Tieck Phantasus

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Frank Jakobs: Ludwig Tiecks "Liebeszauber" als Wendepunkt seines poetischen Schaffens, GRIN Verlag, Januar 2008, Dieses Buch wird extra für Sie gedruckt, da es vergriffen ist! Die Lieferzeit beträgt ca. 10-14 Tage. ISBN: 3638906329
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Veranstaltung: Ludwig Tieck: Von der Romantik zum Realismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits in der Zeit um 1800 hatte Tieck schon den Plan für den Phantasus, einer Sammlung von Märchen, Novellen und Schauspielen, der erst zwölf Jahre später in zwei Abteilungen erscheint. Es ist eine Erinnerung, eine Huldigung an die Zeit im Hause Schlegels, eine der produktivsten in der deutschen Literaturgeschichte. Im Phantasus erscheinen viele alte Werke Tiecks, die bereits in der Sammlung Volksmährchen herausgegeben von Peter Leberecht auftauchen , aber auch neue Erzählungen nimmt er in den Phantasus auf. So sind die Märchen Elfen, Pokal und Liebeszauber eigens für diese Sammlung geschrieben und in einem Brief an seinen Bruder Friedrich schreibt Ludwig Tieck: Liebeszauber, Pokal und Elfen sind in meiner neuen Manier, ich bin selbst damit zufrieden, am meisten mit dem ersten, in diesem und Pokal dünkt mich viel in unsrer Sprache geleistet. Und tatsächlich ist Liebeszauber eines der grellsten und spektakulärsten Märchen des Tieckschen Erzählwerks. Mit diesem Werk beschreitet Tieck neue Wege in der Märchenerzählung der damaligen Zeit. Zum einen verlegt er die Szenerie von der Natur in die Stadt. Pokal und Liebeszauber werden als die ersten Stadtmärchen der deutschen Literatur bezeichnet. Die Stadtmärchen E. T. A. Hoffmanns und E.A. Poes sind die Erben jener Ludwig Tiecks. Zum anderen verlagert Tieck mit Liebszauber die Gattungsgrenzen. Das Märchenhafte wird zum Novellesken. Der Wendepunkt in der Geschichte teilt nicht nur die Handlung in zwei Hälften sondern spaltet auch ihre Akteure in ihrer Identität und die Bühne auf der sich alles abspielt. Letztendlich ist es sogar der Wendepunkt des Schaffens Ludwig Tiecks, der mit dem Phantasus auf dem Glanzpunkt seiner poetischen Laufbahn angelangt, zurückblickt und mit Liebeszauber seine neue Manier ankündigt.

