeitungskonzern ins elektronische Zeitalter führen. Doch der Einstieg ins Fernsehgeschäft ging daneben. Nach millionenschweren Fehlinvestitionen wird nun auch über einen Ausstieg nachgedacht. * 136 EROTIK-TV - Fräuleins Wunder: RTL 2 verschärft weiter das Programm: Das Sex-Magazin Peep! soll eine neue Moderatorin bekommen - blonder und üppiger als all ihre Vorgängerinnen. * 140 INTERNET - Die Lümmel aus Santa Clara: Die Yahoo-Gründer Jerry Yang und David Filo bauten ihre Suchmaschine zu einem Medienkonzern modernen Typs aus: mit Inhalten und Shopping-Seiten. Schon spekuliert die Branche über einen Zusammenschluss nach dem Vorbild von AOL/Time Warner. * 148 DIGITALES BUCH - Schauder auf Verlangen: Zum ersten Mal veröffentlichte ein Bestseller-Autor sein neues Erzählwerk zuerst und ausschließlich im Internet: Horror-Meister Stephen King. Der sensationelle Erfolg dieser Premiere markiert für die Verlagsbranche den Beginn einer neuen Ära. 248 ARCHITEKTUR - Sehnsucht nach Säulen: Historistische Neubauten werden immer beliebter. Doch Fachleute spotten über die röhrenden Hirsche aus Stein, an der Uni kommt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu kurz. So entstehen allerorten verspielte, halbherzig traditionelle Hotels und Villen, die nur eines verbindet: Sie wenden sich ab von der Bauhaus-Kiste, und sie sind gut verkäuflich. * 254 FILM - Der Zweitbeste: Woody Allens jüngster Film Sweet and Lowdown , die Biografie eines fabulösen Jazz-Gitarristen, huldigt dem Sound und der Sentimentalität der dreißiger Jahre. Von Bernd Wilms * 260 AUTOREN - Macht und tödliche Konflikte: Die Journalistin Liza Marklund wurde mit ihrem raffinierten Krimidebüt Olympisches Feuer zur neuen Kultfigur Schwedens. * 264 AUTOREN - Das hatte biblische Ausmaße : Walter Kempowski dokumentiert in seinem einzigartigen Zitatwerk Echolot fremde Stimmen mit Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg - der dritte Teil ist in Vorbereitung. Bisher hat der Schriftsteller über eigene Erlebnisse im Bombenhagel nur zögerlich Auskunft gegeben. * 268 LITERATUR - Pirat im Meer der Harmlosigkeit: Haruki Murakami ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Japans und ein Held der jüngeren Generation. Sein neuer Roman Gefährliche Geliebte verherrlicht, gegen die Tradition des Landes, das Glück des Individuums. 274 POP - Club der Betrogenen: Kritiker-Hymnen, Karriere-Tiefschläge und nun eine Oscar-Nominierung: Aimee Mann und Michael Penn sind Amerikas brillantestes Songwriter-Ehepaar. * 278 THEATER - Chorprobe im Leichenkabinett: Ein Jahr nach dem Selbstmord der Autorin Sarah Kane präsentiert die Berliner Schaubühne das Kane-Stück Gier erstmals auf Deutsch - einen todessüchtigen Klagegesang. 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Von Wolfgang Höbel * Gesellschaft 161 RELIGIOSITÄT - Raststätte für die Seele : Klaus Vornberger, 40, Pfarrer der Autobahnkirche St. Christophorus in Baden-Baden-Sandweier, über Rasen und Rasten * 162 JUGEND - Leicht verkrampfte Zuversicht: Leistungsbereit und ziemlich optimistisch macht sich die Generation 2000 auf den Weg - so ein zentrales Ergebnis der neuesten Shell-Studie. Aber die Welt der jungen Leute ist noch sehr viel bunter - und zeigt ihre Schatten: Das Interesse an Politik sinkt, die Ausländerfeindlichkeit sitzt tief. * 172 SATIRE - Das so genannte Obszöne: Die Humoristen Eckhard Henscheid und Gerhard Henschel beklagen in einem 600-Seiten-Pamphlet die Schamlosigkeit des zu Ende gegangenen Jahrhunderts - und scheren dabei politische Massenmörder, Models und banale Blödiane über einen Kamm. 284 TIERE - Geniestreich der Kläffer: Ist der beste Freund des Menschen nur ein Sozialschmarotzer? Genforscher haben rekonstruiert, wie der Hund auf den Menschen kam. Bei der Entschlüsselung des Hunde-Erbguts fahnden die Biologen zudem nach den genetischen Ursachen von Krankheiten - zum Wohle der Menschen. * 286 Wir sind eine große Fliege : Die Analyse des Fruchtfliegen-Erbguts hat Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Insekt aufgedeckt - eine Chance für die Medizin? * 290 AUTOMOBILE - Sensibler Riese: Mit seinem intelligenten Lastwagen Actros hat Mercedes eine beispiellose Pannenserie produziert. Nun versucht sich auch Erzrivale MAN mit einer Hightech-Zugmaschine. * 292 AFFÄREN - Methode Münchhausen: Getürkte Experimente, manipulierte Labordaten: Im deutschen Wissenschaftsbetrieb machen sich Mogler und Schönschreiber breit. Fahnder der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind den Fälschern auf der Spur. * 298 KÖRPERKULT - Freiwillig ins Folterstudio: Sie lassen sich die Zunge spalten, Hautstreifen vom Leib ziehen oder Narben ins Fleisch brennen: Anhänger der Body Modification eifern mit ihren Ritualen den Naturvölkern nach. Mediziner und Psychologen streiten darüber, ob die Selbstverstümmeler psychisch Kranke sind. * 302 MOBILFUNK - Funkstille im Eis: Die Telefonfirma Iridium schaltet ihre Satelliten-Handys ab - und bringt damit weltweit Abenteurer in Bedrängnis. gutes Exemplar, Einband mit kleinen altersbedingten Spuren

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: B00015549


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Nr. 14
Die Bürde der Schatten - Susanne Klaffenböck-Pointecker
Susanne Klaffenböck-Pointecker
Papierfresserchens MTM-VE,Apr 2012
ISBN 9783861961451

NEUBUCH! 215x141x18 mm

Schärding im Jahr 1935: Nacht für Nacht wird Franziska von den flüsternden Schatten der Toten heimgesucht. Sie wandeln durch ihr Zimmer, kommen ihr ganz nahe. Wegen ihrer Gabe wird sie von den Mitmenschen gemieden und fristet ein einsames Dasein. Nur ihre Freundin Magdalena begleitet sie stets treu durch jede Lebenslage. Als Franziskas Vater sie mit seinem alten Schwager Johann verheiratet, scheint ihr Schicksal besiegelt: Auf die junge Frau wartet ein Leben ohne Liebe und Hoffnung. Erst als Franziska dem Zwangsarbeiter Lucien begegnet, scheint sie die Stimmen der Toten zu besiegen. Vom Zauber der Liebe gefesselt, gibt sie sich der verbotenen Leidenschaft hin. Franziska ist beseelt von dem Wunsch, dieses Glück für immer zu halten, doch nach Ende des Krieges ist Lucien gezwungen, in seine Heimat zurückzukehren Eine mitreißende Geschichte über eine große Liebe in einer Zeit, die mehr vom Sterben als vom Leben spricht.

[Schlagwörter: Deutsche Belletristik / Roman, Erzählung]

Softcover, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 9783861961451


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Nr. 15
1/1998, Naive Kunst heute wieder aktuell - art, Das Kunstmagazin
art, Das Kunstmagazin
Leserbriefe 6 Szene 7 Titel-Thema Kunstgeschichte: Die Naiven. Sie setzten sich über den Alltag hinweg und malten eine Traumwelt voller Frieden und Glück, sie ertrugen den Spott der Kritik und genießen heute die Bewunderung vieler junger Künstler: Naive Maler hatten entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung der Moderne 10 Kommentare und Berichte Architektur: Günther Domenig. Ein Architekt sprengt alle Formen: Sein Steinhaus in Kärnten ist das Porträt einer Landschaft und zugleich gebaute Autobiografie 26 Kritiker-Umfrage: Das war 1997. Von Paris bis New York, von Kassel bis Venedigzehn internationale Kritiker über Höhepunkte, Enttäuschungen und Entdeckungen während eines ereignisreichen Kunstjahrs 34 Malerei: Hann Trier. Deutschland nach 1945: Die Städte lagen in Trümmern, die Künstler entdeckten ihre neue Freiheit. Der Kölner Hann Trier nutzte sie für eine Malerei voller Rhythmus und Vitalität 40 Kolumne: Kunst-Geschichten. Alfred Nemeczek über einen Kampf um Joseph Beuys im FAZ -Feuilleton 50 Porträt: Heinrich Klotz. Ein Museumsmann und Macher: Er bündelt künstlerische Vielfalt zu kunsthistorischen Epochen und wagt mit dem neuen Medienzentrum in Karlsruhe den Schritt ins nächste Jahrtausend 54 Bildbefragung: Pinturicchio. Freche Freier bedrängen die Gattin des Odysseus doch schon naht die Rettung 58 Forschung: Alexej von Jawlensky. Jahrzehntelang waren kaum Aquarelle des Exilrussen bekannt dann tauchten sie in Massen auf Eine Schau in Essen stellt die Echtheit der Bilder zur Diskussion 64 Ausstellungen Fünf Ereignisse im Überblick 68 Frankfurt: Franz Marc. Rote Rehe, blaue Pferde und gelbe Katzen 70 Wien: Laszlo Feher. Der Mensch als bloßer Schatten in feindlicher Umwelt 72 Wuppertal: Rolf-Gunter Dienst. Vom Kritiker zum Meister der Abstraktion 74 New York: Helen Frankenthaler. Flüssige Farbe auf rauher Leinwand 76 Stuttgart: Man Ray. Zu den Ursprüngen der Avantgarde 77 Kritik des Monats: Holger Kisten- macher besuchte die 2. Johannesburg-Biennale in Südafrika 78 Ausstellungs-Kritik 79 Ausstellungs-Termine 80 Journal Interview: Gerüchte um die Schließung der New Yorker Galerie Castelli 97 Künstlerbund: Neuer Vorsitzender, neue Satzung: Die Jahresausstellung wird abgeschafft 98 Künstlerinnen: Düsseldorfer Atelier Führer auf CD-ROM 98 Protest: Düsseldorfer Künstler gegen icH Ausverkauf von Kunstraum 99 Architektur: Ein gläserner Kubus für das Kunstmuseum in Leipzig 99 Urheberrecht: Der Malerfürst Gerhard Richter bemüht die Gerichte 100 Nachlaß: Das Stedlijk in Amsterdam gewährt Einblick in die Sammlung Chardschijew 101 Justiz: Bäckerin aus Montpellier bekommt Schadenersatz für eine Claudel-Bronze 102 Urteil: Glasgower Gericht setzt Stifterwunsch außer Kraft jetzt darf die Kunst auf Reisen gehen 102 Museumsinsel: David Chipperfield plant Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin 103 Markt: Premiere der Fotomesse Paris Photo 104 Hommage: Frankfurter Kunstverein feiert 40 Jahre Galerie Appel 104 Kunstmesse: Bilanz der 31. ..Art Cologne in Köln 105 gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: B00029673


