Zola

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Zola, Emile: Hahn im Korb ("Pot-Bouille"). Roman. Übersetzung von Dr. Walter Widmer | Vorwort von Raymond Joly, Deutscher Bücherbund (Lizenz des Amadis Verlags, Karlsruhe) Lizenzausgabe 1965 Stuttgart und Hamburg
514 S.S. 8°

Leinen Emile Zola (* 2. April 1840 in Paris; 29. September 1902 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und Begründer der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel J'accuse ! (Ich klage an !) anlässlich der Dreyfus-Affäre war ein wichtiges Element bei der schließlichen Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus. Jugend und literarische Anfänge Emile Zola wurde in Paris als Sohn des italienisch-österreichischen Eisenbahningenieurs Francesco Zola (eigtl. Zolla) geboren, der sich in Frankreich niedergelassen hatte, nachdem aus Geldmangel sein Projekt einer Pferdeeisenbahn Linz-Gmunden gescheitert war. Seine Mutter, Emilie Aurelie Aubert (1819-1880), war Französin. Zola wuchs in Aix-en-Provence auf, wo sein Vater ab 1843 ein Kanalprojekt leitete, aber schon 1847 starb. In Aix war Zola mit dem späteren großen Maler Paul Cezanne und dem späteren Bildhauer Philippe Solari befreundet. Seine letzten Schuljahre verbrachte er wieder in Paris, wohin seine Mutter schon vor ihm zurückgekehrt war. Nachdem er 1859 durch das Baccalaureat gefallen war, nahm er verschiedene Arbeiten an. So war er beispielsweise längere Zeit Werbeleiter beim Verlag Hachette und betätigte sich schriftstellerisch in allen Genres, auch als Lyriker. Sein Durchbruch wurde 1867 der Roman Therese Raquin, der eine spannende Handlung um die zur Ehebrecherin und Mörderin werdende Titelheldin mit einer ungeschönten Schilderung des Pariser Kleinbürgertums verbindet. Das Vorwort zur zweiten Auflage 1868, in dem Zola sich gegen seine gutbürgerlichen Kritiker und ihren Vorwurf der Geschmacklosigkeit verteidigt, wurde zum Manifest der jungen naturalistischen Schule, zu deren Oberhaupt Zola nach und nach avancierte. Der Romancier Ab 1869 (bis 1893) konzipierte er, nach dem Vorbild von Honore de Balzac, die meisten seiner Romane als Teile eines Zyklus mit dem Titel Les Rougon-Macquart. Histoire naturelle et sociale d'une famille sous le Second Empire/Die R.-M. Die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich. Die insgesamt 20 Romane sollten eine Art positivistisch begründeter Familiengeschichte sein, nämlich des der Bourgeoisie zuzuordnenden Rougon-Zweiges und des der Unterschicht angehörenden Macquart-Zweiges. Hierbei sollten die durch Verwandtschaft miteinander verbundenen einzelnen Figuren als durch ihre Erbanlagen (z. B. den Hang zum Alkoholismus), ihr Milieu (Bourgeoisie oder Unterschicht) und die historischen Umstände (die sozio-ökonomischen Verhältnisse des Zweiten Kaiserreichs, 1852-70) völlig determiniert vorgestellt werden. Glücklicherweise wirken sie dank Zolas schriftstellerischem Temperament menschlich und lebendig genug, um auf den Leser nicht wie bloße Marionetten und Demonstrationsobjekte zu wirken. Das erzählerische Werk Zolas ist, ähnlich wie das der Goncourts, eine Fundgrube für Sozialhistoriker. Allerdings sind die vom Autor geschilderten Verhältnisse naturgemäß eher die der 70er/80er Jahre, d.h. die der Entstehungszeit der Romane, und weniger die der 50er/60er, in denen die Handlungen spielen. Die wichtigsten Romane Zolas Lebzeiten