Sieburg Friedrich Robespierre
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Politische Zeitfragen;Kulturkritik;Robespierre;Friedrich Sieburg;Geschichte;Sprachwissenschaft Sieburg, Friedrich: Robespierre Mensch, Revolutionär, Diktator einen Dokumentation von Friedrich Sieburg, Stuttgart : Dt. Verl.-Anstalt 1987 ISBN: 3-421-06342-7
315 Leinen, 21 cm mit Umschlag, Umschlag Gebrauchsspuren - Friedrich Sieburgs romanartig erregende und doch wissenschaftlich minuziös belegte Robespierre-Biographie ist zuerst 1935 erschienen und seither in zahlreichen Auflagen und Übersetzungen verbreitet worden. Das Porträt des großen, umstrittenen Jakobiners, der die grausamsten Jahre der französischen Revolution (1792-1794) entscheidend prägte, des "Unsterblichen ", den man den Erfinder des Scheckens der modernen Welt nennen könnte, ist bis heute von exemplarischemRang. An Robespierre wird deutlich, wie aus Rousseaus Lehre von der Volonte Generale Diktatur, Teror, Gedankenpolizei, das System der permanenten Säuberung, die erbahrmungslose Verfolgung der Andersgesinnten die totale Kontrolle aller Lebensäußerungen des Bürgers hervorgehen. Der große Romanist Karl Voßler urteilte beim ersten Erscheinen des "Robespierre ": "ein Buch, das der Leser gefangennimmt, mitreißt und erst am Ende wieder loßläßt, und das demKritiker, der rückschauend darüber nachdenkt, noch lange zu schaffen macht. " Und "Die Welt " schrieb 1978: "Es ist ein Buch, dass gut noch ein weiteres Jahrhundert lesenswert sein dürfte. Schriftsteller solchen Talents wachsen längst nicht in jeder generation nach. " vom Umschlag.
Politische Zeitfragen;Kulturkritik;Robespierre;Friedrich Sieburg;Geschichte;Sprachwissenschaft Sieburg, Friedrich: Robespierre Mensch, Revolutionär, Diktator eine Dokumentation von Friedrich Sieburg, Stuttgart : Dt. Verl.-Anstalt 1987 ISBN: 3-421-06342-7
315 25 cm leineinband mit OU, OU mit stärkeren Läsuren - "..imponierend deshalb, weil nicht etwa nur drei Biographien aneinander gehängt sind, sondern weil in ihrem Ablauf die dürfen wir vielleicht sagen: politisierte Geistesgeschichte unseres Nachbarvolkes um all die Wegwenden zwischen 1774 und 1848 begleitet wird, die für Europa Epoche gemacht haben." W. IL Süskind, Deutsche Zeitung..Friedrich Sieburgs romanartig erregende und doch wissenschaftlich minuziös belegte Robespierre-Biographie ist zuerst 1935 erschienen und seither in zahlreichen Auflagen und Übersetzungen verbreitet worden. Das Porträt des großen, umstrittenen Jakobiners, der die grausamsten Jahre der französischen Revolution (1792-1794) entscheidend prägte, des "Unsterblichen ", den man den Erfinder des Scheckens der modernen Welt nennen könnte, ist bis heute von exemplarischemRang. An Robespierre wird deutlich, wie aus Rousseaus Lehre von der Volonte Generale Diktatur, Teror, Gedankenpolizei, das System der permanenten Säuberung, die erbahrmungslose Verfolgung der Andersgesinnten die totale Kontrolle aller Lebensäußerungen des Bürgers hervorgehen. Der große Romanist Karl Voßler urteilte beim ersten Erscheinen des "Robespierre ": "ein Buch, das der Leser gefangennimmt, mitreißt und erst am Ende wieder loßläßt, und das dem Kritiker, der rückschauend darüber nachdenkt, noch lange zu schaffen macht. " Und "Die Welt " schrieb 1978: "Es ist ein Buch, dass gut noch ein weiteres Jahrhundert lesenswert sein dürfte. Schriftsteller solchen Talents wachsen längst nicht in jeder generation nach. Jede der drei Biographien, die hier zusammengefaßt sind, weil sie eine Einheit bilden, ist ein Meisterwerk.Robespierre: „Ein Buch, das den Leser gefangennimmt, mitreißt und erst am Ende wieder losläßt und das dem Kritiker, der rückschauend darüber nachdenkt, noch lange zu schaffen macht..."Professor