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Nr. 16
Lied ohne Worte - Sofja Tolstaja
Sofja Tolstaja
Manesse Verlag,Mrz 2010
ISBN 9783717522102

NEUBUCH! 156x90x20 mm

Nach 'Eine Frage der Schuld' Tolstajas zweiter Roman als Weltpremiere bei Manesse Mit dem spektakulären Erfolg ihres Romans 'Eine Frage der Schuld' trat Sofja Tolstaja hierzulande aus dem Schatten ihres berühmten Ehemannes. Ihr zweites Buch erzählt erneut von der alles umstürzenden Macht der Leidenschaft - und wirft ein weiteres Schlaglicht auf das Eheleben der Tolstois. Jahrzehntelang schlummerte das Kleinod in einem Moskauer Archiv; nun wird es zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Tod ihrer Mutter stürzt die junge Sascha in eine tiefe Krise. Ihr gutmütiger, aber plumper und wenig sensibler Ehemann, der Versicherungsbeamte Pjotr, kann sie nicht trösten; ein drückendes Gefühl der Leere und Sehnsucht quält sie. Da stellt die Begegnung mit dem Musiker Iwan Iljitsch ihr Leben auf den Kopf: Mit Mendelssohn-Bartholdys 'Liedern ohne Worte' schenkt er ihr ungeahntes, rauschhaftes Glück. Ohne dass Sascha es sich zunächst eingestehen will, gilt ihre Begeisterung bald nicht mehr nur der Musik, sondern zunehmend auch dem begnadeten Pianisten. Einfühlsam und mitreißend erzählt Sofja Tolstaja vom qualvollen Schwanken zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft und von der überwältigenden Kraft der Musik. Der ergreifende Roman entstand vor dem Hintergrund eines tragischen Schicksalsschlages. Als der Tod ihres jüngsten Sohnes sie aus der Bahn warf, fand Sofja Tolstaja Trost in der Bekanntschaft mit dem Komponisten Sergej Tanejew, der zum Ärger ihres krankhaft eifersüchtigen Mannes Lew Tolstoi häufig in ihrem Haus zu Gast war. Zu Lebzeiten wagte sie nicht, die Geschichte zu veröffentlichen: Allzu leicht und allzu unmittelbar hätten die Leser Rückschlüsse auf ihre bereits zerrüttete Ehe gezogen. Seit 28. Januar 2010 in den deutschen Kinos: 'Ein russischer Sommer' über das letzte gemeinsame Jahr des Ehepaars Tolstoi. Für ihre Rolle als Sofja Tolstaja erhielt Helen Mirren bereits eine Golden-Globe-Nominierung; jetzt ist sie auch für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert.

[Schlagwörter: Russische Belletristik / Roman, Erzählung]

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 9783717522102


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Nr. 17
Lied ohne Worte : Roman : Sofja Tolstaja. Aus dem Russ. übers. von Ursula Keller. Nachw. von Natalja Sharandak, Manesse-Bibliothek der Weltliteratur : - Tolstaja, Sofja und Ursula [Übers.] Keller :
Tolstaja, Sofja und Ursula [Übers.] Keller :
: Zürich : Manesse-Verlag : 2010.
ISBN 9783717522102

NEUBUCH 251 S. ; 16 cm : Kl.-8 Octav : Gewebe mit originalem Schutzumschlag :

Pesnja bez slov NEUBUCH Sofja Tolstaja Lied ohne Worte Roman Mit Nachwort von Natalja Sharandak Originaltitel: Pesnja bes slow Aus dem Russischen von Ursula Keller Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 9,0 x 15,0 cm ISBN: 978-3-7175-2210-2 Nach "Eine Frage der Schuld" Tolstajas zweiter Roman - als Weltpremiere bei Manesse Mit dem spektakulären Erfolg ihres Romans "Eine Frage der Schuld" trat Sofja Tolstaja hierzulande aus dem Schatten ihres berühmten Ehemannes. Ihr zweites Buch erzählt erneut von der alles umstürzenden Macht der Leidenschaft - und wirft ein weiteres Schlaglicht auf das Eheleben der Tolstois. Jahrzehntelang schlummerte das Kleinod in einem Moskauer Archiv; nun wird es zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Tod ihrer Mutter stürzt die junge Sascha in eine tiefe Krise. Ihr gutmütiger, aber plumper und wenig sensibler Ehemann, der Versicherungsbeamte Pjotr, kann sie nicht trösten; ein drückendes Gefühl der Leere und Sehnsucht quält sie. Da stellt die Begegnung mit dem Musiker Iwan Iljitsch ihr Leben auf den Kopf: Mit Mendelssohn-Bartholdys "Liedern ohne Worte" schenkt er ihr ungeahntes, rauschhaftes Glück. Ohne dass Sascha es sich zunächst eingestehen will, gilt ihre Begeisterung bald nicht mehr nur der Musik, sondern zunehmend auch dem begnadeten Pianisten. Einfühlsam und mitreißend erzählt Sofja Tolstaja vom qualvollen Schwanken zwischen Pflichtbewusstsein und Leidenschaft und von der überwältigenden Kraft der Musik. Der ergreifende Roman entstand vor dem Hintergrund eines tragischen Schicksalsschlages. Als der Tod ihres jüngsten Sohnes sie aus der Bahn warf, fand Sofja Tolstaja Trost in der Bekanntschaft mit dem Komponisten Sergej Tanejew, der - zum Ärger ihres krankhaft eifersüchtigen Mannes Lew Tolstoi - häufig in ihrem Haus zu Gast war. Zu Lebzeiten wagte sie nicht, die Geschichte zu veröffentlichen: Allzu leicht und allzu unmittelbar hätten die Leser Rückschlüsse auf ihre bereits zerrüttete Ehe gezogen. 9783717522102

[Schlagwörter: Literatur in anderen Sprachen, B Belletristik]

Schutzumschlag, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 39477


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Nr. 18
Goethe, Johann Wolfgang von:
Frankfurt am Main Insel Verlag, 1981.
558 S. 15,5 x 10 cm Hardcover

Guter Zustand, nur leichte Gebrauchsspuren, ohne Markierungen, Eintragungen, etc. Rückengoldprägung. Wilhelm Meisters Lehrjahre ist ein klassischer Bildungsroman von Johann Wolfgang von Goethe. Der wegweisende Entwicklungsroman erschien 1795/96. Der Roman besteht aus acht Büchern. Die Bücher eins bis fünf lehnen sich inhaltlich an das zu Goethes Lebzeiten unveröffentlichte Fragment Wilhelm Meisters theatralische Sendung an. Der Vergleich beider Texte ergibt etliche identische Wendungen bzw. Sätze. Hermann und Dorothea ist ein Epos in neun Gesängen von Johann Wolfgang von Goethe. Zwischen dem 11. September 1796 und dem 8. Juni 1797 entstanden, lag es im Oktober 1797 im Erstdruck vor. Die Gesänge tragen die Namen der antiken griechischen Musen. Metzlers Goethe-Lexikon ordnet die Beteiligten in einer nicht zu überbietenden Kürze den wichtigsten Aspekten der Handlung zu: Eine symbolische Landschaft - durch einen Fluß geteilt, der nur durch den Fährmann, die Schlange des Mittags oder den abendlichen Schatten eines Riesen überschritten werden kann - steht für die zweite Geschichtsepoche, die, nach dem goldenen, silbernen und erzenen, als gemischt-unterschiedenes Zeitalter erscheint. Die Liebe eines jungen Mannes zur schönen Lilie, einer ebenso jungen Frau, die märchenhafte wie tatkräftige, wenn auch zuweilen behinderte Hilfe von Irrlichtern, Schlange, Habicht, einem Alten mit Lampe und seiner Frau, vom Fährmann und vom Riesen ermöglicht schließlich, daß die entzweite Welt durch Opfer, Liebe und Weisheit ins fünfte Weltalter der Erlösung überführt wird und, in einer sichtbaren Zeitenwende, ein anmutig belebter, Glück gewährender gesellschaftlicher zustand erreicht wird. So wird in wenigen Zeilen und unter grossen Auslassungen die Komplexität der Geschichte deutlich. Um nicht zu interpretieren wird die Welt des Märchens, mit Ausnahme der als symbolisch geouteten Landschaft, zunächst als Realität beschrieben. Erst nach der Anfertigung einer Topographie der Geschichte kann eine Entschlüsselung erfolgen. Zustand: leichte Gebrauchsspuren

[Schlagwörter: Literatur, Literaturwissenschaften, Klassiker, Roman, Erzählungen, Liebe]

