Stern
Es wurden insgesamt 37962 Einträge zu 'Stern' gefunden (Stand: 14.05.2012).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Stern' an.
Luitpold, Josef (d.i. Josef Luitpold Stern): Die neue Stadt. Ein Hymnus. Schrift und Holzschnitte von Otto Rudolf Schatz, Büchergilde Gutenberg Erste Auflage 1927 Berlin
ohne SeitenzählungS. 2° (Folio) 42,6cm x 32,2cm
Pappe Josef Luitpold Stern (* 18. April 1886 in Wien; 13. September 1966 ebenda), Pseudonym Josef Luitpold, war ein österreichischer Dichter und Bildungsfunktionär der Arbeiterbewegung. Stern stammte aus assimiliert jüdischer Familie und wuchs von Kindheit auf im sozialdemokratischen Milieu heran. Sein Vater war Verwalter der Arbeiter-Zeitung und Josef gehörte bereits als Schüler zu den aktiven Mitgliedern einschlägiger Organisationen. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Stern ab 1909 als Redakteur der Zeitschrift "Kunstwart" in Dresden, später machte ihn Robert Danneberg zum Leiter der Abteilung Büchereien in der sozialdemokratischen Bildungszentrale in Wien. Stern arbeitete auch in der Arbeiter-Zeitung mit, war Redakteur des "Strom" und Leiter der "Volksbühne". Als Soldat im Ersten Weltkrieg schrieb Stern Antikriegsgedichte Nach 1918 wurde er Leiter der sozialdemokratischen Bildungszentrale, war Mitbegründer der "Büchergilde Gutenberg" und fungierte als "Hausdichter" der Sozialdemokratie. So verfasste er zahlreiche Gedichte, die bei festlichen Veranstaltungen vorgetragen wurden. Nach dem Scheitern des Februaraufstandes floh Stern im April 1934 in die Tschechoslowakei, dann weiter über Frankreich, (wo er interniert wurde) und Spanien in die USA. Dort wirkte er als Lehrer und Fürsorger in einem Slum in Philadelphia. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stern im Bildungswesen der österreichischen Gewerkschaften tätig. Josef Luitpold Stern wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab am Grinzinger Friedhof bestattet. Der ÖGB stiftete zu seinem Gedenken den Josef-Luitpold-Stern-Preis, der seit 1968 an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich besondere Verdienste um die Volksbildung, die Arbeiterbildung oder um die Arbeiterdichtung erworben haben. Die Wohnhausanlage in der Billrothstraße 1 in Döbling wurde ihm zu Ehren Luitpold-Stern-Hof benannt. Seit 1989 trägt auch die Luitpold-Stern-Gasse in der Donaustadt seinen Namen. Werke (Auswahl) Soziale Balladen,(1911) Die neue Stadt (1926)1926 Herakles unter den Arbeitern, 1932 Das Buch Prometheus, 1937 Herz im Eisen, 1937 Das Sternbild. Gesammelte Werke in fünf Bänden, 1963-65. Otto Rudolf Schatz (* 18. Jänner 1900 in Wien; 26. April 1961 ebenda) war ein österreichischer Maler und Grafiker. Der Sohn einer Beamtenfamilie absolvierte die Wiener Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad und Anton von Kenner. Mit 22 Jahren trat der auf der politischen Linken engagierte Künstler bereits als Buchillustrator für Arthur Roessler hervor, später auch für Josef Luitpold Stern (Der entwurzelte Baum, Die neue Stadt, Die Rückkehr des Prometheus). Schatz illustrierte in der Zwischenkriegszeit vor allem Literatur aus dem Strom-Verlag (u. a. Stefan Zweig, Jack London, daneben auch Upton Sinclairs "Co-op" und Peter Roseggers "Jakob der Letzte"). 