Dr. Karl Voßler Napoleon: „Die historische Darstellung, das Ergebnis eines jahrelangen Studiums und die farbig-künstlerische Verdichtung des Stoffes, die feine psychologische Schilderung der Charaktere sind hier so unauflöslich ineinander verwoben, daß die Geschichtsschreibung gleichzeitig zum Kunstwerk geworden ist."die Welt, Hamburg Chateaubriand: „Ein Beweis dafür, wie lebendig Geschichte werden kann, wenn ein Schriftsteller zur souveränen Quellenkenntnis und zum Geschmack auch noch jenes Gespür für die richtige Konstellation des Aufgestöberten mit sich bringt." Die Zeit, Hamburg „. . . imponierend deshalb, weil nicht etwa nur drei Biographien aneinander gehängt sind, sondern weil in ihrem Ablauf die - dürfen wir vielleicht sagen -: politisierte Geistesgeschichte unseres Nachbarvolkes um all die Wegwenden zwischen 1774 und 1848 begleitet wird, die für Europa Epoche gemacht haben." W. E. Süskind, Deutsche Zeitung CHATEAUBRIAND,Der Künstler tritt in die Zeit,Ein bretonischer Junker,Von Paris zum Niagara,Die Kanonade von Valmy,Ein Hungernder ist es satt,Die Sonne Napoleons geht auf,Der Ruhm und die Frauen,Die Toten und die Blühenden,Ganz ohne Napoleon.,Ganz ohne Chateaubriand ,Madame Recamier für immer.,Soll man Dichter zu Außenministern machen?,Glück und Kummer durch weiße Haare,ROBESPIERRE,Die letzte Nacht,Ein schlechter Franzose,Der Täter und sein Spiegelbild,Das Leben eines traurigen Menschen,Der Unbestechliche,fünf kurze Jahre,Der Himmel schließt sich,Terror und Tugend,Die Gemeinschaft der Gläubigen,Die Politik und der Tod,Der Todesengel,Der stählerne Wind,Ein Pariser Sommer,Die Bürokratie des Todes,Wie ein Tyrann aussieht,Die rote Messe,Der 9. Thermidor,Schlafen, NAPOLEON,Der klügste Mann der Welt,Dreht sich das Rad zurück?,Lilie unter schwarzem Himmel,Der Adler fliegt,Zu den Türmen von Notre-Dame,Der Marmor schmilzt,Waterloo,Malmaison" vom Umschlag.
Sieburg, Friedrich: Robespierre. (=dtv, Band 143) München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1963.
Guter Zustand. - Friedrich Carl Maria Sieburg (* 18. Mai 1893 in Altena/Sauerland; 19. Juli 1964 in Gärtringen/Württemberg) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Literaturkritiker. Leben - - Herkunft: Friedrich Sieburg stammte aus einer Kaufmannsfamilie. Er besuchte zunächst das Realgymnasium in Altena, danach ein humanistisches Gymnasium in Düsseldorf. Als 16-Jähriger veröffentlichte er erste Gedichte in den Düsseldorfer Nachrichten. Studium: 1912 begann er das Studium der Philosophie, Geschichte, Literatur und Nationalökonomie in Heidelberg. 1919 promovierte Sieburg in Münster in Literaturwissenschaft (Thema: Die Grade der lyrischen Formung. Beiträge zu einer Ästhetik des lyrischen Stils). Zu seinen Universitätslehrern zählten Max Weber und Friedrich Gundolf. Er hatte Verbindung zum George-Kreis. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst als Infanterist, ab 1916 als Fliegeroffizier im Einsatz. Weimarer Republik: 1919 bis 1923 lebte Sieburg als freier Schriftsteller in Berlin, war Anhänger der Revolution und schrieb in dieser Zeit vor allem Filmkritiken. Von 1923 an war er, anfangs in loser Form, für die Frankfurter Zeitung in Kopenhagen tätig. Im Mai 1926 wurde er ihr Auslandskorrespondent in Paris. Dort entstand auch sein bekanntestes Buch Gott in Frankreich? (1929). 1930 bis 1932 war er Auslandskorrespondent in London, danach wieder in Paris. 1929 veröffentlichte Sieburg einen Artikel in der jungkonservativen Monatszeitschrift Die Tat, was man als Abkehr von der bürgerlich-liberalen Generallinie bewerten darf, die die Frankfurter Zeitung auszeichnete. 