Voegelin Eric
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Voegelin, Eric: Das Drama des Menschseins. Die Walter-Turner-Candler-Lectures. Hrsg. und mit einem Nachw. von Peter J. Opitz. Aus dem Engl. von Dora Fischer-Barnicol. Passagen - Religion und Politik / 6. Dt. Erstausg. Wien : Passagen-Verlag, 2007. ISBN: 9783851657241
Sehr gutes Ex. - Basierend auf einem Vorlesungszyklus, den Eric Voegelin kurz zuvor an der Emory University in Atlanta, Georgia, gehalten hatte, begann er 1967 die Arbeiten an einem neuen Buch, das alle Züge eines letzten großen Alterswerkes zu tragen schien: The Drama of Humanity. Es wurde allerdings nie vollendet und gilt als verschollen. Nun liegt hier die erstmals ins Deutsche übertragene Urfassung vor. Mit dem Buch verfolgte Voegelin einen doppelten Zweck: Zum einen sollte es eine systematische Geschichtsphilosophie werden, zum anderen eine abschließende Exposition der zentralen theoretischen Probleme, die seinem funi bändigen Opus magnum Order and History inzwischen zugrunde lagen. Das zentrale Thema des Buches brachte Voegelin folgendermaßen zum Ausdruck: "Menschsein bedeutet einen Modus des Selbstverständnisses des Menschen in seiner Relation zu Gott, zur Welt und zur Gesellschaft sowie diese Modi in ihrer Veränderung. Geschichte wäre dann das Drama - falls sich ein Sinn darin entdecken lässt - dieses Menschseins." Eric Voegelin (1901-1985), bis 1938 Professor für Gesellschaftslehre und Allgemeine Staatslehre in Wien, lehrte nach seiner Flucht aus Österreich Politikwissenschaft an verschiedenen Universitäten in den USA und in Deutschland. Peter ]. Opitz, geboren 1937, ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft, Mitglied des Senats für Politik und leitet das Eric-Voegelin-Archiv in München. - Peter J. Opitz Vorwort -- Eric Voegelin -- Das Drama des Menschseins Einführung -- (Montag, 17. April 1967) Der Mensch im Kosmos (ebenfalls Montag, 17. April 1967) Die Epiphanie des Menschen (Dienstag, 18. April 1967) Der Mensch in der Revolte (Donnerstag, 20. April 1967) -- Peter J. Opitz -- Eric Voegelins Drama of Humanity - Spuren und Konturen eines unvollendeten Werkes -- Anmerkungen Personenregister. - Im Mittelpunkt der Philosophie Voegelins steht der Mensch und mit ihm die Frage nach dem Sinn und der Ordnung seiner Existenz. Anlaß und Anstoß für diese Fragen ist die beunruhigende Situation, in der Voegelin den Menschen sieht, nämlich - um aus den einleitenden Passagen seines Hauptwerkes Order and History zu zitieren - in der eines "Schauspielers, der im Drama des Seins eine Rolle spielt und durch das Faktum seiner Existenz gezwungen wird, sie zu spielen, ohne zu wissen, worin sie besteht". Beunruhigender noch: ohne auch nur mit Sicherheit zu wissen, wer er selber ist. Denn "der Teil des Seins, der sich selbst Mensch nennt, könnte nur dann voll erkannt werden, wenn die Gemeinschaft des Seins wie auch ihr Drama in der Zeit vollständig bekannt wären." Die Existenz des Menschen besteht somit sehr wesentlich aus der Suche nach Wissen und Aufklärung über dieses Drama, ah dem teilzunehmen er gezwungen ist, sowie über die Rolle, die er darin zu spielen hat. Da sich aber die Antworten auf diese Fragen nie als endgültig erwiesen haben, sondern stets als nur vorläufig und bestenfalls auch nur als Annäherungen, die zwar eine Zeitlang seine Unruhe besänftigten, im Laufe der Zeit sich jedoch als falsch und unvollkommen erwiesen, wird diese Suche nach dem Sinn der Existenz zu einem die Geschichte durchziehenden Prozeß - zu einem Drama. Mehr noch, Geschichte selbst