Walser Ehen in Philippsburg

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Walser, Martin: Ehen in Philippsburg Roman / Martin Walser, Gütersloh Bertelsmann-Club; Kornwestheim, 1989.
sehr gut erhalten ,Einband sauber und unbestoßen, Seiten hell und sauber, SU gut Der große Gesellschaftsroman Martin Walsers: die Geschichte des jungen, erfolgreichen Aufsteigers Hans Beumann, der schon bald in den besten Kreisen verkehrt. Den kritischen Zustand dieser Gesellschaft aber zeigen die Ehen, die nur durch Ehrgeiz und Gewohnheit zusammengehalten werden. Ein Roman, der die Ambitionen, Heucheleien und Liebschaften der High-Society einer süddeutschen Stadt schildert. -

308 S. 21 cm, Original-Leinenband,mit Schutzumschlag ,Kopffarbschnitt ,

[SW: Romane & Erzählungen, Ehen in Philippsburg., Martin Walser]

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Walser, Martin (deutscher Schriftsteller, geb. 1927 Wasserburg/Bodensee). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Martin". An Traudel Flackus (geb.Sinzenich) in Würzburg. Friedrichshafen, 26.9.1958.
Inhaltsreicher, sehr persönlicher Brief: "ich glaube ich habe Deinen Brief nicht beantwortet?! Ich wollte ihn, da er kurz vor meiner Abreise eintraf nicht mit nach Amerika nehmen, aber wenn ein Wasserburger zum ersten Mal für ein Vierteljahr soweit fortfährt, dann vergißt er manches... Du weißt ja selbst, daß manchmal Briefe aus unserer Vergangenheit uns in die Gegenwart nachgeschickt werden und wir sehen dann, daß uns diese Briefe eigentlich nicht mehr erreichen. Die Schreiber gehören so sehr der Vergangenheit an, daß sie, wenn sie ein bißchen Empfindlichkeit, Takt oder auch bloß gesunden Menschenverstand hätten, nicht versuchen würden, quer durch die dicken Mauern der Jahre hindurch uns einen Brief nachzuschicken. Erstaunlich ist... wirklich, wie wenig Dein Brief zu dieser Art toter Post gehört; ich habe daraus den Schluß gezogen, daß unsere gemeinsame Zeit kein Irrtum war..." Setzt sich dann länger mit Anmerkungen und Kritik der Adressatin an seinem Roman "Ehen in Philippsburg" auseinander: "daß mich Dein Brief so gegenwärtig anmutete ist einfach die Verläßlichkeit Deines Urteils oder besser: Deines gut gebildeten Geschmacks. Wohlwollende und herzliche Leute gibt es viel, und man muß manchen dankbaren Brief an sie schreiben, aber daß Du ganz ganz ganz genau empfunden hast, daß Klaff an Kafka erinnert, daß die Sebastian-Sache übertrieben ist, das hat mich doch mehr als bloß angenehm überrascht! Nur die Abtreibungsszene darf ich Dir nicht preisgeben, das ist wirklich nicht provinziell orientiert als stoffliche Vorlage, es ist so großstädtisch als nur möglich, leider... und ich habe nicht den nächstbesten Fall genommen, sondern sorgfältig ausgewählt und dann untertrieben, leider!!. Deine Reaktion zeigt mir, wie wenig vertraut man mit diesem Alltag ist..." Mit Unterschrift "von Deinem Martin und seinen ihn beschützenden Schützlingen." Traudel Sinzenich (verh. Flackus) war damals Mitarbeiterin in der Literaturabteilung der Kulturedaktion von Radio Stuttgart (später Süddeutscher Rundfunk) und dort auch Kollegin des Literaturhistorikers Karl Schwedhelm. Sie betreute Dichter bei ihren Rundfunklesungen und las auch selbst im Radio. Dadurch war sie mit vielen Dichtern bekannt und z.T. auch enger und lebenslang befreundet, mit dem jungen Walser verband sie wohl eine zeitlang mehr. Aus dem Nachlaß Traudel Flackus siehe weitere Angebote in unserem Literaturkatalog.

2 eng beschriebene S. (A4). In eigenhändig adressiertem Kuvert.