1932 veröffentlichte er auch einige Beiträge in der Täglichen Rundschau, die wie Die Tat von Hans Zehrer geleitet wurde, dessen Hinwirken auf ein Querfrontbündnis zwischen "linken" Nationalsozialisten um Gregor Strasser, Gewerkschaftern und Sozialdemokraten zur Verhinderung eines Reichskanzlers Adolf Hitler von Sieburg unterstützt wurde. In seinem Buch Es werde Deutschland, das er im November 1932 abschloss, das aber erst nach Hitlers Machtübernahme erscheinen konnte, bewegte er sich, wie sein Freund Carl Zuckmayer 1944 in seinem Geheimreport urteilte, auf einer "sehr gefährlichen und ganz verschwommenen Grenze - zwischen Nationalismus, Kritik des 'liberalen Denkens' und politischer Progressivität". Dazu gehörte allerdings auch die entschiedene Ablehnung des Antisemitismus, weshalb das Buch 1936 verboten wurde. Während der NS-Zeit: Zwar hatte sich Sieburg in der Kampfschrift Es werde Deutschland parteipolitisch noch nicht festgelegt, bekannte sich in der englischen Übersetzung, die nach der Machtergreifung erschien, aber zum Nationalsozialismus und warb tagespublizistisch im Ausland für das "neue Deutschland", wodurch er sich die Feindschaft der deutschen Emigrantenkreise zuzog. Auf der anderen Seite missbilligte er die Machtergreifung in Briefen an den Verleger Heinrich Simon, für dessen Frankfurter Zeitung er 1932-39 als Auslandskorrespondent in Paris tätig war. Für autoritäre Regime wie in Portugal und Japan fand er in den Büchern Neues Portugal (1937) und Die stählerne Blume (1939) anerkennende Worte. Die 1935 von ihm verfasste Biografie Robespierre kann nur mit Einschränkungen der Inneren Emigration zugerechnet werden. 1939 wurde Sieburg in den deutschen Auswärtigen Dienst berufen. Nach Longerich, der sich auf Max W. Clauss beruft, wurden etwa 2 Dutzend NS-nahe Journalisten im Sommer zu Ribbentrop nach Fuschl am See geholt und dort durch Friedrich Berber, der hier als Chef auftrat, ultimativ zum Auslandseinsatz als NS-Propagandisten aufgefordert. Clauss gibt an, sich verweigert zu haben, während Sieburg, Hans Georg von Studnitz und Karl Megerle sofort zusagten. Sieburg war ab Februar 1940 an der Deutschen Botschaft in Brüssel als "Sonderbeauftragter" des Auswärtigen Amtes tätig. Von 1940 bis 1942 hielt er sich im besetzten Frankreich auf und wurde 1940 Botschaftsrat in Paris. In einer später auch gedruckten Rede France d'hier et de demain vor der Groupe Collaboration im März 1941 erklärte Sieburg, er sei durch das Leben in Frankreich "'zum Kämpfer und zum Nationalsozialisten erzogen'" worden. Nach der NSDAP-Mitgliederkartei stellte er am 9. April 1941 bei der NSDAP-Auslandsorganisation einen Antrag auf Aufnahme in die NSDAP, der am 1. September 1941 bewilligt wurde. Im Fragebogen der französischen Militärregierung gab er nach dem Zweiten Weltkrieg an, nicht Mitglied der NSDAP gewesen zu sein. 1942 kehrte Sieburg nach Deutschland zurück und arbeitete wieder für die Frankfurter Zeitung bis zu ihrem Verbot 1943. Danach wechselte er zur Börsenzeitung und war Ehrenbegleiter von Marschall Henri Philippe Petain. Nachkriegszeit: Nach Kriegsende, das er in Bebenhausen miterlebte, wurde Sieburg von der französischen Besatzungsmacht mit einem Publikationsverbot (1945-1948) belegt. Sieburgs Schriften Neues Portugal (1937) und Die rote Arktis (1932) wurden in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. in der Deutschen Demokratischen Republik auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. 1948 wurde er Mitarbeiter, 1949 auch Mitherausgeber der Wochenzeitschrift Die Gegenwart. In seinen Büchern über Frankreich distanzierte er sich jetzt stark vom Nationalsozialismus, nahm Abstand von einem deutschen Sonderbewusstsein und pries die moderne französische Literatur. Seit 1956 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig, war er bis zu seinem Tode einer der bedeutendsten Zeit- und Literaturkritiker Deutschlands. Insbesondere Sieburgs meisterhafte Inhaltswiedergaben, in denen er die Kritik souverän vorwegnimmt, und damit jegliche abschließende Argumentation überflüssig macht, gelten als unübertroffen. 