Walser Fritz
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Müller, Andreas Georg: Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne. Studien zu Robert Walsers Frühwerk. Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 88. Tübingen, Basel: Francke, 2006. ISBN: 9783772081729
Buchblock gewellt. - "Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne" ist das Motto dieser Arbeit zu Robert Walsers erstem Buch Fritz Kocher"s Aufsätze mitgeteilt von Robert Walser. Es wurde von Roberts Bruder Karl Walser gestaltet sowie illustriert und erschien 1904. Robert Walser gilt als Klassiker der modernen deutschsprachigen Literatur. Diese Einschätzung stützt sich vorab auf seine Berliner Romane und die späten Prosastücke der Berner Zeit. Diese Monographie setzt sich erstmals eingehend mit seinem ersten Buch auseinander, das als Gesamtkunstwerk der Brüder Walser gelesen wird. Dabei möchte ich aufzeigen, wie Robert Walser seinen Beitrag zur Moderne um 1900 aus dem Geiste des Schulaufsatzes entwickelt hat. Eingangs wird die Entstehung des Buches Fritz Kocher"s Aufsätze mitgeteilt von Robert Walser und dessen Gestaltung dokumentiert. Erstmals werden die elf Illustrationen, die Karl Walser für das Buch beisteuerte, unbeschnitten reproduziert und in ihrer Beziehung zum Text analysiert. Es folgen vier Studien, die sich je einem der Kapitel aus Fritz Kocher"s Aufsätze annehmen und auch unabhängig von der Einleitung gelesen werden können. ISBN 9783772081729
187 S., broschiert.
[SW: Walser, Robert / Fritz Kocher"s Aufsätze]
Müller, Andreas: Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne Studien zu Robert Walsers Frühwerk Reihe: Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 88, Francke A. Verlag, Mai 2006 ISBN: 377208172X NEUBUCH!
Robert Walser gilt als Klassiker der modernen deutschsprachigen Literatur. Dieser Ruf geht auf seine Berliner Romane und auf die späten Prosatücke der Berner-Zeit zurück. Die Studie "Mit Fritz Kocher in der Schule der Moderne" zeigt, wie Robert Walser bereits um 1900 zu einer eigenständigen Moderne aus dem Geiste des Schulaufsatzes gefunden hat. Robert Walsers Beitrag zur Moderne der deutschsprachigen Literatur um 1900 setzt beim Schulaufsatz an, dessen Form er kunstvoll zu einer "Poetologie des Waldes" verwildern ließ. Die Publikation im Jahr 1904 von "Fritz Kocher's Aufsätze mitgeteilt von Robert Walser" markiert den Beginn der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Robert und seinem Bruder Karl Walser, der für dieses Projekt die Buchausstattung besorgte und elf Illustrationen beisteuerte. Die vorliegende Studie setzt sich mit Roberts Erstling als Gesamtkunstwerk der Brüder Walser auseinander.
187 S. - Sprache: Deutsch - 225 x 151 x 14 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback
[SW: Walser, Robert]
Spanien - Kaiser Karl Fritz Walser: Die spanischen Zentralbehörden und der Staatsrat Karls V. Grundlagen und Aufbau bis zum Tode Gattinaras. Bearbeitet,ergänzt und herausgegeben von Rainer Wohlfeil mit Vorwort und Nachruf auf Fritz Walser von Percy Ernst Schramm.
a.d.Inhalt: Die nationalen Regierungsformen in den Hauptstaaten der kaiserlichen Monarchie/ Die burgundischen Niederlande/ Die Verselbständigung des Grand Conseil und des Conseil Prive/ Das adlige Element im Geheimen Rat/ Die fürstliche Souveränität/ Maximilian und die Niederlande/ Aragon und Isabella von Kastilien/ Ferdinand der Katholische/ Kardinal Ximenez de Cisneros/ Das Königreich Navarra/ Philipp II./ Verfassungsrechtliche Probleme/ Das persönliche Regiment des Herrn von Chievres/ Großkanzler Gattinara/ Der Indienrat/ Der Kriegsrat/ Der Sturz Lalemands/ Das Staatssekretariat u.v.m. (mit Personen-, Sach- und Ortsregister sowie Literatur- und Quellenverzeichnis) GUTES EXEMPLAR
[Karl der fünfte / 5.]
