Walser Geschwister Tanner

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Groddeck, Wolfram;Reibnitz, Barbara von;Sprünglin, Matthias: Geschwister Tanner Kritische Edition des Erstdrucks, Schwabe Verlag Basel, Oktober 2008 ISBN: 3796524613
Als erste Bände erscheinen der kritisch edierte und philologisch kommentierte Erstdruck und die Faksimile-Edition des bisher unpublizierten Manuskripts von Geschwister Tanner, Robert Walsers Debüt als Romanschriftsteller.Die in KWA IV.1 faksimilierte und diplomatisch transkribierte Handschrift ist die früheste erhaltene Druckvorlage in Walsers Nachlass. Allem Anschein nach stellt das Manuskript, niedergeschrieben im Januar 1906 in Berlin, zugleich auch die erste Niederschrift des Romans dar; Vorentwürfe sind keine bekannt. Christian Morgenstern, damals tätig als Lektor beim Verlag Bruno Cassirer, berichtet dem Verleger am 8. April 1906 von der Lektüre des Manuskripts: Bis zur Mitte der Geschwister Tanner sagte ich mir: du hast selten etwas in seiner Art so Schönes gelesen. Im Verlauf des 2. Teils wurde ich manchmal von einer leisen Ungeduld ergriffen, obwohl auch er herrliche Stellen enthält. Das Manuskript zu Geschwister Tanner, das im Vergleich zu vielen anderen Handschriften Walsers ein ungewöhnlich hohes Mass an Bearbeitungsspuren aufweist, gibt einen neuen und differenzierten Einblick in die Anfänge von Walsers schriftstellerischer Entwicklung und dokumentiert indirekt auch die Auswirkungen des Lektorats von Bruno Cassirer und Christian Morgenstern. Ein vollständiges Variantenverzeichnis teilt die Textveränderungen mit, die der Wortlaut des Manuskripts auf dem Weg zum Erstdruck erfahren hat.Christian Morgenstern, der auch noch die ersten Korrekturfahnen des Romans mitgelesen hat, schrieb an Walser im September 1906: Der Anfang Ihrer Arbeit machte auf mich, aus dem Privatgebiet des Handschriftlichen in die Öffentlichkeit des Drucks gerückt, einen schlechten Eindruck. Die Edition des Erstdrucks (KWA I.2) enthält in zahlreichen philologischen Annotationen Hinweise zur Textdifferenz des Erstdrucks gegenüber der Handschrift und gibt im Nachwort einen Abriss der frühen Rezeption des Romans. Auf der beigelegten CD-ROM befindet sich die elektronische Version der Geschwister Tanner-Edition, mit Dokumenten und den farbigen Handschriftenfaksimiles. Ausserdem enthält die CD-ROM die erste Version des Findbuchs, mit dem sämtliche Texte Robert Walsers nach den Archivstandorten, Erstdruckorten und den Abdrucken in den wichtigsten späteren Textausgaben identifiziert werden können.Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA)Der Schweizer Schriftsteller und Dichter Robert Walser (1878-1956) zählt seit seiner Wiederentdeckung in den sechziger Jahren zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Deshalb erscheint es angebracht, dieses Werk durch eine den Standards der aktuellen Editionswissenschaft entsprechende kritische Neuausgabe zu sichern. Da die Archivmaterialien, auf denen bedeutende Teile von Walsers Werk überliefert sind, durch Verfall mittelfristig gefährdet sind, hat ihre editorisch sorgfältige Aufarbeitung nicht zuletzt auch die Dimension einer Bewahrung von unersetzlichem literarischem Kulturgut.Die Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA) ist als Verbindung von Print-Ausgabe und elektronischer Edition angelegt und gliedert sich in 6 Abteilungen mit insgesamt ca. 45 Bänden. Ihre Konzeption entspringt dem Grundgedanken, Walsers Werk in der strukturierten Bewahrung des Textträgerprinzips und damit in der Weise seines Ersterscheinens zu dokumentieren. In den Abteilungen I-III werden sämtliche Buchpublikationen nach den Erstausgaben herausgegeben und die publizistisch weit zerstreute Kleine Prosa, die den Grossteil des veröffentlichten Werks bildet, nach den Publikationszusammenhängen der Erstdrucke in den verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen ediert. In den Abteilungen IV-VI werden sämtliche Handschriften in ihren originalen Niederschriftzusammenhängen faksimiliert und in Umschriften wiedergegeben.

