Schmidt

Es wurden insgesamt 153311 Einträge zu 'Schmidt' gefunden (Stand: 19.09.2014).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Schmidt' an.

Riha, Karl, Beate Otto und Mario Leis (Hrsg.): Einfach Schmidt. Interdisziplinäres zu einem populären Namen. Pop und go Bd. 1. Frankfurt : Lang, 1998. ISBN: 3631329849
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Aus dem Inhalt: Robert Gernhardt: Ein Abenteuer Casanovas - Wilfried Seibicke: Mein Name ist Schmidt - Burghart Schmidt: Das unicate universal nominal: Schmidt - Charlie Hair: Schmidt versus Schmitt - Dieter Hirschberg: Ode an Schmidt - Helmut Schmidt: Ansprache des Bundeskanzlers beim 'Schmidt-Treffen' in der Essener Gruga-Halle am 1. Sept. 1978 - Claus Grupen: Schmidt im Karikatur-Quadrat - Bodo B. Gemper: Nachgefragt: Helmut Schmidt im Gedankenaustausch mit Bodo B. Gemper - Günter Schmidt: Sapperlot: Schmidt - Helen Leuninger: Versprecher - Werner Finck: Zum 80. Geburtstag von Carlo Schmid - Martin Schmid: Carlo Schmids Gedichte - Carlo Schmid: Nun treibt die Nacht ... und andere Gedichte - Bodo B. Gemper: Einfach Schmidt, aber welcher? - Jens Malte Fischer: Ein Sänger namens Schmidt - Friedrich Balke: Carl Schmitt und die Buribunken - Versuch über die Schriftmacht - Gundolf Winter: Schmidt und die Kunst - Gerhard Jaschke: Arno Schmidt im Scherenschnitt - Dieter H. Stündel: Arno Schmidt bei Arno Schmidt - Gerhard Jaschke: Scherenschnitte - Thomas E. Schmidt: Auch einer: Über Louis Begleys Schmidt - Heinz-Otto Tittel: Der Schmidt-Spiegel - Hans-Jürgen Besch: Der Schmitt-Trigger - Thomas Kleber: Schmidt aus der Dose - Ludek Smolik: Das Schmidt-Rohr - Arthur Purdy: Old Herr Schmidt - Gottfried Holzwarth: Ein Nobelpreis für einen Schmidt! - Norbert Krawitz: Fritz Schmidt (1882-1950). Ein Pionier der Betriebswirtschaftslehre - Jürgen Rees: Altlasten - Volker Klüting: Der kosmische Mythos - Doc Smith erobert die Galaxis - Ingo Stöckmann: Julian Schmidt - Für eine Rhetorik der Vernichtung - Max Krell: Kleine Schmied-Anthologie - Peter Purzelbaum: Die Narrenchronik - Schmidt: Das Stadtmagazin - Sabine Schmidt: Antipoden-Schmidt - J. G. Schmidt: Curiöse Speculationes - Anfrage - Anfrage - Anfrage... Absage - Absage - Absage von Harald Schmidt - Kurt Schwitters: Schmidt-Lied und Schmidt Song - Hallescher Stiefelknechtsgalopp, Herr Schmidt! Herr Schmidt! - Willi Ostermann: Däm Schmitz sing Frau eß durchgebrannt - Hans Wald (nach Karl Valentin): Der neue Buchhalter - Pierre Garnier: Wie heißen Sie? - Siegfried J. Schmidt: Skandalöse Biographie - Peter Hömma: Schmittchens Zeitkonto - Paulus Böhmer: Uve Schmidt/Lothar Schmidt, aus blick winkeln - Fliegende Blätter, Aus der Schule - Schülertexte zum Thema 'Einfach Schmidt' - Norbert Krawitz: Lothar Schmidt - Georg Tokarz: 'Verwaiste Schmiede'. Feder, Graphit (1991) - Jürgen Kühnel: Wieland der Schmied - Guielandus in urbe Sigeni und der Ortsname Wilnsdorf - Nadine Schmidt: Miss Germany 1996 - Walter Nienhagen: Hermann Schmidt - Landrat des Kreises Siegen - Arthur Purdy: Der alte Herr Schmidt - Mafalda - Heinz Schmidt: Die deutsche Rechtschreibung. ISBN 3631329849