[Reihe: 'Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-historische Klasse' Dritte Folge Nr.43]; XXXV+ 291 Seiten; OKart.(26x17cm); Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1959 [1.Auflage]
3-518-06700-1 Robert Walser: Aus dem Bleistiftgebiet. Mikrogramme aus den Jahren 1924-1933. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 2003.
Tadellos, verlagsfrisch.
Flexible Pappbände, broschur, Sechs Bände im Schmuckschuber. Im Auftrag des Robert-Walser-Archivs der Carl-Seelig-Stiftung (Zürich) neu entziffert und herausgegeben von Bernhard Echte und Werner Morlang, 2935 Seiten. Band 1 und 2: Mikrogramme aus den Jahren 1924-1925. Band 3: Der Räuber-Roman, Felix-Scenen. Band 4: Mikrogramme aus den Jahren 1926-1927. Band 5 und 6: Mikrogramme aus den Jahren 1925-1932. Band 5: Prosa. Band 6: Gedichte und dramatische Szenen. Inhalt Sie galten und gelten als die rätselhaftesten Manuskripte in der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts: Robert Walsers so genannte Mikrogramme. Seit man von ihrer Existenz weiß, wurden sie immer wieder als Geheimschrift angesehen und in Verbindung zu Walsers psychiatrischer Internierung gebracht. Beides ist abwegig. Höchst geheimnisvoll und nur unter größten Schwierigkeiten zu entziffern sind sie gleichwohl.Die Texte stammen aus den Jahren 1924 bis 1932 und spiegeln Walsers letzte Jahre in Bern ebenso wie die Zeit in der Psychiatrischen Klinik Waldau. Nach wie vor versucht Walser, in allem Wechsel von Erlebnissen und Stimmungen "sich selbst willkommen zu heißen" oder, wie er an anderer Stelle sagt, "Unentweihtheiten" an sich zu entdecken.Es war zuletzt ein kruder Verwaltungsakt der Klinikleitung, der seinem Schreiben ein Ende bereitete. Im Juni 1933 verlegte man Walser in die Heilanstalt Herisau, von welchem Tage an er seine Bleistifte nicht mehr anrührte.Nach 19 Jahren mühevoller Dechiffrierarbeit ist es gelungen, alle unbekannten Texte, die das Konvolut der insgesamt 526 Blätter enthält, publikationsfähig zu machen - ein Ergebnis, das ursprünglich völlig ausgeschlossen schien. "Sie sollen erfahren, mein Herr, daß ich vor ungefährzehn Jahren anfing, alles, was ich produziere, zuerst scheu undandächtig mit Bleistift hinzuskizzieren...Für den Schreiber dieserZeilen gab es nämlich einen Zeitpunkt, wo er die Feder schrecklich,fürchterlich haßte, woer ihrer müde war, wie ich es Ihnen kaum zuschildern imstand bin...und um sich von diesem Schreibfederüberdrußzu befreien, fing er an zu beleistifteln...Für mich ließ es sich mitHülfe des Bleistifts wieder besser spielen, dichten; es schien mir,die Schriftstellerei lebe dadurch von neuem auf."Robert Walser an Max Rychner, 20.06.1927. Robert Walser gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Geboren am 15. April 1878 in Biel, absolvierte er nach der Schulzeit zunächst eine Banklehre. In den Jahren 1896 bis 1905 lebte er überwiegend in Zürich, arbeitete dort als Commis in Banken und Versicherungen, aber auch als Diener, Buchhändler und 'Gehülfe'. