Wiechert

Es wurden insgesamt 3763 Einträge zu 'Wiechert' gefunden (Stand: 31.03.2012).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Wiechert' an.

Wiechert, Ernst: Von den treuen Begleitern. Hamburg, Heinrich Ellermann Verlag, (1936).
Guter Zustand. - Ernst Wiechert (* 18. Mai 1887 in Kleinort bei Sensburg, Ostpreußen; 24. August 1950 in Stäfa am Zürichsee in der Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. ... Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Wiechert gab den Lehrerberuf auf und trat am 1. April 1933 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand. Er zog 1933 nach Ambach (Waldschlösschen am Starnberger See) und arbeitete dort als freier Schriftsteller. 1936 erfolgte der Umzug nach Wolfratshausen in sein neu erbautes Haus (Hof Gagert). Bis 1948 lebte er hier mit seiner Frau und arbeitete als Schriftsteller. Seine christliche Grundeinstellung verarbeitete er in seinen Werken. Ernst Wiechert appellierte 1933 und 1935 an die Studenten im Münchner Auditorium Maximum, sich kritisches Denken gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie zu bewahren. Dies wurde als Aufruf zum inneren Widerstand gewertet. Die Niederschrift der Rede kursierte illegal in Deutschland und erreichte Moskau 1937 in einem Brot eingebacken. Hier wurde sie in der einflussreichen Exilzeitschrift Das Wort veröffentlicht. Daraufhin wurde Wiechert von der Gestapo verhaftet und in München inhaftiert. Er wurde auf Befehl des Reichsministers Joseph Goebbels 1938 ins KZ Buchenwald verschleppt. Er verblieb dort auf dessen Anordnung knapp zwei Monate und wurde unter Bewachung zur Demütigung nach Berlin ins Propagandaministerium geholt. Es wurden ihm weiter Publikationsmöglichkeiten in Aussicht gestellt und in der Folge auch ermöglicht, wenn seine Schriften und Bücher völlig unpolitisch blieben. Den Bericht über die Tage des Schreckens schrieb er 1939 nieder und vergrub das Manuskript im Garten. Nach seiner Entlassung hatte ihm Joseph Goebbels gedroht: Wir wissen, dass Ihr Einfluss auf die Jugend groß und gefährlich ist. Sollten Sie noch ein einziges Wort gegen unseren Staat sprechen oder schreiben, so werden Sie noch einmal ins KZ kommen, und zwar auf Lebenszeit und mit dem Ziel Ihrer physischen Vernichtung. ("Der Totenwald", S. 131 f.). Das Buch erschien erst 1945.[1] Von dem Erlös stiftete Wiechert 1946 drei Glocken für die katholische Kirche St. Michael in Degerndorf. ... Wiecherts Fall blieb, wie viele andere Beispiele von Oppositionellen oder Kritikern des Nazismus, ein geheimer Widerstand, der verraten und von den Nazis aufgespürt wurde. Der 1950 erschienene Roman Missa sine nomine hat die Überwindung des Nationalsozialismus zum Thema. ... Im Sommer 1948 übersiedelte Ernst Wiechert nach Uerikon am Zürichsee (Rütihof); seine Ehefrau verblieb in Deutschland. In Uerikon verstarb er am 24. August 1950 im Alter von 63 Jahren. Im Nachbarort Stäfa fand er seine letzte Ruhestätte. Aus: de.wikipedia-org-Ernst_Wiechert

Erstausgabe. WG 22. 17 Seiten. Originalpappband.

[SW: Deutsche Literatur im Nationalsozialismus, Innere Emigration, Erstausgaben]

Details

Wiechert, Ernst: Die Magd des Jürgen Doskocil. Roman, Bertelsmann (Lizenz des Kurt Desch Verlages) Lizenzausgabe Ohne Jahresangabe Gütersloh
174 S.S. 8°

