Schmidt

Es wurden insgesamt 159532 Einträge zu 'Schmidt' gefunden (Stand: 17.11.2014).

Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Schmidt' an.

Riha, Karl, Beate Otto und Mario Leis (Hrsg.): Einfach Schmidt. Interdisziplinäres zu einem populären Namen. Pop und go Bd. 1. Frankfurt : Lang, 1998. ISBN: 3631329849
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Aus dem Inhalt: Robert Gernhardt: Ein Abenteuer Casanovas - Wilfried Seibicke: Mein Name ist Schmidt - Burghart Schmidt: Das unicate universal nominal: Schmidt - Charlie Hair: Schmidt versus Schmitt - Dieter Hirschberg: Ode an Schmidt - Helmut Schmidt: Ansprache des Bundeskanzlers beim 'Schmidt-Treffen' in der Essener Gruga-Halle am 1. Sept. 1978 - Claus Grupen: Schmidt im Karikatur-Quadrat - Bodo B. Gemper: Nachgefragt: Helmut Schmidt im Gedankenaustausch mit Bodo B. Gemper - Günter Schmidt: Sapperlot: Schmidt - Helen Leuninger: Versprecher - Werner Finck: Zum 80. Geburtstag von Carlo Schmid - Martin Schmid: Carlo Schmids Gedichte - Carlo Schmid: Nun treibt die Nacht ... und andere Gedichte - Bodo B. Gemper: Einfach Schmidt, aber welcher? - Jens Malte Fischer: Ein Sänger namens Schmidt - Friedrich Balke: Carl Schmitt und die Buribunken - Versuch über die Schriftmacht - Gundolf Winter: Schmidt und die Kunst - Gerhard Jaschke: Arno Schmidt im Scherenschnitt - Dieter H. Stündel: Arno Schmidt bei Arno Schmidt - Gerhard Jaschke: Scherenschnitte - Thomas E. Schmidt: Auch einer: Über Louis Begleys Schmidt - Heinz-Otto Tittel: Der Schmidt-Spiegel - Hans-Jürgen Besch: Der Schmitt-Trigger - Thomas Kleber: Schmidt aus der Dose - Ludek Smolik: Das Schmidt-Rohr - Arthur Purdy: Old Herr Schmidt - Gottfried Holzwarth: Ein Nobelpreis für einen Schmidt! - Norbert Krawitz: Fritz Schmidt (1882-1950). Ein Pionier der Betriebswirtschaftslehre - Jürgen Rees: Altlasten - Volker Klüting: Der kosmische Mythos - Doc Smith erobert die Galaxis - Ingo Stöckmann: Julian Schmidt - Für eine Rhetorik der Vernichtung - Max Krell: Kleine Schmied-Anthologie - Peter Purzelbaum: Die Narrenchronik - Schmidt: Das Stadtmagazin - Sabine Schmidt: Antipoden-Schmidt - J. G. Schmidt: Curiöse Speculationes - Anfrage - Anfrage - Anfrage... Absage - Absage - Absage von Harald Schmidt - Kurt Schwitters: Schmidt-Lied und Schmidt Song - Hallescher Stiefelknechtsgalopp, Herr Schmidt! Herr Schmidt! - Willi Ostermann: Däm Schmitz sing Frau eß durchgebrannt - Hans Wald (nach Karl Valentin): Der neue Buchhalter - Pierre Garnier: Wie heißen Sie? - Siegfried J. Schmidt: Skandalöse Biographie - Peter Hömma: Schmittchens Zeitkonto - Paulus Böhmer: Uve Schmidt/Lothar Schmidt, aus blick winkeln - Fliegende Blätter, Aus der Schule - Schülertexte zum Thema 'Einfach Schmidt' - Norbert Krawitz: Lothar Schmidt - Georg Tokarz: 'Verwaiste Schmiede'. Feder, Graphit (1991) - Jürgen Kühnel: Wieland der Schmied - Guielandus in urbe Sigeni und der Ortsname Wilnsdorf - Nadine Schmidt: Miss Germany 1996 - Walter Nienhagen: Hermann Schmidt - Landrat des Kreises Siegen - Arthur Purdy: Der alte Herr Schmidt - Mafalda - Heinz Schmidt: Die deutsche Rechtschreibung. ISBN 3631329849

