Thiers Revolution
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Thiers, M. A.: De la propriete. Edition Augmentee. Des discours sur le droit au travail et sur le credit foncier. Bruxelles, Meline, Cans et Compagnie, 1848.
Guter Zustand. Buchrücken verblasst. Besitzerstempel. - Louis Adolphe Thiers (* 16. April 1797 in Marseille; 3. September 1877 in Saint-Germain-en-Laye) war ein französischer Politiker und Historiker. Leben: Thiers lebte ab 1821 in Paris und schloss sich dort liberalen politischen Kreisen an. Talleyrand wurde sein Förderer. Schnell stieg Thiers zum wichtigsten Journalisten des "Constitutionnel" auf, des wichtigsten Blattes der liberalen Bewegung. Später wurde er Mitbegründer der radikalerern liberalen Zeitung Le National, die eine konstitutionelle Monarchie forderte und damit zum Sprachrohr der Julirevolution 1830 wurde. Mit der Veröffentlichung von Thiers' Geschichte der französischen Staatsumwälzung (Histoire de la Revolution francaise) (1823 bis 1827) begann allgemein eine neue, positivere Sichtweise der französischen Revolution; Thiers war vor allem ein Bewunderer Napoleons. 1830 war Thiers der entscheidende Fürsprecher der Herrschaftsübernahme durch den "Bürgerkönig" Louis Philippe. Bei der auf die Revolution folgenden Wahl wurde Thiers zum Abgeordneten gewählt und in den Staatsrat entsandt. In den Jahren 1832 bis 1836 bekleidete Thiers nacheinander mehrere Ministerämter. 1836 und 1840 wurde er jeweils für kurze Zeit zum Ministerpräsidenten gewählt. Die innenpolitische Krise suchte er durch außenpolitische Erfolge zu überspielen. In der Orientkrise unterstützte Frankreich unter Thiers die ägyptischen Separationsbestrebungen, musste jedoch wegen der entschiedenen Haltung der verbündeten Großmächte Großbritannien, Russland, Preußen und Österreich einlenken. Von diesem Misserfolg sollte mit der Rheinkrise abgelenkt werden, die durch französische Forderungen nach dem Rhein als französischer Ostgrenze ausgelöst wurde. Die Ausweitung des französischen Einflusses bis an den Rhein sowie im Mittelmeer waren Thiers' zentrale politische Forderungen. Nicht zuletzt dadurch geriet er in Konflikt mit dem König und mit großbürgerlichen Kreisen, worauf er im Oktober 1840 - nach den Misserfolgen in der Orientkrise und der Rheinkrise [1] - zurücktreten musste und ins oppositionelle Lager wechselte. Allerdings wandte sich Thiers noch stärker gegen die radikale republikanische Linke als gegen Louis Philippe und Ministerpräsident Francois Guizot. Nach dem Sturz Ludwig Philipps 1848 verfolgte Thiers eine konservative Politik und bekämpfte die politische Linke. Unter anderem war er maßgeblich für die Katholisierung des Bildungswesens verantwortlich. Thiers hielt zwar Napoleon Bonaparte für einen großen Mann, weigerte sich jedoch, dessen Neffen Napoleon III. bei seinem Staatsstreich zu unterstützen. Dafür wurde er 1851 verhaftet und ins Exil getrieben. Von seiner Rückkehr ins Parlament 1863 an avancierte Thiers zur Leitfigur der liberalen Opposition gegen Napoleon III. Vor dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 gehörte er zu den entschiedensten Kriegsgegnern. Am 17. Februar wurde Thiers zum "Chef der Exekutive" gewählt. Vor allem sollte er Friedensverhandlungen mit Otto von Bismarck führten. Im Mai 1871 wurde unter seinem Befehl der Aufstand der Pariser Kommune mit größter Brutalität niedergeschlagen, die die Brutalität, mit welcher die Kommune gegen inneren Widerstand vorging, bei weitem übertraf.[2] Thiers wurde wegen seiner Haltung während der Belagerung von Paris durch die preußische Armee vor allem von republikanischer Seite vorgeworfen, die Sache Frankreichs zu verraten. So versuchten Regierungstruppen auf seinen Befehl hin, die noch verteidigungsbereite Nationalgarde zu schwächen, die Thiers zunehmend als Bedrohung seiner eigenen Machtposition empfand, da sie sich nicht mit der liberal-konservativen "Partei der Ordnung" verbündete, sondern die sozialrevolutionären Ideen der demokratisch gewählten Pariser Kommune mittrug. Karl Marx kritisierte Thiers in extremster Weise als prinzipien- und skrupellosen Opportunisten, der nur auf den eigenen Vorteil bedacht war. In seiner Adresse der 1. Internationale zum "Französischen Bürgerkrieg" schrieb er: "Thiers war konsequent nur in seiner Gier nach Reichtum und in seinem Hass gegen die Leute, die ihn hervorbringen. Er trat in sein erstes Ministerium unter Louis-Philippe arm wie Hob [Hiob]; er verließ es als Millionär."[3] Am 31. August 1871 wurde Thiers der erste Staatspräsident der Dritten Republik und behielt sein Amt bis 1873. Da die Royalisten in der Nationalversammlung die Mehrheit stellten und er eine konstitutionelle Monarchie befürwortete, musste er am 23. Mai 1873 zurücktreten. Als 1877 die Regierung seines Nachfolgers Patrice de Mac-Mahon zerbrach, galt Thiers erneut als aussichtsreichster Kandidat für das Präsidentenamt. Er starb jedoch während des Wahlkampfs im Alter von 80 Jahren am 3. September 1877 in Saint-Germain-en-Laye und wurde in einer Grabkapelle auf dem Friedhof Pere-Lachaise in Paris beigesetzt. Aus wikipedia-orgAdolphe_Thiers
