Wundt Wilhelm Ethik
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Wundt, Wilhelm: Ethik. Eine Untersuchung der Thatsachen und Gesetze. Stuttgart, Ferdinand Enke 1892.
Einband leicht berieben, Ecken und Kanten teilweise bestoßen und angestaucht. Papier etwas gebräunt. Sonst innen guter, sauberer Zustand. -
Zweite umgearbeitete Auflage. 68 Seiten, Gr. 8° (24,5 x 16,5 cm), Hardcover (half leather), goldgeprägter Orig.-Halbledereinband.
[SW: Philosophie philosophy, Wundt, Wilhelm: Ethik. Eine Untersuchung der Thatsachen und Gesetze. Zweite umgearbeitete Auflage. Stuttgart, Ferdinand Enke 1892.]
Wilhelm Wundt, Zur Psychologie und Ethik - Zehn ausgewählte Abschnitte Reihe Universal - Bibliothek Nr. 5291 , 5292 Herausgegeben und eingeleitet von Dr. Julius A. Wenzel, Verlag Philipp Reclam jun. ca. 1920
8° (klein) 1 205 S. S. Brosch. Einband leicht eingerissen, Bögen zum Teil noch nicht aufgeschnitten Mit Bildnis Wilhelm Wundts
[SW: Psychologie Ethik Märchen]
Wolff, Christian: =: Portrait, Brustbild mit Buch in der Hand, Schabkunstblatt (Plattengröße 31,3 x 19,3 cm). Boy pinxit, I.Jacob Haid Sculps et excudit August Vindel (Augsburg). - Schabkunst aus J.Bruckner, Bilder-sal heutiges Tages lebender Schriftsteller, Viertes Zehend, Augsburg, 1745, Blattgröße 39,4 x 25 cm.
Christian von Wolff (1679-1754) F.R.S. Swedish professor of philosophy and mathematics at Halle and St.Petersburg.
WOLFF, Christian, Philosoph u. Mathematiker (seit 1745 "Freiherr von"). - Geboren am 24.1. 1679 in Breslau als zweiter Sohn eines Gerbers, der sein eigenes Studium mangels finanzieller Möglichkeiten abbrechen mußte. Am 9.4. 1754 in Halle verstorben. Woff empfing seine Primärbildung als Schüler des Magdalenen-Gymnasiums in Breslau, wo ihm weltoffene, dem geistigen Fortschritt zugeneigte Lehrer begegneten. In Breslau erlebte er aber zugleich den kämpferischen Konfessionalismus, der ihn, den Protestanten dazu antrieb, sich mit katholischer Theologie vertraut zu machen. Für ihn selbst entfachte dies zunehmend die Suche nach einer widerspruchslosen Wahrheit - und so fand er in der Mathematik für sich die unzweifelhafte wissenschaftliche Methode, in der er ein Instrument - more mathematico - sah, auch den Streit in der Religion durch eine wissenschaftlich neubegründete Theologie zu schlichten. Wolff wies schon früh ein breites Interesse an mathematischen wie philosophischen Fragen auf. 1699 begann Wolff in Jena mit den Studien - zum Theologen bestimmt, hört er jedoch auch Physik und Mathematik. Den Magister erwirbt er 1702 in Leipzig; mit "de philosophia practica universali methodo mathematica conscripta" habilitiert er sich, bevor er seit 1703 privat an der Leipziger Universität doziert. Zugleich nimmt er das Amt eines Predigers wahr und äußert noch 1709 den Wunsch, eine theologische Professur zu erwerben. In jenen Jahren wird Leibniz auf den jungen Wissenschaftler aufmerksam und verhilft ihm zur Mitarbeit an den Acta Eruditorum (seit 1705). Als Schlesier zur polnischen Nation zählend blieb Wolff die Stellung eines Assessor verschlossen, da die Zahl der vergebenen Stellen beschränkt war. Einen Ruf an ein akademisches Gymnasium lehnte er hingegen 1704 ab. Zum akademischen Lehrer wird er 1706 und lehrt bis zum Jahr 1723 als Professor für Mathematik und Naturwissenschaften an Halles Universität. Zunächst war es die Mathematik, die er vortrug (ab 1707), bevor er nach der Berufung Hoffmanns zum königlichen Leibarzt ab 1709 auch Physik dozierte. Allmählich begann er sein Vorlesungsrepertoire auf die Philosophie auszudehnen, was ihm seitens der theologischen Fakultät jedoch nachgetragen wurde, zumal sie einen regen Zulauf W. registrieren mußte. Wolff legte während der Hallenser Zeit eine umfangreiche literarische Tätigkeit an den Tag, beginnend mit der Mathematik und auch hier zunehmend den Bereich des Philosophischen einbeziehend. Unter seinen Schriften sind besonders wichtig jene Schriften zur Methode der von ihm traktierten Wissenschaften. Wie schon Thomasius lehrte und schrieb auch W. in der deutschen Sprache und leistete somit einen eminenten Beitrag zur Herausarbeitung einer deutschsprachigen philosophischen Terminologie. 