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, ließen ihn rasch zu einem Geheimtip werden und verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches, Fritz Kochers Aufsätze, folgte er 1905 seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort als Maler und Bühnenbildner den Durchbruch erzielt hatte. In rascher Folge publizierte Walser nun seine drei Romane Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909). Trotz eines Achtungserfolgs bei der Kritik konnte sich Walser im literarischen Leben der deutschen Hauptstadt jedoch schliesslich nicht durchsetzen. Im Gefühl, gescheitert zu sein, kehrte Walser 1913 in seine Heimatstadt Biel zurück. Im Dienstbotentrakt des Hotels "Blaues Kreuz" mietete er sich eine Dachkammer und schuf dort unter äußerst ärmlichen Bedingungen eine grosse Zahl von Kurzprosatexten, die zum Teil auch in Buchform erschienen (Kleine Prosa, 1917, Poetenleben, 1918, Seeland, 1920). Als Hauptwerk dieser Zeit gilt die umfangreiche Erzählung Der Spaziergang, 1918. Der im gleichen Jahr entstandene Roman Tobold blieb ungedruckt und ist heute ebenso verschollen wie ein weiterer mit dem Titel Theodor aus dem Jahr 1921. Ab Anfang der zwanziger Jahre in Bern lebend, führte Walser seine nomadische Mansardenexistenz fort. Obwohl er vielfach in literarischen Zeitschriften und Feuilletons bedeutender Tageszeitungen präsent war, konnte er nur noch eine Buchpublikation realisieren (Die Rose, 1925). Zahlreiche Texte, darunter ein Roman (sog. Räuber-Roman, 1925), haben sich nur im mikrographischen Entwurf erhalten.Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergessener anonymer Patient. Er starb am Weihnachtstag 1956 auf einem einsamen Spaziergang im Schnee. Robert Walsers einzige Kontaktperson in den letzten zwei Lebensjahrzehnten war der Zürcher Journalist und Mäzen Carl Seelig, der ihn regelmässig besuchte und mit ihm Wanderungen unternahm. Seinem Engagement ist die Rettung von Walsers Werk und Nachlass zu danken.Obwohl Walser von Autoren wie Hermann Hesse, Kurt Tucholsky, Robert Musil, Franz Kafka und Walter Benjamin schon früh empfohlen und hoch geschätzt wurde, blieb er Zeit seines Lebens verkannt. Heute dagegen gilt er als der wichtigste Deutschschweizer Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zeittafel 187815. April: Geburt von Robert Walser in Biel. 1892Lehre auf der Bieler Filiale der Kantonalbank. 1894Tod der Mutter Elisa Walser-Marti. 1895Vergeblicher Versuch, in Stuttgart Schauspieler zu werden. 1896bis 1905 mehrheitlich Aufenthalt in Zürich. 1898Erste Veröffentlichung: Gedichte im Berner "Bund", daraufhin Kontakte zu Franz Blei und der Zeitschrift "Die Insel". 1903Gehülfe beim Erfinder Carl Dubler in Wädenswil. 1904Publikation des ersten Buches "Fritz Kochers Aufsätze" im Insel Verlag. 1905Übersiedlung nach Berlin. 1907Publikation des ersten Romans "Geschwister Tanner" im Verlag Bruno Cassirer. 1909Zweiter Roman "Der Gehülfe". 1909Dritter Roman "Jakob von Gunten". 1913Rückkehr in die Schweiz; bis 1920 Dachkammerdasein im Hotel "Blaues Kreuz" in Biel. 1914Tod des Vaters Adolf Walser. 1917Publikationen: "Der Spaziergang", "Poetenleben", "Kleine Prosa". 1921Umzug nach Bern. Kurzzeitige Tätigkeit als Schreiber auf dem dortigen Staatsarchiv. 1925Erscheinen des letzten Buches "Die Rose". 192925. Januar: Eintritt in die Anstalt Waldau, Bern. 193319. Juni: Überführung in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau, anschliessend Entmündigung. 1936Erster Besuch Carl Seeligs bei Robert Walser. Beginn der gemeinsamen Wanderungen. 195625. Dezember: Tod auf einem Spaziergang im Schnee.



