Zweig Stefan
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Zweig, Stefan: Marie Antoinette Bildnis eines mittleren Charakters, Deutsche Buch-Gemeinschaft (Lizenz des S.Fischer Verlages) Lizenzausgabe 1961 Berlin, Darmstadt, Wien
459S. 8°
Halbleder Fadengehefteter, goldgeprägter, illustrierter Halblederband mit Farbkopfschnitt und Lesebändchen. Exlibris auf Innendeckel, ansonsten rundum guter bis sehr guter Zustand dieser hochwertigen Ausgabe der Deutschen Buch-Gemeinschaft. Marie Antoinette ( * 2. November 1755 in Wien; 16. Oktober 1793 in Paris) war als Maria Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich sowie Prinzessin von Ungarn, Böhmen, der Toskana usw. bekannt und entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen. Durch ihre Heirat mit Ludwig XVI. wurde sie zunächst Dauphine und später Königin von Frankreich und Navarra. Sie gilt als eine der schillerndsten Figuren während der Französischen Revolution und teilte neun Monate nach ihrem Gemahl dessen Schicksal auf dem Schafott. Stefan Zweig (* 28. November 1881 in Wien; 22. Februar 1942 in Petropolis, Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien) war ein österreichischer Schriftsteller. Leben 1881 bis 1918 - Jahre des Reifens Stefan Zweig wurde als Sohn des wohlhabenden jüdischen Textilunternehmers Moritz Zweig und dessen Gattin Ida Brettauer, Spross eines reichen Kaufmannsgeschlechts aus Hohenems, geboren. Er wuchs gemeinsam mit seinem Bruder Alfred in einer prächtigen Wohnung am Wiener Schottenring auf. Die Familie Zweig war nicht religiös, Zweig selbst bezeichnete sich später als "Juden aus Zufall". Am Wiener Gymnasium Wasagasse legte er 1899 seine Matura ab. Anschließend an der Wiener Universität als Student der Philosophie eingeschrieben, mied er den Vorlesungsbetrieb so weit wie möglich und schrieb lieber für das Feuilleton der Neuen Freien Presse, deren Redakteur Theodor Herzl war. Nachdem Gedichte von ihm schon seit 1897 in Zeitschriften veröffentlicht worden waren, erschien 1901 der Gedichtband Silberne Saiten und 1904 seine erste Novelle Die Liebe der Erika Ewald. In diesem Jahr wurde Stefan Zweig mit einer Dissertation über Die Philosophie des Hippolyte Taine bei Friedrich Jodl in Wien zum Dr. phil. promoviert. Nach und nach entwickelte er eine markante Schreibweise, die behutsame psychologische Deutung mit fesselnder Erzählkraft und brillanter Stilistik verband. Neben eigenen Erzählungen und Essays arbeitete Zweig auch als Übersetzer der Werke Verlaines, Baudelaires und insbesondere Emile Verhaerens sowie als Journalist. Seine Bücher erschienen im Insel-Verlag in Leipzig, dessen Verleger Anton Kippenberg er schließlich freundschaftlich verbunden war und dem er die Anregung gab zur 1912 begründeten Insel-Bücherei und zu den nach dem Ersten Weltkrieg erschienen Buchreihen Bibliotheca mundi und Pandora mit originalsprachlicher Literatur. Zweig pflegte einen großbürgerlichen Lebensstil und reiste viel, unter anderem besuchte er 1910 Indien und 1912 Amerika. Diese Reisen verschafften ihm immer wieder Kontakte zu anderen Schriftstellern und Künstlern, mit denen er oft lang anhaltende Korrespondenzen führte. Zweig war auch ein begeisterter und in Fachkreisen anerkannter Sammler von Autografen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte Zweig, wie er in Die Welt von Gestern schreibt, "vorläufig keinerlei militärische Pflichten, da ich bei allen Assentierungen als untauglich erklärt worden war ... Andererseits war es wieder unerträglich, in einer solchen Zeit als verhältnismäßig junger Mensch abzuwarten, bis man ihn herausscharrte aus seinem Dunkel und an irgendeine Stelle warf, an die er nicht gehörte. So hielt ich Umschau nach einer Tätigkeit, wo ich immerhin etwas leisten konnte, ohne hetzerisch tätig zu sein, und der Umstand, daß einer meiner Freunde, ein höherer Offizier, im Kriegsarchiv war, ermöglichte es mir, dort eingestellt zu werden." Es gelang dann auch, Rainer Maria Rilke im Alter von "fast vierzig Jahren" "gleichfalls für unser abgelegenes Kriegsarchiv anzufordern... er wurde bald dank einer gütigen medizinischen Untersuchung entlassen." Zweig beschloss nun, auch unter dem Einfluss seines Freundes, des französischen Pazifisten Romain Rolland, "meinen persönlichen Krieg zu beginnen: den Kampf gegen den Verrat der Vernunft an die aktuelle Massenleidenschaft." 