190 S. Originalbroschur.

[SW: Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft]

Details

Schmidt Heinrich, 1874-1935: Geschichte der Entwicklungslehre, Schmidt H., 1918, Geschichte der Entwicklungslehre, ,

Geschichte der Entwicklungslehre, Schmidt H., 1918 Schmidt, Heinrich: Geschichte der Entwicklungslehre [von Heinrich Schmidt]; Leipzig, Alfred Kröner Verlag 1918. IX, 549 Seiten, 8° . [Aus dem Vorwort: "Die Welt- und Lebensanschauung des modernen Menschen wird in ihrem ganzen Umfang vom Entwicklungsgedanken beherrscht. Der Satz, daß alles Sein völlig nur durch die Erforschung seines Werdens erkannt werden könne, ist zu einem unveräußerlichen Prinzip des wissenschaftlichen Arbeitens geworden. Geworden, müssen wir sagen, denn auch der Entwicklungsgedanke hat seine Geschichte, die ihn in seiner Entstehung, im Kampf mit dem Stabilitätsprinzip der Schöpfungslehre, in seiner theoretischen Ausgestaltung und siegreichen Ausbreitung zeigt." Heinrich Schmidt (* 18. Dezember 1874 in Heubach, Thüringen; aEUR 2. Mai 1935 in Jena) war ein deutscher Archivar und Philosoph. Heinrich Schmidt besuchte von 1890 bis 1894 ein Lehrerseminar in Hildburghausen und arbeitete zunächst als Volksschullehrer. 1897 wechselte er zur wissenschaftlichen Weiterbildung nach Jena. Ab 1899 studierte er dort unter finanzieller Förderung Ernst Haeckels Naturwissenschaften und wurde 1900 dessen Privatsekretär. Da Schmidt das Abitur fehlte, schickte ihn Haeckel nach Zürich zu seinem ehemaligen Schüler Arnold Lang wo er 1904 zum Dr. phil. promoviert wurde. Ab 1912 war er Archivar im Phyletischen Archiv, ab 1916 leitete er das Haeckel-Archiv. 1919 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Nach Haeckels Tod wurde Schmidt dessen Nachlassverwalter; von 1920 bis zu seinem Tod war er Direktor des Ernst-Haeckel-Hauses der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Wie Haeckel war Schmidt Mitglied des Deutschen Monistenbundes. Von 1919aEUR"1920 war er deren Vorsitzender und bis zu seinem Tode 1935 ein entschiedener Vertreter des haeckelschen Monismus und dessen weltanschauliche Entwicklungslehre. Er war außerdem Herausgeber der aEUR Monistischen MonatshefteaEURoe. Nach dem Verbot dieser Zeitschrift 1933 aus politisch-inhaltlichen Motiven, gründete Schmidt die Zeitschrift aEUR Natur und Geist, Monatshefte für Wissenschaft, Weltanschauung und WeltgestaltungaEURoe.