190 S. Originalbroschur.

[SW: Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft]

Details

Schmidt Heinrich, 1874-1935: Geschichte der Entwicklungslehre, Schmidt H., 1918, Geschichte der Entwicklungslehre, ,

Geschichte der Entwicklungslehre, Schmidt H., 1918 Schmidt, Heinrich: Geschichte der Entwicklungslehre [von Heinrich Schmidt]; Leipzig, Alfred Kröner Verlag 1918. IX, 549 Seiten, 8° . [Aus dem Vorwort: "Die Welt- und Lebensanschauung des modernen Menschen wird in ihrem ganzen Umfang vom Entwicklungsgedanken beherrscht. Der Satz, daß alles Sein völlig nur durch die Erforschung seines Werdens erkannt werden könne, ist zu einem unveräußerlichen Prinzip des wissenschaftlichen Arbeitens geworden. Geworden, müssen wir sagen, denn auch der Entwicklungsgedanke hat seine Geschichte, die ihn in seiner Entstehung, im Kampf mit dem Stabilitätsprinzip der Schöpfungslehre, in seiner theoretischen Ausgestaltung und siegreichen Ausbreitung zeigt." Heinrich Schmidt (* 18. Dezember 1874 in Heubach, Thüringen; aEUR 2. Mai 1935 in Jena) war ein deutscher Archivar und Philosoph. Heinrich Schmidt besuchte von 1890 bis 1894 ein Lehrerseminar in Hildburghausen und arbeitete zunächst als Volksschullehrer. 1897 wechselte er zur wissenschaftlichen Weiterbildung nach Jena. Ab 1899 studierte er dort unter finanzieller Förderung Ernst Haeckels Naturwissenschaften und wurde 1900 dessen Privatsekretär. Da Schmidt das Abitur fehlte, schickte ihn Haeckel nach Zürich zu seinem ehemaligen Schüler Arnold Lang wo er 1904 zum Dr. phil. promoviert wurde. Ab 1912 war er Archivar im Phyletischen Archiv, ab 1916 leitete er das Haeckel-Archiv. 1919 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Nach Haeckels Tod wurde Schmidt dessen Nachlassverwalter; von 1920 bis zu seinem Tod war er Direktor des Ernst-Haeckel-Hauses der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Wie Haeckel war Schmidt Mitglied des Deutschen Monistenbundes. Von 1919aEUR"1920 war er deren Vorsitzender und bis zu seinem Tode 1935 ein entschiedener Vertreter des haeckelschen Monismus und dessen weltanschauliche Entwicklungslehre. Er war außerdem Herausgeber der aEUR Monistischen MonatshefteaEURoe. Nach dem Verbot dieser Zeitschrift 1933 aus politisch-inhaltlichen Motiven, gründete Schmidt die Zeitschrift aEUR Natur und Geist, Monatshefte für Wissenschaft, Weltanschauung und WeltgestaltungaEURoe.