1917 wurde er vom Militärdienst erst beurlaubt, später ganz entlassen. Er zog nach Zürich in die neutrale Schweiz, arbeitete dort als Korrespondent für die Wiener Neue Freie Presse und publizierte seine humanistische, den partei- und machtpolitischen Interessen völlig fern stehende Meinung auch in der deutschsprachigen Zeitung Pester Lloyd. 1919 bis 1933 - Salzburger Jahre Nach Kriegsende kehrte Zweig nach Österreich zurück, er lebte in Salzburg im Paschinger-Schlössl am Kapuzinerberg. Im Januar 1920 heiratete er die von dem Journalisten Dr. Felix von Winternitz geschiedene Friderike von Winternitz. Als engagierter Intellektueller trat Stefan Zweig vehement gegen Nationalismus und Revanchismus ein und warb für die Idee eines geistig geeinten Europas. Er schrieb viel während dieser Zeit: Erzählungen, Dramen, Novellen. Die historischen Momentaufnahmen Sternstunden der Menschheit von 1927 zählen bis heute zu seinen erfolgreichsten Büchern. 1928 bereiste Stefan Zweig die Sowjetunion, wo seine Bücher auf Betreiben von Maxim Gorki, mit dem er im Briefwechsel stand, auch auf Russisch erschienen. Sein 1931 erschienenes Buch Die Heilung durch den Geist widmete er Albert Einstein. 1933 verfasste Zweig das Libretto für die Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss. 1934 bis 1942 - Exiljahre Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Deutschen Reich im Jahre 1933 wurde deren Einfluss auch in Österreich spürbar. Am 18. Februar 1934 durchsuchte die austrofaschistische Polizei das Haus des erklärten Pazifisten Stefan Zweig auf der Suche nach versteckten Waffen. Tief betroffen, stieg Zweig unmittelbar danach in den Zug und emigrierte nach London. Seine Bücher durften nicht mehr im Insel-Verlag erscheinen, sondern wurden in Wien verlegt. Dennoch rissen die Kontakte nach Deutschland nicht ab. Im selben Jahr unternahm er auch eine Reise nach Südamerika. Im März 1933 kam die Verfilmung seiner Novelle Brennendes Geheimnis in die Kinos. Da der Titel in Hinblick auf den Reichstagsbrand viel Anlass zu Spott bot, wurde die weitere Aufführung des Films verboten.[1] Zweig wurde auf die Liste der Bücherverbrennungen gesetzt und 1935 in die Liste verbotener Autoren aufgenommen. Seine Ehe mit Friderike, von der er seit seiner Flucht 1934 getrennt lebte, wurde 1938 geschieden. 1939 heiratete er Charlotte Altmann, die mit ihm aus Salzburg geflohen war. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nahm Stefan Zweig die britische Staatsbürgerschaft an. Er verließ London und gelangte über die Stationen New York, Argentinien und Paraguay im Jahr 1940 nach Brasilien. 1942 erschien seine Schachnovelle und die Monografie Brasilien. 1944 erschien posthum seine Autobiografie unter dem Titel Die Welt von Gestern. Tod Stefan Zweig beging am 22. Februar 1942 in Petropolis (bei Rio de Janeiro) mittels Einnahme einer Überdosis des Barbiturats Veronal Suizid. Seine Frau wartete seinen Tod ab, legte sich danach mit einer Überdosis Morphin neben ihn und starb ebenfalls. Somit war der Suizid Stefan Zweigs "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen", aus Schwermut über die Zerstörung seiner "geistigen Heimat Europa" wohl eine Folge seiner Perspektivlosigkeit im Exil und seiner Verzweiflung über das NS-Regime. Stefan Zweig wurde damit - gezwungen von seiner tragischen Wahl - ein Symbol aller Intellektuellen, die vor Faschismus und Nationalsozialismus fliehen mussten. In Zweigs letztem Wohnhaus in Petropolis wird daher ein Museum eingerichtet, die Casa Stefan Zweig, das zwar in seinem Namen auf die Person und das Werk des Schriftstellers gerichtet ist, das aber ein Zentrum sein soll, das an all die Künstler, Intellektuellen und Wissenschaftler erinnert, die vor und während des Zweiten Weltkrieges ins Exil gingen. Wirkung und Charakteristika des Werks Vor allem Zweigs Prosawerke und romanhafte Biografien (Joseph Fouche , Marie Antoinette) finden bis heute ein Publikum. Das Gesamtwerk zeichnet sich durch eine hohe Di...
