Wilde das Bildnis Des Dorian Gray
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spielsucht, roulett, athmospähre, ruin, spieltisch, finanzlage, zuneigung, liebe,hoffnungslosigkeit,besessenheit, buße, verbrechen, morde, psycholgie, religion, macht, geheimnis, abstammung, abgründe, gespenster, bedrohliches, unbewußte, dunkle, neigung,sorge, freundschaft, mord, zurückgezogenheit, rätselhafte veränderung,drogen, hexerei, vergiftung, selbstmord, unheimliches, mord, opiumsucht, sucht, schönheit, angst, anbetung, homosexualität, selbstbewußtsein, moral, sünde, gesellschaftskritik Dostojewski, Fjodor M. ; Hoffmann, E.T.A; Poe, Edgar Allan; Robert Louis und Wilde, Oscar: Im Bann der Dämonen Dostojewskij, F. M.: Der Spieler Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels Poe, Edgar Allan: Die Morde in der Rue Morgue Stevenson, Robert Louis: Dr. Jekyll Mr. Hyde Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray, Frankfurt am Main : Insel-Verlag 2001
ca 700 seiten 5 taschenbücher in einem schuber der spieler.Die zentrale Thematik dieses 1866 erstmals erschienenen Romans erzählt die zerstörerische Leidenschaft zum Spiel , der junge mann wird anfangs von der Athmosphäre der Spielsäle abgestoßen , später vom rausch am Roulettspiel gepackt und die Qual einer komplizierten Liebesbeziehung. Zunächst will Aleksej Iwanowitsch am Spieltisch nur seine ruinöse Finanzlage verbessern, aber wie der berühmte Autor selbst erliegt er der Faszination des Rouletts. Als ihm schließlich seine heimliche Liebe Paulina ihre Zuneigung gesteht, kann er den eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen. Er verliert die Geliebte, die erkennt, dass sie gegen die Poesie des Spiels ohnmächtig ist ...die Elixiere des teufels..Die Geschichte des Mönches Medardus, der vom verbotenen Teufelselixier trinkt und in Liebeswahn, Ehebruch und Mord getrieben wird, gilt als berühmtester Schauerroman der deutschen Literatur. Der Mönch Medardus der einem Teufelselixier verfällt und sich schwerere Verbrechen schuldig gemacht hat, schreibt als Bußübung die geschichte seines ungewöhnlichen Lebens und seiner geheimnisvollen Abstammung nieder.Mehrere grausame Morde, ein wahnsinniger Doppelgänger, rätselhafte Familienbeziehungen E.T.A. Hoffmanns Roman spielt auf der gesamten Klaviatur des Schauerlichen. Wie kein anderer Autor seiner Zeit ist Hoffmann ein Meister des spannenden, unheimlichen Erzählens. Und weil es ihm nie nur um äußere Bedrohungen geht, handelt sein Roman vor allem von uns selbst: von den eigenen, inneren Abgründen, die bedrohlicher als alles andere sind. Virtuos zieht der Gespensterhoffmann alle Register des romantischen Gruselkabinetts, um den Leser auf die Folter zu spannen und schildert des bedrohlichen Unbewussten der Psychologie ...Die Morde in der Rue Morgue ..Ein Mensch ohne Namen. Und ohne jeden Hinweis auf seine Identität. Das ist der Fremde, der bewusstlos in die Irrenanstalt eingeliefert wurde und jetzt entlassen wird. Diagnose: unheilbarer Gedächtnisverlust. Er begibt sich auf eine Reise zu sich selbst. Es wird eine Reise in sein Unterbewusstsein, aus dem schaurige Dinge aufsteigen. Woher kommen sie? Was ist passiert? Was hat er getan? Diese Fragen stellt sich der Mann ohne Gesicht, der im Gasthaus den ersten Namen wählt, der ihm in den Sinn kommt: Edgar Allan Poe. Die Morde in der Rue Morgue: Poe hat sich von der Insel retten können. Niemand weiß, dass ein unermesslicher Schatz