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 3367


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Nr. 19
Ein Gespenst kehrt zurück - DER SPIEGEL 34/2005
DER SPIEGEL 34/2005
Titel * Aufschrei Ost: Millionen sehen rot: Die Ostwähler verweigern sich den Strategien der Westparteien. Sie machen eine neue Linke stark, die eher auf Marx setzt als auf Hartz. Eine große Koalition der Verdränger beschönigt die Lage der neuen Länder - vorneweg der Kanzler und die Kandidatin. (S. 28) * Kapitalismuskritik - Das Stehaufmännchen: Immer wieder scheint Karl Marx beerdigt, immer wieder feiert er Auferstehung. Er gehört zum Kapitalismus wie dessen Krisen, weil er das System der Plusmacherei seziert hat wie kein anderer - und dabei schön utopisch blieb. (S. 36) Deutschland * REGIERUNG - Kanzler als Kämpfer (S. 18) * UNION - Türkei als Wahlkampfthema (S. 18) * Brandenburg - Aus für Schönbohm? (S. 18) * Online-Auktionen - Betrugs-Boom bei Online-Auktionen (S. 19) * BUNDESWEHR - BND klärt auf (S. 19) * ABGEORDNETE - Lackleder und Latex (S. 19) * AUSSENPOLITIK - Ersparte Demütigung (S. 20) * STASI - Spitzel bei Eurosport? (S. 20) * Irak - Bodyguards aus Afrika (S. 20) * Umfrage zum Thema - Gespaltenes Interesse (S. 20) * Wahlprognosen - Die große Unsicherheit: Wird Angela Merkel Kanzlerin einer schwarz-gelben Regierung? Oder kommt die Große Koalition? Einen Monat vor der Wahl hat sich fast die Hälfte der Bürger noch nicht endgültig entschieden. Kleine Verschiebungen der Stimmanteile können erhebliche Folgen haben. (S. 22) * Bundestagswahl - Resignative Wechselstimmung : Er entscheidet sich oft in letzter Sekunde, er liebt den Widerspruch und wirkt dabei selbst stark verunsichert: Der deutsche Wähler verweigert Demoskopen und Politikern im aufziehenden Blitzwahlkampf die Eindeutigkeit. (S. 24) * WAHLKAMPF - Auf dem Weg ins Irgendwo: Joschka Fischer fährt sechs Wochen lang in einem Bus durch Deutschland. Er sagt, dass er die rot-grüne Mehrheit verteidigen möchte. Je länger der Bus rollt, desto fester glaubt der deutsche Außenminister, dass es Wirklichkeit werden könnte. Von Matthias ... (S. 46) * SPIEGEL-GESPRÄCH - Pferd vom Schwanz aufgezäumt : FDP-Außenpolitiker Wolfgang Gerhardt über Militärschläge gegen Iran, staatsmännische Diplomatie und die Chancen einer Ampelkoalition im ... (S. 50) * Hamburg - Zicke ist tot : Diese Woche beginnt in Hamburg der Prozess gegen die Eltern der verhungerten Jessica. Sie haben ihr Kind nicht nur vernachlässigt, sie quälten es unvorstellbar. (S. 52) * JUSTIZ - Blaues Auge: Mit ihrem Urteil gegen Mounir al-Motassadeq wollen die Hamburger Richter beweisen, dass der Rechtsstaat gegen Islamisten gerüstet ist. (S. 54) Wirtschaft * VW-Affäre - Unrühmlicher Abgang (S. 56) * STEUERREFORM - Attraktiv für Reiche (S. 56) * INTERNET - Online sieht die Opposition alt aus (S. 57) * Daimler-Chrysler - Bremsspuren bei der E-Klasse (S. 57) * WIRTSCHAFTSPOLITIK - Glückskeks und Eisenfuß: Mit der Berufung des Steuerexperten Paul Kirchhof zu ihrem Wunsch-Finanzminister will Kanzlerkandidatin Angela Merkel ihren Reformwillen demonstrieren. Offen bleibt, wie weit der seine radikalen Pläne nach einem Wahlsieg der Union umsetzen darf. (S. 58) * SPIEGEL-GESPRÄCH - Jeder Aufbruch ist ein Risiko : Der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof, 62, über seine Ministerambitionen, eine radikale Vereinfachung des deutschen Steuersystems und die Rückkehr zu einem schuldenfreien ... (S. 62) * Betriebsräte - Mit Shrimps und Kaviar: Jedes Jahr bilden sich Zehntausende Arbeitnehmervertreter auf Kosten ihrer Arbeitgeber fort - und genießen mitunter Luxusseminare und lukrative Bonusmeilenprogramme. (S. 65) * ROHSTOFFE - Süße Sorten: Der Benzinpreis erreicht neue Rekordhöhen. Mitverantwortlich sind Engpässe in veralteten US-Raffinerien. (S. 67) * UNTERNEHMER - Mir habbe es gut : Niedrige Löhne und billiger Boden locken nicht nur große Konzerne nach Polen. Auch immer mehr deutsche Kleinunternehmer versuchen hier, ihr Glück zu machen. (S. 68) Serie * Wege aus der Krise (Teil V) - Politik im Blindflug : Nach zahlreichen internationalen Vergleichsstudien ist klar, dass Schulen und Universitäten kräftig reformiert werden müssen. Doch Bund-Länder-Blockaden und bürokratische Verkrustungen hemmen die Erneuerung. Wie kann das deutsche Bildungssystem leistungsfähiger werden? (S. 70) * Wege aus der Krise (Teil V) - Wir brauchen Eliten : CDU-Bildungsexpertin Annette Schavan, 50, über Schulqualität, Spitzenförderung und die Kompetenzen des ... (S. 74) * Wege aus der Krise (Teil V) - Fortschrittsglaube gegen Moral: Bioforscher fordern von der Politik die Erlaubnis zur Gewinnung neuer embryonaler Stammzelllinien. (S. 76) Sport * Surfen - Duell auf dem Meer: Die Zeiten wilder Wellenreiter-Romantik sind passe. Aus dem Vergnügen draufgängerischer Hawaiianer hat sich ein lukratives Geschäft entwickelt: Zwei Amerikaner dienen der Surfindustrie und deren weltweit operierenden Sponsoren als Helden - und verdienen dabei Millionen. (S. 82) * Fußball - Faules Papier: Italiens Profiliga versinkt im Chaos: Zwei Aufsteiger wurden disqualifiziert, die EU-Kommission stoppt die Bilanztricks der großen Clubs. (S. 86) Gesellschaft * Was war da los, Herr Lopez Ramon?: Der spanische Sportlehrer Francisco Lopez Ramon, 48, über seinen ökologischen ... (S. 88) * Fotoband von Peter Granser - Identität im Rückzug (S. 88) * Psychologie - Gewalt macht blind (S. 88) * EINE MELDUNG UND IHRE GESCHICHTE - Die Spaßbremse: Der Kampf eines deutschen Polizisten gegen britische ... (S. 89) * VERBRECHEN - Ein nützlicher Mörder: Als 9-Jähriger erschlug er sein Meerschweinchen, mit 13 drang er in Leichenhallen ein, mit 24 tötete er zum ersten Mal ein Pferd. Als Frank Gust der Prozess gemacht wurde, hatte er vier Frauen ermordet. Für die Wissenschaft ist er ein Glücksfall. Von Hauke ... (S. 90) * STRAFJUSTIZ - Ein völlig verzerrtes Bild : Wahrheitsermittlung um einen hohen Preis: Der Prozess gegen den Fernsehmoderator Andreas Türck beschädigt Täter und Opfer. Von Gisela ... (S. 94) * Gekommen, ihn abzulichten: Ortstermin: Auf dem Roncalli-Platz in Köln macht sich die Jugend der Welt ein Bild vom Papst. (S. 96) Ausland * USA - Bush allein zu Haus (S. 99) * Sri Lanka - Großer Schritt (S. 99) * Serbien - Die Ära Milosevic kehrt zurück : Vladan Batic, 56, ehemaliger serbischer Justizminister, über die parteiische Rechtsprechung in seinem ... (S. 100) * KENIA - Gedämpfte Reiselust (S. 100) * EUROPA - Wüste Tiraden (S. 100) * Russland - Zweifelhafte Retter (S. 101) * Burma - Junta zieht um (S. 101) * IRAK - Der wahre Gewinner: Wie kein anderes Land hat Iran vom Ende des Saddam-Regimes profitiert. Nun drängen die Mullahs im Zweistromland auf weiteren Einfluss - angeblich auch mit Mitteln des Terrors. Der schiitische Süden soll bereits völlig unter der Kontrolle Teherans stehen. (S. 102) * NAHOST - Karneval des Sieges: Nach dem zügigen Abzug der jüdischen Siedler aus dem Gaza-Streifen planen die Palästinenser den Aufbau eines eigenen Staates. Die USA drängen Israel bereits zu weiteren Konzessionen, Hardliner von Hamas und Islamischem Dschihad wollen den Heiligen Krieg ausweiten. (S. 104) * Großbritannien - Mongolische Augen: Die Londoner Polizei, weltweit für ihre Professionalität im Kampf gegen Terroristen gerühmt, wollte nach dem Anschlag vom 21. Juli peinliche Pannen verheimlichen. (S. 107) * VÖLKERRECHT - Der schwarze Schatten des Krieges: Den Menschheitstraum vom Frieden durch Recht versucht der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag zu verwirklichen. Die Uno übertrug ihm erstmals einen Fall: Rechtsprechung über den barbarischen Massenmord in Darfur. (S. 108) * TERRORISMUS - Wein, Whisky und Waffen: Der frühere Asylbewerber in Deutschland, Luai Sakra, hatte beste Kontakte zur Spitze von al-Qaida. Er will sogar den Todespiloten vom 11. September 2001 geholfen haben. (S. 114) Wissenschaft+Technik * Psychologie - Nebenbuhler auf dem Wickeltisch (S. 116) * SEUCHEN - Zurück in den Stall : Der Veterinär Erhard Kaleta, 66, Leiter der Vogelklinik an der Universität Gießen, über die Risiken der Freilandhaltung von Hühnern angesichts der heranrückenden ... (S. 116) * MOBILFUNK - Anbandeln auf Arabisch (S. 11...