1925 erhielt Schatz den Großen Staatspreis, 1928-38 war er Mitglied des Hagenbundes. Während des Zweiten Weltkrieges lebte Schatz in Brünn, Prag und, da er durch seine Heirat als "jüdisch versippt" galt, in einem Zwangsarbeitslager (Gräditz) interniert. Schatz wurde nach seiner Rückkehr durch Kulturstadtrat Viktor Matejka gefördert. Sein erster Preis für die Ausgestaltung des Wiener Westbahnhofs blieb unrealisiert. Schatz hat hauptsächlich als Holzschneider gearbeitet - mehr als 1500 Motive sind überliefert. Im Handel tauchen auch Ölbilder und vereinzelt Erotica auf. Als Sammler und Propagator des Künstlers ist nach dessen Tod Wilfried Daim aufgetreten. Daim hat auch die 1926-1929 geschaffenen Holzdrucke zu Ernst Preczangs Gedicht "Stimme der Arbeit" rekonstruiert und das Buch 1999 als Faksimile ediert Das schönste und beeindruckendste Buch der Büchergilde aus der Zeit von 1924-1933. Pappband mit 38 nicht numerierten, unbeschnittenen Büttenkartonblättern. Elf Original-Holzschnitte von Otto Rudolf Schatz. Dieser Psalm wurde von Josef Luitpold geschrieben, von O.R. Schatz in den Jahren 1926-1927 in Holz geschnitten, von der Buchdruckwerkstätte GmbH in Berlin vom Stock gedruckt. Der Buchrücken wurde oben und unten von einem Buchbinder fachgerecht restauriert, Ex-Libris auf Innendeckel, Vorsatzpapier mit zwei durchgehenden Knicken und leicht fleckig, die Einbandecken leicht berieben (unten beide, oben eine), ansonsten befindet sich das Buch in Anbetracht des Alters und Materials in einem sehr guten Erhaltungszustand. Erste Ausgabe dieses Psalms. "Die neue Stadt" ist ein Plädoyer für bewohnbare Bauten und ein Loblied auf die Bauleute und damit ein Paradebeispiel für den gesellschaftspolitischen Anspruch der Gilde während der Weimarer Republik. Schatz hatte an den Schnitten mehr als ein Jahr gearbeitet. Eines der schönsten Gildenbücher, bis heute.
[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Buchkunst | Prachtausgaben | Originalholzschnitte | Arbeiterbewegung]
DER SPIEGEL 33/1984: die häßlichen deutschen, moskaus feindbild,
SPIEGEL Titel - Pangermanisches Fieber - bis in die DDR: Der politische Status quo in Mitteleuropa ist angefochten: Öffentlich rügt Moskaus Prawda die DDR, und zum ersten Mal in den 35 Jahren seines Bestehens beharrt der zweite deutsche Staat auf eigenen Interessen gegenüber dem Kreml. Die Sowjetpropaganda gibt Bonn die Schuld und trommelt gegen Revanchismus . * (S. 19) Deutschland 28 KOALITION - Wenn er will: Die Führungsschwäche des Kanzlers und der desolate Zustand der Liberalen verunsichern die Koalition. Genscher schürt die Unruhe - will er sein eigener Nachfolger werden? * * 29 Ich habe kein Problem mit Dr. Kohl : Kanzleramtschef Waldemar Schreckenberger über den Kanzler, die Koalition und über sich selbst Staatssekretär Waldemar Schreckenberger, Chef des Kanzleramts und Freund Helmut Kohls, hat sich in einem Gespräch mit dem Bonner Korrespondenten der Münchner Abendzeitung , Sönke Petersen, zur Kritik an seinem Amt geäußert. Die Pannenzentrale der Regierung hatte zuletzt wieder im Fall Buschhaus versagt, die Koalition mußte ihren eigenen Bundestagsbeschluß umstoßen, das neue Kohlekraftwerk nicht ohne Filter in Betrieb zu nehmen. Schreckenberger in Tonband-Auszügen: * * 30 UNION - Leere Bühne: Wieder mal Krach zwischen CDU und CSU: Die Christsozialen reklamieren den Posten eines EG-Kommissars für sich. * * 36 BUNDESWEHR - Bedingt abwehrbereit: Fazit eines vertraulichen Rüstungsberichts des Generalinspekteurs: Jahrelang haben die Militärs das Parlament über die Schwächen der Bundeswehr getäuscht. * * 39 FRIEDENSBEWEGUNG - Netz knüpfen: Westdeutsche Friedensgruppen wollen die Herbstmanöver der Nato stören. * * 42 FAMILIENPOLITIK - Drei Sternchen: Ein Zeitungsbericht über ein Pro Familia -Beratungsgespräch hat den Streit um die Abtreibung neu entfacht. * * 44 Auf Gedeih und Verderb ausgeliefert : Der Stern -Prozeß um die gefälschten Hitler-Tagebücher beginnt Die gefälschten Hitler-Tagebücher des Stern kommen nächste Woche vor Gericht: im Betrugsprozeß gegen Tagebuch-Fälscher Kujau und Stern -Reporter Heidemann. Doch es wird auch ein , Stern, -Prozeß - die Verteidiger wollen Fehler der Stern -Manager aufdecken, die dem Hitler-Schwindel Vorschub leisteten. * * 52 Es war wie eine Gruppenpsychose : Wie die Stern -Manager auf den Fund der Hitler-Tagebücher reagierten Im sächsischen Börnersdorf, wo 1945 ein Kurierflugzeug Adolf Hitlers abgestürzt war, suchten der Stern -Reporter Heidemann und der Redakteur Walde den Schlüssel zu den Hitler-Tagebüchern . Im Januar 1981 fertigte Heidemann für den verlagsinternen Gebrauch eine Präsentationsmappe über diese Fund-Geschichte (Deckname: Grünes Gewölbe ) - Beginn der Stern -Affäre um die falschen Hitler-Tagebücher. Manfred Bissinger, ehemals stellvertretender Chefredakteur des Blattes, hat jetzt über die Jahrhundertpanne ein Buch geschrieben, das demnächst im Verlag Rasch und Röhring unter dem Titel Hitlers Sternstunde erscheint. Auszüge: * * 59 ZIVILDIENST - Auf dem Jahrmarkt: Reservisten, die nachträglich den Dienst mit der Waffe verweigern, werden jetzt auch noch für fünf Monate zum Zivildienst einberufen. * * 63 POLIZEI - Nichts für Hausfrauen: Ein Frankfurter Kriminalkommissar ist wegen Strafvereitelung angeklagt worden, weil er Dealer vorübergehend als V-Leute einsetzte. * * 64 UNFÄLLE - Rasende Reporter: Deutschlands jüngste Autofahrer verursachen die meisten Unfälle und erleiden die schlimmsten Unfallfolgen. Ein Wettbewerb soll helfen, Unglück zu verhindern. * * 66 ABGEORDNETE - Eine Poesie: Warum hatte es ein Mäusebussard auf einen Christdemokraten abgesehen? * * 67 Bilder aus einer Universitätsfrauenklinik: Gerhard Mauz über einen Vergewaltigungsprozeß in West-Berlin * * Wirtschaft 31 KONJUNKTUR - Was bieten wir denn?: Die Bonner sorgen sich, daß der Aufschwung schon bald vorüber sein könnte. * * 33 AFFÄREN - Echter Krimi: Eine Ingenieurfirma, die zur Hälfte dem Berliner Senat gehört, versucht mit zweifelhaften Methoden Außenstände in Saudi-Arabien einzutreiben. * * 38 KOSMETIK - Eng und lauter: In Deutschland sind Spitzen-Kosmetika weitaus teurer als anderswo. Das soll sich jetzt ändern. * * 60 RENTEN - Waltet Vorsicht: Es ist wie zu den besten sozialliberalen Zeiten: Die Renten-Rechnungen stimmen nicht, die Konten der staatlichen Versicherer dürften bald leergeräumt sein. * * 61 FORSCHUNG - Teurer Ausflug: Weil Amerikaner und Franzosen drängen, wird sich Bonn an einer bemannten Raumstation beteiligen - gegen die Überzeugung des Bundesforschungsministers. * * 62 UNTERNEHMEN - Fehl am Platze: Bei BMW in Berlin soll die Betriebsratswahl wiederholt werden - die Werksleitung hat mißliebige Kandidaten behindert. * * 78 Miet-Aufschläge für Spitzenlagen: * * 78 Lufthansa bleibt teuer: * * 78 China hilft Hessen: * * 78 Triumph-Adler ohne Chef: * * 78 Buschhaus entzweit den DGB: * * 102 AUTO-INDUSTRIE - Einer von uns: Porsche-Rennmotoren machen in der Formel 1 Furore. Hinter dem Erfolg steckt das Geld eines 32jährigen Saudi. * * Sport 70 OLYMPIA - Das war ein Mordsspaß : SPIEGEL-Reporter Jürgen Leinemann über die Zehnkämpfer Daley Thompson und Jürgen Hingsen * * 73 LEICHTATHLETIK - Risse im Bild: Der Amerikaner Carl Lewis war der Star der olympischen Leichtathletik. Aber nach dem Sieg im Weitsprung wurde er von seinen Landsleuten ausgepfiffen. * * 76 CHINA - Pekings Hammer: Chinas Athleten übertrafen alle Erwartungen - sogar die eigenen. Zehnmal Gold und wir wären glücklich , hatte Lu Jindong aus der Teamleitung gehofft. Schon bei Halbzeit waren es mehr. * * Ausland 80 Hört auf, wir sind schon zu viele : Im Jahr 2000 werden 6,1 Milliarden, im Jahr 2050 womöglich 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern, neun Zehntel von ihnen die Entwicklungsländer. Dennoch drohte die USA-Regierung auf der Weltbevölkerungskonferenz in Mexiko an, alle Familienplanungsprogramme zu kürzen, die Abtreibungen unterstützen. * * 82 Abtreibungen werden zunehmen : SPIEGEL-Interview mit dem Ex-Weltbank-Präsidenten Robert S. McNamara über die Bevölkerungsexplosion * * 85 Die mörderische Konsequenz des Mitleids: Der Selbstbetrug bei den Brot-Spenden für die Dritte Welt / von Hoimar von Ditfurth * * 87 USA - Ein bißchen zu früh: Zehn Jahre nach seinem schmachvollen Rücktritt feiert Richard Nixon sein Comeback. Selbst die Todfeinde von einst, Amerikas Journalisten, feiern den wiederauferstandenen Medienstar. * * 89 US-WAHLKAMPF - Nation unter Gott: Nur ein frommer Mann hat in Amerika eine Chance, zum Präsidenten gewählt zu werden. Das wissen regierende Republikaner wie ihre demokratischen Herausforderer. * * 90 NAHOST - Werk des Satans: Treibminen im Roten Meer - höchster Alarm bei allen Anrainer-Staaten. Der Täterschaft verdächtigt wurde der Iran, Beweise gab es nicht. * * 91 ATOMWAFFEN - Nuklearer Winter: Auch Washington prüft jetzt die Theorie, daß nach dem Einsatz von Kernwaffen ein Klimasturz das Leben auf der Erde zerstören würde. Atomfrost könnte die Abschreckungsdoktrin entwerten. * * 94 SPIEGEL Gespräch - Kopieren kann man den Kreisky nicht : Der österreichische Bundeskanzler und SPÖ-Chef Fred Sinowatz über sein Land und seine Partei * 99 CHILE - Neuer Teppich: Finanzskandale um den Diktator Pinochet und seine Familie erschüttern das Regime. * * 101 FRANKREICH - Schwieriges Umfeld: 17 000 in den Streitkräften, 700 in Offizierslaufbahnen und nun eine Staatssekretärin im Verteidigungsministerium - Frankreichs Frauen drängen in die Armee. * * Kommentar Wirtschaft 88 WIRTSCHAFTS-KOMMENTAR - Wunder auf Pump: Von Stefan Baron * * Serie 106 Der Rat der sozialistischen Götter: Wie die SED die DDR regiert (II) / Von Franz Loeser _(Bund-Verlag, Köln 1984) * * 112 Wir sind die Helfer der Nation : Wie die zentral gelenkten Medien in der DDR zensiert werden * * Kultur 117 Klein-Hollywood in North Carolina: * * 117 Uwe Lausens Verzweiflungsbilder: * * 117 Immer Ärger mit Lothar: * * 117 Derber Spaß auf der Akademie: * * 118 Küß die Hand, Tradition!: SPIEGEL-Redakteur Klaus Umbach über die Salzburger Festspiele 1984 _____ Ehre sei Gott in der ...