Leinen Blauer Ganzleinenband mit grauem Farbkopfschnitt und Schutzumschlag. Der Umschlag dezent angerändert, die Innenklappen etwas "gebogen", Aufkleber "Herder Buchgemeinde" auf Vorsatz, einige wenige Seiten fleckig, ansonsten rundum gute Erhaltung. Ernst Wiechert (* 18. Mai 1887 in Kleinort bei Sensburg, Ostpreußen; 24. August 1950 in Stäfa am Zürichsee in der Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. Ernst Wiechert wurde als Sohn eines Försters im Forsthaus Kleinort (poln. Piersławek) im südlichen Ostpreußen im Kreis Sensburg geboren. Nach seiner Schulzeit (Hauslehrer bis 1898, dann Besuch der Oberrealschule an der Burg in Königsberg bis 1905 mit abschließender Reifeprüfung) und dem Studium (1905-1911 Albertus-Universität Königsberg mit abschließendem 1. Staatsexamen) wurde er Studienrat am Königlichen Hufengymnasium in Königsberg mit den Fächern Deutsch und Naturwissenschaft (1911-1930). Bereits hier schrieb er Romane, Novellen und Erzählungen. Am 2. Juli 1912 heiratete Wiechert seine langjährige Verlobte Meta, geb. Mittelstädt (1890-1929). 1914 meldete er sich als Kriegfreiwilliger; nach 10 Tagen wurde er wegen Nierenerkrankung entlassen. 1915 musste er sich der militärischen Ausbildung stellen. Im gleichen Jahr nach einem Feuergefecht an der Ostfront wurde ihm das EK II verliehen. 1916 wurde er zum Offiziers-Lehrgang abkommandiert. Nach einer erfolgreichen Erkundung an der Front erhielt er das EK I. Wiechert erlitt zwei Verwundungen durch Granatsplitter und kam in das Lazarett von Charleville. Während seiner Militärdienstzeit wurde am 10. November 1917 sein einziges Kind Ernst-Edgar geboren, das jedoch schon am darauffolgenden Tag verstarb. Im Jahre 1930 siedelte er von Königsberg nach Berlin um. Er war dort Studienrat am Kaiserin-Augusta-Gymnasium. Im Dezember 1932 ging er mit Paula Marie Junker, geb. Schlenther (1889-1972) die Ehe ein. 1932 erschien sein Roman "Die Magd des Jürgen Doskocil", mit dem er seinen Ruf als Schriftsteller begründete. Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Wiechert gab den Lehrerberuf auf und trat am 1. April 1933 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand. Er zog 1933 nach Ambach (Waldschlösschen am Starnberger See) und arbeitete dort als freier Schriftsteller. 1936 erfolgte der Umzug nach Wolfratshausen in sein neu erbautes Haus (Hof Gagert). Bis 1948 lebte er hier mit seiner Frau und arbeitete als Schriftsteller. Seine christliche Grundeinstellung verarbeitete er in seinen Werken. Ernst Wiechert appellierte 1933 und 1935 an die Studenten im Münchner Auditorium Maximum, sich kritisches Denken gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie zu bewahren. Dies wurde als Aufruf zum inneren Widerstand gewertet. Die Niederschrift der Rede kursierte illegal in Deutschland und erreichte Moskau 1937 in einem Brot eingebacken. Hier wurde sie in der einflussreichen Exilzeitschrift Das Wort veröffentlicht. Daraufhin wurde Wiechert von der Gestapo verhaftet und in München inhaftiert. Er wurde auf Befehl des Reichsministers Joseph Goebbels 1938 ins KZ Buchenwald verschleppt. Er verblieb dort auf dessen Anordnung knapp zwei Monate und wurde unter Bewachung zur Demütigung nach Berlin ins Propagandaministerium geholt. Es wurden ihm weiter Publikationsmöglichkeiten in Aussicht gestellt und in der Folge auch ermöglicht, wenn seine Schriften und Bücher völlig unpolitisch blieben. Den Bericht über die Tage des Schreckens schrieb er 1939 nieder und vergrub das Manuskript im Garten. Nach seiner Entlassung hatte ihm Joseph Goebbels gedroht: Wir wissen, dass Ihr Einfluss auf die Jugend groß und gefährlich ist. Sollten Sie noch ein einziges Wort gegen unseren Staat sprechen oder schreiben, so werden Sie noch einmal ins KZ kommen, und zwar auf Lebenszeit und mit dem Ziel Ihrer physischen Vernichtung. ("Der Totenwald", S. 131 f.). Das Buch erschien erst 1945.[1] Von dem Erlös stiftete Wiechert 1946 drei Glocken für die katholische Kirche St. Michael in Degerndorf. Über Wiechert gibt es zahlreiche Nachrichten, die z.T. nicht belegt sind, wie diese Aussagen: Wiechert habe die Teilnahme an der Volksabstimmung über die Angliederung Österreichs öffentlich abgelehnt. Später habe er einen offenen Brief für die Freilassung Martin Niemöllers verfasst und angekündigt, statt des NS-Winterhilfswerkes Niemöllers Familie zu unterstützen. Diese Mitteilung als mutige Ankündigung machte Wiechert in einem Brief an Frau Niemöller, als ihr Mann, der Pfarrer Martin, widerrechtlich, nach einem regulären Freispruch durch ein Amtsgericht, auf Befehl Hitlers wieder festgesetzt wurde. "Offene Briefe" hat es in der Zeit von 1933 bis 1945 nie in gedruckter Form gegeben. Wiecherts Fall blieb, wie viele andere Beispiele von Oppositionellen oder Kritikern des Nazismus, ein geheimer Widerstand, der verraten und von den Nazis aufgespürt wurde. Der 1950 erschienene Roman Missa sine nomine hat die Überwindung des Nationalsozialismus zum Thema. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Bösen und der Schuld werden erzählerisch konkretisiert. Drei Brüder kommen in die Heimat zurück, einer davon aus dem Konzentrationslager. Letzterer haust mit seinem Kutscher im Stall. Nach langem Fragen: Wie kann Gott die Bosheit des Menschen zulassen? kommt vom Knecht die Antwort: "Wir bedürfen des Bösen, um gut zu sein".[2] Im Sommer 1948 übersiedelte Ernst Wiechert nach Uerikon am Zürichsee (Rütihof); seine Ehefrau verblieb in Deutschland. In Uerikon verstarb er am 24. August 1950 im Alter von 63 Jahren. Im Nachbarort Stäfa fand er seine letzte Ruhestätte.