in seinen Händen liegt. Aber warum spricht ihn im Hafen ein geheimnisvoller Fremder an? Ein Spaziergang führt Poe und seinen Begleiter an der Leichenhalle vorbei - direkt in die Rue Morgue... weiterer horror in die maske des toten todes, die grube und das pendel sturz in die malström, das gespräch zwischen monos und una, mit dem teufel ist schlecht wetten, eleonora, drei sonntage in einer woche, das ovale proträt, der landschaftspark, das geheimnis um marie roget, das verräterische herz, goldkäfer, der schwarze kater, morgen auf dem wissahiccon, das diddeln als eine der exaten wissenschaften, die brille, ragged mountain gschichte, die längliche kiste...Dr. Jekyll Mr. Hyde ...Dr. Henry Jekyll ist angesehn, eine der Stützen der Gesellschaft, sehr erfolgreich im Beruf. Seiner Tugendhaftigkeit ist vorbildlich, ein Muster christlicher Nächstenliebe. Doch seine Neigung zur Gewalttätigkeit spaltet er von sich ab, indem er sich mittels einer Droge eine zweite Gestalt, Mr. Hyde, erschafft. Durch sie kann er seinen dunklen Trieben freien Lauf lassen. Immer rätselhafter wird das Verhalten des angesehenen Dr. Jekyll! Rechtsanwalt John Utterson ist davon überzeugt, dass der unheimliche Mr Hyde hinter der plötzlichen Zurückgezogenheit seines besten Freundes steckt. Doch als er versucht, Jekyll zur Rede zu stellen, ist dieser verschwunden und in seinem Arbeitszimmer liegt der verrenkte Leichnam Mr Hydes Das hier beschriebene Hervorbrechen der dunkelsten Seite eines Menschen hat die Horrorliteratur bis heute beeinflusst..das Bildnis des dorian Gray...O-Titel: The Picture of Dorian Gray "... Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment.Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit.Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum. Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise. Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft und um verborgene Sünden .."auszüge aus dem buch
Wilde, Oscar: Gefährliche Gedanken oder die Grenzen der Vernunft. Ein Bevier. Auswahl und Übertragung von Carl Hagemann. (= Sammlung Welt und Geist 3) Verlag der Greif Walther Gericke Keine Angabe Ohne Jahresangabe Wiesbaden
88S. Klein 8°
Pappe Handsatz der Eggebrecht-Presse zu Mainz Fadengehefteter, illustrierter Pappband. Einband und Kanten berieben und dezent fleckig, unterer Rücken mit leichter Stauchung, Schnitte und Papier leicht nachgedunkelt, Schnitte dezent fleckig, Seite 5 (Vorwort) mit Knick der oberen Ecke, ansonsten noch guter Zustand dieses Aphorismenbändchens. Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde (* 16. Oktober 1854 in Dublin; 30. November 1900 in Paris) war ein irischer Schriftsteller. Aufgrund der Berufe seiner Eltern kam Oscar Wilde frühzeitig mit der Schriftstellerei in Kontakt. Sein Vater William Wilde war Irlands führender Ohren- und Augenarzt und schrieb Bücher über Archäologie, Folklore und den Satiriker Jonathan Swift. Seine Mutter Jane war von Beruf Übersetzerin, engagierte sich im Young Ireland Movement unter dem Pseudonym "Speranza" ("Hoffnung") und galt als revolutionäre Lyrikerin. Die Wildes hatten drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen. Der Älteste, William Charles Kingsbury Wilde, wurde 1852 geboren. 