Details

Reidemeister, Leopold: Das Brücke-Museum. Berlin; Brücke-Museum (Hrsg.), 1984.
Ein tadelloses Exemplar. - Am 1. Dezember 1964 wurde der ehemalige "Brücke"-Maler Karl Schmidt-Rottluff in Berlin achtzig Jahre alt. Ohne direkte Erben war damit für ihn der Zeitpunkt gekommen, über sein künstlerisches Werk zu bestimmen. Er war grundsätzlich bereit, es Berlin zu vermachen unter der Bedingung, daß es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde. Aber wie? In einem eigenen Museum, ausschließlich der Kunst Schmidt-Rottluffs gewidmet? Seit den Verfolgungen unter dem Naziregime mit dem Künstler in freundschaftlicher Verbindung, hatte ich in den Nachkriegsjahren Werke von ihm für das Wallraf-Richartz-A/Iuseum in Köln und für die Nationalgalerie in Berlin erworben. So lag es nahe, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Sollte es nicht möglich sein, das Werk in ein Museum für die Künstler der "Brücke" zu integrieren? So mein fragender Vorschlag. Der Gedanke war verlockend, damit erstmals ein gesondertes Museum für eine Künstlergruppe zu schaffen, die für die deutsche avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts so bedeutende Impulse gegeben hatte, aber es war fraglich, ob man in den sechziger Jahren einen solchen Plan noch realisieren konnte. Waren wir doch alle als Museumsleute in Deutschland nach 1945 darum bemüht, die Schäden, die Adolf Hitler den Museen durch seine Kunstpolitik zugefügt hatte, wieder gutzumachen. Damit waren auch viele Werke der Künstlergruppe "Brücke" in unveräußerlichen Museumsbesitz übergegangen. Außer Schmidt-Rottluff lebte nur noch einer der ehemaligen "Brücke"-Maler, Erich Heckel, Schmidt-Rottluffs ältester Freund seit den Schülerjahren in Chemnitz und der gemeinsamen Gründung der "Brücke" in Dresden 1905. Wenn es gelänge, ihn für diesen Plan der Gründung eines "Brücke"-Museums zu gewinnen, wäre das der erste Schritt zur Verwirklichung. Erich Heckel wohnte nach der Zerstörung seines Berliner Ateliers im zweiten Weltkrieg in Hemmenhofen am Bodensee mit dem Blick auf das gegenüberliegende Schweizer Ufer. Würden die inneren Bindungen an Berlin, wo er seine besten Jahre verbracht hatte, noch in ihm wirksam sein? Ich fuhr zu ihm, entwickelte ihm unseren Plan und erhielt sein uneingeschränktes Ja für seine Unterstützung. Das beinhaltete, daß er mehr als tausend Werke aus seinem Besitz zur Gründung des Museums beitrug, nicht nur Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Plastiken und Druckgraphik von seiner Hand, sondern auch Arbeiten der anderen Künstler der "Brücke", soweit sie sich noch in seinem Besitz befanden, darunter, um nur ein Beispiel zu nennen, etwa fünfzig Graphiken des jungen Ernst Ludwig Kirchner. Damit war praktisch die Realisierung unseres Plans gesichert Das Land Berlin war seinerseits bereit, den nötigen Museumsbau zu finanzieren und hatte in Werner Düttmann, dem damaligen Senatsbaudirektor, den idealen Mann für die Bauplanung. Ein ungewöhnlich reizvolles Baugelände, eingebettet in die ursprüngliche Landschaft des Grunewalds, bot sich an, und so konnte das kleine Haus mit seinen vier Oberlichtsälen, die sich um einen Innenhof gruppieren, schon am 15. September 1967 eröffnet werden. Seitdem ist das Museum in seinem inneren Ausbau ständig gewachsen. Schmidt-Rottluff und Heckel haben bis zu ihrem Tode das Museum immer wieder durch weitere Schenkungen gefördert Schmidt-Rottluff hat große Mittel zur Erwerbung von Werken anderer Künstler der "Brücke" wie Heckel, Kirchner, Noide und Pechstein zur Verfügung gestellt, meines Wissens ein einmaliger Vorgang und ein schönes Zeichen des Gemeinschaftsdenkens. Frau Siddi Heckel (t1982) hat diese Tradition durch Schenkungen und langfristige Leihgaben fortgesetzt. Mit dem Tode Schmidt-Rottluffs 1976 ist der gesamte Nachlaß des Künstlers in die "Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung" eingegangen, die im Brücke-Museum betreut wird. Darüber hinaus sind dem Museum seit seinem Bestehen vom Land Berlin häufig außerordentliche Mittel zum Erwerb bedeutender und für ein solches Museum wichtiger Werke zur Verfügung gestellt worden. Bei diesen Erwerbungen war der Gedanke leitend, die Künstler, die im Brücke-Museum nicht so breit vertreten sind, in künstlerischen Hauptwerken darzustellen, wie es inzwischen mit Noide, Kirchner, Pechstein und Otto Mueller überzeugend gelungen ist. Auf ausdrücklichen Wunsch Heckels und Schmidt-Rottluffs werden außer den Mitgliedern der "Brücke" in der Sammlung auch Walter Gramatte, Otto Herbig, Max Kaus und / Anton Kerschbaumer berücksichtigt, die in den zwanziger und dreißiger Jahren mit den ehemaligen "Brücke"-Malern enge Beziehungen pflegten und mit ihnen gemeinsam ausstellten. Rückblickend darf festgestellt werden, daß nur damals, vor zwanzig Jahren, noch die Möglichkeit bestand, die Planung eines solchen Museums mit der tatkräftigen und opferbereiten Hilfe der großen alten Maler Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff zu verwirklichen. Heute hat das Brücke-Museum trotz seiner Kleinheit oder vielleicht gerade wegen seiner Beschränkung auf eine Künstlergruppe, die den Kunstwerken die Nestwärme erhält, und seiner menschenfreundlichen Intimität eine weltweite Ausstrahlung. In den erläuternden, im Zusammenhang verstandenen Texten zu den 104 ausgewählten Werken des Museums, die nach ihrer zeitlichen Entstehung angeordnet sind, ergab sich für den Verfasser die reizvolle Möglichkeit, einiges über die Geschichte der "Brücke" und ihre Künstler auszusagen. (Leopold Reidemeister / Vorwort).