kann aus einer solchen Perspektive in ihrer Substanz als Geschichte der Suche verstanden werden. Das Bewußtsein von dieser conditio humana war bei Voegelin selbst so ausgeprägt und ein Leben lang anhaltend, daß sein ganzes Werk als Suche verstanden werden muß und auch von ihm selbst als eine solche verstanden wurde. Bezeichnenderweise trägt der Schlußband von Order and History den Titel In Search of Order / Auf der Suche nach Ordnung, und nicht minder bezeichnend ist es, daß erst der Tod im Jahre 1985 diese Suche unterbrach, abbrach, und daß jener Schlußband posthum als Fragment veröffentlicht werden mußte. Wie schon am Titel ablesbar, bewegt sich auch die hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegende Studie Voegelins - eine Mitschrift seiner 1967 in Atlanta/Georgia gehaltenen Walter Turner Candler Lectures - im Kontext der eingangs skizzierten existenziellen Problematik. Und wenn Voegelin dazu einleitend erläuterte, "Menschsein bedeutet demzufolge einen Modus des Selbstverständnisses des Menschen in seiner Beziehung zu Gott, zur Welt und zur Gesellschaft, und das hieße, daß diese Modi sich verändern. Und Geschichte wäre dann das Drama - falls sich ein Sinn darin entdecken läßt - des Menschseins, dieses Selbstverständnisses des Menschen", dann bestätigte er dies nicht nur ausdrücklich, sondern griff dabei - kaum zufällig - auch auf Formulierungen zurück, die unüberhörbar an jene anknüpften, in denen er viele Jahre zuvor, in der Einleitung zu Order and History, die existenzielle Situation des Menschen und dessen Stellung im Geviert von Gott und Mensch, Welt und Gesellschaft beschrieben hatte. Die Ausgangsproblematik war noch immer dieselbe, und auch die Schritte, in denen er sie nun abhandelte, ähneln sehr dem früheren Vorgehen. Lediglich die Antworten, die er gibt, haben sich verändert - nicht in ihrer Grundausrichtung, aber doch in ihren Differenzierungen, in der Breite des empirischen Materials, auf das sie sich nun bezogen, vor allem aber in der Setzung der Akzente. (Vorwort) ISBN 9783851657241
117 S. Broschiert.
[SW: Philosophische Anthropologie, Drama of Humanity, Mensch, Eric Voegelin]
Ley, Michael, Heinrich Neisser und Gilbert Weiss (Hrsg.): Politische Religion? Politik, Religion und Anthropologie im Werk von Eric Voegelin. Periagoge: Studien. Paderborn: Fink, 2003. ISBN: 3770539303
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Beitr. teilw. dt., teilw. engl. - HEINRICH NEISSER Eric Voegelin und die Zwischenkriegszeit -- GILBERT WEISS Die europäische Rezeption Eric Voegelins -- JAN ASSMANN Auszug aus dem kosmologischen Mythos: Voegelins Rekonstruktion der monotheistischen Wende aus ägyptologischer Sicht -- KLAUS VONDUNG Gnosis, Apokalypse und Moderne -- MICHAEL LEY Zur Theorie der politischen Religionen. Der Nationalismus als Paradigma politischer Religiosität -- REINHARD SONNENSCHMIDT ". den Zyklus des Homo sapiens beenden" Scientologische Metapher moderner Gnosis -- MANFRED HENNINGSEN Politische Religion versus Zivilgesellschaft -- WALTER SEITTER Brauchen wir eine Zivilreligion? -- STEPHAN SATTLER Die Erfahrung des Göttlichen - Unmittelbarkeit und Vermittlung: Die Rekonstruktionsversuche Eric Voegelins -- PAUL CARINGELLA Eric Voegelin - Philosopher of Divine Presence -- CLAUS-E. BARSCH Der Topos der Politischen Religion aus der Perspektive der Religionspolitologie -- JÜRGEN GEBHARDT Voegelin und das Politische. ISBN 3770539303
211 S. Broschiert.
[SW: Voegelin, Eric]
Voegelin, Eric Opitz, Peter J. (Hg.): Eric Voegelin Jean Bodin. Paderborn: Wilhelm Fink Vlg. 2003.