Details

Waffen. Schmidt. Schmidt, Rudolf. Allgemeine Waffenkunde für Infanterie. Mit besonderer Berücksichtigung der neuesten Kriegs-Handfeuerwaffen der modernen Staaten / Bzw.: Neue Folge von 1891 (zum Grundwerke von 1888). Tafeln (No. 24-30) mit Abbildungen in Farbendruck. Bern, Schmid, Francke & Cie. 1888 u. 1891.
Seltenes und vollständiges Widmungsexemplar in erfreulich gutem Zustand. Die 3 Bände bilden quasi ein Inventar der seinerzeitigen internationalen Hand- und Faustfeuerwaffen (mit USA, Russland, Türkei usw.). - Signierte Widmung des Autors für 'Herrn Robert Hofer', dat. Bern 15. Nov. 1887 (Bde. 1 u. 2) bzw. 'Herrn Oberst Wassmer G.' (Nachtrag) 'vom Verfasser R. Schmidt, Oberst'. -- Rudolf Schmidt (Basel 1832-1898 wohl Bern), Militär, Infanterieoffizier und Hauptmann einer neuaufgestellten Jägerkompanie. "Vom Bundesrat erhielt Schmidt im Wettbewerb um ein neues Schweizer Infanteriegewehr für sein 'Modell kleinen Kalibers mit sägeförmigen Zügen, einem Kompressions- und Expansionsgeschoss, versehen mit einem Säbelbayonnet' den zweiten [..] Preis. [..] Unter der kundigen Leitung Rudolf Schmidts konnte die 1866 beschlossene Umänderung von [..] Gewehren nach dem System Milbank-Amsler bereits anfangs 1869 abgeschlossen werden. [..] Aus dem Grundmodell des Vetterligewehres entwickelte Schmidt 1870 das Kadettengewehr, den Repetierkarabiner Modell 11 mit der von ihm vorgeschlagenen Einheitspatrone sowie den Repetierstutzer Modell 1871. Zu allen Versionen fertigte er auch die qualitativ stets hochwertigen Ordonnanzen (Bau- und Bedienungsvorschriften). [..]. Schmidt war in der Zwischenzeit zum Major befördert worden und gehörte seit Juni 1871 dem Generalstab an. [..] In der folgenden Zeit war er heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt seitens [..] Oberst Wurstemberger, der ihn schon 1868/69 vom Posten des eidgenössischen Oberkontrolleurs absetzen wollte, was Schmidt allerdings mit 'standhaftem Ausharren' verhinderte. [..] In dieser Zeit entstand sein Hauptwerk, 'Die Handfeuerwaffen', das damals international grosse Beachtung fand und das auch heute von seinem Wert noch nichts eingebüsst hat. [..]. Seit 1873 arbeitete Schmidt an einem Repetiergewehr mit Gradzugverschluss und Kastenmagazin, dessen Prototyp er 1885 dem Militärdepartement zur Erprobung vorlegen konnte. Nach vierjährigen vergleichenden Versuchen mit andern Modellen wurde seine Konstruktion von der Gewehrskommission zur Annahme empfohlen und als Modell 1889 eingeführt. Dazu schrieb und zeichnete er auch die Anleitung. 1887 wurde Schmidt zum Oberst der Infanterie ernannt und im nächsten Jahr erfolgte [..] seine Aufnahme in den Berner Stadtrat. [..] 1894 trat er, vermutlich der ständigen Anfeindungen müde geworden, von seinem Amt als Direktor der Waffenfabrik zurück. Die letzten Jahre verbrachte er still und zurückgezogen. Sein Tod im Jahre 1898 wurde kaum beachtet." (Sallaz/Am Rhyn, Handfeuerwaffen Gradzug-Systeme. Dietikon-Zürich 1978, pp. 13-15; nicht bei Barth, nicht in HBLS und HLS, und aus konzeptuellen Gründen auch nicht bei R. Jaun, Der Schweizerische Generalstab, Bde. III u. VIII). Schmidt publizierte mehrere solch grundlegende, meist kleinformatige, heute sehr seltene Werke; nur die 'Handfeuerwaffen' und die 'Allg. Waffenkunde' sind so aufwendig im grossen Format ausgestattet. - Gottlieb Wassmer (1852-1929), von Aarau. Oberst 1891, Instruktionsoffizier Infanterie 1875-1891, Kreisinstruktor 1891-1914, Waffenchef Stellvertreter 1914-1918 (R. Jaun, Der Schweizerische Generalstab, 8, 1991).

3 Bände (Text und 2 Tafelbände), cpl. 4° (29 x 22 cm, resp. 28.4 x 22.5 cm). XI (+I), 168 SS. (Text) und 1 Bl. (Titel), VII (+I), 23 farbig lithogr. Tfn. mit 400 Abbn.; bzw. 2 Bll., 54 SS. (Text), 1 Bl., farbig lithogr. Tfn. 24-30 (Tf. 29/30 doppels.). Blindgepr. Ln. mit vergold. (R-) Titel, bzw. (Nachtrag) HLn. mit mont. Deckeltitel (etwas gebräunt, wenig fleckig) in passendem neuerem Ln.-Schuber. Tafelband neu eingebunden. Seiten etwas gebräunt, einzelne wenige Bearbeitungsspuren. Etwas Alters-, wenig eigentliche Gebrauchsspuren, Besitzervermerke a. Vorsätzen. Alle 3 Bände mit Widmung u. Unterschrift von R. Schmidt. Gesamthaft bemerkenswert gutes und gepflegtes Exemplar / Widmungsexemplar.