Stern, Kurt und Jeanne: Kleine Bibliothek "Jeanne und Kurt Stern". 12 Titel. 1.) Bevor der Morgen graut, Vietnam zwischen Krieg und Sieg, 1. Auflage/1969, 267 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, Mit zahlreichen Abbildungen, Von Jeanne und Kurt Stern am 7.10.72 signiert, gut erhalten. 2.) Das Leben beginnt, Erzählung, Aufbau-Verlag Berlin, 1. Auflage/1960, 133 Seiten, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, gut erhalten. 3.) Schauplatz Paris, Verlag Neues Leben Berlin, 404 Seiten, 4. Auflage/1977, mit zahlreichen Abbildungen, Vorsatz mit Pariser Stadtplan, Leinen-Einband mit O.Schutzumschlag, gut erhalten. 4.) Artikel/Kopie "Eine Französin in Berlin", von Günter Caspar über Jeanne Stern in "Die Weltbühne" vom 9. August 1983. 5.) "Im Urwald", Artikel von Jeanne und Kurt Stern in "Das Magazin" Heft 7/1967. 6.) "Wassermarionetten", Artikel von Jeanne und Kurt Stern in "Das Magazin" Heft 4/1969. 7.) "Der Kommunarde in der Zastermühle", Artikel von Jeanne und Kurt Stern in "Das Magazin" Heft 4/1971. 8.) Zur Ergänzung Artikel/Kopie: "Eine abscheuliche Geschichte. Kurt Stern protokolliert seine Tage in französischen Internierungslagern" (Neues Deutschland vom 24. April 2006). 9.) "Das Magazin", Heft 11/1975 mit dem Artikel von Jeanne Stern: "Das Floß der Anna Seghers", S. 12-16, 69-71. 10.) "Die Weltbühne" vom 21. Januar 1975 mit dem Artikel/Kopie von Kurt Stern: Gespräch mit einem Skeptiker". 11.) Artikel/Kopien "Emanzipiert. Vor 100 Jahren geboren: der kommunistische Schriftsteller, Szenarist und Publizist Kurt Stern" von Klaus Höpcke (Neues Deutschland vom 18. September 2007). 12.) Artikel/Kopien "Klug, gütig, schön. Vor hundert Jahren wurde Jeanne Stern geboren" (Neues Deutschland vom 20. August 2008) Verlag Neues Leben Berlin
Format 20,5 x 14,5 cm u. a.; wie oben beschrieben
Luitpold, Josef (d.i. Josef Luitpold Stern): Die Rückkehr des Prometheus. Mit Holzschnitten von O. R. Schatz. Erstausgabe. Buchmeister-Verlag (=Büchergilde Gutenberg) Erste Aufl. 1927 Berlin
125S. Groß 8°
Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von Anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Ein weiteres Kleinod aus der Zusammenarbeit Luipold/Schatz war das von Schatz in der beeindruckenden Hammer-Unziale in Holz geschnittene und mit hervorragenden Holzschnitten ausgestattete Buch Luitpolds. Fadengehefteter, geprägter und illustrierter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt. Der Einband leicht berieben und dezent fleckig, Exlibris auf Innendeckel, Holzstifteintrag auf Vorsatz, das Papier allg. leicht nachgedunkelt und gewellt, ansonsten guter Zustand. Josef Luitpold Stern (* 18. April 1886 in Wien; 13. September 1966 ebenda), Pseudonym Josef Luitpold, war ein österreichischer Dichter und Bildungsfunktionär der Arbeiterbewegung. Stern stammte aus assimiliert jüdischer Familie und wuchs von Kindheit auf im sozialdemokratischen Milieu heran. Sein Vater war Verwalter der Arbeiter-Zeitung und Josef gehörte bereits als Schüler zu den aktiven Mitgliedern einschlägiger Organisationen. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Stern ab 1909 als Redakteur der Zeitschrift "Kunstwart" in Dresden, später machte ihn Robert Danneberg zum Leiter der Abteilung Büchereien in der sozialdemokratischen Bildungszentrale in Wien. Stern arbeitete auch in der Arbeiter-Zeitung mit, war Redakteur des "Strom" und Leiter der "Volksbühne". Als Soldat im Ersten Weltkrieg schrieb Stern Antikriegsgedichte Nach 1918 wurde er Leiter der sozialdemokratischen Bildungszentrale, war Mitbegründer der "Büchergilde Gutenberg" und fungierte als "Hausdichter" der Sozialdemokratie. So verfasste er zahlreiche Gedichte, die bei festlichen Veranstaltungen vorgetragen wurden. Nach dem Scheitern des Februaraufstandes floh Stern im April 1934 in die Tschechoslowakei, dann weiter über Frankreich, (wo er interniert wurde) und Spanien in die USA. Dort wirkte er als Lehrer und Fürsorger in einem Slum in Philadelphia. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stern im Bildungswesen der österreichischen Gewerkschaften tätig. Josef Luitpold Stern wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab am Grinzinger Friedhof bestattet. Der ÖGB stiftete zu seinem Gedenken den Josef-Luitpold-Stern-Preis, der seit 1968 an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich besondere Verdienste um die Volksbildung, die Arbeiterbildung oder um die Arbeiterdichtung erworben haben. Die Wohnhausanlage in der Billrothstraße 1 in Döbling wurde ihm zu Ehren Luitpold-Stern-Hof benannt. Seit 1989 trägt auch die Luitpold-Stern-Gasse in der Donaustadt seinen Namen. Werke (Auswahl) Soziale Balladen,(1911) Die neue Stadt (1926)1926 Herakles unter den Arbeitern, 1932 Das Buch Prometheus, 1937 Herz im Eisen, 1937 Das Sternbild. Gesammelte Werke in fünf Bänden, 1963-65. Otto Rudolf Schatz (* 18. Jänner 1900 in Wien; 26. April 1961 ebenda) war ein österreichischer Maler und Grafiker. Der Sohn einer Beamtenfamilie absolvierte die Wiener Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad und Anton von Kenner. Mit 22 Jahren trat der auf der politischen Linken engagierte Künstler bereits als Buchillustrator für Arthur Roessler hervor, später auch für Josef Luitpold Stern (Der entwurzelte Baum, Die neue Stadt, Die Rückkehr des Prometheus). Schatz illustrierte in der Zwischenkriegszeit vor allem Literatur aus dem Strom-Verlag (u. a. Stefan Zweig, Jack London, daneben auch Upton Sinclairs "Co-op" und Peter Roseggers "Jakob der Letzte"). 1925 erhielt Schatz den Großen Staatspreis, 1928-38 war er Mitglied des Hagenbundes. Während des Zweiten Weltkrieges lebte Schatz in Brünn, Prag und, da er durch seine Heirat als "jüdisch versippt" galt, in einem Zwangsarbeitslager (Gräditz) interniert. Schatz wurde nach seiner Rückkehr durch Kulturstadtrat Viktor Matejka gefördert. Sein erster Preis für die Ausgestaltung des Wiener Westbahnhofs blieb unrealisiert. Schatz hat hauptsächlich als Holzschneider gearbeitet - mehr als 1500 Motive sind überliefert. Im Handel tauchen auch Ölbilder und vereinzelt Erotica auf. Als Sammler und Propagator des Künstlers ist nach dessen Tod Wilfried Daim aufgetreten. Daim hat auch die 1926-1929 geschaffenen Holzdrucke zu Ernst Preczangs Gedicht "Stimme der Arbeit" rekonstruiert und das Buch 1999 als Faksimile ediert.
[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Deutsche Literatur | Illustrierte Bücher]



