Vaclav Havel
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Theater heute 11/1989. THEMA: Vaclav Havel: Sanierung. Friedrich Zürich 1989
INHALT: Was Intendanten und Künstler heute im deutschsprachigen Theater verdienen. Jürgen Flimm über den Kortner-Preis-Träger Rolf Boysen, George Tabori über den Kortner-Preis-Träger Thomas Holtzmann. Michael Merschmeier: Else Lasker-Schülers Ichundich in Judith Malinas Living Theatre, eine Performance der Wooster Group und anderes Stadt-Theater in New York. Frank Busch: Ein Bericht vom dritten niederländischen Theatertreffen in Rotterdam. Frieder Reininghaus: Zum Musiktheater der achtziger Jahre (1). Gabriele Mayer: Ein Portrait des Musiktheater-Komponisten Franz Hummel. Andreas Kilb: Lina Wertmüllers Liebe und Anarchie in Bremen uraufgeführt. Wend Küssens: Die deutschsprachige Erstaufführung von Alexander Galins Sterne am Morgenhimmel in Wilhelmshaven. Henning Rischbieter: Ein wahrer Neubeginn in Hannover - mit Clavigo, Die Möwe, Der Weibsteufel und Gewitter. Frank Busch: Annegret Ritzel inszeniert Leonce und Lena in Dortmund. Christine Richard: Achim Bennings und andere Anfänge in Zürich, zur Uraufführung von Vaclav Havels Sanierung. Paul Kruntorad: Über Vaclav Havel. Vaclav Havel: Aus der Rede zur Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels in Frankfurt. Vaclav Havel: Sanierung (Stückabdruck).
Standardeinband ca. 72 S. Guter Zustand,
[SW: Theaterwissenschaft-Zeitschriften Zeitschrift Theaterzeitschrift Oper Ballett Bühne Stück Bühnenstück Theaterstück Inszenierung Aufführung Schüler Wertmüller Galin Braun Benning Havel Friedenspreis]
Friedenspreis - HAVEL, Vaclav -: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1989. Vaclav Havel. Ansprachen aus Anlaß der Verleihung. Übersetzung der Rede von Andre Glucksmann a.d. Französ. von Helmut Kohlenberger; Übersetzung der Rede von Vaclav Havel a.d. Tschech. von Joachim Bruss. - Ffm.: Börsenverein des dt. Buchhandels (c 1989).
ERSTE AUSGABE. - Vier Reden, die aus Anlaß der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den tschechischen Bürgerrechtler, Dramatiker, Schriftsteller und späteren Staatspräsidenten Vaclav Havel (geb. 1936) in der Paulskirche zu Frankfurt am Main gehalten wurden: I. Günther Christiansen: Begrüßung; II. Volker Hauff: Begrüßung; III. Andre Glucksmann: Laudatio; IV. Vaclav Havel 'Slovo o slovu - Ein Wort über das Wort' (weil Havel die Ausreise nicht gestattet wurde, vorgetragen von Maximilian Schell). - Mit einer Bibliographie der Werke des Friedenspreisträgers in deutschsprachiger Übersetzung und einer Lebenschronologie. - Vorabdruck im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Frankfurter Ausgabe, vom 17.10.1989 (Heft 83). - Gestaltung: Wolfgang Sprang, Frankfurt am Main; Umschlag unter Verwendung eines Porträtfotos von Milo Fikejs.