[SW: Deutsche Literatur | Historischer Roman | Stefan Zweig | Deutsche Buch-Gemeinschaft]
Zweig, Stefan: Maria Stuart. Bertelsmann Lesering (Lizenz des S.Fischer Verlages) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh
411S. 8°
Halbleder Goldgeprägter Halblederband mit grauem Farbkopfschnitt. Die Einbandkanten dezent berieben, das Rückenleder mit kleiner Abriebstelle, Exlibris auf Innendeckel, die letzten Seiten am unteren Rand knickig, ansonsten noch gute Erhaltung. Maria Stuart (* 8. Dezember 1542 in Linlithgow; 8. Februarjul./ 18. Februar 1587greg. in Schloss Fotheringhay) war vom 14. Dezember 1542 bis zum 24. Juli 1567 als Maria I. Königin von Schottland sowie durch ihre Ehe mit Franz II. von 1559 bis 1560 auch Königin von Frankreich, sie entstammte dem Haus Stuart. Da Schottland zur Zeit ihrer Geburt von politischen und religiösen Unruhen erschüttert war, wurde Maria Stuart im Kindesalter nach Frankreich gebracht und an der Seite ihres künftigen Ehemanns Franz II. erzogen. Durch den frühen Tod des Königs wurde sie bereits im Alter von 17 Jahren zur Witwe und kehrte nach dem langjährigen Aufenthalt in Frankreich 1561 nach Schottland zurück. Dort gelang es ihr nicht, die zahlreichen Spannungen unter den konkurrierenden Adelsfamilien zu befrieden. Nach der Ermordung ihres zweiten Gemahls Lord Darnley, an der ihr eine Mitschuld angelastet wurde, dankte sie 1567 zugunsten ihres Sohnes Jakob I. ab und ging ins Exil nach England. Ihre zweite Lebenshälfte war geprägt von einem fortwährenden Konflikt mit Königin Elisabeth I., der sich unter anderem auf einen Anspruch auf den englischen Königsthron zurückführen ließ. Nachdem Maria Stuart verdächtigt worden war, an einem geplanten Attentat auf die englische Königin beteiligt gewesen zu sein, wurde sie wegen Hochverrats 1587 hingerichtet. Aufgrund der zahlreichen künstlerischen Bearbeitungen ihrer Lebensgeschichte gilt sie neben Macbeth als eine der bekanntesten schottischen Monarchengestalten. Stefan Zweig (* 28. November 1881 in Wien; 22. Februar 1942 in Petropolis, Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien) war ein österreichischer Schriftsteller. Leben 1881 bis 1918 - Jahre des Reifens Stefan Zweig wurde als Sohn des wohlhabenden jüdischen Textilunternehmers Moritz Zweig und dessen Gattin Ida Brettauer, Spross eines reichen Kaufmannsgeschlechts aus Hohenems, geboren. Er wuchs gemeinsam mit seinem Bruder Alfred in einer prächtigen Wohnung am Wiener Schottenring auf. Die Familie Zweig war nicht religiös, Zweig selbst bezeichnete sich später als "Juden aus Zufall". Am Wiener Gymnasium Wasagasse legte er 1899 seine Matura ab. Anschließend an der Wiener Universität als Student der Philosophie eingeschrieben, mied er den Vorlesungsbetrieb so weit wie möglich und schrieb lieber für das Feuilleton der Neuen Freien Presse, deren Redakteur Theodor Herzl war. Nachdem Gedichte von ihm schon seit 1897 in Zeitschriften veröffentlicht worden waren, erschien 1901 der Gedichtband Silberne Saiten und 1904 seine erste Novelle Die Liebe der Erika Ewald. In diesem Jahr wurde Stefan Zweig mit einer