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Walser, Martin. Ehen in Philippsburg. Roman. (Frankfurt a.M.), Suhrkamp (1957).
Zweite Auflage. Mit halbseitiger, eigenhändiger Widmung des Dichters für Traudel (Sinzenich): "Für Traudel in immer frommer werdender Erinnerung und mit herzlichen Grüßen für Dich und für Deinen Mann. Dein Martin (mit stetig wachsender Familie)". Traudel Sinzenich (verh. Flackus) war damals Mitarbeiterin in der Literaturabteilung der Kulturedaktion von Radio Stuttgart (später Süddeutscher Rundfunk) und dort auch Kollegin des Literaturhistorikers Karl Schwedhelm. Sie betreute Dichter bei ihren Rundfunklesungen und las auch selbst im Radio. Dadurch war sie mit vielen Dichtern bekannt und z.T. auch enger und lebenslang befreundet, mit dem jungen Walser verband sie wohl eine zeitlang mehr. Aus dem Nachlaß Traudel Flackus siehe weitere Angebote in unserem Literaturkatalog.

8°. 419(1) S., 2 Bl. Oln. mit Schutzumschlag.

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Walser, Martin: Überlebensgroß Herr Krott. Requiem für einen Unsterblichen. - (=Edition Suhrkamp 55. Im Dialog. Neues deutsches Theater). Frankfurt a.M., Suhrkamp Verlag, 1964.
Guter Zustand. Schutzumschlag mit Randläsuren. - Martin Johannes Walser (* 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee) ist ein deutscher Schriftsteller. Bekannt wurde Walser durch seine Darstellung innerer Konflikte der Antihelden in seinen Romanen und Erzählungen. Leben: Die Eltern Walsers betrieben die Bahnhofsrestauration und eine Kohlenhandlung in Wasserburg am Bodensee. Das Milieu seiner Kindheit wird im Roman Ein springender Brunnen geschildert. Von 1938 bis 1943 besuchte er die Oberrealschule in Lindau und wurde anschließend als Flakhelfer eingezogen. Nach Unterlagen des Berliner Bundesarchivs ist Walser in der Zentralkartei der NSDAP mit dem Eintrittsdatum 30. Januar 1944 verzeichnet.[1] Walser bestreitet jedoch, jemals einen Aufnahmeantrag ausgefüllt zu haben.[2] Nach dem Reichsarbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er 1946 in Lindau am Bodensee-Gymnasium das Abitur und studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er 1951 in Tübingen promoviert. Während des Studiums arbeitete Walser als Reporter für den Süddeutschen Rundfunk und schrieb erste Hörspiele. Zusammen mit Helmut Jedele bildete er den Kern der "Genietruppe" des Hörfunks. 1950 heiratete er Katharina "Käthe" Neuner-Jehle. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Franziska, Alissa, Johanna und Theresia hervor, aus einer Beziehung mit Maria Carlsson, der Ehefrau des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, stammt Sohn Jakob.[3] Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee. In den sechziger Jahren setzte sich Walser wie viele andere linke Intellektuelle (Günter Grass u. a.) für die Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler ein. 1964 war er Zuhörer beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Er engagierte sich gegen den Vietnamkrieg [4], reiste nach Moskau und galt (auch seinem Verleger Siegfried Unseld) in den sechziger und siebziger Jahren als Sympathisant der DKP, der er aber nie als Mitglied angehörte; er war mit Ernst Bloch, Robert Steigerwald u. a. befreundet. 1988 hielt Walser im Rahmen der Reihe Reden über das eigene Land eine Rede, in der er deutlich machte, dass er die deutsche Teilung als schmerzende Lücke empfindet, mit der er sich nicht abfinden will. Diesen Stoff machte er auch zum Thema seiner Erzählung Dorle und Wolf. Auch wenn Walser ausdrücklich betonte, dass sich seine Haltung über die Zeit nicht verändert habe, sprechen einige Beobachter von einem Sinneswandel des Autors.[5] Eine in Verlagsverträgen ungewöhnliche Klausel ermöglichte es Walser, nach dem Tod von Siegfried Unseld mit allen seinen Werken 2004 vom Suhrkamp Verlag zum Rowohlt Verlag zu wechseln. Insbesondere spielte laut eigener Aussage dabei die fehlende Positionierung des Verlags im Streit um seinen umstrittenen Roman Tod eines Kritikers eine Rolle. Walser ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Sächsischen Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) und Mitglied des deutschen P.E.N. ... Aus: wikipedia-org-Martin_Walser

Erstausgabe. WG2, 9. 1. - 15. Tausend 106 Seiten. Originalkarton mit Schutzumschlag. Guter Zustand.

[SW: Schauspiele, Sextourismus, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Literaturtheorie, Theatertexte, Theaterwissenschaft, Theaterwissenschaften, Theatergeschichte, Literaturwissenschaft, Theaterstücke, Dramatiker, Theatertheorie, Dramaturgie, Dramentheorie, Dramatik, Geschichte, Schauspieler, Theater]

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