1854 kam Oscar in der Westland Row 21 zur Welt. 1858 bekam Jane ihr drittes Kind, Isola Francesca, die nur zehn Jahre alt wurde. Von 1864 bis 1871 besuchte Oscar Wilde als Internatsschüler die Portora Royal School in Enniskillen. Anschließend, von 1871 bis 1874, studierte er mit glänzendem Erfolg klassische Literatur am Trinity College in Dublin. Im Sommer reiste Oscar Wilde zusammen mit William Goulding und Reverend John Pentland Mahaffy, seinem Freund und Lehrer für Altphilologie am Trinity College, nach Norditalien, wo er beispielsweise Mailand, Venedig, Padua und Verona besuchte. Nachdem Wilde ein jährliches Stipendium von 95 gewonnen hatte, studierte er von 1874 bis 1878 am Magdalen College in Oxford. Während dieser Zeit trat er in die Freimaurerloge Apollo University Lodge no. 357 ein. Bereits sein Vater war aktiver Freimaurer in Dublin gewesen. In Oxford fiel Oscar Wilde schnell durch seinen Humor auf: Als er bei der Aufnahmeprüfung eines Studentenclubs einen Teil der Passionsgeschichte aus dem Griechischen übersetzen sollte, erklärte Wilde, er wolle unbedingt das Ende erfahren und übersetzte weiter, nachdem er die Aufgabe bereits mit Bravour gelöst hatte. Während des Studiums begeisterten ihn gleichermaßen die in Richtung der L'art pour l'art weisenden ästhetischen Ideale von Walter Horatio Pater und die tief moralisch, religiös und sozial engagierte Kunstauffassung von John Ruskin, obwohl sie auf sehr unterschiedliche, beinahe entgegengesetzte Weise den neuen Ästhetizismus vertraten. Am 28. November 1878 fand Oscar Wilde seine erste literarische Anerkennung, als sein Gedicht Ravenna, in dem die Impressionen seiner zweiten Italienreise künstlerische Gestalt angenommen hatten, mit dem Newdigate-Preis ausgezeichnet wurde. Nach Abschluss des Studiums übersiedelte er 1879 sogleich nach London und teilte sich dort bis 1881 mit dem Künstler Frank Miles, der beste Beziehungen zur Londoner Gesellschaft hatte, eine Wohnung in der Salisbury Street 13, die Wilde wegen des Blickes auf die Themse "Thames House" nannte. Wilde wurde zu seiner Zeit als Schriftsteller bewundert und war im prüden viktorianischen England zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Er war berühmt für seine Sprachgewandtheit und extravagantes Auftreten. In den Jahren nach 1882 hielt er Vorlesungen in den USA und Kanada. Er wurde von der Kritik lächerlich gemacht, die er wiederum als philisterhaft bezeichnet. 1884 heiratete er Constance Lloyd, mit der er zwei Söhne hatte, Cyril (* 1885) und Vyvyan (* 1886). Wilde arbeitete von 1887 bis 1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman's World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung Der glückliche Prinz und andere Märchen (1888, klassische Vertreter der Gattung Kunstmärchen) und Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray) (1891). Einerseits finden Kritiker in letzterem autobiographische Elemente, andererseits ist es eine direkte Antwort auf den französischen Symbolismus, insbesondere auf Gegen den Strich von Joris-Karl Huysmans. In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere's Fan (1892), A Woman of No Importance (1893), An Ideal Husband (1895) und The Importance of Being Earnest (1895), das die Oberklasse satirisch darstellt und als eines seiner besten Werke gilt. Sein Stück Salome aus dem Jahr 1891 nach der biblischen Salome-Legende (mit berühmten, zum Teil sehr freizügigen Jugendstil-Illustrationen von Aubrey Beardsley) wurde vom Zensor abgelehnt und fand daher keinen Verleger in England. 