Dissertation über Die Philosophie des Hippolyte Taine bei Friedrich Jodl in Wien zum Dr. phil. promoviert. Nach und nach entwickelte er eine markante Schreibweise, die behutsame psychologische Deutung mit fesselnder Erzählkraft und brillanter Stilistik verband. Neben eigenen Erzählungen und Essays arbeitete Zweig auch als Übersetzer der Werke Verlaines, Baudelaires und insbesondere Emile Verhaerens sowie als Journalist. Seine Bücher erschienen im Insel-Verlag in Leipzig, dessen Verleger Anton Kippenberg er schließlich freundschaftlich verbunden war und dem er die Anregung gab zur 1912 begründeten Insel-Bücherei und zu den nach dem Ersten Weltkrieg erschienen Buchreihen Bibliotheca mundi und Pandora mit originalsprachlicher Literatur. Zweig pflegte einen großbürgerlichen Lebensstil und reiste viel, unter anderem besuchte er 1910 Indien und 1912 Amerika. Diese Reisen verschafften ihm immer wieder Kontakte zu anderen Schriftstellern und Künstlern, mit denen er oft lang anhaltende Korrespondenzen führte. Zweig war auch ein begeisterter und in Fachkreisen anerkannter Sammler von Autografen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte Zweig, wie er in Die Welt von Gestern schreibt, "vorläufig keinerlei militärische Pflichten, da ich bei allen Assentierungen als untauglich erklärt worden war ... Andererseits war es wieder unerträglich, in einer solchen Zeit als verhältnismäßig junger Mensch abzuwarten, bis man ihn herausscharrte aus seinem Dunkel und an irgendeine Stelle warf, an die er nicht gehörte. So hielt ich Umschau nach einer Tätigkeit, wo ich immerhin etwas leisten konnte, ohne hetzerisch tätig zu sein, und der Umstand, daß einer meiner Freunde, ein höherer Offizier, im Kriegsarchiv war, ermöglichte es mir, dort eingestellt zu werden." Es gelang dann auch, Rainer Maria Rilke im Alter von "fast vierzig Jahren" "gleichfalls für unser abgelegenes Kriegsarchiv anzufordern... er wurde bald dank einer gütigen medizinischen Untersuchung entlassen." Zweig beschloss nun, auch unter dem Einfluss seines Freundes, des französischen Pazifisten Romain Rolland, "meinen persönlichen Krieg zu beginnen: den Kampf gegen den Verrat der Vernunft an die aktuelle Massenleidenschaft." 1917 wurde er vom Militärdienst erst beurlaubt, später ganz entlassen. Er zog nach Zürich in die neutrale Schweiz, arbeitete dort als Korrespondent für die Wiener Neue Freie Presse und publizierte seine humanistische, den partei- und machtpolitischen Interessen völlig fern stehende Meinung auch in der deutschsprachigen Zeitung Pester Lloyd. 1919 bis 1933 - Salzburger Jahre Nach Kriegsende kehrte Zweig nach Österreich zurück, er lebte in Salzburg im Paschinger-Schlössl am Kapuzinerberg. Im Januar 1920 heiratete er die von dem Journalisten Dr. Felix von Winternitz geschiedene Friderike von Winternitz. Als engagierter Intellektueller trat Stefan Zweig vehement gegen Nationalismus und Revanchismus ein und warb für die Idee eines geistig geeinten Europas. Er schrieb viel während dieser Zeit: Erzählungen, Dramen, Novellen. Die historischen Momentaufnahmen Sternstunden der Menschheit von 1927 zählen bis heute zu seinen erfolgreichsten Büchern. 