[SW: Militaria. Ausrüstung. Bewaffnung. Schusswaffen. Feuerwaffen. Faustfeuerwaffen. Handfeuerwaffen. Gewehr. Gewehre. Blankwaffen. Griffwaffen. Bajonett. Bajonette. Swiss Military Equipment. Arms. Sidearms. Guns. Firearms. Weapons. Armes a feu. Blanches.]

Details

Nachkriegsliteratur, Literatur der 68er, Experimentelle Literatur, Bargfeld, Literatur Schmidt, Arno: Rosen & Porree aus dem Nachlaß Gerhard Löwenthal, Stahlberg, Karlsruhe ISBN: 3774022453

- Oln. m. OU. 310 S. Enthält: Seelandschaft mit Pocahontas. - Die Umsiedler. - Alexander oder: Was ist Wahrheit. - Kosmas oder: Vom Berge des Nordens. - Berechnungen I/II. aus dem Nachlaß Gerhard Löwenthal Arno Otto Schmidt (* 18. Januar 1914 in Hamburg-Hamm; 3. Juni 1979 in Celle) war ein deutscher Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seit 1946 lebte Schmidt als freier Schriftsteller in Cordingen, Gau-Bickelheim, Kastel an der Saar und später in Darmstadt. Sein erster Band mit Erzählungen, Leviathan, erschien 1949. Dieser und seine Werke der 1950er Jahre waren sprachlich von einem ungewöhnlichen, sich oft am Expressionismus orientierenden Schreibstil, formal von dem Bemühen um neue Prosaformen (u. a. Raster- und Fototechnik), inhaltlich von einer kulturpessimistischen Weltsicht und einer angriffslustigen Gegnerschaft gegen das Westdeutschland der Adenauer-Ära geprägt. Seit 1958 im Heidedorf Bargfeld bei Celle ansässig, entwickelte Schmidt seine theoretischen Überlegungen zu Prosa und Sprache in den 1960er Jahren in Auseinandersetzung vor allem mit James Joyce und Sigmund Freud weiter und suchte seine Ergebnisse in den in dieser Zeit entstandenen Werken (Ländliche Erzählungen des Bands Kühe in Halbtrauer, KAFF auch Mare Crisium) umzusetzen. Als Fluchtpunkt und Summe dieser Entwicklung erschien 1970 das monumentale Hauptwerk Zettel's Traum. Sein Spätwerk (Die Schule der Atheisten, Abend mit Goldrand und das Fragment gebliebene Julia, oder die Gemälde) erschien wie Zettel's Traum in großformatigen Typoskriptbänden. Außer den für den Autor wichtigen Prosaarbeiten entstanden zahlreiche Übersetzungen aus dem Englischen, Kurzgeschichten, literaturgeschichtliche und -theoretische (Radio-)Essays, eine detaillierte Biografie Friedrich de la Motte Fouques sowie eine durch die Psychoanalyse angeregte Studie über Karl May (Sitara). Arno Schmidts Werk hat in der Publizistik und Literaturwissenschaft lobende, teils rühmende Beachtung gefunden, aber auch Zweifel. So berichtet etwa Walter Jens in einem Feuilleton des Jahres 1950, er habe Schmidts Schreibstil zunächst für "Blödsinn" gehalten und sich darüber geärgert, dann aber Entzücken über Schmidts Bilder, seinen Snobismus und seinen lebendigen Expressionismus empfunden. Karl Heinz Bohrer nannte Schmidt 1973 Realist und Phantast in einem und lobte seinen Humor. Auch in seinen Nachrufen wurde dieser Humor, die Schmidts Sprachstil inhärenten Wortspiele und Kalauer hervorgehoben. Der Schriftsteller Walter Kempowski nannte zudem die Jugendlichkeit und Frische in allem, was er schrieb, während Ludwig Harig seine entschieden demokratische Parteinahme hervorhob.[17] Dieter E. Zimmer hingegen berichtet in seiner Rezension von Zettel's Traum, die im Mai 1970 in der Zeit erschien, von zwiespältigen Leseerfahrungen: "Es könnte schon sein, dass in Zettel's Traum das literarische Meisterwerk des Jahrhunderts steckt; es könnte sein, daß es sich um eine Art Streichholz-Eiffelturm in Originalgröße handelt, von einem Hobby-Berserker um den Preis seines Lebens erstellt. Vielleicht auch beides".