Eric Voegelin (1901-1985) war einer der Gründerväter der deutschen Politikwissenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. 1958 übernahm er den ersten Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Universität München - genau 20 Jahre nachdem er als junger Privatdozent vor den Nazis in die USA geflohen war. Die Jahre der Emigration verbrachte Voegelin zum größten Teil an der Louisiana State University in Baton Rouge, wo er zwischen 1942 und 1958 forschte und lehrte. Daß Jean Bodin (1529/30-1596) zu den bedeutendsten Staatsphilosophen der frühen Neuzeit zählt und daß seine Theorie der Souveränität ein wichtiger Beitrag zum modernen politischen Denken darstellt, ist allgemein bekannt. Wesentlich weniger bekannt sind dagegen die theoretischen und religiösen Grundlagen seines Denkens, aus denen sich erst die geistige Einheit seines großen Werkes erschließt. Die beiden erstmals hier in deutscher Sprache veröffentlichten Essays von Eric Voegelin konzentrieren sich vor allem auf die religiösen Grundlagen des Bodinschen Denkens und zeigen, wie sich aus ihnen heraus die Einheitlichkeit des Werkes des großen französischen Philosophen und Mystikers entfaltet. Gleichzeitig bezeugen sie aber auch den großen Einfluß, den Jean Bodin auf die politische Philosophie Eric Voegelins hatte, für den Bodin zu den großen und "repräsentativen Figuren im Verständnis von Ordnung in Zeiten geistiger Unordnung" gehörte.
147 S. Kart. *neuwertig*
[SW: Philosophie, Religionen]
Voegelin, Eric: Ordnung und Geschichte / Die Welt der Polis Vom Mythos zur Philosophie [BD 5] Wilhelm Fink Verlag ISBN: 3-7705-3841-6
3-7705-3841-6 Verlagsfrisch New Copy
Voegelin, Eric Ordnung und Geschichte / Die Welt der Polis Vom Mythos zur Philosophie [BD 5] (Fink, Wilhelm) ISBN: 978-3-7705-3841-6 kartoniert 306 S. Voegelin, Eric Ordnung und Geschichte / Die Welt der Polis Vom Mythos zur Philosophie Herausgegeben von Gebhardt, Jürgen. Übersetzt von Fischer-Barnicol, Dora / Silvers-Sattler, Gabriele von. Herausgegeben von Opitz, Peter J / Herz, Dietmar Verlag : Fink, Wilhelm ISBN : 978-3-7705-3841-6 Einband : kartoniert Preisinfo : 29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A] / 49,90 CHF UVP Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen. Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Seiten/Umfang : 306 S. Erschienen : 1. Aufl. 12.2003 Gewicht : 515 g Aus der Reihe : Periagoge verwandte Themen : Voegelin, Eric Politische Philosophie Polis 29,90 Eur[D] In der Welt der Polis zeichnet Eric Voegelin den Gang der geistigen Entwicklung in Hellas nach - bis zu ihrem Höhepunkt in der Philosophie Platons und Aristoteles. War der erste Teil der Studie der spezifischen Ausgestaltung eines den Hochkulturen des Alten Orients vergleichbaren kosmologischen Welt- und Ordnungsverständnisses gewidmet, das seinen großartigen Ausdruck in der Mythopoetik Homers und der erwachenden Mythenspekulation Hesiods fand, so befaßt sich der zweite Teil mit dem Übergang vom archaischen zum klassischen Hellas. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf dem sich wandelnden Welt- und Ordnungsverständnis. Voegelin verfolgt die über Jahrhunderte sich hinziehende Ablösung vom traditionellen Mythos der Polis durch die Philosophie als neuer symbolischer Form. Es ist der Prozeß, in dessen Verlauf es zur Entdeckung der menschlichen Seele, ihrer Tiefe und ihrer Ordnung kam, sowie zu der sie begleitenden Erfahrung und Erforschung der radikalen Transzendenz des Göttlichen. In ebenso eindringlichen wie eigenwilligen Analysen protokolliert er die einzelnen Schritte dieses geistigen Abenteuers in den Werken der großen mystischen Philosophen Anaximander, Heraklit und Parmenides. Das Buch gipfelt in einer Studie des "Athenischen Jahrhunderts" - mit Betrachtungen über die politische Bedeutung der griechischen Tragödie, über die geistige Krise der Sophistik und über den Aufstieg und Fall Athens bzw. das Problem von "Macht" und "Geschichte" - wie es sich in den Werken Herodots und Tkukydides' spiegelt.



