Walter Kempowski
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Walter,Kempowski: Somnia Tagebuch 1991, Knaus Albrecht, April 2008 ISBN: 3813503135
Meine Tage sind ein wüstes Ankämpfen gegen die Zeit. Walter KempowskiMit seinem vielbändigen Echolot fand Walter Kempowski eine literarische Form für das kollektive Gedächtnis. Darin bewahrte er auf, was uns allen verloren zu gehen drohte. Seine eigenen Tagebücher dagegen sind der literarische Ort seines individuellen Gedächtnisses und gewähren einen faszinierenden Einblick in das Seelenleben eines der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur.Er könne gar nicht begreifen, sagte Walter Kempowski einmal, dass es Schriftsteller gebe, die kein Tagebuch führen würden. Ihm selbst war das Tagebuchschreiben viele Jahre lang ein tägliches Exerzitium, mit dem er in seismographischer Empfindlichkeit auf die andrängenden Ereignisse reagierte und mit dem er kleinen und großen Tragödien Herr zu werden versuchte.Diese Bücher galten ihm, neben den Romanen und dem Echolot, als dritte Säule seines Schaffens. Nach Sirius, Alkor und Hamit erscheint nun mit Somnia das Tagebuch aus dem Jahre 1991. Der Titel ist in einem umfassenden Sinn zu verstehen. Denn enthalten sind einerseits die tatsächlichen Träume, die der Autor des Morgens notierte, andererseits aber auch die Sehnsüchte, die ihn umtrieben und die sich teilweise erfüllten, teilweise aber auch unerfüllt blieben. Somnia ist das letzte Werk, das Walter Kempowski noch zu Lebzeiten fertigstellen konnte.Es sind diese bald hohen, bald tiefen, einmal ernsten, dann wieder komischen Tonlagen, die Somnia zu einem Buch machen, das man schwerlich aus der Hand legen kann.NZZSomnia ist die weise und würdige Abschiedsgeste des deutschen Dichterchronisten Walter Kempowski.Die WeltSeine Tagebücher werden, ähnlich wie das Echolot, mit den Jahren immer wichtiger werden. Hat er dort die Stimmen der vielen gerettet, die sonst vergessen worden wären, spricht er hier - allein, nackt, sich gegen das Vergessen stemmend.Frankfurter Allgemeine Zeitung
NEUBUCH! 560 Seiten 223 mm x 148 mm x 44 mm 25 s/w Abbildungen + 1 s/w Foto Einband:Gebunden
Walter,Kempowski: Culpa Notizen zum Echolot, Knaus Albrecht, Februar 2005 ISBN: 3813502546
Der Autor als Sisyphus Walter Kempowskis Tagebuchnotizen zum "Echolot".Grandios, spektakulär, einzigartig: Welcher gewaltigen Lebensleistung das gefeierte Geschichtswerk "Das Echolot" zu verdanken ist, enthüllt Walter Kempowski in seinen Werknotizen. Diese werden ergänzt durch Kommentare seiner damaligen Mitarbeiterin Simone Neteler. In einem Nachwort beschreibt Walter Kempowskis langjähriger Lektor Karl Heinz Bittel das Entstehen des Projekts aus seiner Sicht. Walter Kempowskis 1993 erschienener erster Teil vom "Echolot" wurde zu einem der spektakulärsten Bucherfolge der 90er Jahre. Kaum lässt sich beim Betrachten der vier gewichtigen Bände erahnen, welches gewaltige Ausmaß des Sammelns, des Archivierens und des Ringens um die richtige Form bis zum Erscheinen des Werks zu bewältigen waren. Walter Kempowski hat den Prozess der Entstehung von der ersten Idee an über vielerlei Anfechtungen und Krisen hinweg bis zur Publikation in seinen Tagebüchern genau protokolliert. Seine Aufzeichnungen gestatten einen intimen Einblick in die Werkstatt des Schriftstellers. "Culpa" verzeichnet jede einzelne Phase der sich wandelnden Konzeption, bis die endgültige Form der Komposition feststand. Ungeschönt und subjektiv berichtet das Buch von dem nicht immer reibungsfreien Verhältnis zwischen dem Autor und seinem Verlag, der die ökonomische Seite des Projekts nicht aus den Augen verlieren durfte.