NEUBUCH! 211 mm x 148 mm x 33 mm

[SW: Walser, Robert]

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Schmidt, Florian: Robert Walser und Simon Tanner, zwei einsame Vagabunden Zu Robert Walsers Roman Die Geschwister Tanner, GRIN VERLAG, Juni 2008, Besorgungstitel - vorauss. Lieferzeit 3-5 Tage. ISBN: 3638950174
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universita degli Studi di Firenze (Universita degli Studi di Firenze), Veranstaltung: Letteratura tedesca, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dem Roman Die Geschwister Tanner von Robert Walser, den er 1907 als eines seiner ersten Werke veröffentliche, geht es um die Hauptfigur Simon Tanner, einem Vagabunden aus Überzeugung, und die Beziehung zu seinen Geschwistern. Simon kann nicht lange an einem Ort verweilen und bedient sich Gelegenheitsjobs um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er beansprucht die absolute Freiheit und eine feste Arbeitsstelle mit ihren Regeln würde ebendiese einschränken. Stattdessen vagabundiert er von Ort zu Ort und durch seine natürliche Begabung und Intelligenz mit Leuten umzugehen und sie auf seine Seite zu ziehen, kann er diesen Lebensstil führen. Mit seinem Bruder Kaspar, einem Maler, hat er eine enge Beziehung. Kasparrepräsentiert den schaffenden Künstler, der nur für seine Kunst lebt und anderen Leuten nur begrenzt Zutritt zu seiner Welt verschafft. So verlässt Kaspar Klara Agappaia, seine Geliebte und die Mieterin der Brüder, da er sich ganz der Kunst widmen will. Sein anderer Bruder Klaus hingegen ist der Inbegriff der städtischen Leistungsgesellschaft. Klaus hat einen festen Beruf und wird von der Gesellschaft geachtet. Er versucht stets Simon anzutreiben und zu einem für ihn normalen Leben zu bewegen. So auch als er die Schwester Hedwig besucht und dort Simon vorfindet. Bei Hedwig lebt Simon für drei Monate, da er kein Geld mehr hat. Simon und Hedwig verstehen sich während dieser Zeit sehr gut, auch wenn Hedwig für ihrer beider Lebensunterhalt aufkommen muss. Erst als Simon beschließt wieder weiter zu ziehen, übt auch sie Kritik an seinem unbekümmerten Lebensstiel. Der letzte Bruder, Emil, taucht erst gegen Ende des Romans auf. Der Älteste der Geschwister hat ein langes Vagabundenlebengeführt und ist am Ende in einer Irrenanstalt gelandet. Das Thema des Vagabundierens zieht sich auch bei Robert Walser und Simon Tanner wie ein roter Faden durch das Leben und deswegen wird im Laufe der Arbeit der autobiographische Hintergrund Robert Walser beleuchtet und mit den Handlungen der Romanfigur Simon Tanner verglichen. Bevor ich aber im Detail auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Robert Walser und Simon Tanner eingehe, möchte ich mich mit dem Begriff vagabundieren beschäftigen. Im Deutschen Universalwörterbuch werden für das Wort vagabundieren , das aus dem Französischen stammt, zwei Definitionen angegeben.