1953 ernannte ihn das Land Baden-Württemberg zum Professor. Seit 1956 war er ein ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Friedrich Sieburg unterstützte die Adenauer-Regierung, war ein Gegner der Nachkriegsliteratur und kritisierte die Gruppe 47 mehrfach in scharfer bis polemischer Form. Die Kunst wie das Leben beurteilte er als Konservativer anhand des subjektivistischen Maßstabs, der nur das Außergewöhnliche gelten lässt. Von 1963 bis zu seinem Tod 1964 wohnte Sieburg in der Villa Schwalbenhof in Gärtringen. Werk: Die Grunddiagnose der mangelnden deutschen Nationalidentität bildete den Hintergrund von Sieburgs literaturkritischer Publizistik. Sein Schaffen verstand sich vorrangig als Beitrag zur nationalen Identitätsstiftung. Es stellt den Versuch dar, mit literarischen Essays und kritischen Rezensionen eine geistige Nationalgeschichte zu entwerfen, Befindlichkeiten auszuloten und auf diese Weise Zeitkritik zu betreiben. Literatur sollte den Deutschen ermöglichen, sich ihrer selbst zu vergewissern; mit ihr als "nationaler Sache" wollte Sieburg die Umrisse des vielschichtigen, schwer zu fassenden Wesens der deutschen Kultur herausarbeiten. Da Deutschland durch den Nationalsozialismus politisch disqualifiziert schien, sollte die Aufbauarbeit, als die man Sieburgs Literaturkritik bis in die fünfziger Jahre betrachten muss, nur noch vom "Geistigen" ausgehen. Als geistiges Koordinatensystem für Sieburgs Zeit- und Literaturkritik kann Thomas Manns Deutung des deutschen Nationalcharakters angesehen werden. Das deutsche Verhältnis zur Welt war für Mann "abstrakt und mystisch", gewissermaßen "musikalisch" und gleichzeitig vom hochmütigen Bewusstsein bestimmt, "der Welt an Tiefe überlegen zu sein." Diese Erklärungsmuster, die im Doktor Faustus und der Deutschlandrede zum Ausdruck kamen und den Nationalsozialismus in einen Zusammenhang mit der deutschen Innerlichkeit brachten, bereicherte Sieburg mit spezifisch französischen Elementen. So bezeichnete er die Deutschen im Gegensatz zu den Franzosen nun als ein Volk, das dem Leben gegenüber versage. Rezeption: Sieburgs Wirken als Literat und Literaturkritiker wurde kontrovers beurteilt. Während Mitglieder der Gruppe 47 ihn ablehnten und Alfred Andersch ihn wüst beschimpfte, gab es Urteile, die bei aller Kritik an seinem Verhalten während ...
Erste Auflage dieser Ausgabe. 276 (12) Seiten. Austattung: Celestino Piatti. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert.
[SW: Deutsche Literatur der 50er Jahre, Biografien Biografie Biographien Biographie, Französische Revolution, Französische Politik, Frankreich; Französische Revolution, Taschenbuchreihen, Geschichtsschreibung, Französische Literatur des 18. Jahrhunderts, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Frankreich, Französische Geschichte, Geschichtsphilosophie, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre, Geschichtswissenschaft, Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde, Geschichtsstudium, Geschichtsbewußtsein, Geschichte, Geschichtswissenschaft]
Sieburg, Friedrich: Robespierre, Napoleon, Chateaubriand / Friedrich Sieburg, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1967, ; fester Einband / hard cover
24 cm / Leinen / 724 S. / Zustand: Einband an Ecken minimal gestoßen, Buchblock in Ordnung, Schutzumschlag fehlt, 24 cm
[SW: Französische Geschichte ; Frankreich ; Robespierre ; Napoleon ; Chateaubriand ; Französische Revolution ; Biographien ; Europäische Geschichte]