NEUBUCH! 210x148x2 mm Einband:Kartoniert/Broschiert

Details

Tieck, Ludwig Hg.: Phantasus. Eine Sammlung von Mährchen, Erzählungen, Schauspielen und Novellen. Erster - dritter Band. Berlin, Realschulbuchhandlung, 1812 - 1816.
EA. WG II 34. - Auf RSchildchen wurde "Dieck" statt Tieck gedruckt. Ebe. etw. berieben, Buchhändlermarke a. V., priv. Widm. a. V., stärker stockfleckig, rückw. V. m. hds. Inhaltsverzeichnis (Bd. 2 und 3), Gbrsp. Gutes Expl. - Tieck, (1773 - 1853), schloß auf dem Friedrich-Werderschen Gymnasium Freundschaft mit Wilhelm Heinrich Wackenroder. Hier bereits zeigte sich seine Begeisterung für Shakespeare und das Theater: entstanden 1790/91 erste Entwürfe für seine Erzählung Abdallah (1795) und das Schauspiel Alla-Moddin (1798), begann er, an Trivialromanen seines Deutschlehrers Friedrich Eberhard Rambach mitzuarbeiten. 1792 nahm er in Halle das Studium auf, schrieb sich für Theologie ein, besuchte vor allem aber die Vorlesungen des Altphilologen Friedrich August Wolf. Nach dem ersten Semester wechselte er nach Göttingen, 1793 nach Erlangen. Ausgedehnte Wanderungen mit Wackenroder schlugen sich in dessen Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders nieder, die T., versehen mit einer Vorrede und drei kleineren Beiträgen, 1796 herausgab. Von Göttingen aus kam T. mit dem Berliner Verleger Friedrich Nicolai in Kontakt, der ihm die Fortführung der Straußenfedern übertrug, einer Sammlung satirisch-moralischer Erzählungen und Anekdoten, teils von Originaltexten, teils von Bearbeitungen aus dem Französischen. 1795 erschien der erste Teil seines Initiationsromans Geschichte des Herrn William Lovell, 1798 sein Romanfragment Franz Sternbalds Wanderungen, dessen poetisches Konzept eine romantische Abwendung von der Aufklärungspoetologie bedeutet. Früh setzte sich T. für ein Volkspoesiekonzept ein, von dem er sich entscheidende Impulse erhoffte. Neben Bearbeitungen tradierter Stoffe (u.a. Der Gestiefelte Kater, 1797; Ritter Blaubart, 1796; Wundersame Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter aus der Provence, 1796), die T. 1797 in der Sammlung Volksmährchen herausgab, entstanden in lockerer Folge die romantischen Kunstmärchen und Erzählungen, die T.s Ruhm bis heute begründen: Der blonde Eckbert (1796), Der getreue Eckart und der Tannenhäuser (1799), Der Runenberg (1802) und das historische Schauspiel Verkehrte Welt (1798). Nach seiner Rückkehr nach Berlin 1794 knüpfte T. ein enges Netz zu den Hauptvertretern der Romantik, darunter Novalis, Fouque, Brentano, Jean Paul, Schelling und die Familie Schlegel. Auch Goethe und Schiller gehörten zu seinem Bekanntenkreis. In seiner Dresdner und Berliner Zeit führte T. einen Salon, wo er alte und neue Literatur vortrug. Er förderte junge Talente (u.a. Karl Leberecht Immermann), war jedoch ein scharfer Gegner der Jungdeutschen. Reisen führten ihn u.a. nach Frankreich, Italien und England. Während er sich in seiner ersten Schaffenszeit aller drei Großformen Lyrik, Epik, Dramatik gleichermaßen bedient hat, in seiner mittleren Schaffensphase eher auf die Bilanzierung des bis dahin Geleisteten konzentrierte (Phantasus, 1810-18) und sich -- gestützt auf seiner Tochter Dorothea T. -- als Übersetzer (Schlegel-Tiecksche Shakespeare-Übersetzungen), Herausgeber (u.a. der Werke von Novalis und Heinrich von Kleist) sowie als Kritiker profilierte, ist sein Spätwerk, das zwischen 1819 und 1841 in Dresden entstand, von erzählenden Schriften, Novellen und Romanen dominiert. Zu den bekanntesten Texten dieser Phase zählen Der Aufruhr in den Cevennen (1826), Dichterleben (1826-31), Der fünfzehnte November (1827), Das alte Buch und die Reise in's Blaue hinein (1833), Des Lebens Überfluß (1839) und Vittoria Accorombona (1840/41). 1841 berief ihn der preuß. König Friedrich Wilhelm IV. nach Potsdam und Berlin, wo er bis zu seinem Tod als Hofrat und Schauspielberater lebte. (DBE) - Hier der Phantasus.

3 Bde. 2 n.n. + 516, 555 + 1, 524 S. Priv. Hld. der Zeit.

[SW: Alte Literatur]