1894 wurde es von und mit Sarah Bernhardt in Paris uraufgeführt. Der Komponist Richard Strauss nahm Wildes Drama als Literaturvorlage und vertonte die deutsche Übersetzung in seiner weltweit erfolgreichen Oper Salome, die am 9. Dezember 1905 an der Dresdner Hofoper uraufgeführt wurde. Oscar Wilde schrieb auch eine Kriminalerzählung: Lord Arthur Saviles Verbrechen (1887), eine "Studie über die Pflicht", wie der Untertitel der Erzählung lautet. Dem Titelhelden wird geweissagt, er werde einen Mord begehen. Entsprechend seinem Leitspruch "Was du tun musst, das tue gleich", beschließt Lord Arthur, das vorhergesagte Verbrechen noch vor seiner Eheschließung zu begehen. Der Familienvater Oscar ging - für die damalige Zeit - relativ offen mit seiner Homosexualität um. Seine homosexuellen Partnerschaften, z. B. mit seinem Freund und Lektor Robert Baldwin Ross, waren nicht unbekannt. Wildes langjähriges Verhältnis zu Lord Alfred Douglas (genannt Bosie) führte schließlich durch eine gezielte Provokation durch dessen Vater John Sholto Douglas, den 9. Marquess von Queensberry, zu einem gesellschaftlichen Skandal, drei Gerichtsprozessen (einer Privatklage Wildes gegen Queensberry und darauf folgend zwei Strafprozessen gegen Wilde) und Wildes Niedergang. Am 18. Februar 1895 hinterließ Queensberry in einem Club, den Oscar Wilde regelmäßig besuchte, seine Visitenkarte mit dem handschriftlichen Zusatz "For Oscar Wilde posing as somdomite [sic!]" ("für Oscar Wilde, posierender Sodomit (= Homosexueller)"). Oscar Wilde leitete, nachdem ihm Lord Alfred Douglas moralische und finanzielle Rückendeckung zugesichert hatte, eine Verleumdungsklage gegen den Marquis ein. Im Verlauf der Verhandlung musste der Angeklagte Queensberry beweisen, dass seine Anschuldigung nicht aus der Luft gegriffen war, sondern der Wahrheit entsprach. Im Laufe des Prozesses verschob sich die Position von Wilde: Der Kläger wurde zum Angeklagten, als intime Details aus Wildes Privatleben zur Sprache gebracht wurden. So kam zu Tage, dass Oscar Wilde mit jungen Männern aus der sozialen Unterschicht sexuellen Kontakt hatte, darunter auch männlichen Prostituierten. Das Kreuzverhör gegen Oscar Wilde, geleitet von Edward Carson, einem ehemaligen Studienkollegen Wildes vom Trinity College, hatte auch verschiedene Schriften Wildes als Gegenstand, hauptsächlich den Roman Das Bildnis des Dorian Gray, der als "anrüchig" gerügt wurde. Die rhetorische Gewandtheit Wildes wird in dem Verhör nochmals deutlich. Aufgrund einiger unbewusster Fehler in der Taktik von Wildes Anwalt Edward Clarke entschied sich die Jury gegen Wilde und erklärte Queensberry für "nicht schuldig". Oscar Wilde wurde nach dem verlorenen Prozess selbst verhaftet und wegen Unzucht angeklagt. Am 25. Mai 1895 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer körperlicher Zwangsarbeit verurteilt. Ausschlaggebend für das Urteil war nicht das Verhältnis zu Lord Douglas, sondern Wildes Kontakte zu männlichen Prostituierten, von denen einige als Zeugen einberufen worden waren. Der Skandal führte auch zum Eklat beim Magazin The Yellow Book, der den Niedergang von Wildes Illustrator Aubrey Beardsley bewirkte. Auch in dieser Situation verlor Wilde zunächst nicht seinen Humor. Als er z. B. während der Haft gezwungen war, gefesselt im Freien zu warten, soll er folgen...
[SW: Englische Literatur | Aphorismen/ Zitate | Oscar Wilde]
Wilde, Oscar: Märchen und Erzählungen. In der Übertragung von Josef Thanner. Herder-Buchgemeinde (Lizenz des Winkler Verlags, München) Lizenzausgabe 1987 Freiburg i.Br.