am erfolgreichsten war La Debacle/Der Zusammenbruch (1892), dessen Handlung vor dem Hintergrund des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 und der blutig unterdrückten Pariser Commune spielt. Ebenfalls ein großer Erfolg war Nana (1879/1880), die Geschichte einer jungen Frau aus dem Volk, die dank ihrer sexuellen Attraktivität einen Aufstieg zur kostenträchtigen Geliebten eines Grafen erlebt, durch ihren Hang zu Ausschweifungen aller Art jedoch in Niedergang, Krankheit und frühem Tod endet. Heute noch gelesen werden vor allem die beiden Romane L'Assommoir/Der Totschläger (1877), wo am Schicksal einer Wäscherin und ihrer Familie sehr eingängig die Auswirkungen des Alkoholismus im beengten und tristen Pariser Unterschichtenmilieu beschrieben werden, und Germinal (1885), das die dramatische Geschichte eines Bergarbeiterstreiks im Kräftefeld der wirtschaftlichen und ideologischen Antagonismen der Zeit darstellt, die Zola aus der Perspektive eines sozial engagierten Bourgeois beurteilt, der die Lehren der Denker der Arbeiterbewegung Pierre-Joseph Proudhon, Charles Fourier und Karl Marx zumindest in ihren Leitideen kennt und billigt. Besonders erwähnenswert auch ist L'OEuvre/Das Werk (1886), weil sich Paul Cezanne mit dem im Zentrum stehenden manischen Maler gemeint glaubte und empört mit Zola brach. Mehrere der Romane, unter anderem Therese Raquin, Nana, L'Assommoir und Germinal, wurden bald nach ihrem Erscheinen zu erfolgreichen Theaterstücken verarbeitet und später auch verfilmt. Der Publizist Von Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn an war Zola immer auch journalistisch aktiv. Am 13. Januar 1898 versuchte er mit einem offenen Brief an den Staatspräsidenten Felix Faure, sein persönliches Prestige für den offensichtlich zu Unrecht als prodeutscher Verräter verurteilten Hauptmann Alfred Dreyfus, den ersten Juden im französischen Generalstab, einzusetzen. Dieser Brief mit dem Titel J'accuse ! / Ich klage an ! entfachte einen ungeahnten innenpolitischen Sturm, der Frankreich für Jahre, oft bis in die Familien hinein, spaltete in Dreyfusards und Antidreyfusards, d.h. ein progressives linkes Lager und ein konservatives rechtes, das zugleich militant nationalistisch und antisemitisch war. Zola selbst wurde noch 1898 vom Kriegsminister sowie von einigen Privatpersonen verklagt und in durchaus politischen Prozessen wegen "Diffamierung" zu einer Geld- und (kurzen) Gefängnisstrafe verurteilt, der er sich jedoch durch Flucht nach London entzog, wo er fast ein Jahr blieb. Sein Tod durch eine Kohlenmonoxidvergiftung in seiner Pariser Wohnung zu Beginn der Heizperiode 1902 war möglicherweise das Werk eines nationalistischen Ofensetzers, der im Sommer eine Reparatur durchgeführt hatte. Sechs Jahre später wurden die Überreste Zolas auf Anordnung der inzwischen linken französischen Regierung in das Pantheon überführt, auch in Würdigung seines Engagements in der Dreyfus-Affäre. Unter der Regie von William Dieterle entstand 1937 unter dem Titel Das Leben des Emile Zola eine Filmbiografie mit Paul Muni in der Titelrolle. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit Frontispiz (Fotografie)Zolas. Einband und Schnitte leicht staubfleckig und berieben, Exlibris auf Innendeckel, ansonsten guter Zustand. Gesetzt aus der Janson Antiqua, gedruckt auf Papier der Firma Bohnenberger, Niefern von W. Kohlhammer in Stuttgart.