NEUBUCH! 280 Seiten 221 mm x 147 mm x 32 mm Einband:Kartoniert/Broschiert
[SW: Deutsche Belletristik / Roman, Erzählung]
Tadellöser und Wolff : Roman / Walter Kempowski, München : Goldmann ISBN: 3442720338
Ausgabe: Genehmigte Taschenbuchausg., 1. Auflage Umfang/Format: 478 Seiten , 19 cm Anmerkungen: Lizenz des Knaus-Verlag, München Erscheinungsjahr: 1996 Gesamttitel: Goldmann , 72033 : btb Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 18.00, S 133.00 Sachgebiet: Belletristik , 53 Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft Tadellöser & Wolff nannte Walter Kempowskis Vater, Reeder in Rostock und guter Kunde der Tabakwarenhandlung Loeser & Wolff, so ziemlich alles, was nicht gerade Miesnitzdörfer & Jansen war. Und als Miesnitzdörfer ließ sich in der Zeit von 1938 bis 1945, im sogenannten Tausendjährigen Reich, von der dieser Roman erzählt, wahrhaftig vieles bezeichnen. Immerhin, trotz Verdunklungspflicht, SA-Eintritt und Schießdienst ging es des Kempowskis ganz gold , wenigstens eine Zeitlang ... Walter Kempowski wurde am 29. April 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren. Er besuchte dort die Oberschule und wurde gegen Ende des Krieges noch eingezogen. 1948 wurde er aus politischen Gründen von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach acht Jahren im Zuchthaus Bautzen wurde Walter Kempowski entlassen. Er studierte in Göttingen Pädagogik und ging als Lehrer aufs Land. Seit Mitte der sechziger Jahre arbeitete Walter Kempowski planmäßig an der auf neun Bände angelegten Deutschen Chronik , deren Erscheinen er 1971 mit dem Roman Tadellöser & Wolff eröffnete und 1984 mit Herzlich Willkommen beschloss. Kempowskis Deutsche Chronik ist ein in der deutschen Literatur beispielloses Unternehmen, dem der Autor das mit der Chronik korrespondierende zehnbändige Echolot , für das er höchste internationale Anerkennung erntete, folgen ließ. Zuletzt erschien im Knaus Verlag der Roman Alles umsonst . gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren
Walter,Kempowski: Ein Kapitel für sich. 2 DVD-Videos, Polar Film Medien GmbH, April 2005
TV-Klassiker von Eberhard Fechner nach den Romanen von Walter Kempowski. Fortsetzung von Tadellöser & Wolff, Erstausstrahlung Dezember 1979 im ZDF. Nur wenige Wohnungen sind nicht von Bomben zerstört, an den meisten der unbeschädigten Häuser hängen weiße Fahnen: Rostock am 1. Mai 1945. Die Bevölkerung erwartet voller Angst die Sowjetarmee. Mutter Grete Kempowski, Sohn Walter und Großvater de Bonsac haben sich auf dem Balkon bei einem Glas Wein zu einer privaten Friedensfeier versammelt. Das Schicksal des Vaters und des älteren Sohnes Robert, die als Soldaten am Krieg teilnahmen, ist ungewiss - die Familie hat keine Nachricht von ihnen. Plötzlich peitschen Gewehrschüsse durch die Straßen, und Maschinengewehrsalven knattern, worauf Grete Kempowski sagt: Wir gehen besser rein! Die ersten Friedensjahre werden für die Familie eine Zeit voller Entbehrungen, Enttäuschungen und trauriger Ereignisse. Walter besucht seine beiden Onkel in Hamburg. Da er dort jedoch nicht die ersehnte Lehrstelle als Buchhändler findet, reist er zu seinem Freund Fritz Legeune nach Wiesbaden, wo er bei den US-Streitkräften in einem PX-Laden eine Anstellung findet und es sich gut gehen lässt. Den Amerikanern übergibt er Kopien von Frachtpapieren, die sein Bruder in der elterlichen Reederei gesammelt hat. Sie belegen, welche Güter die Russen aus der sowjetischen Zone herausschaffen. Doch den Russen bleibt die Aktion nicht verborgen. Als Walter nach Rostock zurückkehrt, wird er am nächsten Morgen verhaftet. Auch sein Bruder Robert landet im Gefängnis der Sowjets. Beide werden wegen Spionage zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und kommen nach Bautzen. Die Mutter wird kurz darauf ebenfalls festgenommen und wegen Nichtanzeigen von Agenten des ausländischen Nachrichtendienstes zu zehn Jahren Strafarbeitslager im Frauengefängnis Hoheneck verurteilt.
NEU 192 mm x 139 mm x 17 mm Einband:DVD
[SW: Video / Film / TV-Serien]