305S. 8°
Pappe Fadengehefteter, geprägter Pappband mit illustriertem Büttenumschlag. Der Umschlag leicht angerändert, ansonsten sehr guter Zustand. Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde (* 16. Oktober 1854 in Dublin; 30. November 1900 in Paris) war ein irischer Schriftsteller. Aufgrund der Berufe seiner Eltern kam Oscar Wilde frühzeitig mit der Schriftstellerei in Kontakt. Sein Vater William Wilde war Irlands führender Ohren- und Augenarzt und schrieb Bücher über Archäologie, Folklore und den Satiriker Jonathan Swift. Seine Mutter Jane war von Beruf Übersetzerin, engagierte sich im Young Ireland Movement unter dem Pseudonym "Speranza" ("Hoffnung") und galt als revolutionäre Lyrikerin. Die Wildes hatten drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen. Der Älteste, William Charles Kingsbury Wilde, wurde 1852 geboren. 1854 kam Oscar in der Westland Row 21 zur Welt. 1858 bekam Jane ihr drittes Kind, Isola Francesca, die nur zehn Jahre alt wurde. Von 1864 bis 1871 besuchte Oscar Wilde als Internatsschüler die Portora Royal School in Enniskillen. Anschließend, von 1871 bis 1874, studierte er mit glänzendem Erfolg klassische Literatur am Trinity College in Dublin. Im Sommer reiste Oscar Wilde zusammen mit William Goulding und Reverend John Pentland Mahaffy, seinem Freund und Lehrer für Altphilologie am Trinity College, nach Norditalien, wo er beispielsweise Mailand, Venedig, Padua und Verona besuchte. Nachdem Wilde ein jährliches Stipendium von 95 gewonnen hatte, studierte er von 1874 bis 1878 am Magdalen College in Oxford. Während dieser Zeit trat er in die Freimaurerloge Apollo University Lodge no. 357 ein. Bereits sein Vater war aktiver Freimaurer in Dublin gewesen. In Oxford fiel Oscar Wilde schnell durch seinen Humor auf: Als er bei der Aufnahmeprüfung eines Studentenclubs einen Teil der Passionsgeschichte aus dem Griechischen übersetzen sollte, erklärte Wilde, er wolle unbedingt das Ende erfahren und übersetzte weiter, nachdem er die Aufgabe bereits mit Bravour gelöst hatte. Während des Studiums begeisterten ihn gleichermaßen die in Richtung der L'art pour l'art weisenden ästhetischen Ideale von Walter Horatio Pater und die tief moralisch, religiös und sozial engagierte Kunstauffassung von John Ruskin, obwohl sie auf sehr unterschiedliche, beinahe entgegengesetzte Weise den neuen Ästhetizismus vertraten. Am 28. November 1878 fand Oscar Wilde seine erste literarische Anerkennung, als sein Gedicht Ravenna, in dem die Impressionen seiner zweiten Italienreise künstlerische Gestalt angenommen hatten, mit dem Newdigate-Preis ausgezeichnet wurde. Nach Abschluss des Studiums übersiedelte er 1879 sogleich nach London und teilte sich dort bis 1881 mit dem Künstler Frank Miles, der beste Beziehungen zur Londoner Gesellschaft hatte, eine Wohnung in der Salisbury Street 13, die Wilde wegen des Blickes auf die Themse "Thames House" nannte. Wilde wurde zu seiner Zeit als Schriftsteller bewundert und war im prüden viktorianischen England zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Er war berühmt für seine Sprachgewandtheit und extravagantes Auftreten. In den Jahren nach 1882 hielt er Vorlesungen in den USA und Kanada. Er wurde von der Kritik lächerlich gemacht, die er wiederum als philisterhaft bezeichnet. 