[SW: Deutsche Literatur | Roman | Christentum]

Details

Wiechert, Ernst: Hirtennovelle. Kurt Desch Keine Angabe 1963 Wien, München, Basel
107S. 8°

Leinen Fadengehefteter, goldgeprägter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt und illustriertem Schutzumschlag. Umschlaggestaltung von Prof. Max Schwimmer, Leipzig. Der Umschlag leicht angerändert und v.a. am Rücken nachgedunkelt, Exlibris auf Innendeckel, kleiner Aufkleber der Buchhandlung auf Hinterdeckel, ansonsten rundum guter bis sehr guter Zustand. Ernst Wiechert (* 18. Mai 1887 in Kleinort bei Sensburg, Ostpreußen; 24. August 1950 in Stäfa am Zürichsee in der Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. Ernst Wiechert wurde als Sohn eines Försters im Forsthaus Kleinort (poln. Piersławek) im südlichen Ostpreußen im Kreis Sensburg geboren. Nach seiner Schulzeit (Hauslehrer bis 1898, dann Besuch der Oberrealschule an der Burg in Königsberg bis 1905 mit abschließender Reifeprüfung) und dem Studium (1905-1911 Albertus-Universität Königsberg mit abschließendem 1. Staatsexamen) wurde er Studienrat am Königlichen Hufengymnasium in Königsberg mit den Fächern Deutsch und Naturwissenschaft (1911-1930). Bereits hier schrieb er Romane, Novellen und Erzählungen. Am 2. Juli 1912 heiratete Wiechert seine langjährige Verlobte Meta, geb. Mittelstädt (1890-1929). 1914 meldete er sich als Kriegfreiwilliger; nach 10 Tagen wurde er wegen Nierenerkrankung entlassen. 1915 musste er sich der militärischen Ausbildung stellen. Im gleichen Jahr nach einem Feuergefecht an der Ostfront wurde ihm das EK II verliehen. 1916 wurde er zum Offiziers-Lehrgang abkommandiert. Nach einer erfolgreichen Erkundung an der Front erhielt er das EK I. Wiechert erlitt zwei Verwundungen durch Granatsplitter und kam in das Lazarett von Charleville. Während seiner Militärdienstzeit wurde am 10. November 1917 sein einziges Kind Ernst-Edgar geboren, das jedoch schon am darauffolgenden Tag verstarb. Im Jahre 1930 siedelte er von Königsberg nach Berlin um. Er war dort Studienrat am Kaiserin-Augusta-Gymnasium. Im Dezember 1932 ging er mit Paula Marie Junker, geb. Schlenther (1889-1972) die Ehe ein. 1932 erschien sein Roman "Die Magd des Jürgen Doskocil", mit dem er seinen Ruf als Schriftsteller begründete. Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Wiechert gab den Lehrerberuf auf und trat am 1. April 1933 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand. Er zog 1933 nach Ambach (Waldschlösschen am Starnberger See) und arbeitete dort als freier Schriftsteller. 