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: B00009255


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Nr. 20
das riesenspielzeug, jäger 90, 100 milliarden in den wind - DER SPIEGEL 37/1988
DER SPIEGEL 37/1988
SPIEGEL Titel - 100 Milliarden in den Wind: Für eine Unsumme soll die Luftwaffe im nächsten Jahrzehnt den Jagd- und Kampfflieger Jäger 90 erhalten. Das Parlament wurde mit der Beschaffungsvorlage überrollt, selbst Christdemokraten fühlen sich von einer Lobby aus Rüstungsindustrie und Militärs ausgetrickst. Kaum ein verantwortlicher Politiker in Bonn bekennt sich mehr zu dem teuersten Militärprojekt Europas, aber allen fehlt die Kraft und der Mut, den überflüssigen Plan aufzugeben. (S. 46) 18 Kohl: Ich gewinne die Wahl 1990 : Der Kanzler im Glück: Unerwartet günstige Wirtschaftsdaten - das Sozialprodukt legte im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent zu - halten seine Kritiker von Aufstandsversuchen ab. Kohl spekuliert auf steigende Steuereinnahmen und höhere Bundesbank-Überweisungen, Milliarden, die ihm - wie er hofft - die Wiederwahl erleichtern werden. * * 20 RUDOLF AUGSTEIN - Wurst auf Gutsherrenart: * * 21 ABTREIBUNG - Bayrisches Landrecht: Im Koalitionsstreit um das Abtreibungs-Beratungsgesetz rückt die CSU von ihrer starren Haltung ab, will sich aber für Bayern ein Hintertürchen offenhalten. * * 22 SPIEGEL Gespräch - Das wäre ein Verlust an Lebensqualität : Der SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel über die Ergebnisse des Parteitags und den Wirtschaftskurs seiner Partei * * 26 DDR - Vierter Mann: Der Tod des Politbüro-Mitglieds Werner Felfe zwingt SED-Generalsekretär Erich Honecker zur Entscheidung über die eigene Nachfolge. * * 27 AGENTEN - Wirklich Orgien: Bekenntnisse einer Ex-Agentin bringen Niedersachsens Innenministerium weiter in Verruf. * * 28 ATOMENERGIE - Frühe Sünden: Erstmals hat Deutschlands höchstes Verwaltungsgericht eine Atommeiler-Genehmigung für gänzlich rechtswidrig erklärt. * * 29 ALLIIERTE - Nero der Nato: Verteidigungsminister Scholz provoziert den hessischen Ministerpräsidenten Wallmann - zum Gefallen der Amerikaner und des Kanzlers. * * 30 Eine Art Besatzungsrecht : Das Nato-Truppenstatut schränkt die Souveränität der Bundesrepublik ein * * 32 RAMSTEIN - Takt des Herzens: Auch nach der Absturz-Katastrophe setzt sich die rheinland-pfälzische CDU/FDP-Regierung weiter für Militärspektakel ein. * * 35 Es wird verdreht und gelogen : Der SPD-Bundestagsabgeordnete Albrecht Müller über Tiefflüge und die Reaktionen der Politiker * * 39 CDU - Zettels Traum: Der Vorstandsvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bruno Heck, will den Betriebsrat des Förderwerks per Gerichtsbeschluß zum Schweigen bringen. * * 42 BONN/MOSKAU - Anruf aus dem Kanzleramt: Weil sich Kanzler Kohl in ein privates Geschäft einmischte, platzte der Verkauf einer Bibliothek nach Leningrad. * * 67 STRAFRECHT - Wahnhafte Beziehung: Familienministerin Süssmuth und Justizminister Engelhard streiten über die Grenzen der künstlichen Befruchtung. Die Gesetze zur Fortpflanzungstechnologie liegen vorerst auf Eis. * * 71 NORDSEE - Wie absurd: Hamburger Richter müssen in Kürze entscheiden, ob Nordsee-Robben gegen den Bonner Verkehrsminister Jürgen Warnke klagen dürfen. Naturschützer erwarten einen Prozeß von rechtshistorischer Bedeutung. * * 76 VERKEHR - Blemel Kalte: Nahverkehrsunternehmen lassen sich was einfallen, um neue Kunden zu gewinnen. * * 82 GEHEIMDIENSTE - Mit Dachschaden: Hat der heutige Bundesinnenminister Zimmermann 1971 in einem Prozeß um die bayrische Spielbank-Affäre mit Abhör-Protokollen operiert? * * 88 Das stehen wir politisch nicht durch : Wie CDU und FDP künftig die niedersächsischen Kasino-Millionen verwenden wollen * * 92 Das größte Geschäft der Welt : Wie Staat und Private an den westdeutschen Spielbanken verdienen * * 93 RUNDFUNK - Falsch reingeeiert: Bei den privaten Stadtradios gab es die ersten Pleiten. Zuletzt ging Radio Korah in Hamburg, ein gemeinnütziger Sender, in Konkurs. * * 95 UMWELT - Durchbohrt und gestört: Parteien und Bürger protestieren gegen ein beispielloses Vorhaben: Mit bestem Trinkwasser aus dem Schwarzwald soll der Neckar aufgefüllt werden - zur Kühlung von Kraftwerken. * * 104 FESTIVALS - Augen zu: Mit 100 000 Menschen hatten die Veranstalter von Werner Brösels Motorradparty gerechnet, als doppelt so viele Gäste kamen, brach beinahe die Zivilisation zusammen. * * 108 Spät ans Leben gewöhnt : Interview mit Rötger Werner Feldmann über sein Motorradrennen * * 112 Hitler schrie: , One American must die!, : SPIEGEL-Reporter Gerhard Mauz im Prozeß gegen Mohammed Ali Hamadi in Frankfurt * * Wirtschaft 116 WIRTSCHAFT - Umwelt: Töpfers zweitbeste Lösung : Der Bonner Umweltminister Klaus Töpfer verschreckt die Industrie: Er wendet staatlichen Zwang an, um die Berge von Plastikmüll nicht weiter wachsen zu lassen. Nach jahrelangem Gerangel sollen Handel und Hersteller verpflichtet werden, Kunststoff-Flaschen gegen Pfand zurückzunehmen. Coca-Cola wehrte sich mit allen Mitteln. * * 118 Der ist 75, der soll gehen : Seit zwei Jahrzehnten bestimmt Berthold Beitz die Geschicke des Krupp-Konzerns, und seit zwei Jahrzehnten kränkelt das Unternehmen. Zu seinem 75. Geburtstag erscheint ein kritisches Buch über den Spitzenmanager. Geschrieben hat das pikante Präsent eine Nichte von Alfried Krupp. Ihr Beitz-Bild unterscheidet sich ganz wesentlich vom Selbst-Bild des Krupp-Konzernherrn. * * 122 Tietmeyer zur Bundesbank * 122 Otto-Tochter mit falschen Tönen * 122 Späth hält schnellen Brüter für überflüssig * 122 Lufthansa: Piloten verärgert * 122 MBB soll bayrisch bleiben * 124 SPIEGEL Gespräch - Ich kann das Geld nur einmal verlieren : Der Schweizer Finanz-Manager Werner K. Rey über seine Firmenaufkäufe und seine Vermögensmehrung * 125 Werner K. Rey: * * 130 UNTERNEHMEN - Prächtig ausgestattet: Wer kauft Puma? Ein Großaktionär soll die Sanierung des Sportartikel-Herstellers erleichtern. * * Kommentar Wirtschaft 117 WIRTSCHAFTS-KOMMENTAR - Gutes Zureden hilft nicht: Von Heiko Martens * * Serie 134 Schrei, was du kannst : Der Weg in den Holocaust (l): Die Reichskristallnacht 1938 / Von Wolfgang Benz _(1988 C. H. Beck Verlag, München. ) * * 137 Entrechtung und Verfolgung: NS-Judenpolitik per Gesetz und Verordnung 1933 bis 1938 * * Ausland 160 Ich glaubte an Ideale, sie wurden zertreten : Jurij Tschurbanow, einst General und Erster Vize des sowjetischen Innenministers, steht in Moskau wegen Korruption vor Gericht - und mit ihm die Breschnew-Zeit. Denn Tschurbanow ist der Mann von Breschnews Tochter Galina, die liebte Juwelen und jegliche Vorteile, mit denen sich die Nomenklatura der UdSSR ausstaffiert. * * 162 USA - Leeres Gefäß: George Bush ist aus Reagans Schatten herausgetreten: Selbstsicher und medienbewußt hat der Reagan-Vize den Vorsprung seines demokratischen Gegners Dukakis wettgemacht. * * 164 KURDEN - Verfluchte Chemie: Nach dem Waffenstillstand im Golfkrieg führt Iraks Diktator Saddam Hussein einen Vernichtungsfeldzug gegen die kurdischen Landsleute. * * 166 BANGLADESCH - Sisyphos, millionenfach: 25 Millionen Menschen obdachlos, drei Viertel des Landes unter Wasser: Die Überschwemmungen im südostasiatischen Dreistrom-Delta sind katastrophal. * * 167 PANORAMA - Stalins Strafe für sieglose Sportler * 167 PANORAMA - Vietnamesen schuften im Irak: Vietnamesen schuften im Irak * * 167 PANORAMA - USA: Waldbrände im Yellowstone Park * 167 PANORAMA - Geheime Bank für die Contras * 167 PANORAMA - Olympiastadion auf Halde * 168 Siebenbürgen: Holt die Russen : SPIEGEL-Reporter Erich Wiedemann über den schleichenden Untergang der deutschen Volksgruppe * * 177 CHILE - Alle verrückt: Nach 15 Jahren Diktatur sind die Chilenen wie von Angst gelähmt. Trotzdem könnte Alt-Diktator Pinochet Anfang Oktober das Plebiszit verlieren. * * 183 SPIEGEL Gespräch - Ich muß nicht lügen, nicht so tun, als ob : Die französische Schriftstellerin Francoise Sagan über Frankreich und die Sagan * * 197 UMWELT - Totes Wasser: Stauwehre und Deiche bedrohen die Loire, Westeuropas letzten unregulierten großen Strom. * * 199 WELTRAUM - Gefahrenklasse eins: Sorgen vor dem für Ende September anberaumten Shuttle-Start: Die Nasa baute die Weltraumfähre für über zwei Milliarden Dollar um. * * 205 S...