1884 heiratete er Constance Lloyd, mit der er zwei Söhne hatte, Cyril (* 1885) und Vyvyan (* 1886). Wilde arbeitete von 1887 bis 1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman's World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung Der glückliche Prinz und andere Märchen (1888, klassische Vertreter der Gattung Kunstmärchen) und Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray) (1891). Einerseits finden Kritiker in letzterem autobiographische Elemente, andererseits ist es eine direkte Antwort auf den französischen Symbolismus, insbesondere auf Gegen den Strich von Joris-Karl Huysmans. In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere's Fan (1892), A Woman of No Importance (1893), An Ideal Husband (1895) und The Importance of Being Earnest (1895), das die Oberklasse satirisch darstellt und als eines seiner besten Werke gilt. Sein Stück Salome aus dem Jahr 1891 nach der biblischen Salome-Legende (mit berühmten, zum Teil sehr freizügigen Jugendstil-Illustrationen von Aubrey Beardsley) wurde vom Zensor abgelehnt und fand daher keinen Verleger in England. 1894 wurde es von und mit Sarah Bernhardt in Paris uraufgeführt. Der Komponist Richard Strauss nahm Wildes Drama als Literaturvorlage und vertonte die deutsche Übersetzung in seiner weltweit erfolgreichen Oper Salome, die am 9. Dezember 1905 an der Dresdner Hofoper uraufgeführt wurde. Oscar Wilde schrieb auch eine Kriminalerzählung: Lord Arthur Saviles Verbrechen (1887), eine "Studie über die Pflicht", wie der Untertitel der Erzählung lautet. Dem Titelhelden wird geweissagt, er werde einen Mord begehen. Entsprechend seinem Leitspruch "Was du tun musst, das tue gleich", beschließt Lord Arthur, das vorhergesagte Verbrechen noch vor seiner Eheschließung zu begehen. Der Familienvater Oscar ging - für die damalige Zeit - relativ offen mit seiner Homosexualität um. Seine homosexuellen Partnerschaften, z. B. mit seinem Freund und Lektor Robert Baldwin Ross, waren nicht unbekannt. Wildes langjähriges Verhältnis zu Lord Alfred Douglas (genannt Bosie) führte schließlich durch eine gezielte Provokation durch dessen Vater John Sholto Douglas, den 9. Marquess von Queensberry, zu einem gesellschaftlichen Skandal, drei Gerichtsprozessen (einer Privatklage Wildes gegen Queensberry und darauf folgend zwei Strafprozessen gegen Wilde) und Wildes Niedergang. Am 18. Februar 1895 hinterließ Queensberry in einem Club, den Oscar Wilde regelmäßig besuchte, seine Visitenkarte mit dem handschriftlichen Zusatz "For Oscar Wilde posing as somdomite [sic!]" ("für Oscar Wilde, posierender Sodomit (= Homosexueller)"). Oscar Wilde leitete, nachdem ihm Lord Alfred Douglas moralische und finanzielle Rückendeckung zugesichert hatte, eine Verleumdungsklage gegen den Marquis ein. Im Verlauf der Verhandlung musste der Angeklagte Queensberry beweisen, dass seine Anschuldigung nicht aus der Luft gegriffen war, sondern der Wahrheit entsprach. Im Laufe des Prozesses verschob sich die Position von Wilde: Der Kläger wurde zum Angeklagten, als intime Details aus Wildes Privatleben zur Sprache gebracht wurden. So kam zu Tage, dass Oscar Wilde mit jungen Männern aus der sozialen Unterschicht sexuellen Kontakt hatte, darunter auch männlichen Prostituierten. Das Kreuzverhör gegen Oscar Wilde, geleitet von Edward Carson, einem ehemaligen Studienkollegen Wildes vom Trinity College, hatte auch verschiedene Schriften Wildes als Gegenstand, hauptsächlich den Roman Das Bildnis des Dorian Gray, der als "anrüchig" gerügt wurde. Die rhetorische Gewandtheit Wildes wird in dem Verhör nochmals