1936 erfolgte der Umzug nach Wolfratshausen in sein neu erbautes Haus (Hof Gagert). Bis 1948 lebte er hier mit seiner Frau und arbeitete als Schriftsteller. Seine christliche Grundeinstellung verarbeitete er in seinen Werken. Ernst Wiechert appellierte 1933 und 1935 an die Studenten im Münchner Auditorium Maximum, sich kritisches Denken gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie zu bewahren. Dies wurde als Aufruf zum inneren Widerstand gewertet. Die Niederschrift der Rede kursierte illegal in Deutschland und erreichte Moskau 1937 in einem Brot eingebacken. Hier wurde sie in der einflussreichen Exilzeitschrift Das Wort veröffentlicht. Daraufhin wurde Wiechert von der Gestapo verhaftet und in München inhaftiert. Er wurde auf Befehl des Reichsministers Joseph Goebbels 1938 ins KZ Buchenwald verschleppt. Er verblieb dort auf dessen Anordnung knapp zwei Monate und wurde unter Bewachung zur Demütigung nach Berlin ins Propagandaministerium geholt. Es wurden ihm weiter Publikationsmöglichkeiten in Aussicht gestellt und in der Folge auch ermöglicht, wenn seine Schriften und Bücher völlig unpolitisch blieben. Den Bericht über die Tage des Schreckens schrieb er 1939 nieder und vergrub das Manuskript im Garten. Nach seiner Entlassung hatte ihm Joseph Goebbels gedroht: Wir wissen, dass Ihr Einfluss auf die Jugend groß und gefährlich ist. Sollten Sie noch ein einziges Wort gegen unseren Staat sprechen oder schreiben, so werden Sie noch einmal ins KZ kommen, und zwar auf Lebenszeit und mit dem Ziel Ihrer physischen Vernichtung. ("Der Totenwald", S. 131 f.). Das Buch erschien erst 1945.[1] Von dem Erlös stiftete Wiechert 1946 drei Glocken für die katholische Kirche St. Michael in Degerndorf. Über Wiechert gibt es zahlreiche Nachrichten, die z.T. nicht belegt sind, wie diese Aussagen: Wiechert habe die Teilnahme an der Volksabstimmung über die Angliederung Österreichs öffentlich abgelehnt. Später habe er einen offenen Brief für die Freilassung Martin Niemöllers verfasst und angekündigt, statt des NS-Winterhilfswerkes Niemöllers Familie zu unterstützen. Diese Mitteilung als mutige Ankündigung machte Wiechert in einem Brief an Frau Niemöller, als ihr Mann, der Pfarrer Martin, widerrechtlich, nach einem regulären Freispruch durch ein Amtsgericht, auf Befehl Hitlers wieder festgesetzt wurde. "Offene Briefe" hat es in der Zeit von 1933 bis 1945 nie in gedruckter Form gegeben. Wiecherts Fall blieb, wie viele andere Beispiele von Oppositionellen oder Kritikern des Nazismus, ein geheimer Widerstand, der verraten und von den Nazis aufgespürt wurde. Der 1950 erschienene Roman Missa sine nomine hat die Überwindung des Nationalsozialismus zum Thema. Christliche Auseinandersetzungen mit dem Bösen und der Schuld werden erzählerisch konkretisiert. Drei Brüder kommen in die Heimat zurück, einer davon aus dem Konzentrationslager. Letzterer haust mit seinem Kutscher im Stall. Nach langem Fragen: Wie kann Gott die Bosheit des Menschen zulassen? kommt vom Knecht die Antwort: "Wir bedürfen des Bösen, um gut zu sein".[2] Im Sommer 1948 übersiedelte Ernst Wiechert nach Uerikon am Zürichsee (Rütihof); seine Ehefrau verblieb in Deutschland. In Uerikon verstarb er am 24. August 1950 im Alter von 63 Jahren. Im Nachbarort Stäfa fand er seine letzte Ruhestätte.