[SW: Französische Literatur | Roman | Deutscher Bücherbund | Walter Widmer]

Details

Zola, Emile: Der häusliche Herd. Übersetzt von Armin Schwarz. - (=Die Rougon-Macquart, Band 10) Berlin, Harz Verlag, 1924.
Guter Zustand. - Emile Zola (* 2. April 1840 in Paris; 29. September 1902 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und Begründer der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel J'accuse ! (Ich klage an !) anlässlich der Dreyfus-Affäre war ein wichtiges Element bei der schließlichen Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus. Jugend und literarische Anfänge: Emile Zola wurde in Paris als Sohn des italienisch-österreichischen Eisenbahningenieurs Francesco Zola (eigtl. Zolla) geboren, der sich in Frankreich niedergelassen hatte, nachdem aus Geldmangel sein Projekt einer Pferdeeisenbahn Linz-Gmunden gescheitert war. Seine Mutter, Emilie Aurelie Aubert (1819-1880), war Französin. Zola wuchs in Aix-en-Provence auf, wo sein Vater ab 1843 ein Kanalprojekt leitete, aber schon 1847 starb. In Aix war Zola mit dem späteren großen Maler Paul Cezanne und dem späteren Bildhauer Philippe Solari befreundet. Seine letzten Schuljahre verbrachte er wieder in Paris, wohin seine Mutter schon vor ihm zurückgekehrt war. Nachdem er 1859 durch das Baccalaureat gefallen war, nahm er verschiedene Arbeiten an. So war er beispielsweise längere Zeit Werbeleiter beim Verlag Hachette und betätigte sich schriftstellerisch in allen Genres, auch als Lyriker. Sein Durchbruch wurde 1867 der Roman Therese Raquin, der eine spannende Handlung um die zur Ehebrecherin und Mörderin werdende Titelheldin mit einer ungeschönten Schilderung des Pariser Kleinbürgertums verbindet. Das Vorwort zur zweiten Auflage 1868, in dem Zola sich gegen seine gutbürgerlichen Kritiker und ihren Vorwurf der Geschmacklosigkeit verteidigt, wurde zum Manifest der jungen naturalistischen Schule, zu deren Oberhaupt Zola nach und nach avancierte. Der Romancier: Ab 1869 (bis 1893) konzipierte er, nach dem Vorbild von Honore de Balzac, die meisten seiner Romane als Teile eines Zyklus mit dem Titel Les Rougon-Macquart. Histoire naturelle et sociale d'une famille sous le Second Empire/Die R.-M. Die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich. Die insgesamt 20 Romane sollten eine Art positivistisch begründeter Familiengeschichte sein, nämlich des der Bourgeoisie zuzuordnenden Rougon-Zweiges und des der Unterschicht angehörenden Macquart-Zweiges. Hierbei sollten die durch Verwandtschaft miteinander verbundenen einzelnen Figuren als durch ihre Erbanlagen (z. B. den Hang zum Alkoholismus), ihr Milieu (Bourgeoisie oder Unterschicht) und die historischen Umstände (die sozio-ökonomischen Verhältnisse des Zweiten Kaiserreichs, 1852-70) völlig determiniert vorgestellt werden. Glücklicherweise wirken sie dank Zolas schriftstellerischem Temperament menschlich und lebendig genug, um auf den Leser nicht wie bloße Marionetten und Demonstrationsobjekte zu wirken. Das erzählerische Werk Zolas ist, ähnlich wie das der Goncourts, eine Fundgrube für Sozialhistoriker. Allerdings sind die vom Autor geschilderten Verhältnisse naturgemäß eher die der 70er/80er Jahre, d.h. die der Entstehungszeit der Romane, und weniger die der 50er/60er, in denen die Handlungen spielen. ... Der Publizist: Vom Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn an war Zola immer auch journalistisch aktiv. Am 13. Januar 1898 versuchte er mit einem offenen Brief an den Staatspräsidenten Felix Faure, sein persönliches Prestige für den offensichtlich zu Unrecht als prodeutscher Verräter verurteilten Hauptmann Alfred Dreyfus, den ersten Juden im französischen Generalstab, einzusetzen. Dieser Brief mit dem Titel J'accuse ! / Ich klage an ! entfachte einen ungeahnten innenpolitischen Sturm, der Frankreich für Jahre, oft bis in die Familien hinein, spaltete in Dreyfusards und Antidreyfusards, d.h. ein progressives linkes Lager und ein konservatives rechtes, das zugleich militant nationalistisch und antisemitisch war. Zola selbst wurde noch 1898 vom Kriegsminister sowie von einigen Privatpersonen verklagt und in durchaus politischen Prozessen wegen "Diffamierung" zu einer Geld- und (kurzen) Gefängnisstrafe verurteilt, der er sich jedoch durch Flucht nach London entzog, wo er fast ein Jahr blieb. Sein Tod durch eine Kohlenmonoxidvergiftung in seiner Pariser Wohnung zu Beginn der Heizperiode 1902 war möglicherweise das Werk eines nationalistischen Ofensetzers, der im Sommer eine Reparatur durchgeführt hatte. Sechs Jahre später wurden die Überreste Zolas auf Anordnung der inzwischen linken französischen Regierung in das Pantheon überführt, auch in Würdigung seines Engagements in der Dreyfus-Affäre. Unter der Regie von William Dieterle entstand 1937 unter dem Titel Das Leben des Emile Zola eine Filmbiografie mit Paul Muni in der Titelrolle. Aus wikipedia-org%C3%89mile_Zola