1928 bereiste Stefan Zweig die Sowjetunion, wo seine Bücher auf Betreiben von Maxim Gorki, mit dem er im Briefwechsel stand, auch auf Russisch erschienen. Sein 1931 erschienenes Buch Die Heilung durch den Geist widmete er Albert Einstein. 1933 verfasste Zweig das Libretto für die Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss. 1934 bis 1942 - Exiljahre Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Deutschen Reich im Jahre 1933 wurde deren Einfluss auch in Österreich spürbar. Am 18. Februar 1934 durchsuchte die austrofaschistische Polizei das Haus des erklärten Pazifisten Stefan Zweig auf der Suche nach versteckten Waffen. Tief betroffen, stieg Zweig unmittelbar danach in den Zug und emigrierte nach London. Seine Bücher durften nicht mehr im Insel-Verlag erscheinen, sondern wurden in Wien verlegt. Dennoch rissen die Kontakte nach Deutschland nicht ab. Im selben Jahr unternahm er auch eine Reise nach Südamerika. Im März 1933 kam die Verfilmung seiner Novelle Brennendes Geheimnis in die Kinos. Da der Titel in Hinblick auf den Reichstagsbrand viel Anlass zu Spott bot, wurde die weitere Aufführung des Films verboten.[1] Zweig wurde auf die Liste der Bücherverbrennungen gesetzt und 1935 in die Liste verbotener Autoren aufgenommen. Seine Ehe mit Friderike, von der er seit seiner Flucht 1934 getrennt lebte, wurde 1938 geschieden. 1939 heiratete er Charlotte Altmann, die mit ihm aus Salzburg geflohen war. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nahm Stefan Zweig die britische Staatsbürgerschaft an. Er verließ London und gelangte über die Stationen New York, Argentinien und Paraguay im Jahr 1940 nach Brasilien. 1942 erschien seine Schachnovelle und die Monografie Brasilien. 1944 erschien posthum seine Autobiografie unter dem Titel Die Welt von Gestern. Tod Stefan Zweig beging am 22. Februar 1942 in Petropolis (bei Rio de Janeiro) mittels Einnahme einer Überdosis des Barbiturats Veronal Suizid. Seine Frau wartete seinen Tod ab, legte sich danach mit einer Überdosis Morphi...
[SW: Deutsche Literatur | Historischer Roman | Stefan Zweig]
Brügge, Joachim (Hrsg.): "Das Buch als Eingang zur Welt". Zur Eröffnung des Stefan-Zweig-Centre Salzburg, am 28. November 2008. Schriftenreihe des Stefan-Zweig-Centre Salzburg / Band 1. Würzburg : Königshausen & Neumann, 2009. ISBN: 9783826039836
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Stefan Zweig und Salzburg - Hildemar Holl: Salzburger Bemühungen um Stefan Zweig seit 1961 - Fritz Genböck: Architekt begegnet Schriftsteller - Gedanken - zu einer Ausstellung - Judentum und Pazifismus - Gerhard Langer: Stefan Zweig und die jüdische Religion - Thomas Bodmer: Jeremias Ein Bekenntnis zu Pazifismus, Humanismus und Weltbürgertum - Geschichte und Kulturgeschichte - Karl Müller: Faszination Geschichte Zum Begriff der Geschichte bei Stefan Zweig - Joachim Brügge: Stefan Zweig, C.G. Jung und die Kulturgeschichte des Schachs - vom indischen Tschaturanga zur modernen Alchemie des 20 Jahrhunderts? ISBN 9783826039836 - , ISBN: 3826039831