1711 wird er auf Vorschlag Leibnizens zum - abwesenden - Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften ernannt, nachdem ihn die Londoner Akademie schon ein Jahr zuvor berufen hatte. Später sollte Wolff auch Mitglied der Pariser Sozietät der Wissenschaften werden. Einen Ruf nach Wittenberg 1715 lehnt W. ebenso ab wie die Berufung nach Petersburg (nach einer Intervention Leibnizens) und einen Ruf nach Jena im folgenden Jahr. Aus Petersburg erreichten ihn nochmals 1720 und 1725 Berufungen, zuletzt gar als Vizepräsident der dortigen Akademie; obwohl Wolff beide Male ablehnte, ernannte ihn Katharina d. Gr. zum Professor mit Bezugsrecht eines Gehaltes. Sowohl W. Methode, die sich an der Mathematik formal orientierte, als auch seine Lehrinhalte, die zwar nicht deistisch, aber dem Deismus förderlich erscheinen konnten, stießen bei den Theologen auf scharfe Ablehnung und brachten ihm den Vorwurf des Determinismus und Rationalismus ein, begleitet von einer heftigen literarischen Attacke. Mit seinem Verständnis von Philosophie als Wissenschaft vom Möglichen als Möglichen charakterisierte er die Trennung von Wissen und Glauben (angedeutet auch im Begriff der Weltweisheit für Philosophie). Anläßlich der Übergabe des Prorektorats an Joachim Lange, einem pietistischen Theologen, hielt Wolff 1721 eine Rede, die sich mit der Ethik der Chinesen befaßte. Wolff suchte am Beispiel der konfuzianischen Ethik nachzuweisen, daß ethische Prinzipien religionsunabhängig aus reinen Vernunftgründen zu erweisen seien. Die Hallenser Theologen, Breithaupt und Francke verwarfen diese Auffassung öffentlich mit Nachdruck, während Lange bei dem religiös vom Pietismus geprägten König Friedrich Wilhelm I. eine Beschwerde einreichte. Trotz der universitären Autonomie wogte die Auseinandersetzung schließlich dergestalt hoch, daß Friedrich Wilhelm I. 1723 eigenmächtig entschied, Wolff sei seines Amtes entsetzt und habe sich binnen 48 Stunden bei Strafe des Stranges des Landes zu begeben. Wolff Vertreibung wirkte sich auch auf seine Anhänger aus (z.B. Thümmigh, Fischer) und brachte ein königliches Verbot des Gebrauchs seiner Schriften bis 1727 auf den Weg. Wolff Weg wandte sich zunächst nach Merseburg, von dort nach Basel und schließlich nach Marburg, wo er mit offenen Armen empfangen wurde und 1724 Professor für Philosophie an der Marburger Universität wurde. Wolff Verlassen Halles hatte ihn erst recht bekannt gemacht und so erhielt er Rufe aus Leipzig, Utrecht und Göttingen, die er jedoch ablehnend beschied. Nach dem Tode Friedrich Wilhelms I. 1740 gelangte Friedrich II. auf den Thron. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Rückberufung W. (datiert unter dem 10.9.1740). Wolff kehrte Anfang Dezember 1740 als Professor für Mathematik, Natur- und Völkerrecht nach Halle zurück. Er stieg zum Vizekanzler der Universität auf und wurde zum Geheimen Rat ernannt. Doch Wolff Reputation bei den Hörern war nicht mehr restituierbar. Wolff Philosophie hatte ihren Höhepunkt überschritten, auch wenn seine Philosophie durch Köhler in Jena oder Bilfinger in Tübingen weitergetragen wurden. Anerkennung fand Wolff nochmals, als er 1745 durch den Reichsverweser Kurfürst Max Josef von Bayern zum Reichsfreiherrn geadelt wurde. Wolff gilt zurecht als einer der