88 Ss. 8°. Illustr. EnglBr.
[SW: Tschechische Literatur 20. Jahrhundert Bibliographie]
Havel, Vaclav: 50 Jahre Rowohlt Rotations Romane: Von welcher Zukunft ich träume. Aus dem Tschechischen von Joachim Bruss. Rowohlt Verlag Sonderausgabe 1996 Reinbek bei Hamburg ISBN: 3499220660
121S. 12°
Taschenbuch Miniaturtaschenbuch. Einband leicht berieben, Papier allg. nachgedunklt, ansonsten sehr guter Zustand. Vaclav Havel (* 5. Oktober 1936 in Prag) ist ein tschechischer Schriftsteller und Politiker, der während der kommunistischen Herrschaft einer der führenden Regimekritiker der Tschechoslowakei war. Nach der Samtenen Revolution, an der er wesentlich beteiligt war, war er von 1989 bis 1992 Präsident der Tschechoslowakei. Von 1993 bis 2003 war er Präsident der Tschechischen Republik. Er ist Ehrenmitglied im Club of Rome. Havel entstammt einer einflussreichen Prager Großbürgerfamilie. Sein Vater, der ebenfalls Vaclav hieß, ließ u.a. den berühmten Lucerna-Vergnügungskomplex in der Nähe des Prager Wenzelsplatzes, sein Onkel die Prager Filmstudios Barrandov erbauen. Mit Beginn der kommunistischen Regierung im Februar 1948 wurde die Familie enteignet. Der junge Vaclav durfte nach Beendigung der Schulpflicht 1951 keine weiterführende Schule besuchen. Er arbeitete als Assistent in einem Chemielabor und schloss seine sekundäre Ausbildung in einer Abendschule ab. Nebenbei arbeitete er als Taxifahrer, um sich die Abendschule zu finanzieren. Aus politischen Gründen an keiner geisteswissenschaftlichen Fakultät zugelassen, begann er 1954 ein Wirtschaftsstudium, das er aber nach zwei Jahren abbrach. Nach zwei Jahren Militärdienst wurde er Bühnentechniker in zwei kleinen Prager Theatern, dem Divadlo ABC und dem Divadlo na zabradli (Theater am Geländer). In letzterem wurden auch seine ersten Stücke wie etwa Das Gartenfest aufgeführt. Seit seinem 20. Lebensjahr schrieb Havel Artikel für Literatur- und Theaterzeitschriften. Seine in der Tradition des absurden Theaters stehenden Stücke und seine Artikel prägten die Atmosphäre, die 1968 zum Prager Frühling führte, entscheidend mit. Berühmte Theaterstücke Havels aus dieser Zeit sind etwa Das Memorandum (1965) oder Erschwerte Möglichkeit der Konzentration (1968), das aus der Abschlussarbeit seines Fernstudiums an der Theaterfakultät in den Jahren 1962-1966 hervorgegangen war. 1967 auf dem IV. Schriftstellerkongress in Prag erregt Havel erstmals politisch Aufsehen, als er die Zensur und die Absurdität des Machtapparates der kommunistischen Partei öffentlich kritisierte. In der Zeit der sogenannten "Normalisierung" nach der Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Truppen des Warschauer Pakts trat Havel immer wieder öffentlich gegen das Regime unter Präsident Gustav Husak auf und war 1977 einer der drei Hauptinitiatoren der Charta 77. In dieser Zeit wurde Havel dreimal verhaftet und verbrachte insgesamt etwa fünf Jahre im Gefängnis. Literarisches Zeugnis dieser Zeit sind die Briefe an Olga, also an seine Frau Olga plichalova, die er 1956 kennengelernt und 1964 geheiratet hatte und die bis zu ihrem Tod 1996 seine Gefährtin war. Havels Gefängnisstrafen wurden erst 1983 nach internationalen Protesten ausgesetzt, als Havel erkrankte und daraufhin in ein öffentliches Krankenhaus entlassen wurde. Nach 1968 hatte Havel in der Tschechoslowakei Aufführungs- und Publikationsverbot. Seine Werke wurden in dieser Zeit aber fast vollständig im Rowohlt-Verlag in Deutschland publiziert. Am 15. Januar 1989, dem 20. Jahrestag der Selbstverbrennung von Jan Palach, wollte Havel an einer Gedenkveranstaltung teilnehmen, wurde verhaftet und am 21. Februar wegen "Rowdytums" als Wiederholungstäter zu 9 Monaten verschärfter Haft verurteilt. Als er dann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main entgegennehmen sollte, durfte er nicht ausreisen. Der Schauspieler Maximilian Schell verlas seine vorbereitete Rede. Havel war eine der zentralen Figuren in der zunächst hauptsächlich von Studenten und Künstlern getragenen Samtenen Revolution. Schon zuvor hatte er in den 1980er Jahren, als das politische Klima etwas liberaler wurde, die Petition "Einige Sätze" (Několik vět) mitinitiiert. Nun wurde