1. Auflage. 548 Seiten. Leinen mit Kopffarbschnitt. Gutes Exemplar.

[SW: Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Naturalismus, Französische Politik, Romanistik, Französische Geschichte, Roman, Franzose Franzosen, Französische Gesellschaft]

Details

Zola, Emile: La bete humaine. Preface et commentaires de Marie-Therese Ligot. - (=(La Rougon-Macquart 17; Pocket 6062). Paris, Pocket, 1994.
Guter Zustand. - Emile Zola (* 2. April 1840 in Paris; 29. September 1902 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und Begründer der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel J'accuse ! (Ich klage an !) anlässlich der Dreyfus-Affäre war ein wichtiges Element bei der schließlichen Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus. Jugend und literarische Anfänge: Emile Zola wurde in Paris als Sohn des italienisch-österreichischen Eisenbahningenieurs Francesco Zola (eigtl. Zolla) geboren, der sich in Frankreich niedergelassen hatte, nachdem aus Geldmangel sein Projekt einer Pferdeeisenbahn Linz-Gmunden gescheitert war. Seine Mutter, Emilie Aurelie Aubert (1819-1880), war Französin. Zola wuchs in Aix-en-Provence auf, wo sein Vater ab 1843 ein Kanalprojekt leitete, aber schon 1847 starb. In Aix war Zola mit dem späteren großen Maler Paul Cezanne und dem späteren Bildhauer Philippe Solari befreundet. Seine letzten Schuljahre verbrachte er wieder in Paris, wohin seine Mutter schon vor ihm zurückgekehrt war. Nachdem er 1859 durch das Baccalaureat gefallen war, nahm er verschiedene Arbeiten an. So war er beispielsweise längere Zeit Werbeleiter beim Verlag Hachette und betätigte sich schriftstellerisch in allen Genres, auch als Lyriker. Sein Durchbruch wurde 1867 der Roman Therese Raquin, der eine spannende Handlung um die zur Ehebrecherin und Mörderin werdende Titelheldin mit einer ungeschönten Schilderung des Pariser Kleinbürgertums verbindet. Das Vorwort zur zweiten Auflage 1868, in dem Zola sich gegen seine gutbürgerlichen Kritiker und ihren Vorwurf der Geschmacklosigkeit verteidigt, wurde zum Manifest der jungen naturalistischen Schule, zu deren Oberhaupt Zola nach und nach avancierte. Der Romancier: Ab 1869 (bis 1893) konzipierte er, nach dem Vorbild von Honore de Balzac, die meisten seiner Romane als Teile eines Zyklus mit dem Titel Les Rougon-Macquart. Histoire naturelle et sociale d'une famille sous le Second Empire/Die R.-M. Die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich. Die insgesamt 20 Romane sollten eine Art positivistisch begründeter Familiengeschichte sein, nämlich des der Bourgeoisie zuzuordnenden Rougon-Zweiges und des der Unterschicht angehörenden Macquart-Zweiges. Hierbei sollten die durch Verwandtschaft miteinander verbundenen einzelnen Figuren als durch ihre Erbanlagen (z. B. den Hang zum Alkoholismus), ihr Milieu (Bourgeoisie oder Unterschicht) und die historischen Umstände (die sozio-ökonomischen Verhältnisse des Zweiten Kaiserreichs, 1852-70) völlig determiniert vorgestellt werden. Glücklicherweise wirken sie dank Zolas schriftstellerischem Temperament menschlich und lebendig genug, um auf den Leser nicht wie bloße Marionetten und Demonstrationsobjekte zu wirken. Das erzählerische Werk Zolas ist, ähnlich wie das der Goncourts, eine Fundgrube für Sozialhistoriker. Allerdings sind die vom Autor geschilderten Verhältnisse naturgemäß eher die der 70er/80er Jahre, d.h. die der Entstehungszeit der Romane, und weniger die der 50er/60er, in denen die Handlungen spielen. ... Der Publizist: Vom Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn an war Zola immer auch journalistisch aktiv. Am 13. Januar 1898 versuchte er mit einem offenen Brief an den Staatspräsidenten Felix Faure, sein persönliches Prestige für den offensichtlich zu Unrecht als prodeutscher Verräter verurteilten Hauptmann Alfred Dreyfus, den ersten Juden im französischen Generalstab, einzusetzen. Dieser Brief mit dem Titel J'accuse ! / Ich klage an ! entfachte einen ungeahnten innenpolitischen Sturm, der Frankreich für Jahre, oft bis in die Familien hinein, spaltete in Dreyfusards und Antidreyfusards, d.h. ein progressives linkes Lager und ein konservatives rechtes, das zugleich militant nationalistisch und antisemitisch war. Zola selbst wurde noch 1898 vom Kriegsminister sowie von einigen Privatpersonen verklagt und in durchaus politischen Prozessen wegen "Diffamierung" zu einer Geld- und (kurzen) Gefängnisstrafe verurteilt, der er sich jedoch durch Flucht nach London entzog, wo er fast ein Jahr blieb. Sein Tod durch eine Kohlenmonoxidvergiftung in seiner Pariser Wohnung zu Beginn der Heizperiode 1902 war möglicherweise das Werk eines nationalistischen Ofensetzers, der im Sommer eine Reparatur durchgeführt hatte. Sechs Jahre später wurden die Überreste Zolas auf Anordnung der inzwischen linken französischen Regierung in das Pantheon überführt, auch in Würdigung seines Engagements in der Dreyfus-Affäre. Unter der Regie von William Dieterle entstand 1937 unter dem Titel Das Leben des Emile Zola eine Filmbiografie mit Paul Muni in der Titelrolle. Aus wikipedia-org%C3%89mile_Zola