214 S., durchgehend illustriert. Originalleinen.

[SW: Kunst 20. Jahrhundert, Malerei, Künstlergruppe "Die Brücke", Museum, Bildende Kunst, "Brücke"-Maler]

Details

Schmidt, Michael: Michael Schmidt: 89/90. ; Schutzumschlag / dust cover; 1. Ed.
Snoeck, Cologne. 2010. First german edition, first printing. Scarce! Hardcover with jacket. 186 x 224 mm. 100 pages with 161 black&white photos. Condition: Lightly bumped at the top of the spine. Otherwise new, mint, unread; still originally shrink-wrapped in publisher's plastic foil. Great book about the "Unit" by the maker of "Waffenruhe" (Martin Parr, The Photobook, vol 2, page 65. The Open Book, Hasselblad Center, page 336/337. 802 photo books from the M.+M. Auer collection, page 673). One of Schmidts best books. "Masterpieces In his photographic oeuvre, which began in 1965, German photographer Michael Schmidt, born in 1945 in Berlin, has engaged over and again with the changing urban landscape of his native city. With his book Waffenruhe (1987) Schmidt gained international acclaim. While taking on a new and lyrical style and printing gray as a firm color, Schmidt concentrates in Waffenruhe on the emotional conditions of changing ideologies as reflected in the urban environment of Berlin and the lives of its inhabitants. "I made some images which look like soup. Just like the soup that was in November," Schmidt once said at the end of the 1970s about some of his earlier photographs of Berlin. Was he unwittingly alluding at this point to the soup from the fabled autumn of 1989" Schmidt doesn't see himself as a socio-critical photographer. He doesn't want to change the world, but resists it instead, regarding himself as a realist very much in the Brechtian sense: "Realism consists not in reproducing real things, but in showing how things really are." In 89/90 the wall is back again, or better: we are invited to see what is left of or near the old wall and was left by the new Berlin. Some of Schmidt's scenes look like photographs of excavations. These are quite abrupt plans: single objects or mere traces catch the viewer's eye with a brutality or a defenselessness, as in a rendering of an act of protest. But all things stand mute. Just as in his exhibitions and books in 89/90 Schmidt has done away with any direct explanations and identifying captions. As such, Schmidt gets to question the status of the historical monument or document even more poignantly. Indeed, his photographs of Berlin and its fabled wall are first and foremost representing what Heidegger once described as "the age of the world picture." For Heidegger, a world picture, when understood essentially, does not mean a picture of the world, but the world conceived and grasped as picture. That is the same way in which Schmidt is engaging the observer with the act of looking per se. The complete photographic oeuvre of Schmidt is an investigation of the question in what state Germany has been, is, and (...) will be. Michael Schmidt's pictures are unmistakably "Deutschlandbilder", in the very tradition of peers like August Sander, Bernd and Hilla Becher, and Hans-Peter Feldmann, who are equally exemplary photographers of German states."***************Snoeck, Köln. 2010. Deutsche Erstausgabe. Originalausgabe. Selten! Hardcover mit Schutzumschlag. 