[18] Oswald Wiener konstatierte 1979 eine "feststellbare überschätzung (sic!)"[19] Schmidts. Ausschlaggebend für dieses Votum war die "biederkeit" Schmidts und das in vielerlei "hinsichten rückwärtsgewandte werk dieses autors", das sich auch im Stil niederschlage: "nun ist jedoch ZETTELS TRAUM [ ] in der einstellung zum wortgebrauch eine imitation von FINNEGANS WAKE, in der technik der erzählung eine imitation des ULYSSES, und in der vorgetragenen theorie ableger einer recht populär verstandenen psychoanalyse."[20] und beklagte: "mehr und mehr nimmt Schmidt den platz in der öffentlichen meinung ein, der einer echten experimentellen literatur gebührte [ ]"[19] Ob Schmidt in seinen politischen Urteilen einer kritischen Prüfung standhält, ist umstritten.[21] In seiner Verachtung der Masse und seiner Vergötterung seiner heimatlichen Landschaft ließen sich, so sein Kritiker Dieter Kuhn, auch immer Residuen konservativer, ja sogar völkischer und antidemokratischer Gedanken finden.[22] Insbesondere Schmidts Dankesrede für den Goethepreis 1973 löste gerade unter Anhängern auf der linken Seite des politischen Spektrums Verstörung aus. Gerhard Zwerenz kommentierte in der Zeitschrift das da: "Schade um den Mann. Hier geht ein Begabter vor die Hunde, weil er seinen Gaben nichts mehr gibt. Deformiert durch sich selbst und die blasierte Überheblichkeit seiner selbsternannten Heide-Jünger. Hat er keine Ahnung von den desto massiver angekotzten Arbeitern, sind seine Kenntnisse von lebenden Literaten nicht exklusiver. Der Dichter solle auch nicht mit dem Dichter gehen, meint er, man störe einander nur. Mag sein. Wer sich so ungescheut Dichter heißt, hat seinen ehrlichen § 51 ehrlich verdient."[23] Wiederholt wurde festgestellt, dass Schmidts Protagonisten überraschungsarm immer den gleichen Typus mit immer denselben Meinungen, Abneigungen und Vorlieben und immer demselben starken Selbstbewusstsein verkörpern, ob sie nun Heinrich Düring heißen, Walter Eggers oder Charles Henry Winer.[24] Hierin sieht der Germanist Wilfried Barner aber keinen Nachteil: Gerade diese Typik sei für Schmidt die Voraussetzung gewesen, in seinem Erzählen die deutsche Gesellschaft prismatisch zu spiegeln.[25] Martin Henkel veröffentlichte 1992 eine Polemik gegen Schmidt, in der er ihm die umfassende Bildung absprach, die ihm von vielen zugesprochen wurde.[26] Auf diese Polemik gab es zahlreiche Erwiderungen. So schreibt Klaus Theweleit: "Henkel selber fällt herein auf das Gelehrtengetue von (Arno Schmidt), das ist der Witz. Er ist es, der glaubt, die Qualität einer Schreibkunst hinge ab vom Bildungsgrad. Wenn es aber ein Bildungspegel wäre, der die Attraktion der Schmidt-Zeilen ausmachte: dann wären wir hier längst verschwunden.[27]" Patrick Roth veranschaulicht im persönlichen Vorwort seines Auswahlbands zu den Übertragungen von Edgar Allan Poe die Kongenialität des Übersetzers Arno Schmidt. Schmidt habe insgeheim mit Poe gewetteifert, diesen in der Evokation unheimlicher Effekte nicht selten übertroffen: "Schmidt zieht Poes 'Boden' nach vorn (öffnet gleichsam die Stelle für den Bedeutungs-'Abgrund' am Schluß), nimmt so der Einheit (the floor) die letzt-gültige Position im Text und akzentuiert stattdessen Bewegungschaos und Klang des am Boden aufschlagenden 'substances': im ekligen Klick-Klicken konsonierender 'k's': also in 'wirkenden Stückchen', in 'Parkett' und der grausam verrückten Unschuld seines 'guck, hierhin, & dorthin' - einer Kadenz, die es im Original so gar nicht gibt.(wikipedia)

Details