Details

TIECK, LUDWIG. Phantasus. Eine Sammlung von Mährchen, Erzählungen und Schauspielen. Zweite Ausgabe. 2 Teile in 3 Bänden, die in 1 Band gebunden sind. Berlin, G. Reimer, 1844 - 1845. ; fester Einband / hard cover
Zweite Einzelausgabe, nach der 2-bändigen "Schriften"-Fassung (1828) auf Wunsch Tiecks wieder dreibändig wie die Erstausgabe (1812-1816).- Der "Phantasus" ist nicht nur Ludwig Tiecks Hauptwerk, sondern auch "eines der Hauptwerke der Frühromantik" (M. Frank) überhaupt. "Wie kein anderes Werk spiegelt er die 'freie Geselligkeit' des Freundeskreises im Haus der Brüder Schlegel (in Jena) und bietet eine Summe nicht nur der Dichtungen und Dichtarten, die die Literaturwissenschaft einmal unter dem Titel der "Frühromantik" versammeln wird, sondern auch der Lebensformen, Ansichten, Sehnsüchte, kritische Reflexionen und Bildungshorizonte, die das Gesicht dieser Zeit und dieses Zirkels geprägt haben" (M. Frank). Der "Phantasus" umfaßt eine Sammlung von Jugendwerken sowie von Dichtungen Tiecks, die während der Jahre in Jena (und Ziebingen) entstanden sind. Eingefaßt sind diese Märchen, Erzählungen, Gedichte und dramatischen Spiele durch "kritische Unterhaltungen verschiedener Vorleser" (Köpke), die sich zu einem "kleinen Roman ... durch Liebe, Entführung, Zwist und Verlegenheit mancher Art (entwickeln), und mit endlicher Versöhnung und Vermählung verschiedener Anwesenden schließen. Sieben poetische Vorleser sollen siebenmal ein Drama oder eine Geschichte vortragen" (Tieck). Das sind in dieser Ausgabe: I. Das einleitende Gedicht "Phantasus", "Der blonde Eckbert", "Der getreue Eckart und der Tannhäuser. In zwei Abschnitten", "Der Runenberg", "Liebeszauber" und "Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen von Provence". II. "Die Elfen", "Der Pokal", "Leben und Tod des kleinen Rothkäppchens. Eine Tragödie", "Der Blaubart. Ein Mährchen in fünf Akten" und "Der gestiefelte Kater. Ein Kindermährchen in drei Akten, mit Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge". III. "Die verkehrte Welt. Ein historisches Schauspiel in fünf Aufzügen" und "Leben und Thaten des kleinen Thomas, genannt Däumchen. Ein Mährchen in drei Akten".- Der "Phantasus" ist 1812 - 1816 in drei Bänden erschienen. Für seine Aufnahme in Tiecks "Schriften" (Band 4-5) im Jahre 1828 hat der Autor den "Phantasus" "selbst wieder umgearbeitet. ... Aus den ursprünglich drei Bänden wurde zwei: Das 'Rotkäppchen' sowie der gesamte 'Fortunat" fehlen in der Zweitfassung des 'Phantasus'. Ein Teil der kritischen Gespräche aus dem 'Fortunat'-Band (= Band 3 der "Schriften"), z.B. die große dramaturgische 'Abhandlung' über ... die 'sinkende Schauspielkunst' ..., wird in den zweiten 'Phantasus'-Band' übernommen und zu größeren kritischen Einheiten verbunden. ... Um den (wegen des Fehlens von "Rotkäppchen" und "Fortunat") fragmentarischen Charakter des 'Phantasus' minder schmerzlich erscheinen zu lassen, hat Tieck den zweiten Teil der 'Schriften'-Fassung mit jener Szene ausklingen lassen, die im Erstdruck zwischen den ersten und zweiten Teil der Vorlesung des 'Fortunat' eingeschaltet war, nämlich der romantischen Vereinigung der Liebenden (Adelheid und Friedrich), mit welcher die Handlung der Rahmennovelle gewiß noch nicht abgeschlossen, doch aber vorläufig zu einem Höhepunkt, wenn nicht zum Ziel gelangt ist. ... Die (hier vorliegende) 1844/45 erschienene Neuauflage des 'Phantasus' entspricht dem Text der 'Schriften'-Fassung, die dem Druck als Satzvorlage diente, mit der einzigen Ausnahme der Wiederaufnahme des 'Rotkäppchens' an den Beginn des zweiten Teile, freilich nicht im Wortlaut des 'Phantasus'-Erstdruckes, sondern des 2. Bandes der 'Schriften" (M. Frank). "Der "Fortunat" ist auch in diese "Zweite Ausgabe" des "Phantasus" nicht aufgenommen worden.- Goed. VI,39,72; M. Frank (Kommentar in Band 6 von Tiecks Schriften. Frankfurt/M, Klassiker Verlag, 1985), S. 1147 ff.- Mit dem handschriftlichen Besitzvermerk des Dichters Emanuel Geibel (1815 - 1884) und dem Exlibris seines Schwiegersohnes Emil Ferdinand Fehling (1847 - 1927), dem "letzten hanseatischen Staatsmann von überörtlicher Bedeutung, den Lübeck hervorgebracht hat" (NDB).

Titel, 401, (1) S.; Titel, 436 S.; Titel, 374 S. Hlnbd der Zeit mit schlichter Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückentitel (Rücken an Kopf und Fuß mit kleinen Einrissen, die am Kopf unterlegt sind, am Kopf seitlich kleine Läsur, Ecken und Kanten etwas berieben, letztere auch vereinzelt bestoßen, Exlibris und handschriftlicher Besitzvermerk auf dem Vorsatz, Stempel auf Titelrückseite überklebt, aber noch schwach nach verso durchscheinend, stellenweise etwas, sonst kaum braunfleckig).

[SW: Literatur, Klassik und Romantik]

Details

Tieck, Ludwig: Phantasus. - Leipzig; etc.: Edda 1927,

Frontispiz, xliv, 315 (1) Seiten, 3 zwischengeschaltete farbige Tafeln, OHPgt. mit Rückenvergoldung und türkisfarbenem Titelschild, Deckelillustration in schwarz, silber und rot, farbiger Kopfschnitt, 16,5 cm. (= Die blaue Blume Bd. 21). - 1.-3. Tsd. der von Warneck für die "Romantische Gemeinde" herausgegebenen Ausgabe. Enthält in der vorangestellten Einleitung ein Vorwort des Herausgebers, sowie Aufsätze "Über Tiecks Leben und Schaffen", "Über die Phantasus-Geschichten", "Zugrunde gelegte Ur-Ausgaben", "Rudolf Köpke über Tieck", "Tieck über den Begriff des "Romantischen". - Einband gering bestoßen, Schnitt, sowie Vorsätze und Nachbarseiten etwas fleckig, vorderer Vorsatz mit Namenszug von alter Hand, sonst und insgesamt sehr attraktives Exemplar auf gutem Papier.

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