Zustand: gut, Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: B00012086


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Nr. 21
sehnsucht nach heimat - DER SPIEGEL 40/1984
DER SPIEGEL 40/1984
SPIEGEL Titel - Geh über die Dörfer! : Nicht mehr Fortschrittsbegeisterung, sondern Rückbesinnung auf Heimat, Rückgewinnung von Heimat, Heimatschutz: Das Bewußtsein der westdeutschen Gesellschaft hat sich quer durch alle Gruppierungen spürbar verändert. Die WDR/SFB-Fernsehserie mit dem programmatischen Titel Heimat macht anschaulich, was zum neuen Heimat-Gefühl gehört: Kulturgeschichte des Alltags, Familiensinn, Dialektfarbe, Lob der Provinz. * (S. 252) Deutschland 17 Wir dürfen die Bauern nicht verlieren : Mit seinen Attacken auf CSU-Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle hat Franz Josef Strauß eine weitere Schwachstelle der Koalition bloßgelegt: Helmut Kohls Agrarpolitik vergrätzt die treuesten Freunde der Union - die Bauern mit den kleinen Höfen. Sie sollen für Europa ein Opfer bringen, das an ihre Existenz geht. * * 21 GRÜNE - Faszination der Macht: Die Grünen verunsichern ihre Wähler und die eigene Basis: Für Bündnisse mit der SPD will ein Teil der Partei alternative Grundsätze hintanstellen. * * 23 AUSSENPOLITIK - Verirrter Glauben: Außenminister Hans-Dietrich Genschers Reise nach New York zeigte wieder einmal, wie wenig das Wort der Deutschen derzeit gilt. * * 25 SPIEGEL Gespräch - Die ganze Arbeitnehmerschaft wandelt sich : DGB-Chef Ernst Breit über die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst, den Mitgliederschwund und Umweltschutz * 30 Der MAD-Auftrag ist nicht mehr durchführbar : Der Militärische Abschirmdienst (MAD) wurde neu organisiert - als Lehre aus der Affäre Wörner/Kießling. Mit Tricks und Wortklaubereien suchen der Verteidigungsminister und der zuständige Generalleutnant Windisch die neue Struktur als Reformtat auszugeben. Tatsächlich ist der bürokratische Wirrwarr vergrößert worden. * * 35 Heiner Geißler hat recht : Die Klima-Wende um den Abtreibungs-Paragraphen / Von Alice Schwarzer Alice Schwarzer, 41, Herausgeberin von Emma und Buch-Autorin ( Mit Leidenschaft , Simone de Beauvoir heute ), initiierte 1971 die Selbstbezichtigungskampagne westdeutscher Frauen ( Ich habe abgetrieben ) zur Abschaffung des 218. * * 41 MANÖVER - Ruhig und still: Pazifisten, die Nato-Manöver behindern wollten, wurden selber behindert - von Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleuten. Störer wie Gestörte operierten hart am Rande oder gar außerhalb der Legalität. * * 44 JUSTIZ - Laden dicht: Falsch ausgewählte Schöffen und heimliche Urteilsabsprachen haben in Frankfurt Dutzende von Prozessen platzen lassen. * * 49 Der Ajatollah geht aufs Ganze: SPD-Modell Saarbrücken: Mit der Methode Lafontaine zurück an die Macht? Attackiert von den Christdemokraten wie von den Grünen, geht Saarbrückens Oberbürgermeister Oskar Lafontaine aufs Ganze: Im Alleingang will der SPD-Linke im Saarland die absolute Mehrheit ansteuern. Seine Chancen stehen nicht schlecht - dank einer ebenso eigenwilligen wie populären Rathauspolitik. Schon sehen Bonner Genossen in der Methode Lafontaine ein Patentrezept für die Rückkehr an die Macht. * * 52 AFFÄREN - Kopf riskieren: Dem Rechtsprofessor Erich Schwinge wird ein Todesurteil vorgehalten, das er 1944 gegen einen 17jährigen Jugendlichen verhängt hat. * * 83 SPD - Eigene Reinheit: Brigitte Seebacher-Brandt erforschte jahrelang Leben und Wirken von Erich Ollenhauer. * * 90 Zur Klage haben wir keinen Grund : Brigitte Seebacher-Brandt über Erich Ollenhauers Jahre im Prager Exil * * 99 PHANTOME - Neuere Nebelkerzen: Verfassungsrecht als Verwirrspiel: Karlsruher Richter nehmen sich mit einer Gedächtnisschrift für einen Phantom-Juristen selber auf den Arm. * * 102 Nur Planerfüllung und so, n Humbug : DDR-Bürger über ihre Arbeit und Freizeit, Parteiherrschaft und Reisebeschränkungen Ein Buch mit freimütigen Selbstdarstellungen von DDR-Bürgern aus dem Havelländischen Obstanbaugebiet, dessen Veröffentlichung von der DDR-Führung verboten wurde (SPIEGEL 32/1984), erscheint jetzt im Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch: So sehe ick die Sache. Protokolle aus der DDR von Gabriele Eckart (272 Seiten, 16,80 Mark). Aus den 21 Monologen, die von der Autorin auf Tonband festgehalten wurden, bringt der SPIEGEL Auszüge als Vorabdruck. * * 118 POLIZEI - Heiße Kartoffel: Getarnt als schräge Typen, gehen westdeutsche Polizisten ins kriminelle Milieu - und mischen sich neuerdings auch unter Kernkraftgegner. * * 122 Könnte mich vor lauter Wut verhackstücken : Under-Cover-Agenten der Polizei spähen die Protest-Szene aus Rüstungsgegner, linke Frauengruppen, militante Zirkel werden nicht nur vom Verfassungsschutz, sondern auch von getarnten Polizisten beäugt. In ihrem Buch Im Schatten des Rechts , das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, _(Rolf Gössner, Uwe Herzog: Im Schatten ) _(des Rechts. Methoden einer neuen ) _(Geheimpolizei . Kiepenheuer & Witsch, ) _(Köln, 380 Seiten, 19,80 Mark. ) schildern die Autoren Rolf Gössner und Uwe Herzog einschlägige Fälle. Auszug: * * 132 PARTEISPENDEN - Eine Katastrophe: Der Chef-Ermittler in der Parteispenden-Affäre ist nun selber durch eine Geld-Affäre belastet. * * Wissenschaft+Technik 19 WALDSTERBEN - Alarmstufe eins: Seit dem letzten Herbst haben sich die Waldschäden erneut verdoppelt. Forstbehörden fahnden schon nach Lagerflächen für Großanfälle von Rundholz , Waldbesitzer rechnen mit ruinösem Holzpreis-Verfall. * * 20 Der Tannenbaum stirbt aus: Ergebnisse der neuesten Bonner Waldschadensbilanz * * 250 UMWELT - Reif für den Test: US-Wissenschaftler haben im Auftrag der Regierung untersucht, was über die Umweltverträglichkeit Zehntausender von Chemikalien bekannt ist. Die Antwort: Fast nichts. * * 266 AUTOMOBILE - Gefühle der Ohnmacht: Beharrliches Linksfahren, wütendes Drängeln, unangepaßte Fahrweise - Deutschlands Autofahrer sind noch immer so schlimm wie ihr Ruf. * * Wirtschaft 58 Weder christlich noch sozial - brutal : SPIEGEL-Redakteur Peter Seewald über den Widerstand bayrischer Bauern gegen die Agrarpolitik der CSU * * 74 VIDEO - Großer Fortschritt: Seit einem Jahr versprochen, kommt im Oktober eine handliche, leichte Video-Kamera in den Handel. * * 76 LEBENSMITTEL - Hauch von Natur: Immer mehr Verbraucher suchen nach gesunder Nahrung. Nun wollen auch die Supermärkte am Geschäft mit Bio-Kost verdienen. * * 79 UNTERNEHMEN - Drunter und drüber: Der Kopiergerätehersteller Rank Xerox macht Verluste. Muß die deutsche Tochterfirma des amerikanisch-britischen Konzerns aufgeben? * * 137 Autos von Abiturienten: * * * 144 DOLLAR - Vertrauen plus Zinsen: Die Geld-Welt bewundert Ronald Reagans Amerika und schwört auf die US-Währung: Der Dollar scheint im Moment unschlagbar. * * 158 HOTELIERS - Zu stürmisch: Binnen zwölf Jahren stieg ein Schweizer zum vielbewunderten Hotelkönig auf. Jetzt scheint ihn das Glück zu verlassen. * 140 Uncle Sam hat ein Rückgrat aus Stahl : Versöhnlich ließ sich US-Präsident Reagan vor der Uno vernehmen, hart antwortete Sowjet-Außenminister Gromyko. Das Treffen der beiden - Reagans erste Begegnung mit einem Sowjetführer - sollte aus Washingtoner Sicht im Wahljahr Entspannungsbereitschaft beweisen. Doch die UdSSR fühlt sich in die Enge getrieben. * * 145 PANAMA - Wunderbare Zeit: Ohne militärischen Pomp schlossen die USA ein langjähriges Kapitel ihrer Lateinamerika-Politik: die U.S. Army School of the Americas in Panama. * * 146 SPANIEN - Schmaler Pfad: Frankreich liefert jetzt Eta-Terroristen an Spanien aus - das könnte das Ende der Separatistenbewegung sein. * * 147 POLEN - Finstere Epoche: Innenminister General Kiszczak will die Opposition ins Ausland abschieben: nach Griechenland, notfalls auch in die Mongolei. * * 149 PHILIPPINEN - Kredit verspielt: Zehn Monate lang untersuchte eine Kommission den Mord am Oppositionspolitiker Aquino: Er war nicht Opfer eines Einzeltäters, sondern einer Verschwörung im Militär. * * 151 NAHOST - Wolf und Lamm: Israelis und Syrer wollen ihre Truppen aus dem Libanon heimholen. * * 152 PALÄSTINENSER - Alles verlieren: Die Selbstzerstörung der PLO geht weiter. Die militärisch besiegte Organisation ist auch politisch nur noch ein Torso. * * 164 Dank Sissi eine Brücke zu de...