385 Seiten. Originalleinen mit Farbschnitt.
[SW: Ludwig Klages, Ökonomie, Soziologie, Wirtschaft, Philosophiegeschichte, Wesenslehre, Mythen, Religionsphilosophie, Anthropologie, Politische Philosophie, Geschichtsphilosophie, Kulturgeschichte, Erkenntnistheorie, Philosophiegeschichte, Antike, Philosophie, Philosophen, Logik, Ethik, Gottesbeweise, Livre est ecrit en francais.]
Thiers, M. A(dolphe): Histoire de la Revolution Francaise. Par M. Adolphe Thiers, Paris, Furne, Jouvet et Cie 1870-1872.
Leder etwas beschabt. Einbände stärker berieben, Ecken etwas bestoßen. Papier stellenweise etwas fleckig. Mit Inventarnummer in Blei auf dem vorderen Vorsatz. Bd. 1: Eine Tafel ist lose. Bd. 10: Seiten 307-318 lose. Sonst guter Zustand. -
1. bis 10. Band (10 Bände), treizieme edition, [XIII, 391], [467], [389], [403], [411], [395], [391], [437], [427], [540] Seiten, jeder Band mit Fronzispiz und einigen Kupferstich-Tafeln, 8° (22 x 14,5 cm), goldgeprägte Halbledereinbände der Zeit.
[SW: Thiers, M. A(dolphe): Histoire de la Revolution Francaise, Geschichte, Französische Revolution, Neuere neueste Geschichte]
Thiers, M. A(dolphe): Histoire de la Revolution Francaise, par M. A. Thiers, Paris, Furne 1846-1853.
Leder etwas beschabt. Ex Libris auf dem Vorsatz: Alfred Reumont. Mit Inventarnummer auf dem vorderen Vorsatz, Stempel auf dem Titelblatt sowie Rückensignatur. Sonst guter Zustand. -
1. bis 8 Band (8 Bände), quatorzieme & seixieme edition, [XVI, 343], [415], [418], [442], [429], [412], [526], [541] Seiten, Kl. 8° (18,5 x 13 cm), Halbledereinbände.
[SW: Thiers, M. A(dolphe): Histoire de la Revolution Francaise, Geschichte, Französische Revolution]
THIERS, Louis Adolphe (1797-1877). Histoire de la Revolution francaise, accompagnee d'une histoire de la Revolution de 1355, ou des Etats-Generaux sous le roi Jean. Par L. A. Thiers [et Felix Bodin (auf Titeln der ersten zwei Bde.)]. Paris, Lecointe et Durey, 1823-27.
Erstausgabe. Schönes Exemplar dieses klassischen Werks der französischen Geschichtsschreibung. Der Publizist Felix Bodin (1795-1837) vermittelte Thiers Manuskript an seinen Verleger und liess seinen Namen in den ersten beiden Bänden neben dem von Thiers eindrucken, in der (erfüllten) Hoffnung, damit dem Geschichtswerk des nahezu unbekannten Historikers die gebührende Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen. - In Bd. VIII im Aussenrand weniger Blätter stellenweise Tintenflecke. Bibliotheksschild der Büchersammlung von Albert Kasimir Herzog von Sachsen-Teschen (1738-1822), Gründer und Namensgeber der Albertina in Wien und mit Exlibris Franz Pollack-Parnau (1903-2002). Vicaire VII, 821; Graesse VI, 135. Rare first edition. The History of the French Revoulion illustrating Thier's moderate liberal views was fundamental in the process of the idealization of the French Revolution. The publicist Felix Bodin assigned Thier's manuscript to his publisher and had his own name printed together with Thier's in the title of the first two volumes with the purpose to grab more attention for the hardly known historian.- Vol. VII with ink stains on edges affecting outer edges of p. 53 to p. 144. - Else a well-preserved copy from the library of Archduke Carl Ludwig of Austria, with his gilt monogram CL on upper spine and label on first endpaper of the library of Albrecht von Sachsen-Teschen. - Contemporary calf, spines elaborately gilt (backs of last two vols. slightly faded).
10 Bde. 8vo (205 x 133 mm). Mit 1 Faltkarte (Theatre de la guerre) in Bd. VIII. Halbkalbslederbände d. Z., mit Rückenvergoldung, goldgeprägtem Rückentitel und Monogramm CL am Kopf (Ecken etwas bestossen, Rücken blass).
[SW: Geschichte / History Frankreich / France]