507 Seiten und 16 Seiten mit farbigen Abbildungen. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. ISBN: 2266036750.

[SW: Literarische Porträts, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Französische Politik, Romanistik, Literaturrezeption, Französische Literatur, Literaturgeschichte, Französische Geschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Livre est ecrit en francais., Romanische Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon, Literaturunterricht, Franzose Franzosen, Literarhistoriker, Literaturkommentare, Französische Gesellschaft]

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Zola, Emile: Das Glück der Familie Rougon. Aus dem Französischen. Gütersloh, Bertelsmann Verlag, ohne Jahr.
Guter Zustand. Schutzumschlag mehrfach eingerissen. - Emile Zola (* 2. April 1840 in Paris; 29. September 1902 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur und Begründer der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte. Sein Artikel J'accuse ! (Ich klage an !) anlässlich der Dreyfus-Affäre war ein wichtiges Element bei der schließlichen Rehabilitierung des fälschlich wegen Landesverrats verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus. Jugend und literarische Anfänge: Emile Zola wurde in Paris als Sohn des italienisch-österreichischen Eisenbahningenieurs Francesco Zola (eigtl. Zolla) geboren, der sich in Frankreich niedergelassen hatte, nachdem aus Geldmangel sein Projekt einer Pferdeeisenbahn Linz-Gmunden gescheitert war. Seine Mutter, Emilie Aurelie Aubert (1819-1880), war Französin. Zola wuchs in Aix-en-Provence auf, wo sein Vater ab 1843 ein Kanalprojekt leitete, aber schon 1847 starb. In Aix war Zola mit dem späteren großen Maler Paul Cezanne und dem späteren Bildhauer Philippe Solari befreundet. Seine letzten Schuljahre verbrachte er wieder in Paris, wohin seine Mutter schon vor ihm zurückgekehrt war. Nachdem er 1859 durch das Baccalaureat gefallen war, nahm er verschiedene Arbeiten an. So war er beispielsweise längere Zeit Werbeleiter beim Verlag Hachette und betätigte sich schriftstellerisch in allen Genres, auch als Lyriker. Sein Durchbruch wurde 1867 der Roman Therese Raquin, der eine spannende Handlung um die zur Ehebrecherin und Mörderin werdende Titelheldin mit einer ungeschönten Schilderung des Pariser Kleinbürgertums verbindet. Das Vorwort zur zweiten Auflage 1868, in dem Zola sich gegen seine gutbürgerlichen Kritiker und ihren Vorwurf der Geschmacklosigkeit verteidigt, wurde zum Manifest der jungen naturalistischen Schule, zu deren Oberhaupt Zola nach und nach avancierte. Der Romancier: Ab 1869 (bis 1893) konzipierte er, nach dem Vorbild von Honore de Balzac, die meisten seiner Romane als Teile eines Zyklus mit dem Titel Les Rougon-Macquart. Histoire naturelle et sociale d'une famille sous le Second Empire/Die R.