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Nr. 22
, Organbank Mensch, - DER SPIEGEL 16/1990
DER SPIEGEL 16/1990
Titel * Wer darf leben? Wer muß sterben?: Schon 700 Bundesbürger leben mit einem fremden Herzen, gut 5000 mit einer Spenderniere. Kaum ein inneres Organ, das nicht transplantiert wird. Doch Menschenversuche und Organhandel könnten den Erfolg gefährden. In einer Serie berichtet der SPIEGEL über Fortschritte und Grenzen der Transplantationschirurgie. (S. 132) * Die Leber ist draußen - Leben mit fremdem Leben: (S. 140) Deutschland * Top-Agent in der Nato-Botschaft (S. 16) * Zusätzlicher Schub (S. 16) * Ungarischer Vorstoß (S. 16) * Stasi schonte Ebeling (S. 17) * Ein Akt auf dem Drahtseil : Wann und wie kommt das gesamtdeutsche Parlament zustande? Bonner Politiker diskutieren eine Grundgesetzänderung, die Auflösung des Bundestages oder Nachwahlen in der DDR. Während die Koalition in Bonn aufs Tempo drückt, bremst die SPD: Sie fordert zeitgleich eine Volksabstimmung über die neue Verfassung. (S. 18) * DDR - Bis kurz vorm Knall: Nach tagelangem Gezerre beschloß die große Koalition in Ost-Berlin Inhalt und Mannschaft für ein Regierungsprogramm. (S. 21) * Im Stande der Unschuld (S. 23) * DDR - Richtig aufräumen: Die Wirtschaftspolitik blieb bei den Koalitionsverhandlungen meist außen vor. Der neue Wirtschaftsminister hat einen schweren Start. (S. 27) * SPD - Anlässe zum Krach: Der Kandidat für Lafontaines Nachfolge als Saar-Ministerpräsident, Klimmt, soll den Wahlkampf des Kanzlerkandidaten Lafontaine organisieren. (S. 30) * DDR/BRD - Gnade der Stunde Null (S. 34) * Grüne - Völlig irre: Endzeitstimmung bei den Grünen: Sollen die zerstrittenen Flügel es weiter miteinander versuchen oder sich gleich abspalten? (S. 41) * Sexualität - Ham, Se was mit Strapsen?: Westdeutsche Porno- und Sexhändler wollen die DDR erobern. (S. 47) * Helgoland - Ziemlich weit unten: Der deutsche Vorposten in der Nordsee ist in Not. Gutachter bescheinigen der Verwaltung Mangel an Professionalität . (S. 56) * Vierzehn Tage für die Katz, . . . (S. 61) * Studenten - Go east: Vom Numerus clausus gebeutelte westdeutsche Hochschüler erschließen sich neue Studienplätze - in der DDR. (S. 68) * Schulen - Unzüchtige Welt: Aussiedler haben in Nordrhein-Westfalen ihre erste eigene Schule gegründet. (S. 93) * Geographie - Zerlaufenes Soft-Eis: Das Kinderhilfswerk Unicef sponsert einen prokommunistischen Weltatlas. (S. 95) * Giftmüll - Dämme eingerissen: In Niedersachsen wurde zum erstenmal eine westdeutsche Behörde wegen Schlampereien beim Umweltschutz zu Schadensersatz verurteilt. (S. 97) * Hinterhältige, gemeine Bestien (S. 103) Serie * Ich bin das Volk (S. 72) * Wir sind die Besten (S. 82) Medien * Medien - Messer in den Rippen: Zwischen privaten und öffentlichrechtlichen Sendern hat der Wettlauf um Fernseh- und Hörfunkrechte in der DDR begonnen. (S. 112) * MONTAG: 20.10 - 22.15 Uhr. Pro 7. Die ... (S. 286) * DIENSTAG: 20.00 - 21.50 Uhr. ARD.... (S. 286) * MITTWOCH: 18.25 - 20.15 Uhr. ARD.... (S. 286) * DONNERSTAG: 20.00 - 21.36 Uhr. West III. Der ... (S. 288) * FREITAG: 21.00 - 23.00 Uhr. Sat 1. Die Ballade von Jimmie ... (S. 288) * SAMSTAG: 20.00 - 22.10 Uhr. West III. Maine Ocean ... (S. 288) * SONNTAG: 20.00 - 21.30 Uhr. Sat 1. Ruf der ... (S. 288) Wirtschaft * Osthandel - Osthandel: Kampf gegen Cocom: Der Warschauer Pakt zerfällt, die Abrüstung ist längst Wirklichkeit. Doch nach wie vor behindert die sogenannte Cocom-Liste, auf der militärisch angeblich nutzbare Produkte verzeichnet sind, den Osthandel. Amerika besteht weiter auf Cocom, Erleichterung soll es nur für die demokratischen Staaten in Osteuropa geben. (S. 114) * Airbus - Bestürzendes Ergebnis: Schon wieder schlechte Nachrichten über den Airbus: Die deutsche Filiale des Euro-Flugzeugs weist für 1989 über eine Milliarde Mark Verlust aus. (S. 118) * Handel - Wagner räumt bei Asko auf (S. 120) * Handel - Langer Donnerstag lohnt nicht (S. 120) * Airbus - Keine Antwort aus Indien (S. 120) * Spekulation mit DDR-Münzen (S. 120) * Unternehmen - Schatten auf Sonnenschein: Der Familienbetrieb des Postministers Schwarz-Schilling steckt in der Krise. Die Batteriefirma soll verkauft werden. (S. 121) * Überlebenstraining in Dresden (S. 124) * Zeiss-Jena - Du knallst aufs Pflaster: Unternehmensführung im Diktatur-Stil: Zeiss-Jena-Chef Wolfgang Biermann, als fähiger Chef gefeiert, bleibt als Leuteschinder in der DDR unvergessen. (S. 127) Ausland * Griechenland - Griechenland - Paria Europas : Nach acht Jahren sozialistischer Herrschaft kehren in Athen die Konservativen unter Konstantin Mitsotakis an die Macht zurück. Das Land aber steht vor dem Bankrott, die Inflation steigt, das Vertrauen in die Politiker ist dahin. Als erstes möchte Premier Mitsotakis daher Neuwahlen vorbereiten - die vierten seit vergangenen Juni. (S. 166) * Ungarn - Öffentlichkeit ausgeschlossen: Der künftige Ministerpräsident Jozsef Antall und seine Partei tun sich mit demokratischen Gepflogenheiten noch etwas schwer. (S. 167) * Nur ein zeitweiliger Rückzug (S. 168) * Schiffahrt - Kaffee im Salon: Schluderei, Feigheit und Unkenntnis führten zur größten Katastrophe in der Fährschiffahrt Skandinaviens. (S. 170) * Spanien - Dummer Fehler: Ein Geheimkommando flog auf: Die blutrünstigen baskischen Terroristen sind Franzosen. (S. 171) * Jugoslawien - Janitscharen mit Colt: Erste demokratische Wahlen in Slowenien und Kroatien - Titos Einheitsstaat ist nur noch Geschichte. (S. 174) * UdSSR - Sowjetisches Silicon Valley (S. 175) * Rationierung in Südkalifornien (S. 175) * USA nicht länger Uno-Prügelknabe (S. 175) * Philippinen - Marcos-Freund gegen Aquino (S. 175) * Pogrom am 5. Mai? (S. 176) * Südafrika - Waffen ölen: Radikale erschweren Gespräche zwischen schwarzen und weißen Südafrikanern: Blutiges Ende der Befreiung Afrikas. (S. 182) * Oft belogen und betrogen : Geld aus Brüssel bedroht die letzten noch heilen Landschaften im südlichen Europa. Gegen jede ökologische Vernunft werden Autobahnen und Eisenbahntrassen, Monokulturen, Staudämme und Industrieanlagen gefördert - wirtschaftliches Wachstum geht Eurokraten und nationalen Regierungen immer vor Umweltschutz. (S. 186) * Japan - Bier und Badesalz: Die USA drängen auf Liberalisierung, Tokio sperrt sich: Kein Reiskorn darf nach Japan importiert werden. (S. 196) * Albanien - Letztes Museum: Erste Risse im letzten europäischen Stasi-Staat: Um einem Aufstand vorzubeugen, kündigt die Partei Reformen an. Bislang blieb es bei Absichtserklärungen. (S. 200) * Äthiopien - Kämpft ums Überleben: Bedrängt durch Bürgerkrieg und Hungersnot, verlassen von seinen östlichen Verbündeten, sucht Diktator Mengistu mit zaghaften Reformen sein Regime zu retten. (S. 206) Sport * Fußball - Profis wie Hubschrauber verkauft (S. 210) * Radfahren - Verlorener Sohn: Täve Schur war der Vorzeigeathlet des Sozialismus. Sein Ältester, Jan, fährt jetzt als Profi in einem italienischen Rennstall. (S. 216) Kultur * Der Alltag ist schändlich leblos (S. 220) * Karl Marx - Satire: Marx entschuldigt sich (S. 236) * Schnurlos auf Weltstadt-Niveau (S. 236) * Schwäbische Alb-Träume (S. 236) * Nick Cave: Adieu Tristesse (S. 236) * John Naisbitt - Erdbeertunke des Optimismus (S. 237) * Bestseller (S. 240) * Bestseller (S. 240) * Comics - Micky aus Platin: Die Sprechblasen-Kunst boomt: Spekulanten erzielen mit Zeichentrickfiguren Höchstpreise. (S. 252) * Depression - Endloses Glück: Ein Pharma-Bestseller aus den USA soll nun auch bundesdeutschen Depressiven Hilfe bringen. Pharmakologen melden Zweifel an. (S. 261) * Der Desperado als Messias (S. 266) * Regisseure - Brutal wie Eisenstein: Roger and Me . Dokumentarfilm von Michael Moore. USA 1989, 85 Minuten, Farbe. (S. 269) * Pop - Trotziges Aschenputtel: Mit ihrer Version eines Prince-Liebeslieds hat sie weltweit die Hitparaden erstürmt - trotzdem bleibt die Irin Sinead O, Connor ihrem Rabauken-Image treu. (S. 276) * Mode - Nur keine Masse: Zwei Italiener führen die feinste Schneiderei der Welt - mit altväterlichen Schnittmustern. (S. 279) Wissenschaft+Technik * Raumstationen - Harpune im Rucksack: Die Supermächte haben Schwierigkeiten mit ihren Weltraumstationen Freedom und Mir . (S. 243) * Zwillinge - Zweites Ich: Amerikanische Wissenschaftler untersuchten mehr als 100 Zwillingspaare, die getrennt voneinander aufgewachsen waren - mit verblüffenden Resultaten. (S. 248) * Design - Potenz in Form: Die Computerbranche will weg vom Einheitslook. Mit modernem Design soll der Absatz gefördert werden. (S. 257) gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