er zum führenden Vertreter des während der Revolution (am 19. November 1989) gegründeten Bürgerforums Občanske forum (OF). Der Umbruch war praktisch besiegelt, als Havel als Kandidat des Bürgerforums am 29. Dezember 1989 von den - bis dahin kommunistischen - Vertretern der Föderalversammlung zum Präsidenten der Tschechoslowakei gewählt wurde. In dieser Funktion führte er das Land am 5. Juli 1990 zu freien Wahlen. Das neue Parlament bestätigte ihn als Präsident. In den nächsten Präsidentenwahlen am 3. Juli 1992 bekam Havel von den Abgeordneten nicht mehr genügend Stimmen und trat zurück, obwohl er nach damaliger Verfassung das Amt noch drei Monate nach dem Ende seiner Amtszeit hätte ausüben können. Der Grund dafür war vor allem, dass er sich für eine Beibehaltung des gemeinsamen Staates und gegen Nationalismus ausgesprochen hatte (es fehlten ihm vor allem Stimmen der slowakischen Abgeordneten). Nach der Trennung von Tschechischer und Slowakischer Republik im Januar 1993 wurde Havel am 26. Januar 1993 mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Tschechischen Republik gewählt. Am 20. Januar 1998 wurde er in seinem Amt bestätigt; seine zweite Amtszeit endete am 2. Februar 2003. 1997 heiratete er die Schauspielerin Dagmar Ve krnova. Bestimmendes Thema in Havels dramatischem wie essayistischem Werk ist die Entfremdung des heutigen Menschen von der sogenannten Lebenswelt. Diese wurde dadurch hervorgerufen, dass in der aufgeklärten Gesellschaft die Wissenschaft die Position der obersten Instanz, die zuvor dem unbekannten Höheren (Gott o.ä.) vorbehalten war, eingenommen hat. Diese Entfremdung sieht Havel als Ursache der Probleme der heutigen Menschheit, sowohl der Umweltzerstörung, die durch die von der Wissenschaft ermöglichte Technisierung der Ökonomie hervorgerufen wurde, also auch der ehemaligen kommunistischen Diktaturen, denen die Vorstellung einer wissenschaftlich organisierten Gesellschaft (wissenschaftlicher Sozialismus) zugrunde liegt. Das Leben in den kommunistischen Diktaturen sah Havel als Extremform der Entfremdung an. Davon zeugt seiner Meinung nach deren auf Lügen aufgebaute Gesellschaft, in denen Worte ihren Sinn verlieren (so etwa das im Ostblock inflationär gebrauchte Wort Frieden, das hier eigentlich nur die Bewahrung des Status quo und somit die Aufrechterhaltung des Regimes bedeutete). In seinen Theaterstücken zeigt Havel die Absurdität dieser Situation. In seinen Essays ist durchgängig das Thema der Entfremdung in der von der Wissenschaft beherrschten Welt zu erkennen. Beeinflusst wurde Havel in dieser Vorstellung dem eigenen Bekunden nach von dem tschechischen Philosophen Vaclav Bělohradsky.
[SW: Jubiläumsausgaben | Miniaturtaschenbücher | Tschechische Literatur | Essays]
Signierte Ausgabe - Vaclav Havel - Havel, Vaclav. Angst vor der Freiheit. Reden des Staatspräsidenten. Herausgegeben von Ingke Brodersen. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Verlag, 1991. ; sig.; 1. Ed. ISBN: 3499130181
auf dem Vorsatz Signatur von Vaclav Havel in grün sowie ein kleines rotes Herz. Aus dem Tschechischen von Joachim Bruss und Gudrun Heißig. Vaclav Havel (* 5. Oktober 1936 in Prag - + 18. Dezember 2011 in Okres Trutnov) war ein tschechischer Schriftsteller und Politiker, der während der Herrschaft der kommunistischen Partei einer der führenden Regimekritiker der Tschechoslowakei war. Nach der Samtenen Revolution, an der er wesentlich beteiligt war, war er von 1989 bis 1992 Präsident der Tschechoslowakei sowie von 1993 bis 2003 Präsident der Tschechischen Republik. Er war Ehrenmitglied im Club of Rome. Am 15. Oktober 1989 erhielt Havel in Abwesenheit den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Eine Teilnahme an der Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche war für ihn nicht möglich, da ihm die Ausreise verwehrt wurde. Bitte warten Sie nach Ihrer Bestellung unsere Vorausrechnung per E-Mail ab, oder bestellen Sie mit Ihrer Kreditkarte bzw. per Paypal an info@signiertebuecher.de.
1. Auflage dieser Ausgabe 190 (1) Seiten 8°, Taschenbuch
[SW: < signiert> < signed> < Havel, Vaclav> < Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels> < signierte Erstausgaben>]