zentralen Philosophen der ersten Phase der Hochaufklärung, wobei das Pathos der Aufklärung an seinen Buchtiteln deutlich erkennbar ist. Seine Bedeutung lag vornehmlich darin, sich darum bemüht zu haben, Philosophie als theoretische, auf reine Erkenntnis ausgerichtete Wissenschaft, die auf Wahrheit um ihrer selbst willen zielt, zu entwerfen. Mit ihrem Streben nach Ursachenerkenntnis (wie; warum) beansprucht sie eine Universalwissenschaft zu sein, deren Vorbild in der Methode W. in der Mathematik als Erkenntnis aus Prinzipien fand. Wolff sah dabei nicht eine materiale Abhängigkeit von der Mathematik, sondern fand das Modellhafte in deren Erkenntnisfähigkeit, die notwendigerweise von der Logik bestimmt wird. Dieser Bezug wird auch deutlich (und doch auch in gewisser Weise überstiegen) in seiner Auffassung von Philosophie als Erkenntnis der Möglichkeit des Möglichen. Wolff sieht in der Welt alles als rational erkennbar, als begrifflich eindeutig erklärbar und in einem logisch widerspruchsfreien System zusammenfaßbar - was sich in den Obertiteln seiner philosophischen Werke zu Logik (1712), Metaphysik (1719), Ethik (1720), Gesellschaftstheorie (1721), Physik (1723), Teleologie (1723) und Biologie (1725) erkennbar andeutet: "Vernünfftige Gedancken ...". Interessant ist hierbei, daß Wolff Hauptwerke seit 1713 in deutscher Sprache abgefaßt wurden, er aber ab 1728 dazu übergeht, die Werke ins Lateinische zu übertragen (unter Verwendung des Obertitels "Philosophia rationalis sive logica ..."). Doch nicht nur die Vernunft im Sinne der ratio hat bei Wolff erkenntnisfördernde Bedeutung, sondern im abgesteckten Maße auch die Erfahrung (experientia etwa in der empirischen Psychologie) als Beitrag zu Wahrscheinlichkeitsschlüssen. Wolff erweist sich als ein Philosoph, der um die Bedeutung der Weltweisheit für die Menschen weiß. So soll Philosophie dem Menschen den Weg zur Perfektibilität und Glückseligkeit eröffnen und in gesellschaftstheoretischer Hinsicht vertritt er einen aufgeklärten Absolutismus und rational verfaßten Wohlfahrtstaat. Wolff Philosophie steht trotz des aus dem Halleschen Pietismus stammenden Begriffs "leibniz-Wolffische Philosophie" nicht in einer einfachen Abhängigkeit von Leibniz, wie etwa das Zurücktreten der Monadologie bei W. anzeigt. Einflüsse eines Descartes oder Locke sind nicht weniger bedeutsam. In inhaltlicher Hinsicht mag man W. Originalität im philosophischen Denken einschränken; seine bahnbrechende Bedeutung hingegen liegt im systematisierenden Denken in der Philosophie und in der Ausprägung einer deutschsprachigen philosophischen Terminologie. Wolff Philosophie gerät zwar seit der Hochaufklärung in eine breite Wolff-Kritik. Doch ist dies kein absolutes Verdikt über Wolff, vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit einem philosophischen System, dessen Einfluß auf Philosophie, Recht, Literatur u.a. Fächer des 18. Jahrhunderts nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Ein bedeutsames Beispiel ist etwa Kant, der Wolffschen Methode weder als überholt noch als schon überwunden ansah. Das 19. und das beginnende 20. Jahrhundert behandeln - mit Ausnahme wie etwa bei Wundt, Joesten und Erdmann - Wolff nur noch marginal und vielfach abwertend, oft bedingt durch die Betrachtung W. als eines Epigonen Leibniz. Eine Auseinandersetzung mit W. und die sachgemäße Einordnung der Wolffschen Philosophie hat erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts einen breiteren Raum eingenommen." Chistop Schmitt, Bio. Kirch.Lex.
Burgess 3222/5
Wundt, Wilhelm: Zur Psychologie und Ethik. Zehn ausgewählte Abschnitte aus Wilhelm Wundt. Stuttgart Reclam o.J.
Br 8° Buchrücken beschädigt Buchdeckel v. Einband eingerissen, sonst gut erhalten