NEUBUCH! 2008. 24 S. 210 mm 210 mm x 148 mm x 2 mm; Akademische Schriftenreihe, Bd. V91884

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Walser, Robert: Geschwister Tanner Roman - Suhrkamp BasisBibliothek (SBB) SUHRKAMP, 119 ISBN: 3518188976

NEUBUCH! 2009. 407 S. 18 cm 178 mm x 116 mm x 28 mm; Suhrkamp BasisBibliothek (SBB) Nr.97

[SW: Walser, Robert; Interpretationen, Geschwister Tanner (Walser),Deutsch; Lektüre]

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3-518-06700-1 Robert Walser: Aus dem Bleistiftgebiet. Mikrogramme aus den Jahren 1924-1933. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 2003.
Tadellos, verlagsfrisch.

Flexible Pappbände, broschur, Sechs Bände im Schmuckschuber. Im Auftrag des Robert-Walser-Archivs der Carl-Seelig-Stiftung (Zürich) neu entziffert und herausgegeben von Bernhard Echte und Werner Morlang, 2935 Seiten. Band 1 und 2: Mikrogramme aus den Jahren 1924-1925. Band 3: Der Räuber-Roman, Felix-Scenen. Band 4: Mikrogramme aus den Jahren 1926-1927. Band 5 und 6: Mikrogramme aus den Jahren 1925-1932. Band 5: Prosa. Band 6: Gedichte und dramatische Szenen. Inhalt Sie galten und gelten als die rätselhaftesten Manuskripte in der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts: Robert Walsers so genannte Mikrogramme. Seit man von ihrer Existenz weiß, wurden sie immer wieder als Geheimschrift angesehen und in Verbindung zu Walsers psychiatrischer Internierung gebracht. Beides ist abwegig. Höchst geheimnisvoll und nur unter größten Schwierigkeiten zu entziffern sind sie gleichwohl. Die Texte stammen aus den Jahren 1924 bis 1932 und spiegeln Walsers letzte Jahre in Bern ebenso wie die Zeit in der Psychiatrischen Klinik Waldau. Nach wie vor versucht Walser, in allem Wechsel von Erlebnissen und Stimmungen "sich selbst willkommen zu heißen" oder, wie er an anderer Stelle sagt, "Unentweihtheiten" an sich zu entdecken. Es war zuletzt ein kruder Verwaltungsakt der Klinikleitung, der seinem Schreiben ein Ende bereitete. Im Juni 1933 verlegte man Walser in die Heilanstalt Herisau, von welchem Tage an er seine Bleistifte nicht mehr anrührte. Nach 19 Jahren mühevoller Dechiffrierarbeit ist es gelungen, alle unbekannten Texte, die das Konvolut der insgesamt 526 Blätter enthält, publikationsfähig zu machen - ein Ergebnis, das ursprünglich völlig ausgeschlossen schien. "Sie sollen erfahren, mein Herr, daß ich vor ungefähr zehn Jahren anfing, alles, was ich produziere, zuerst scheu und andächtig mit Bleistift hinzuskizzieren...Für den Schreiber dieser Zeilen gab es nämlich einen Zeitpunkt, wo er die Feder schrecklich, fürchterlich haßte, woer ihrer müde war, wie ich es Ihnen kaum zu schildern imstand bin...und um sich von diesem Schreibfederüberdruß zu befreien, fing er an zu beleistifteln...Für mich ließ es sich mit Hülfe des Bleistifts wieder besser spielen, dichten; es schien mir, die Schriftstellerei lebe dadurch von neuem auf." Robert Walser an Max Rychner, 20.06.1927. Robert Walser gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Geboren am 15. April 1878 in Biel, absolvierte er nach der Schulzeit zunächst eine Banklehre. In den Jahren 1896 bis 1905 lebte er überwiegend in Zürich, arbeitete dort als Commis in Banken und Versicherungen, aber auch als Diener, Buchhändler und 'Gehülfe'. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, ließen ihn rasch zu einem Geheimtip werden und verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches, Fritz Kochers Aufsätze, folgte er 1905 seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort als Maler und Bühnenbildner den Durchbruch erzielt hatte. In rascher Folge publizierte Walser nun seine drei Romane Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909). Trotz eines Achtungserfolgs bei der Kritik konnte sich Walser im literarischen Leben der deutschen Hauptstadt jedoch schliesslich nicht durchsetzen. Im Gefühl, gescheitert zu sein, kehrte Walser 1913 in seine Heimatstadt Biel zurück. Im Dienstbotentrakt des Hotels "Blaues Kreuz" mietete er sich eine Dachkammer und schuf dort unter äußerst ärmlichen Bedingungen eine grosse Zahl von Kurzprosatexten, die zum Teil auch in Buchform erschienen (Kleine Prosa, 1917, Poetenleben, 1918, Seeland, 1920). Als Hauptwerk dieser Zeit gilt die umfangreiche Erzählung Der Spaziergang, 1918. Der im gleichen Jahr entstandene Roman Tobold blieb ungedruckt und ist heute ebenso verschollen wie ein weiterer mit dem Titel Theodor aus dem Jahr 1921. Ab Anfang der zwanziger Jahre in Bern lebend, führte Walser seine nomadische Mansardenexistenz fort. Obwohl er vielfach in literarischen Zeitschriften und Feuilletons bedeutender Tageszeitungen präsent war, konnte er nur noch eine Buchpublikation realisieren (Die Rose, 1925). Zahlreiche Texte, darunter ein Roman (sog. Räuber-Roman, 1925), haben sich nur im mikrographischen Entwurf erhalten. Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergessener anonymer Patient. Er starb am Weihnachtstag 1956 auf einem einsamen Spaziergang im Schnee. Robert Walsers einzige Kontaktperson in den letzten zwei Lebensjahrzehnten war der Zürcher Journalist und Mäzen Carl Seelig, der ihn regelmässig besuchte und mit ihm Wanderungen unternahm. Seinem Engagement ist die Rettung von Walsers Werk und Nachlass zu danken. Obwohl Walser von Autoren wie Hermann Hesse, Kurt Tucholsky, Robert Musil, Franz Kafka und Walter Benjamin schon früh empfohlen und hoch geschätzt wurde, blieb er Zeit seines Lebens verkannt. Heute dagegen gilt er als der wichtigste Deutschschweizer Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zeittafel 1878 15. April: Geburt von Robert Walser in Biel. 1892 Lehre auf der Bieler Filiale der Kantonalbank. 1894 Tod der Mutter Elisa Walser-Marti. 1895 Vergeblicher Versuch, in Stuttgart Schauspieler zu werden. 1896 bis 1905 mehrheitlich Aufenthalt in Zürich. 1898 Erste Veröffentlichung: Gedichte im Berner "Bund", daraufhin Kontakte zu Franz Blei und der Zeitschrift "Die Insel". 1903 Gehülfe beim Erfinder Carl Dubler in Wädenswil. 1904 Publikation des ersten Buches "Fritz Kochers Aufsätze" im Insel Verlag. 1905 Übersiedlung nach Berlin. 1907 Publikation des ersten Romans "Geschwister Tanner" im Verlag Bruno Cassirer. 1909 Zweiter Roman "Der Gehülfe". 1909 Dritter Roman "Jakob von Gunten". 1913 Rückkehr in die Schweiz; bis 1920 Dachkammerdasein im Hotel "Blaues Kreuz" in Biel. 1914 Tod des Vaters Adolf Walser. 1917 Publikationen: "Der Spaziergang", "Poetenleben", "Kleine Prosa". 1921 Umzug nach Bern. Kurzzeitige Tätigkeit als Schreiber auf dem dortigen Staatsarchiv. 1925 Erscheinen des letzten Buches "Die Rose". 1929 25. Januar: Eintritt in die Anstalt Waldau, Bern. 1933 19. Juni: Überführung in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau, anschliessend Entmündigung. 1936 Erster Besuch Carl Seeligs bei Robert Walser. Beginn der gemeinsamen Wanderungen. 1956 25. Dezember: Tod auf einem Spaziergang im Schnee.

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