Walser
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Gronau, Peter: "Ich schreibe hier dekorativ". Essays zu Robert Walser. Würzburg: Königshausen und Neumann, 2006. ISBN: 9783826033544
Gebraucht, aber gut erhalten. - "Stilanalytische Charakteristik Robert Walsers und Versuch einer stilgeschichtlichen Einordnung". Staatsarbeit 1964 - Auszüge / Auf Expedition zu unentdeckten Inseln der Sprache - ein Besuch in Robert Walsers Sprachlabor. / Tannhäuser im Tannenwald - Robert Walsers Sprachinnenräume / "Die Literarische Schweiz" - Robert Walsers Abstraktionskunst impliziter Ironie / Idylle, Antiidylle - Robert Walsers Affinitäten zum Rokoko. "Der Spaziergang" und ein Besuch bei Salomon Gessner / Das berstende Ich - Brentano und Robert Walsers romantische Nachwehen / Robert Walser und der Jugendstil - Vortrag in München 2004 / Labyrinthische Phantasien zu Robert Walser / Spaziergang im Unwirklichen - "Der Sonntagsausflug" / Walser-Kafka-Korrespondenzen: Kafkas Galeriebesucher, Draußen vor der Tür, Verhaftet / Robert Walser und die Satire / Jean Tinguely und Robert Walser - "Die Veränderlichkeit gibt aller Starre das Leben zurück" / Montaigne, Walser, der Essay und die Weltentdeckung im Selbstversuch / "Beiseit" - beiseitegesprochene Weltsicht des jungen Robert Walser in seinen Gedichten / Das schöne Gehäuse der Blödigkeit - zu Robert Walsers späten Gedichten / Robert Walsers Kunst zu parodieren. Respekt und Despektierlichkeit - Robert Walser auf Goethes Spuren. ISBN 9783826033544
168 S., broschiert.
[SW: Walser, Robert]
3-518-06700-1 Robert Walser: Aus dem Bleistiftgebiet. Mikrogramme aus den Jahren 1924-1933. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 2003.
Tadellos, verlagsfrisch.
Flexible Pappbände, broschur, Sechs Bände im Schmuckschuber. Im Auftrag des Robert-Walser-Archivs der Carl-Seelig-Stiftung (Zürich) neu entziffert und herausgegeben von Bernhard Echte und Werner Morlang, 2935 Seiten. Band 1 und 2: Mikrogramme aus den Jahren 1924-1925. Band 3: Der Räuber-Roman, Felix-Scenen. Band 4: Mikrogramme aus den Jahren 1926-1927. Band 5 und 6: Mikrogramme aus den Jahren 1925-1932. Band 5: Prosa. Band 6: Gedichte und dramatische Szenen. Inhalt Sie galten und gelten als die rätselhaftesten Manuskripte in der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts: Robert Walsers so genannte Mikrogramme. Seit man von ihrer Existenz weiß, wurden sie immer wieder als Geheimschrift angesehen und in Verbindung zu Walsers psychiatrischer Internierung gebracht. Beides ist abwegig. Höchst geheimnisvoll und nur unter größten Schwierigkeiten zu entziffern sind sie gleichwohl.Die Texte stammen aus den Jahren 1924 bis 1932 und spiegeln Walsers letzte Jahre in Bern ebenso wie die Zeit in der Psychiatrischen Klinik Waldau. Nach wie vor versucht Walser, in allem Wechsel von Erlebnissen und Stimmungen "sich selbst willkommen zu heißen" oder, wie er an anderer Stelle sagt, "Unentweihtheiten" an sich zu entdecken.Es war zuletzt ein kruder Verwaltungsakt der Klinikleitung, der seinem Schreiben ein Ende bereitete. Im Juni 1933 verlegte man Walser in die Heilanstalt Herisau, von welchem Tage an er seine Bleistifte nicht mehr anrührte.Nach 19 Jahren mühevoller Dechiffrierarbeit ist es gelungen, alle unbekannten Texte, die das Konvolut der insgesamt 526 Blätter enthält, publikationsfähig zu machen - ein Ergebnis, das ursprünglich völlig ausgeschlossen schien. "Sie sollen erfahren, mein Herr, daß ich vor ungefährzehn Jahren anfing, alles, was ich produziere, zuerst scheu undandächtig mit Bleistift hinzuskizzieren...Für den Schreiber dieserZeilen gab es nämlich einen Zeitpunkt, wo er die Feder schrecklich,fürchterlich haßte, woer ihrer müde war, wie ich es Ihnen kaum zuschildern imstand bin...und um sich von diesem Schreibfederüberdrußzu befreien, fing er an zu beleistifteln...Für mich ließ es sich mitHülfe des Bleistifts wieder besser spielen, dichten; es schien mir,die Schriftstellerei lebe dadurch von neuem auf."Robert Walser an Max Rychner, 20.06.1927. Robert Walser gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Geboren am 15. April 1878 in Biel, absolvierte er nach der Schulzeit zunächst eine Banklehre. In den Jahren 1896 bis 1905 lebte er überwiegend in Zürich, arbeitete dort als Commis in Banken und Versicherungen, aber auch als Diener, Buchhändler und 'Gehülfe'. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, ließen ihn rasch zu einem Geheimtip werden und verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches, Fritz Kochers Aufsätze, folgte er 1905 seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort als Maler und Bühnenbildner den Durchbruch erzielt hatte. In rascher Folge publizierte Walser nun seine drei Romane Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909). Trotz eines Achtungserfolgs bei der Kritik konnte sich Walser im literarischen Leben der deutschen Hauptstadt jedoch schliesslich nicht durchsetzen. Im Gefühl, gescheitert zu sein, kehrte Walser 1913 in seine Heimatstadt Biel zurück. Im Dienstbotentrakt des Hotels "Blaues Kreuz" mietete er sich eine Dachkammer und schuf dort unter äußerst ärmlichen Bedingungen eine grosse Zahl von Kurzprosatexten, die zum Teil auch in Buchform erschienen (Kleine Prosa, 1917, Poetenleben, 1918, Seeland, 1920). Als Hauptwerk dieser Zeit gilt die umfangreiche Erzählung Der Spaziergang, 1918. Der im gleichen Jahr entstandene Roman Tobold blieb ungedruckt und ist heute ebenso verschollen wie ein weiterer mit dem Titel Theodor aus dem Jahr 1921. Ab Anfang der zwanziger Jahre in Bern lebend, führte Walser seine nomadische Mansardenexistenz fort. Obwohl er vielfach in literarischen Zeitschriften und Feuilletons bedeutender Tageszeitungen präsent war, konnte er nur noch eine Buchpublikation realisieren (Die Rose, 1925). Zahlreiche Texte, darunter ein Roman (sog. Räuber-Roman, 1925), haben sich nur im mikrographischen Entwurf erhalten.Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergessener anonymer Patient. Er starb am Weihnachtstag 1956 auf einem einsamen Spaziergang im Schnee. Robert Walsers einzige Kontaktperson in den letzten zwei Lebensjahrzehnten war der Zürcher Journalist und Mäzen Carl Seelig, der ihn regelmässig besuchte und mit ihm Wanderungen unternahm. Seinem Engagement ist die Rettung von Walsers Werk und Nachlass zu danken.Obwohl Walser von Autoren wie Hermann Hesse, Kurt Tucholsky, Robert Musil, Franz Kafka und Walter Benjamin schon früh empfohlen und hoch geschätzt wurde, blieb er Zeit seines Lebens verkannt. Heute dagegen gilt er als der wichtigste Deutschschweizer Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zeittafel 187815. April: Geburt von Robert Walser in Biel. 1892Lehre auf der Bieler Filiale der Kantonalbank. 1894Tod der Mutter Elisa Walser-Marti. 1895Vergeblicher Versuch, in Stuttgart Schauspieler zu werden. 1896bis 1905 mehrheitlich Aufenthalt in Zürich. 1898Erste Veröffentlichung: Gedichte im Berner "Bund", daraufhin Kontakte zu Franz Blei und der Zeitschrift "Die Insel". 1903Gehülfe beim Erfinder Carl Dubler in Wädenswil. 1904Publikation des ersten Buches "Fritz Kochers Aufsätze" im Insel Verlag. 1905Übersiedlung nach Berlin. 1907Publikation des ersten Romans "Geschwister Tanner" im Verlag Bruno Cassirer. 1909Zweiter Roman "Der Gehülfe". 1909Dritter Roman "Jakob von Gunten". 1913Rückkehr in die Schweiz; bis 1920 Dachkammerdasein im Hotel "Blaues Kreuz" in Biel. 1914Tod des Vaters Adolf Walser. 1917Publikationen: "Der Spaziergang", "Poetenleben", "Kleine Prosa". 1921Umzug nach Bern. Kurzzeitige Tätigkeit als Schreiber auf dem dortigen Staatsarchiv. 1925Erscheinen des letzten Buches "Die Rose". 192925. Januar: Eintritt in die Anstalt Waldau, Bern. 193319. Juni: Überführung in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau, anschliessend Entmündigung. 1936Erster Besuch Carl Seeligs bei Robert Walser. Beginn der gemeinsamen Wanderungen. 195625. Dezember: Tod auf einem Spaziergang im Schnee.