[SW: Deutsche Literatur | Novelle | Ernst Wiechert]

Details

Wiechert, Ernst: Die Majorin. Erzählung, Gütersloh: Bertelsmann-Lesering, ohne Jahresangabe (1956).
Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Aus dem Klappentext: Michael Fahrenholz ist endlich heimgekehrt aus dem grossen Krieg. Er hat zu den "Vermissten" gehört und scheint nun aus dem Reich der Toten zu kommen. Seine Brüder sind gefallen. sein alter Vater sieht in Michael den toten Sohn, der nur für kurze Zeit zurückgekehrt ist, den Vater zu trösten. Nur der alte Jonas erkennt den Heimkehrer. Michael wird Jäger bei der Majorin, der Herrin des grossen Waldes und des grossen Gutes, dem der väterliche Hof benachbart ist... . - Ernst Wiechert (* 18. Mai 1887 in Kleinort bei Sensburg, Ostpreußen; 24. August 1950 in Stäfa am Zürichsee in der Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. ... Er gehörte zu den meistgelesenen Autoren seiner Zeit, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Wiechert gab den Lehrerberuf auf und trat am 1. April 1933 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand. Er zog 1933 nach Ambach (Waldschlösschen am Starnberger See) und arbeitete dort als freier Schriftsteller. 1936 erfolgte der Umzug nach Wolfratshausen in sein neu erbautes Haus (Hof Gagert). Bis 1948 lebte er hier mit seiner Frau und arbeitete als Schriftsteller. Seine christliche Grundeinstellung verarbeitete er in seinen Werken. Ernst Wiechert appellierte 1933 und 1935 an die Studenten im Münchner Auditorium Maximum, sich kritisches Denken gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie zu bewahren. Dies wurde als Aufruf zum inneren Widerstand gewertet. Die Niederschrift der Rede kursierte illegal in Deutschland und erreichte Moskau 1937 in einem Brot eingebacken. Hier wurde sie in der einflussreichen Exilzeitschrift Das Wort veröffentlicht. Daraufhin wurde Wiechert von der Gestapo verhaftet und in München inhaftiert. Er wurde auf Befehl des Reichsministers Joseph Goebbels 1938 ins KZ Buchenwald verschleppt. Er verblieb dort auf dessen Anordnung knapp zwei Monate und wurde unter Bewachung zur Demütigung nach Berlin ins Propagandaministerium geholt. Es wurden ihm weiter Publikationsmöglichkeiten in Aussicht gestellt und in der Folge auch ermöglicht, wenn seine Schriften und Bücher völlig unpolitisch blieben. Den Bericht über die Tage des Schreckens schrieb er 1939 nieder und vergrub das Manuskript im Garten. Nach seiner Entlassung hatte ihm Joseph Goebbels gedroht: Wir wissen, dass Ihr Einfluss auf die Jugend groß und gefährlich ist. Sollten Sie noch ein einziges Wort gegen unseren Staat sprechen oder schreiben, so werden Sie noch einmal ins KZ kommen, und zwar auf Lebenszeit und mit dem Ziel Ihrer physischen Vernichtung. ("Der Totenwald", S. 131 f.). Das Buch erschien erst 1945.[1] Von dem Erlös stiftete Wiechert 1946 drei Glocken für die katholische Kirche St. Michael in Degerndorf. ... Wiecherts Fall blieb, wie viele andere Beispiele von Oppositionellen oder Kritikern des Nazismus, ein geheimer Widerstand, der verraten und von den Nazis aufgespürt wurde. Der 1950 erschienene Roman Missa sine nomine hat die Überwindung des Nationalsozialismus zum Thema. ... Im Sommer 1948 übersiedelte Ernst Wiechert nach Uerikon am Zürichsee (Rütihof); seine Ehefrau verblieb in Deutschland. In Uerikon verstarb er am 24. August 1950 im Alter von 63 Jahren. Im Nachbarort Stäfa fand er seine letzte Ruhestätte. Aus: de.wikipedia--Ernst_Wiechert

Lizenzausgabe. 206 Seiten. Schutzumschlag und Einband: S. Kortemeier. Grünes Leinen mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, Kopffarbschnit und Schutzumschlag.

[SW: Deutsche Literatur der vierziger Jahre, Innere Emigration, Deutsche Literatur der 40-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]

Details