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Nr. 23
Meyerbeer, Giacomo:
S. 564, Giacomo Meyerbeer (geb. Berlin 5.9.1791 - gest. 2.5.1864 in Paris) Dinorah ou le Pardon de Ploerme l" Komische Oper in 3 Akten Libretto: Michel Carre und Jules Barbier Uraufführung: Paris, 4.4.1859 Vorwort Giacomo Meyerbeer wird am 5.9.1791 als Jakob Liebmann Beer in Tasdorf bei Berlin geboren. (Auf Wunsch eines Erbonkels setzt er später dessen Nachnamen Meyer vor Beer). Meyerbeer wächst in einer begüterten wie auch geistreichen jüdischen Bankiers-familie auf und erhält seit frühesten Jahren eine breitgefächerte musikalische Erziehung. In Berlin studiert er Komposition bei Zelter und B. A. Weber, in Darmstadt auch Kontrapunkt bei Abt Vogler (gemeinsam mit Carl Maria von Weber) und in Wien, wo er sein großes Talent als Pianist perfektioniert, trifft er mit Salieri zusammen. Meyerbeer ist noch unsicher, ob er eine Laufbahn als Pianist einschlagen solle, aber Salieri rät ihm 1815, nach Italien zu gehen, um dort Gesang und italienische Oper zu studieren. Meyerbeer begeistert sich für die Oper, italienisiert seinen Vornamen und komponiert fortan "rossinisch". Aus seiner italienischen Ära ist Il Crociato in Egitto (Venedig, 1824) das Werk, das sich am längsten gehalten hat. 1826 geht er nach Paris, um dort den Crociato einzustudieren. Er erlebt die ersten pariserischen "Großen Opern", Aubers Stumme von Portici und Rossinis Tell, und schreibt daraufhin Robert le Diable, die 1831 erscheint und das Genre der "Großen Oper" erst wirklich festigt. Noch ist Meyerbeers Musik recht italienisch, aber mit Les Huguenots (1836) zum Libretto von Eugene Scribe findet er zu dem etwas prunkhaften französischen Stil, der ihn und die Pariser Oper weltberühmt machen wird. Die Hugenotten sind ein Triumph, die Begeisterung der Zeitgenossen ist enorm, und selbst Heinrich Heine verbeugt sich vor Meyerbeer. In weniger als zwei Jahren kommt es zur 100. Aufführung. Kritik aber geht mit dem Ruhm Hand in Hand; unter anderem in Form von bösartigen Parodien - wobei die tödlich-genialste aus der Feder von Offenbach stammt. Nach den Hugenotten arbeitet er an mehreren Scribe-Opern weiter, wird aber 1842 als Nachfolger Spontinis zum Generalmusikdirektor an der Königlichen Oper in Berlin ernannt und komponiert für sein neues Haus eine national-romantische deutsche Oper, Das Feldlager in Schlesien (1844). Diesem militaristisch-sentimentalen Werk verhilft lediglich die Kunst der "schwedischen Nachtigall", Jenny Lind - von Meyerbeer an sein Haus engagiert - als Heldin Vielka zu einigem Erfolg. 1849 kommt Der Prophet in Paris heraus; Meyerbeer komponiert wieder große französische Oper. 1854 folgt seine erste komische Oper, L'etoile du Nord (ein Recycling der Feldlager-Musik ), 1859 dann die zweite: Dinorah. An seiner letzten Oper, L'Africaine (1865) hatte er schon seit 1830 gearbeitet; er vollendet sie 1862, erlebt jedoch ihre Erstaufführung nicht mehr. Meyerbeer stirbt 1864 dreiundsiebzigjährig während der Probenarbeit an der Afrikanerin in Paris; beerdigt aber wird er in Berlin. Meyerbeer lebte ganz für seine Arbeit an der Musik. Unterwegs zwischen Berlin, Italien, Paris gab es für ihn nicht viel anderes. Er soll vorsichtig und klug gewesen sein, eher in sich gekehrt. Stets auf seinemVorteil bedacht, konnte er sich dennoch durchaus für andere einsetzen. Berlioz sagte über Meyerbeer: "Er besaß nicht nur das Glück, Talent zu haben, er besaß sogar das Talent, Glück zu haben." Die Nachwelt jedoch war schnell unbarmherzig mit ihrer Kritik. Man sagte, daß kein geschmackliches Niveau so tief sein konnte, als daß Meyerbeer nicht hinunterstieg, wenn er dadurch Ruhm und ein breites Publikum zu gewinnen vermochte. Dennoch hatte er auf viele Komponisten großen Einfluß, nicht zuletzt auf den jungen Verdi - und Wagner. Trotz Wagners Kritik an seinen Opern hatte besonders dessen Umgang mit dem Orchester enorme Bedeutung für ihn: Meyerbeer kombinierte die Instrumente neu, ließ sie seltsame Klänge von großer Wirkung erzeugen, vermochte das Orchester unheimlich und dämonisch klingen zu lassen und benutzte ungewöhnliche Instrumente wie Bassklarinette, Saxophon und viola d'amore. So läßt er in Dinorah die Harfe mit ungewöhnlichen Flageolett-Tönen erklingen. Auch teilte er die Chöre auf und setzte sie instrumental ein, in erster Linie als Klangmittel. Meyerbeers Musik ist oftmals durchaus kalkuliert, bisweilen sogar vulgär; die Partituren voll unnötiger Verzierungen und billiger Effekthascherei (chromatische Skalen, Steigerungen mit Hilfe von Paukenwirbeln, heftige dynamische Akzente). Und doch ist er in der Operngeschichte von großer Bedeutung - nicht nur als 'Gründer' der französischen Großen Oper. Als Komponist war er eine große Begabung, die sich aber nie ganz entfaltete. Er war großartig, aber nicht einzigartig, er passte sich an, war mal deutsch, mal italienisch, mal französisch. Jedoch verstand er mehr vom Theater als die meisten anderen Opernkomponisten und dachte während des Schreibens der Partitur zuallererst an die Dramaturgie. Große Kunst ist die Tenorarie Vasco da Gamas "O paradis" (aus der Afrikanerin) oder die Altpartie des Fides im Propheten. Dinorahs Tanz mit dem Schatten gehört auch heute noch zum Repertoire einer jeden Koloraturprimadonna. Die Uraufführung von Dinorah ou Le Pardon de Ploermel, bekannt als Dinorah, fand in der Opera-Comique in Paris statt. Schon bald wurde die Oper in allen großen Opernhäusern gespielt, und die meisten großen Sopranistinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts haben als Protagonistin dieser Oper brilliert. Dinorah ist deutlich ein Spätwerk, sie ist ganz anders als Meyerbeers übrige Werke; die Musik ist reizend und einfach (trotz der verworrenen Handlung), aber auch spielerisch und voll frischer Einfälle. Der Komponist der großen tragischen Oper ist in Dinorah genialisch leicht und witzig; die Heldin wird zwar ein 'bißchen' wahnsinnig und tanzt einen virtuosen Walzer mit Echokoloraturen mit ihrem eigenen Schatten, "Ombre legere", aber später wird sie wieder gesund - und wir ahnen das, denn die Musik hat nichts Unheimliches. Eine Ziege hat sogar ein Wiegenlied und ein Motiv. Tatsächlich ist das Duett zwischen Hoel und Corentin "Quand l'heure sonnera" eines der graziösesten Buffostücke der französischen Opernliteratur, die Chöre dieses ländlichen Ambiente mit seinen Jägern, Holzfällern, Hirten und Mähern sind malerisch, der Gesang an die Jungfrau ist schlicht und süß, das Muttrinken und Corentins Rückkehr aus dem Wirtshaus mit der hörbaren Trunkenheit in den Stimmen ist beste komische Oper. Es ist das Werk eines älteren, abgeklärten Herrn, eine schöne Draufgabe. Handlung Ort und Zeit Bretagne, 19. Jahrhundert Personen Hoel, ein Ziegenhirte - Bass Dinorah, Hoels Verlobte - Sopran Corentin, Sackpfeifer - Tenor Ein Jäger - Bass Ein Mäher - Tenor Erster Hirtenknabe - Sopran Zweiter Hirtenknabe - Mezzosopran Vorgeschichte Hoel und Dinorah sollten bei der jährlichen Wallfahrt zur Heiligen Jungfrau in Ploermel getraut werden. Ein plötzliches Unwetter sprengte nicht nur den Hochzeitstag, sondern vernichtete durch Blitz und Feuer die Habe von Dinorahs Vater. Ein alter Hexen-meister verriet dem vor totaler Armut stehenden Hoel den Ort eines vergrabenen Schatzes - der aber nur geborgen werden könne, wenn Hoel sich ein Jahr lang von den Menschen fernhielte. Hoel ließ sich auf den Handel ein. Die verlassene Braut wird wahnsinnig und irrt seither in den Bergen umher. - Nun ist ein Jahr vergangen, Hoel ist zurückgekehrt und sucht jemanden, der ihm helfen und als erster den Schatz berühren soll: Denn der Legende nach wird dieser sterben. Erst dann kann Hoel den Schatz bergen. Meyerbeer läßt die Vorgeschichte in einer ausgedehnten Ouverture mit Chor (hinter dem geschlossenen Bühnenvorhang) durch die Musik 'erzählen'. Akt I Landleute ziehen an Corentins einsamer Hütte vorüber. Dinorah tritt in ihrem halb zerrissenen Brautkleid auf und singt ihrer Ziege ein Wiegenlied. Als sie Corentins Sackpfeife hört, entfernt sie sich rasch, um ihn umso mehr zu erschrecken, als dieser sie ...