Walser, Martin: Der Augenblick der Liebe. Roman. 2. Auflage. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, 2004. ISBN: 3498073532
Auf dem Vorsatz von Martin Walser eigenhändig signiert. Gottlieb Zürn, Privatgelehrter mit Domizil am Bodensee, erhält Besuch von einer Doktorandin. Sie interessiert sich für seine Aufsätze über den französischen Philosophen LaMettrie und überreicht ihm eine Sonnenblume. Sie könnte, wie er sieht, seine Enkelin sein. Und doch vernimmt er sofort das Klirren erotischer Möglichkeiten. Trotzdem, und weil er mit seiner Frau Anna längst im selben Wortschatz untergeht, folgt er ihr kurz darauf nach Kalifornien zu einem Kongress. Dort erfüllt sich seine Prophezeiung - auf eine Weise, die gleich in mehrfacher Hinsicht zum Eklat führt. Sobald er drüben ist, wird in ihm Anna übermächtig, also zurück zu ihr. Sobald er zurück ist, muss er wieder hinüber. Aber das gestattet ihm das Buch nicht. Eros, Ehe und Erlebnishunger sind die äußeren Markierungspunkte dieses Romans, das Verhältnis von Leben, Literatur und Todeslust ist sein geheimes Motiv. Walser, Martin dt. Schriftsteller *24.3.1927 Wasserburg (Bodensee) Halbzeit, 1960 Ein fliehendes Pferd, 1978 Martin Walser zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. In seinen Romanen verbindet sich eine Analyse der Befindlichkeit des Kleinbürgers mit der kritischen Beobachtung der Entwicklung der Bundesrepublik. Walser wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen am Bodensee auf. Bereits während seines Studiums, das er 1951 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss, war er beim SDR in Stuttgart als Reporter und Redakteur tätig. In dieser Zeit entstanden erste Hörspiele und Erzählungen. 1957 kehrte Walser an den Bodensee zurück, wo er seitdem als freier Schriftsteller lebt. Diese Heimat bildet den Hintergrund für die Prosawerke des Autors, in denen er sich mit den Auswirkungen von Leistungsdruck, Anpassungszwängen und Machtausübung beschäftigt. Seit den 1990er Jahren verarbeitet er vermehrt reale Stoffe, nicht zuletzt in dem autobiografischen Roman Ein springender Brunnen (1998). Walser, der auch mit Theaterstücken politischen (Eiche und Angora, 1962) und privaten (Die Zimmerschlacht, 1967) Inhalts erfolgreich war und zudem in Reden, Interviews und Aufsätzen kontinuierlich Stellung zu aktuellen Themen bezog, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sein neustes Buch Tod eines Kritikers (2002) wurde bereits vor Erscheinen zum Medienereignis, nachdem die FAZ den Vorabdruck wegen angeblicher "antisemitischer Tendenzen" des Romans verweigert hatte. Biografie: G. Fetz, Martin Walser, 1997. Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen.
253 Seiten. 21 cm. Pappband mit Schutzumschlag und Lesebändchen. ISBN: 3498073532.
[SW: Signierte Ausgaben, Zeitgeschichte, Deutsche Literatur der 90 er Jahre, Signaturen, Signierte Exemplare, USA, Studentin, Autogramm, Liebesbeziehung, Signierte Bücher, Widmungsexemplare, Autographen, Signiert, Älterer Mann, Autograph, Amerikanerin, Belletristische Darstellung, Bodensee-Gebiet, Unterschrift, Privatgelehrter, Belletristische Darstellung La Mettrie, Julien Offray de, Dissertation]
Müller, Andreas Georg: Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne. Studien zu Robert Walsers Frühwerk. Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 88. Tübingen, Basel: Francke, 2006. ISBN: 9783772081729
Buchblock gewellt. - "Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne" ist das Motto dieser Arbeit zu Robert Walsers erstem Buch Fritz Kocher"s Aufsätze mitgeteilt von Robert Walser. Es wurde von Roberts Bruder Karl Walser gestaltet sowie illustriert und erschien 1904. Robert Walser gilt als Klassiker der modernen deutschsprachigen Literatur. Diese Einschätzung stützt sich vorab auf seine Berliner Romane und die späten Prosastücke der Berner Zeit. Diese Monographie setzt sich erstmals eingehend mit seinem ersten Buch auseinander, das als Gesamtkunstwerk der Brüder Walser gelesen wird. Dabei möchte ich aufzeigen, wie Robert Walser seinen Beitrag zur Moderne um 1900 aus dem Geiste des Schulaufsatzes entwickelt hat. Eingangs wird die Entstehung des Buches Fritz Kocher"s Aufsätze mitgeteilt von Robert Walser und dessen Gestaltung dokumentiert. Erstmals werden die elf Illustrationen, die Karl Walser für das Buch beisteuerte, unbeschnitten reproduziert und in ihrer Beziehung zum Text analysiert. Es folgen vier Studien, die sich je einem der Kapitel aus Fritz Kocher"s Aufsätze annehmen und auch unabhängig von der Einleitung gelesen werden können. ISBN 9783772081729
187 S., broschiert.
[SW: Walser, Robert / Fritz Kocher"s Aufsätze]