108 S. : graph. Darst. , kart.
[SW: Zweig, Stefan]
Zweig, Stefan/Poppe, Reiner: Stefan Zweig 'Schachnovelle' Interpretationen und Unterrichtsmaterialien - Analysen und Reflexionen, BEYER, ISBN: 3888051576
Vorbemerkung: "Die verbrannten Dichter" ist der Titel einer Anthologie vielfach gerühmter, aber auch weniger bekannter deutschsprachiger Autoren, die der "Kulturerneuerung" des "Dritten Reiches" zum Opfer fielen. STEFAN ZWEIG war einer von ihnen. Er wird in dieser Anthologie nur knapp erwähnt. Während andere Schriftsteller posthum aufgewertet, somit zu einem Stück Geschichte werden, obwohl teilweise von nur untergeordneter literarischer Bedeutung, hatte Zweig schon vorher europäische (Literatur-) Geschichte geschrieben. Man erinnert sich deshalb seiner nicht nur im Zusammenklang mit der unseligen Zeit der Bücher-Verbrennungen und zynischen Verfolgung durch die Nazis. Dennoch: Zwar hat Stefan Zweig als Schriftsteller einer vergangenen Generation heute viele prominente Verfechter seines Werkes, Max von der Grün z. B., doch nicht weniger auch erbitterte Gegner oder arrogante Richter über sein uns hinterlassenes literarisches Erbe. Zwei Lager - dazwischen gibt es nichts. Das mutet befremdlich an bei einem Schriftsteller, der mit seinen Büchern alles andere wollte als Konfrontation, Zwietracht und Gespaltenheit. Zumindest seltsam berührt es auch, dass die deutsche Literaturgeschichte sich über ihn nahezu ausschweigt. Es scheint schwierig zu sein, ihm wertend gerecht zu begegnen. Zweigs Kunst war leidenschaftlich apolitisch, menschenfreundlich und kulturversöhnend angelegt. Er hatte sein Publikum; um die Gunst der Wissenschaftler brauchte er nie zu buhlen. Zweig war (und ist) ein übernationaler Schriftsteller, allen Verweigerern zum Trotz. Er war (und ist) jedoch kein volkstümlicher Schriftsteller im Sinne des Wortes. Dazu sind seine Themen sicherlich zu persönlich "beschwert", zu speziell im Historischen verwurzelt. Dazu ist auch seine Sprache zu "kulinarisch-abgeschmeckt". Kurz: Stefan Zweig war nie ein Autor der Masse, weil er sich in seinem Geschichts-, Welt- und Menschenbild stets deutlich von ihr abhob, weil er nur mit Gleichgesinnten teilen konnte, auch weil seine Sprache eine andere war - die Gürtellinie nie unterschritt.An Zweig war nichts Mittelmäßiges im Anspruch an sich, die anderen und die Welt, trotz der ihm immer wieder von vielen Seiten attestierten Bescheidenheit. Die materielle Sicherheit des Großbürgertums, dem er entstammte, hatte ihn früh unabhängig gemacht. Der Erfolg seiner Bücher hatte ihm Wohlhabenheit darüber hinaus gebracht, zumal im 1. Drittel unseres Jahrhunderts, als er tatsächlich zu den meistgelesenen und meistübersetzten Autoren Europas gehörte. Sich mit dem Menschen Stefan Zweig zu befassen, ist eine große Bereicherung. Ihn in einem Buch wie diesem in nur wenigen Zügen darzustellen, ist ein großer Reiz und ein Zwang zum Bekenntnis ohne viel "Wenn" und "Aber", zugleich aber auch der Verzicht auf größere Ausführlichkeit, die ihm eigentlich auch hier gewidmet werden müsste, um ihm differenzierter gerecht zu werden. Für mich ist Stefan Zweig ein geistiges Leitbild, weil er (-mit anderen seiner Zeit-) im wirklichen Sinne ein grenzen- und kultur-überschreitender Weltbürger gewesen ist, ohne seine geistige Vergangenheit jemals zu leugnen. Der Umgang mit fremden Sprachen und Kulturen war für ihn etwas Selbstverständliches, dass man heutzutage angesichts vieler beinahe aufgesetzter Programme in dieser Richtung immer wieder verblüfft ist. Geschichtsverbundenheit und Aufgeschlossenheit für das Aktuelle, wie sie vorbehaltloser kaum praktiziert werden können, verbanden sich bei ihm mit einer lauteren Gesinnung, so dass er viele Freunde gewann und vielen ein wirklicher Freund war.
NEUBUCH! 8., überarb. Aufl. 2007. 96 S. 17,5 cm; Analysen und Reflexionen Bd.66
[SW: Zweig, Stefan, Schachnovelle (Zweig)]