-M. Die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich. Die insgesamt 20 Romane sollten eine Art positivistisch begründeter Familiengeschichte sein, nämlich des der Bourgeoisie zuzuordnenden Rougon-Zweiges und des der Unterschicht angehörenden Macquart-Zweiges. Hierbei sollten die durch Verwandtschaft miteinander verbundenen einzelnen Figuren als durch ihre Erbanlagen (z. B. den Hang zum Alkoholismus), ihr Milieu (Bourgeoisie oder Unterschicht) und die historischen Umstände (die sozio-ökonomischen Verhältnisse des Zweiten Kaiserreichs, 1852-70) völlig determiniert vorgestellt werden. Glücklicherweise wirken sie dank Zolas schriftstellerischem Temperament menschlich und lebendig genug, um auf den Leser nicht wie bloße Marionetten und Demonstrationsobjekte zu wirken. Das erzählerische Werk Zolas ist, ähnlich wie das der Goncourts, eine Fundgrube für Sozialhistoriker. Allerdings sind die vom Autor geschilderten Verhältnisse naturgemäß eher die der 70er/80er Jahre, d.h. die der Entstehungszeit der Romane, und weniger die der 50er/60er, in denen die Handlungen spielen. ... Der Publizist: Vom Anfang seiner schriftstellerischen Laufbahn an war Zola immer auch journalistisch aktiv. Am 13. Januar 1898 versuchte er mit einem offenen Brief an den Staatspräsidenten Felix Faure, sein persönliches Prestige für den offensichtlich zu Unrecht als prodeutscher Verräter verurteilten Hauptmann Alfred Dreyfus, den ersten Juden im französischen Generalstab, einzusetzen. Dieser Brief mit dem Titel J'accuse ! / Ich klage an ! entfachte einen ungeahnten innenpolitischen Sturm, der Frankreich für Jahre, oft bis in die Familien hinein, spaltete in Dreyfusards und Antidreyfusards, d.h. ein progressives linkes Lager und ein konservatives rechtes, das zugleich militant nationalistisch und antisemitisch war. Zola selbst wurde noch 1898 vom Kriegsminister sowie von einigen Privatpersonen verklagt und in durchaus politischen Prozessen wegen "Diffamierung" zu einer Geld- und (kurzen) Gefängnisstrafe verurteilt, der er sich jedoch durch Flucht nach London entzog, wo er fast ein Jahr blieb. Sein Tod durch eine Kohlenmonoxidvergiftung in seiner Pariser Wohnung zu Beginn der Heizperiode 1902 war möglicherweise das Werk eines nationalistischen Ofensetzers, der im Sommer eine Reparatur durchgeführt hatte. Sechs Jahre später wurden die Überreste Zolas auf Anordnung der inzwischen linken französischen Regierung in das Pantheon überführt, auch in Würdigung seines Engagements in der Dreyfus-Affäre. Unter der Regie von William Dieterle entstand 1937 unter dem Titel Das Leben des Emile Zola eine Filmbiografie mit Paul Muni in der Titelrolle. Aus wikipedia-org%C3%89mile_Zola

Lizenzausgabe. 509 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag.

[SW: Französische Literatur, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon]

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