186 x 224 mm. 100 Seiten mit 161 schwarz-weiß Fotos. Zustand: Am oberen Buchrücken ganz leicht bestossen. Ansonsten: neu, ungelesen, verlagsfrisch; noch original-verschweißt in der Plastikfolie des Verlags. Michael Schmidt wurde berühmt durch "Waffenruhe" (Martin Parr, The Photobook, vol 2, Seite 65. The Open Book, Hasselblad Center, Seite 336/337. 802 photo books from the M.+M. Auer collection, Seite 673) sowie andere großartige Foto- und Künstlerbücher. Meisterwerke In seinem Oeuvre, das bis ins Jahr 1965 zurückreicht, hat der deutsche Fotograf Michael Schmidt, geboren 1945 in Berlin, sich immer und immer wieder mit der in ständiger Veränderung begriffenen Stadtlandschaft seines Geburtsorts beschäftigt. Mit seinem Buch Waffenruhe (1987), das einem neuen lyrischen Stil huldigte und Grau als dezidierte Farbe einsetzte, erlangte Schmidt internationale Anerkennung. In Waffenruhe richtet Schmidt seinen Fokus auf die emotionalen Bedingungen des Ideologiewandels, wie sie sich in den urbanen Räumen Berlins und im Leben seiner Einwohner widerspiegeln. "Ich machte einige Bilder, auf denen nur Suppe zu sehen ist - dieselbe Suppe, die damals im November herrschte", teilte Schmidt schon Ende der 1970er Jahre über einige seiner Berliner Aufnahmen mit. Spielte er, ohne es selbst zu diesem Zeitpunkt zu ahnen auf die spätere Suppe vom legendären Herbst 1989 an? Schmidt versteht sich jedoch nicht als sozialkritischer Fotograf. Er wolle die Welt nicht verändern, sondern leiste ihr Widerstand und betrachte sich als Realisten im Brechtschen Sinne: "Realismus ist nicht, wie die wirklichen Dinge sind, sondern wie die Dinge wirklich sind." In 89/90 kommt die Mauer wieder vor. Oder besser: Wir sind eingeladen, uns anzuschauen, was sich bei oder nahe der alten Mauer befindet und vom neuen Berlin (noch) nicht beseitigt worden ist. Manche von Schmidts Szenerien wirken wie Fotos von Ausgrabungen. Es handelt sich dabei um ziemlich brüske Dispositive: Einzelne Gegenstände oder bloße Spuren nehmen das Auge des Betrachters mit einer Roh- oder Schutzlosigkeit gefangen, so als ob sie an einem Protestakt mitwirkten. Aber alle Dinge bleiben stumm. Wie auch in seinen Ausstellungen und anderen Büchern hat Schmidt in 89/90 alle direkten Erklärungen und ausweisenden Untertitel weggelassen. Auf diese Weise gelingt es Schmidt, den historischen Status des jeweiligen Monuments oder Dokuments noch eindringlicher zu hinterfragen. Fürwahr, seine Fotografien von Berlin und dessen sagenumwobener Mauer stehen zuerst und vor allem für das, was Heidegger einst in seinem mit gleichlautendem Titel versehenen Aufsatz als "die Zeit des Weltbildes" beschrieben hat. Für Heideggers "wesentliches Denken" ist ein Weltbild kein Bild von der Welt, sondern die als Bild be- und ergriffene Welt. Genau diese Unterscheidung ist auch für die Vorgehensweise Schmidts kennzeichnend, wenn er den Beobachter mit dem Vorgang des Sehens als solchem konfrontiert. Das gesamte fotografische Werk von Schmidt führt eine einzige große Ermittlung in der Frage, in welchem Zustand sich Deutschland befand, befindet und befinden wird. Michael Schmidts Bilder sind unmissverständlich "Deutschlandbilder", und damit steht er in derselben Tradition wie seine Kollegen August Sander, Bernd und Hilla Becher und Hans-Peter Feldmann, allesamt ebenso exemplarische Fotografen der deutschen Staaten.

Details