deutlich. Aufgrund einiger unbewusster Fehler in der Taktik von Wildes Anwalt Edward Clarke entschied sich die Jury gegen Wilde und erklärte Queensberry für "nicht schuldig". Oscar Wilde wurde nach dem verlorenen Prozess selbst verhaftet und wegen Unzucht angeklagt. Am 25. Mai 1895 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer körperlicher Zwangsarbeit verurteilt. Ausschlaggebend für das Urteil war nicht das Verhältnis zu Lord Douglas, sondern Wildes Kontakte zu männlichen Prostituierten, von denen einige als Zeugen einberufen worden waren. Der Skandal führte auch zum Eklat beim Magazin The Yellow Book, der den Niedergang von Wildes Illustrator Aubrey Beardsley bewirkte. Auch in dieser Situation verlor Wilde zunächst nicht seinen Humor. Als er z. B. während der Haft gezwungen war, gefesselt im Freien zu warten, soll er folgenden Ausspruch gemacht haben: "Wenn Ihre Majestät Ihre Gefangenen so behandelt, dann verdient sie keine." Die folgenden zwei Jahre harter Arbeit ruinierten jedoch Wildes Gesundheit. Im Zuchthaus in Reading...
[SW: Englische Literatur | Märchen und Erzählungen]
Folie, Sandra: Oscar Wilde als Ästhet, Dandy und Selbstdarsteller, GRIN VERLAG, Dezember 2010, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3640768671
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, einseitig bedruckt, Note: 1, Universität Wien (Theater-, Film- und Medienwissenschaft), Veranstaltung: VO-L Medienrealität und Lebenswirklichkeit: Das Bildnis des Dorian Gray, Sprache: Deutsch, Abstract: Sich die Frage zu stellen, wer Oscar Wilde wirklich war, wäre ein zu weites Feld - nicht nur für den sehr eingeschränkten Rahmen dieser Arbeit. Um einiges realistischer ist die Fragestellung: Wer wollte Oscar Wilde sein bzw. wie inszenierte er seine Person ständig von Neuem, einmal als reformierender Ästhet, dann wieder in der Maske des lässigen Dandys An seinen Roman The Picture of Dorian Gray anlehnend, werde ich den ersten Teil dieser Arbeit, der sich mit der Selbstdarstellung Wildes beschäftigt, Das Bildnis des Oscar Wilde nennen. Seiner Maxime, dass man entweder ein Kunstwerk sein oder ein Kunstwerk tragen sollte , kam er sowohl als auch nach und erarbeitete sich durch sein artifizielles Auftreten in der Öffentlichkeit ein Image, das anzog. Die Zäsur, die den zweiten Teil meiner Arbeit einleitet, bildet der Roman The Picture of Dorian Gray optimistisch betrachtet ein klarer Karrierehöhepunkt Oscar Wildes, etwas kritischer beleuchtet und sehr pathetisch wie übertrieben ausgedrückt: der Anfang vom Ende. Es kreuzen sich darin einerseits ästhetisches Kredo des Autors, andererseits die Kritik an eben demselben eine paradoxe Situation, die zu entschlüsseln ich einen Versuch unternommen habe. Oscar Wilde selbst sah seine Beziehung zu The Picture of Dorian Gray als etwas Besonderes an, wie er 1894 in einem Brief an einen Bekannten offenbarte: Dieses mein seltsames farbiges Buch enthält vieles von mir. Basil Hallward ist das, was ich zu sein glaube; Lord Henry das, wofür die Welt mich hält; Dorian das, was ich gerne sein würde - in fernen Tagen vielleicht. Durchaus eine Aussage, die dem Publikum einen bestimmten Blick auf den Autor nahelegen will. Was für einer das ist und worauf er sich bezieht, möchte ich versuchen im Laufe dieser Arbeit aufzudecken.
NEUBUCH! 2010. 40 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 3 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V161957