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 50


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Wieso, weshalb, warum - Psychologie Heute 7/2006
Psychologie Heute 7/2006
Wie Neugier Sie glücklich macht Editorial Heiko Ernst: Überrasch mich! , sagt das Gehirn Biologie der Zufriedenheit Heiko Ernst Was gibts Neues? Christian Eigner, Michaela Ritter Neugier auf Krankenschein Persönlichkeit Thomas Saum-Aldehoff Vom Wert des Wertens 150 Jahre Sigmund Freud Joachim Bauer, Horst Kächele Die Couch im Labor Thomas Saum-Aldehoff Zurück zu den Wurzeln Palliativmedizin Helga Levend Selbstbestimmtes Sterben eine Illusion? Gespräch mit Franz-Josef Tentrup Jetzt sehe ich die Weite Trösten Martin Hecht Nicht ganz bei Trost: Wird schon wieder! Schreiben Birgit Weidt Schöpferische Selbstbescherung Gespräch mit Hans-Ulrich Treichel Schreiben ist ein Versuch, Balance zu halten Und die Rubriken: Themen & Trends Internet: Die Wikipedians Vorsicht! Sexuell erregter Mann! Bei kurzfristigem Sex: Schöne Menschen bevorzugt Frauen: Geben ist seliger als Nehmen Zuversicht im Angesicht von Chaos Alter: Wenn das Taktgefühl schwindet Indoor-Climbing gegen Ängste und Selbstzweifel Meetings sind nicht für jeden lästig Der Sinn des Lebens: Das Glück des Augenblicks Handy: Ständige Erreichbarkeit stresst Jugendliche: Leser mit Ansprüchen Termine, Informationen und Kontakte Gesundheit & Psyche Stress: Der lange Schatten des Ärgers Gefragt: Warum ritzen sich Jugendliche? Hypoxie: Der Fremde neben mir Schmerz: Stete Reizung mehrt die Qual Freizeitsport: Training darf anstrengen Kinder: Schläfrigkeit macht dick Altersdemenz: Fisch erhält den Verstand Krebspatienten: Entspannung kaum genutzt Zeitsprung: 1796 das Wasser der Seele Buch & Kritik Rezensionsübersicht Manfred Geier: Worüber kluge Menschen lachen G. Raeithel: Die Deutschen und ihr Humor N. Bolz: Die Helden der Familie cultiv (Hg.): Lebensaspekte der Moderne D. Schnarch: Die Psychologie sexueller Leidenschaft H. G. Frankfurt: Bullshit P. v. Matt: Die Intrige Kernberg/Hartmann (Hg.): Narzissmus M. Hecht: Wahre Freunde A. E. Auhagen: Positive Kommunikation J. Allmendinger (Hg.): Karriere ohne Vorlage K. Renn: Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst H. Bahmer: Da beißt die Maus kein Faden ab gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

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Artikel-Nr.: B00011135


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Lockruf des Goldes - Rüdiger Bahr
Rüdiger Bahr
Concorde Home Entertainment,Mai 2010
ISBN 4010324022554

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Teil 1 - 'Das Klondike-Fieber': Elam Harnish ist ein junger Mann, der mit ererbtem Geld und einem älteren Studienfreund eine durchschnittliche Anwaltskanzlei im San Francisco der Jahrhundertwende betreibt. Eines Tages wird er aufs Land gerufen, wo der alte Tarwater entmündigt werden soll, weil er die Farm verkaufen und mit dem Erlös nach Alaska ziehen will, um nach Gold zu graben. Elam Harnish, tief beeindruckt von dem alten Mann, kehrt nach San Francisco zurück und gerät in die Brandung des Aufbruchs zahlloser Menschen, die von der Nachricht neuer Goldfunde in Alaska alarmiert wurden und besessen sind von der Vorstellung, unermesslich reich zu werden. Bei Elam Harnish ist es zunächst eher Neugier. Auch er verlässt San Francisco, ohne zu ahnen, dass er nie wieder in diese geordnete Welt zurückkehren wird. Von jetzt an gelten die Gesetze des Dschungels. Die erste schlimme Erfahrung in dieser Hinsicht macht Elam Harnish, der Jurist, als er in einem Lager mit einem fremden Mehlsack Gewichtheben trainieren will und wegen Lebensmitteldiebstahls erschossen werden soll. Der historische Übergang über den vereisten Chilcoot-Pass wird die mörderische Bewährungsprobe für Zehntausende. Elam Harnish entdeckt den alten Tarwater und wird durch ihn immer wieder zum Durchhalten ermutigt. In Dawson City, der aus dem Boden gestampften Goldgräberstadt, dürfen nur die Männer bleiben, die einen bestimmten Lebensmittelvorrat nachweisen können: Tarwater wird erbarmungslos in die Einsamkeit geschickt - mit einem Gewehr und Munition. Wochen später sehen wir ihn draußen wieder - halbtot vor Kälte und Hunger. Er wartet im Hinterhalt auf ein Opfer und ahnt nicht, dass es Elam Harnish ist, den er schwer verletzt. Doch zwischen ihm und den Lebensmitteln auf den Schlitten stehen wütende Schlittenhunde. Elam Harnish wird gerettet. Wochen später findet er den erfrorenen Tarwater und bei ihm Gold. Die Beschaffenheit dieses Goldes weist auf eine fremde Fundstelle hin, vielleicht die legendäre 'weiße Rinne', die viele suchten und noch niemand fand. Teil 2 - 'Die weiße Rinne': Durch das fremdartige Gold, das Elam Harnish bei dem toten Tarwater gefunden hatte, war die Neugier auf die 'weiße Rinne' zwar wieder geweckt, aber die Information war noch zu vage. Inzwischen zivilisiert sich scheinbar das Leben in Dawson. In seinem 'Tivoli' sorgt Charles Clayton für das Vergnügen der Goldgräber und dafür, dass sie einen Teil ihres Goldes rasch wieder ausgeben. Dafür hat er Cad Wilson geholt, eine mittelmäßige Tingeltangelsängerin, die hier ein Star ist. Aber Cad hat auch etwas, das in Dawson noch seltener ist: Ein Herz, das sie zu rasch an den oberflächlichen Elam Harnish verliert. Der schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch und feiert seinen 30. Geburtstag mit Wichtigtuerei. Während des wilden Festes stürzt - tödlich erschöpft - Caribou-Charly ins 'Tivoli'. Er hatte mit drei Kumpanen die 'weiße Rinne' gesucht - offenbar mit Erfolg, denn er hat viel Gold bei sich, dessen Herkunft er vor seinem Tod nicht mehr offenbaren kann. Alles bricht auf - zur 'weißen Rinne'. Elam Harnish und Joe Hines scheinen sie als erste zu entdecken. Vor und in einer Hütte finden sie die Leichen der Gefährten von Caribou-Charly. Unerklärlich bleibt, wie sie starben. In der Hütte gibt es Holz und Lebensmittel genug. Elam und Joe glauben, jetzt nur noch das Ende des Winters abwarten zu müssen. Aber die seelische Belastung, der Menschen in solcher Einsamkeit ausgesetzt sind, wird von ihnen unterschätzt. Zu ihnen stoßen später drei weitere Männer aus Dawson. Das Misstrauen, die Angst, die Habgier wachsen unberechenbar und führen schließlich zum Mord. Elam und Joe richten den Mörder. Aber auch ihre Nerven sind der Situation nicht gewachsen. Elam erschießt Joe in Notwehr und bleibt schwer verletzt allein. Teil 3 - 'Der wilde Mann vom Yukon': Voll Sorge und Sehnsucht hat Cad Wilson in Dawson auf Elam gewartet. Als Montana Kid mit der Nachricht nach Dawson kommt, dass Elam tot sei, will die verzweifelte Cad hier nicht länger bleiben und verkauft ihre Habe. Doch Elam kehrt krank zurück. Als man wenig später Montana Kid ermordet findet, wird Cad Wilson verhaftet und - mit triumphalem Geleit ihrer Bewunderer - fortgebracht. Der blinde Zufall lässt Elam beim Lachsfang weit außerhalb von Dawson neues Gold entdecken. Charles Clayton fürchtet um sein 'Tivoli', wenn wegen dieses Goldes die Männer aus Dawson fortziehen. Deshalb kauft er Elam Harnish das Geheimnis ab. Endlich hat Elam Geld. Er erweist sich als raffinierter Spekulant und Geschäftemacher, der das kleine Vermögen in kurzer Zeit so vervielfacht, dass er zum bewunderten und gefürchteten Business-Boss wird. Sein Ruf dringt bis San Francisco und beunruhigt die dortige Geldaristokratie. Durch Mittelsmänner wird Elam verlockt, sein Geld in betrügerischen und Aufsehen erregenden Börsenmanövern aufs Spiel zu setzen. Die Intrige entdeckt er zu spät. Mittellos verlässt er heimlich des nachts San Francisco. Teil 4 - 'Vierauge': Elam Harnish ist nach Alaska zurückgekehrt. Ein kleiner freundlicher Mann, Andy Carson, hat sich an ihn gehängt, weil er in ihm einen Pfadfinder zum Glück, zum Gold, wittert. Ihr Weg durch fast unzulängliche Wälder stellt sie immer wieder vor schier unlösbare, oft lebensgefährliche Schwierigkeiten. Eines Tages ist Andy verschwunden. Ratlos wartet Elam zuerst, sucht dann und steht plötzlich vor einer Gruppe Indianer, die ihn wortlos und friedlich an einen versteckten See in ein Lager bringen, in dem ein Stamm der Tinglit lebt - wahrlich unvermutet in einer Wildnis, die Tausende von Meilen von jeder Siedlung entfernt ist. Doch größer noch wird Elams Überraschung, als er zuerst Andy Carson trifft - zufrieden und frei - und dann den Häuptling kennen lernt: Snass ist Europäer. Elams Fähigkeit, sich einer neuen Situation anzupassen, bewährt sich wieder. Er weiß, dass jeder Fluchtgedanke unsinnig wäre. Er lebt sich ein, findet sogar Gold - das Überflüssigste, das sich hier vorstellen lässt - und begegnet Labiskwee, der weißen Tochter des Häuptlings. Sie erlebt Elam als Boten aus einer Märchenwelt. Ihre Liebe lässt sie bald erkennen, dass Elam hier nie glücklich werden wird, weil er seine Welt nicht vergessen kann. Labiskwee allein vermag eine Flucht vorzubereiten. Eines nachts brechen beide auf. Und nun beginnt eine abenteuerliche Irrfahrt, die alles in den Schatten stellt, was Elam Harnish seit seiner Anwaltszeit in San Francisco ertragen musste.... Die Advents-Vierteiler haben längst Kultstatus erreicht - die Veröffentlichung der Doppel-DVD 'Lockruf des Goldes' im hochwertigen Schuber lässt sicherlich nicht nur Sammlerherzen höher schlagen!

[Schlagwörter: Video / Film / Abenteuerfilm; Video / Film / Drama, Liebe; Video / Film / TV-Serien]

Sprache: Deutsch

Artikel-Nr.: 4010324022554


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